Licht- und Displaytechnik. Farbe
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- Gertrud Böhmer
- vor 8 Jahren
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Transkript
1 Lichttechnisches Institut Licht- und Displaytechnik Farbe von Karsten Klinger Wintersemester 2007/2008
2 Praktikantenstelle Nachtdesign Dauer: Ort: Porsche Entwicklungszentrum Weissach Aufgaben: - Vermessungen an Prototypen und Serienteilen - Arbeiten mit einem Spektrometer und anderen aktuellen Messmitteln - Erweiterung der Messtechnik - Validierung von Messmethoden Profil: - Ein bereits erfolgreich absolviertes Praktikum in der Industrie - Interesse für Messtechnik - Systematisches Arbeiten - Begeisterungsfähigkeit - Systemorientiertes Denken - Grundkenntnisse in Colorimetrie und Fotometrie Geboten wird eine fundierte Einführung in die Praxis des Messens und interessante Einblicke in unsere Arbeitswelt. Bis jetzt war noch jeder Praktikant von diesem Praktikum begeistert. Interessiert? Bitte wenden Sie sich an: Dr. Thomas Fink 0711/911/88145 [email protected] für ein telefonisches Gespräch aus dem sich alles weitere ergibt.
3 Exkursion Abfahrt früh morgens Zumtobel Leuchtenhersteller Übernachtung wahrscheinlich in Innsbruck Bartenbach Solartechnik, Tageslichttechnik, Kunstlichttechnik Heimfahrt Zweitages-Exkursion zusammen mit Architekten Termin bestätigt Organisation: Arne Abromeit, fbta, Architektur Ansprechpartner am LTI: Norbert Hahn, Tel:
4 Licht und Farbe Inhalt Auge Farbdreieck Farbwiedergabe Farbsysteme Farbabstand
5 Farbsehschwächen erkennen
6 Das Auge Nachtsehen Stäbchen Anzahl: Zapfenarten L-Typ rot 570 nm M-Typ grün 540 nm S-Typ blau 430 nm Tagsehen Zapfen Anzahl: Rot : Grün : Blau 4 : 16 : 1 Skotopisch Mesopisch Photopisch Dunkel 10-3 cd/m² 10 cd/m² Hell
7 Innerer Aufbau des Auges
8 Absorptionskurven von Zapfen und Stäbchen Absorptionskurven der drei Spektraltypen von Zapfen in der Netzhaut (durchgezogene Linien) und der Stäbchen (gestrichelt). [Nach Dartnall, 1983]
9 Normspektralfunktionen
10 Normspektralwertfunktionen
11 Normfarbtafel - Farbdreieck X = k# " (!) $ x (!) d! Y = k! $ (#)" y( #) d# Z = k! $ (#)" z (#) d# x y = = z = 1- X X + Y + Y X + Y + x - y Z Z
12 Farbwertanteile Koordinaten im CIE-Farbdreieck x = X + X Y + Z y = Y z = 1- x - X + Y + Z y y x
13 Unbuntpunkt Farbe: Weiss Farbwertanteile: x W = 0,333 y W = 0,333 Lage: Etwas unterhalb der Plankschen Strahlung Ähnlichste Farbtemperatur: 5500 K
14 Ähnlichste Farbtemperatur Farbtemperatur: Farbort des schwarzen Strahlers bei einer bestimmten Temperatur Planksche Kurve
15 Normlichtarten Normlichtart A Glühlampe Farbtemperatur 2856 K Normlichtart D 65 Mittlere Tageslichtphase Ähnlichste Farbtemperatur 6500 K
16 Spektren der Normlichtarten Strahlungsfunktionen der Normlichtarten A und D65 sowie der Lichtarten C, B und D55
17 Spektren von Lichtquellen Spectral Distribution of Different Light Sources 1 0,9 0,8 0,7 0,6 rel. Intensity 0,5 0,4 0,3 0,2 0,1 D2 D4 A D65 LED-21 LED Wavelength [nm]
18 Farbwiedergabe Stufe subjektive Bewertung Ra-Bereich 1A sehr gut > 90 1B A gut B mäßig schlecht Farbwiedergabeindex R a
19 Farbtongleiche Wellenlänge Farbe F im CIE - Farbdreieck Farbwertanteile: x F, y F Farbtongleiche Wellenlänge Gerade von Unbuntpunkt E durch Farbe F Schnittpunkt mit Spektralfarbenzug ist die Spektralfarbe der farbtongleichen Wellenlänge Farbwertanteile: D F x d, y d Berechnung spektraler Farbanteil p e = y y F d!! y y W W oder p e = x x F d!! x x W W E
20 Dominante Wellenlänge Vorteil: Beschreibt die Farbe einer LED mit einem Wert Nachteil: Keine exakte Beschreibung des tatsächlichen Farbortes x Relative Strahldichte λ
21 Farbstimmung Adaption des Auges an mittlere Leuchtdichte vorherrschende Farbe (bei geringer Sättigung) Farbstimmung Weißabgleich Farbumstimmung Farbstich DIN 5033 Teil 1 Absatz 12: Die Farbstimmung wird durch diejenige Farbart beschrieben, die jeweils als unbunt empfunden wird. [Weitere Informationen: Hentschel, Kapitel 4.5]
22 Farbstimmung - Farbkontraste
23 Farbstimmung - Beispiel
24 Farbstimmung - Beispiel
25 Farbabgleich - Helmholtz scher Farbmischapparat 440 nm 545 nm 700 nm Schematischer Versuchsaufbau zur Messung von spektralen Farbwerten. Die realen Messungen erfolgten mittels spezieller optischer Geräte, z.b. dem Helmholtz'schen Farbmischapparat. Im linken Photometerfeld werden die 3 Grundfarben so gemischt, daß eine Farbgleichheit zwischen diesem Feld und der vorgegebenen Spektralfarbe besteht.
26 Eigenschaften des Farbabgleichs Farbabgleich ist extensiv Gleichheit ist vollständig Heterochromer Helligkeitsabgleich ist intensiv Gleichheit gilt nur für Helligkeit Farbattribute Buntton und Buntheit können unterschiedlich sein
27 Innere und äußere Farbmischung R: Rot G: Grün B: Blau A: zu bestimmende Farbe
28 Farbmischungen in der Farbtafel Lichtquellen: U, V, W
29 Gemessene Spektralwertfunktionen
30 CIE-RGB Spektralwertfunktionen
31 Umrechnung CIE-RGB zu CIE-xyz x(!) = 2,7689 r(!) +1,7518 g(!) +1,1302 b(!) y(!) = 1,0000 r(!) +4,5907 g(!) +0,0601 b(!) z(!) = 0,0000 r(!) +0,0565 g(!) +5,5943 b(!)
32 CIE-xyz Normspektralwertfunktionen
33 CIE-xyY-System
34 Farbdreieck CIE und Farbkreis nach Newton [Quelle: en.wikipedia.org/wiki/cie_1931_color_space,
35 Magenta im Spektrum durch additive Farbmischung [Quellen: jumk.de/astronomie/about-stars/measured-values.shtml
36 Gleichabständigkeit Liegen bei gleicher Strecke auch gleiche Farbabstände vor?
37 Farbabstand nach DIN DIN 5033 Teil 1 Absatz 18: Die Größe des empfindungsgemäßen Unterschiedes zwischen zwei Farben heißt Farbabstand.
38 UCS-Farbtafel
39 UCS Lu v Berechnung
40 MacAdam Experiment
41 MacAdam Ellipsen in xy-koordinaten Ellipsen in zehnfacher Vergrößerung dargestellt
42 MacAdam Ellipsen
43 MacAdam Ellipsen in u*v*-koordinaten
44 MacAdam Ellipsen als Kreise
45 CIE-UVW und CIE-Lu*v* Koordinaten
46 CIELAB-System Farben sind relativ zu Referenzweiß X 0 /Y 0 /Z 0
47 CIELAB-System Doppelkegel
48 CIELAB-System Farbebene
49 CIELAB Farbabstand (L*a*b*) Bezugsfarbe B Probenfarbe P!E = ( L!! P " L ) " B + ( a!! P " a ) " B + ( b!! P " b ) " B Ungenauigkeit: Helligkeitsdifferenz geht mit gleicher Gewichtung in Farbabstand ein, wie Farbdifferenz
50 CIELAB Farbabstand Beispiel!E = ( L!! P " L ) " B + ( a!! P " a ) " B + ( b!! P " b ) " B
51 CIELAB-System mit Ellipsen Toleranzellipsen im L*a*b*-System in der Ebene L*=50% Color Difference System CMC (l:c) Toleranzellipsen im L*a*b*-System
52 Neue Farbsysteme Zwei alternative Systeme basieren auf CIELAB Vergleichbare Exaktheit DIN99 CIE-DE2000 DIN99 einfacher berechenbar
53 Farbsystem DIN99 Helligkeit L!! = "#$%$"! &' (" + #%#"$(! L ) ) Differenz ( ) - +!".( b % " &'()* o # a % " (+,)* o )! =!"!#$ a % " &'()* o + b % " (+,)* o Abminderung k =!" # +!! ( ) ( ) -
54 Farbsystem DIN99 Helligkeit L!! = "#$%$"! &' (" + #%#"$(! L ) ) Rot-Grün Buntheit a!! = "# ( $ +! )! Gelb-Blau Buntheit b!! = "# ( $ +! )! "( a % " &'($) o + b % " (*#$) o ) " (%& '( b ( " )*+$, o # a ( " +-#$, o ))
55 Farbsystem DIN99 Farbabstand Bezugsfarbe B Probenfarbe P!E!! = ( L!!P " L ) "!!B + ( a!!p " a ) "!!B + ( b!!p " b ) "!!B
56 CRT-Monitor Farbphosphore Relative spektrale Strahldichteverteilungen der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau eines Farbbildschirms, wobei der Maximalwert auf jeweils 100 normiert wurde. Außerdem ist das aus diesen Grundfarben erzeugte Spektrum für die neutrale Farbe Weiß bzw. Unbunt dargestellt.
57 Detail Monitorbildmaske
58 Farbdreieck mit verschiedenen Lichtquellen
59 Farbmischungen Substraktive Farbmischung Additive Farbmischung
60 Trichromatische substraktive Farbmischung Grundfarben: C cyan M magenta Y yellow Mischfarbe: Schwarz
61 Substraktive Farbmischung Gelb Magenta Cyan Relative spektrale Transmissionsgrade der Farbpigmente Gelb, Magenta und Cyan, die bei Farberzeugungsprozessen nach dem Prinzip der subtraktiven Farbmischung eingesetzt werden. Werden z.b. die Pigmente Gelb und Magenta hintereinander angeordnet, dann wird nur Strahlung im Langwelligen durchgelassen. Das Ergebnis wäre ein rötlich aussehendes Pigment.
62 Substraktive Farbmischung - Mischfarben Gelb und Magenta ergibt Rot Gelb und Cyan ergibt Gr"ün Cyan und Magenta ergibt Blau Gelb und Cyan und Magenta ergibt Schwarz Bei Farbdrucken werden neben den Grundfarben Gelb, Cyan und Magenta auch sowohl Schwarz als auch, bei nichtweißen Papieren, Weiß und Schmuckfarben (Gold, Silber,...) verwendet.
63 Additive Farbmischung
64 Zwei Farben Weiss Blau und Leuchtstoff RGB - Spektrum
65 Additive Farbmischung - LEDs Erzeugung von Licht der Farbe Weiß durch additive Farbmischung: Durch Benutzung von drei einzelnen roten, grünen und blauen LEDs Bei richtiger Abstimmung wird die sich ergebende Farbe weiß sein. RGB- Chips nm Blue Chip + 1 Phosphor Ein LED-Chip der Farbe Blau zusammen mit einem Phosphor-Überzug (Gelb) zur Farbmischung benutzen. Eine UV-LED und drei Phosphore der Farben Rot-Grün-Blau zur additiven Farbmischung benutzen. UV- Chip nm Phosphore nm [Quelle: Osram, GTB Task Force - LED Forward Lighting - presentation]
66 Additive Farbmischung - Mischfarben Folgende Mischungsregeln sind charakteristisch für die additive Farbmischung: Additive Farbmischungen Rot und Grün und Blau ergibt Unbunt Rot und Grün ergibt Gelb Rot und Blau ergibt Magenta (Purpur, Pink) Grün und Blau ergibt Cyan (Blaugrün)
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