Color Management in ErgoSoft RIPs
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- Hansl Simen
- vor 8 Jahren
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Transkript
1 Application Notes
2 Color Management in ErgoSoft RIPs
3 Inhalt Einleitung... 1 Color-Management-Workflow... 2 Die Color Engine... 2 CMYK-Ausgabe: RGB-Eingabe... 3 CMYK-Ausgabe: CMYK-Eingabe mit Eingabeprofil... 4 CMYK-Ausgabe: CMYK-Eingabe ohne Eingabeprofil... 5 RGB-Ausgabe... 6 Hilfen zum Color Management... 7 Ausgabekalibrierung... 8 Anforderungen an die Ausgabekalibrierung... 8 Hilfen für Ausgabekalibrierung... 8 Dichtelinearisierung... 9 Druckerprofile... 9 Tintenlimitierung Kontrolle der Farben im Bild Eingabe-Color-Management Weitere Hilfen zur Kontrolle der Farben im Bild Das ErgoSoft RIP ist in verschiedenen Konfigurationen erhältlich. Die hier abgedruckte Beschreibung der verfügbaren Features bildet deshalb nicht zwingend die Lizenzdetails Ihrer Edition des ErgoSoft RIPs ab. Informationen über die in Ihrer Edition des ErgoSoft RIPs enthaltenen Features können Sie auf der ErgoSoft Homepage erhalten oder von Ihrem Händler. Rev. 1.0 Color Management in ErgoSoft RIPs i
4 Einleitung Heutzutage ist die Farbtreue der Ausgabe eine der wichtigsten Anforderung an den Grossformatdruck. Der Ausdruck soll nicht nur brillante Farben haben, sondern auch dieselben Farben zeigen, wenn auf unterschiedliche Medien oder mit verschiedenen Druckern gedruckt wird. Für die Ausgabe bietet das ErgoSoft RIP einen gut durchdachten Color-Management- Workflow mit verschiedenen Hilfsmitteln für die Ausgabekalibration, Kontrolle der Tintenmenge und Farbtreue. Color Management in ErgoSoft RIPs 1
5 Color-Management-Workflow Die Color Engine Alle vom ErgoSoft RIP unterstützten Drucker drucken im CMYK-Modus (CMYK einschliesslich heller Tinten) oder im erweiterten CMYK-Modus (CMYK einschliesslich heller Tinten und zusätzliche Vollton- und helle Tinten). Dies bedeutet, dass das ErgoSoft RIP die Bilder im (erweiterten) CMYK-Modus an den Drucker schicken muss. Für dieselben (erweiterten) CMYK-Werte hängt der gedruckte Farbton von der verwendeten Tinte und Material ab. Zusätzlich können einige Drucker das von Windows zur Verfügung gestellte RGB-Interface für die Ausgabe verwenden. Intern verwendet das ErgoSoft RIP den geräteunabhängigen Lab-Modus. RGB-Bilder werden mit Hilfe eines Eingabeprofils (z.b. für Scanner) in Lab-Werte umgerechnet. Die Lab-Werte werden in (erweiterte) CMYK-Werte konvertiert mit Hilfe von Druckerprofilen, die extra für die verwendete Kombination von Tinte und Material erstellt wurden. Deshalb sieht ein Bild, das auf verschiedene Medien gedruckt wird, auf allen Medien ungefähr gleich aus. Color Management in ErgoSoft RIPs 2
6 CMYK-Ausgabe: RGB-Eingabe RGB-Farben müssen konvertiert werden, damit sie mit einem CMYK-Drucker gedruckt werden können. Deshalb wird mit dem ErgoSoft RIP ein RGB-Eingabeprofil ausgeliefert, das als Voreinstellung in die Profileinstellungen eingetragen wird. Die Dichtelinearisierung wird zur Linearisierung des Tintenauftrags verwendet. Das Druckerprofil wird verwendet zur Konvertierung der durch die Eingabe-Konvertierung (RGB -> Lab) entstandenen Lab-Werte nach CMYK und zusätzliche Farben, wenn das Druckerprofil diese unterstützt. Wenn kein Druckerprofil ausgewählt wurde, wird eine Standard-Konvertierung von Lab nach CMYK verwendet ohne Unterstützung von zusätzlichen Farben. Color Management in ErgoSoft RIPs 3
7 CMYK-Ausgabe: CMYK-Eingabe mit Eingabeprofil CMYK-Farben müssen nicht konvertiert werden, damit sie mit einem CMYK-Drucker gedruckt werden können. Als Voreinstellung konvertiert das ErgoSoft RIP CMYK-Werte nicht in Lab- Werte. Durch die Wahl eines von (kein) verschiedenen Eingabeprofils wird die Color Engine gezwungen, die CMYK-Werte des Bildes in Lab-Werte zu konvertieren. Die Dichtelinearisierung wird zur Linearisierung des Tintenauftrags verwendet. Das Druckerprofil wird verwendet zur Konvertierung der durch die Eingabe-Konvertierung (CMYK -> Lab) entstandenen Lab-Werte nach CMYK und zusätzliche Farben, wenn das Druckerprofil diese unterstützt. Wenn kein Druckerprofil ausgewählt wurde, wird eine Standard-Konvertierung von Lab nach CMYK verwendet ohne Unterstützung von zusätzlichen Farben. Color Management in ErgoSoft RIPs 4
8 CMYK-Ausgabe: CMYK-Eingabe ohne Eingabeprofil CMYK-Farben müssen nicht konvertiert werden, damit sie mit einem CMYK-Drucker gedruckt werden können. Als Voreinstellung konvertiert das ErgoSoft RIP CMYK-Werte nicht in Lab- Werte. Wenn kein Eingabeprofil ausgewählt wurde, wird nur die Dichtelinearisierung verwendet: die CMYK-Werte können nicht nach Lab konvertiert werden und zurück in den Druckerfarbraum. Color Management in ErgoSoft RIPs 5
9 RGB-Ausgabe Die RGB-Ausgabe mit Hilfe von Windows-Druckertreibern bietet stark eingeschränkte Ausgabekalibration: Es kann nur das RGB-Druckerprofil verwendet werden; Dichtelinearisierung und Tintenlimitierung stehen nicht zur Verfügung. Farbersetzung ist nur in stark eingeschränkter Form verfügbar. Color Management in ErgoSoft RIPs 6
10 Hilfen zum Color Management Die ErgoSoft RIPs bieten verschiedene Hilfen zum Color Management. Die Hilfen können in zwei Gruppen aufgeteilt werden: Hilfen für die Ausgabekontrolle und Hilfen, die direkt die Eingabe kontrollieren. Die Hilfen für die Ausgabekontrolle Dichtelinearisierung, Tintenlimitierung und Ausgabeprofil (Druckerprofil) werden in der Ausgabekalibrierung zusammengefasst. Die Hilfen zur direkten Kontrolle der Eingabe können in zwei Gruppen aufgeteilt werden: Die erste Gruppe, das Eingabe-Color-Management, beeinflusst das komplette Bild durch die Verwendung eines bestimmten Profils oder einer Regel zur Konvertierung des Bildfarbraums in Lab. Die zweite Gruppe, die direkte Farbkontrolle, wird zur Bearbeitung des Bildes verwendet oder zur direkten Kontrolle der Ausgabefarbe eines bestimmten Teils des Bildes, um sicherzustellen, dass bestimmte Farben wie erwartet gedruckt werden. Color Management in ErgoSoft RIPs 7
11 Ausgabekalibrierung Anforderungen an die Ausgabekalibrierung Die Hauptanforderungen an die Ausgabekalibrierung sind: 1) Linearität des Farbauftrags Die verwendetet Tintenmenge soll kontinuierlich ansteigen von 0% (keine Tinte) bis 100% (alle Tinte), ohne Sprünge, Stufen oder Abrisse. 2) Kontrolle der verwendeten Tintenmenge Der Ausdruck soll nicht bluten oder die Farbe abblättern unabhängig von der Anzahl der zum Druck einer bestimmten Farbe verwendeten Tinten. 3) Kontrolle von Mischfarben Die Tintenmischungen müssen sowohl die Farbe der verwendeten Tinten als auch die Farbe des Mediums berücksichtigen, die durch die Tinten durchschimmert. Hilfen für Ausgabekalibrierung Die Ausgabe-Kalibrierung besteht aus zwei Teilen: der Dichtelinearisierung und dem Druckerprofil. Der Grund dafür ist, dass die Papier/Folien- und Tintenhersteller Ihre erprobten Rezepte für die Herstellung einer Material- bzw. Tintenserie haben, die sie nicht ändern. Deshalb sollte theoretisch der Nachdruck eines Bildes genau so aussehen wie das vor einiger Zeit gedruckte Exemplar (vorausgesetzt es wurden dieselben Zutaten, sprich Drucker, Papier, Farbversion, Softwareeinstellung, usw. verwendet). In der Praxis zeigt es sich jedoch, dass ein farbiger Klecks dieser Theorie entspricht, ein Bild jedoch nicht immer. Der Grund dafür liegt in der Abnutzung der Druckköpfe, einer nicht sichtbar veränderten Oberfläche des Materials, einer etwas anderen Konsistenz der Tinte, usw., die aber keinen sichtbaren Einfluss auf die Mischung der Farben haben; es fliesst dadurch nur etwas mehr oder weniger Tinte als bisher auf das Material bzw. das Material kann etwas mehr oder weniger Tinte als bisher aufnehmen. Deshalb wurde im ErgoSoft RIP die Kalibrierung eines Druckers aufgeteilt in die Dichtelinearisierung und die Druckerprofile. Color Management in ErgoSoft RIPs 8
12 Dichtelinearisierung Die Dichtelinearisierung enthält Angaben über die Menge der Tinte, mit der gedruckt werden soll. Bedingt durch mechanische Komponenten wie z.b. die Grösse der Farbtropfen, entspricht die tatsächliche Flächendeckung der Tinte nicht der gewünschten. Dadurch kommt vor allem bei mittleren und dunkleren Farbtönen optisch zu viel Tinte auf das Papier: das Bild wird zu dunkel und dunklere Bereiche haben keine Konturen mehr; im Extremfall schwimmt die Tinte an dunklen Stellen. In der Dichtelinearisierung ist ein Korrekturfaktor enthalten, der die tatsächliche Farbmenge für vorgegebene Deckungen (in 2,5%-, 5%- oder 10%-Schritten) so anpasst, dass sie der gewünschten Deckkraft entspricht. Zwischenwerte werden mit Hilfe der gemessenen Daten ermittelt. Die Dichtelinearisierung enthält somit den Teil des Color Managements, der sich häufig ändert. Sie sollte deshalb von Zeit zu Zeit durchgeführt werden, auf jeden Fall aber, wenn Sie eine neue Lieferung Tinte erhalten. Nur damit kann sichergestellt werden, dass immer die richtige Menge Tinte auf das Papier fliesst. Eine ausführliche Beschreibung der Dichtelinearisierung finden Sie im Handbuchteil Dichtelinearisierung. Druckerprofile Die Druckerprofile enthalten Angaben darüber, wie die Druckerfarben gemischt werden müssen, um mit einem bestimmten Druckkopftyp und einer bestimmten Version/Serie einer Tinte vom Color Management fix vorgegebene Farbtöne auf einem bestimmten Material zu enthalten. Deshalb müssen Druckerprofile nur dann neu erstellt werden, wenn der Druckkopf sich ändert, wenn das Material durch ein anderes ersetzt wird oder wenn sich die Versionsnummer der Tinte ändert. Eine ausführliche Beschreibung der Druckerprofilierung finden Sie im Handbuchteil ColorGPS. Color Management in ErgoSoft RIPs 9
13 Tintenlimitierung Wenn das Medium nicht die ganze bereitgestellte Tinte absorbieren kann, muss die verwendete Tintenmenge limitiert werden. Es gibt verschiedene Wege zur Tintenlimitierung, die abhängig sind von der Stelle, an der die Tintenlimitierung greifen muss: Tintenlimitierung für die einzelnen Tintenfarben, wenn der Ausdruck sogar dann blutet oder die Farbe abblättert, wenn nur mit den reinen Tinten gedruckt wird. Limitierung der hellen Tinten, um Sprünge oder Stufen im Übergangsbereich von einer Punktgrösse zu einer anderen zu vermeiden. Umfassende Tintenlimitierung für Mischfarben. Eine ausführliche Beschreibung der Tintenlimitierung finden Sie im Handbuchteil Kontrolle der Tintenmenge. Color Management in ErgoSoft RIPs 10
14 Kontrolle der Farben im Bild Eingabe-Color-Management Bilder können aus unterschiedlichen Quellen und mit verschiedenen Farbeinstellungen erstellt werden. Deshalb muss für die richtige Konvertierung des Bildfarbraums in Lab die richtige Konvertierung verwendet werden. Dies geschieht durch die Verwendung eines Eingabeprofils. Als Spezialfall können PostScript- und PDF-Dateien sowohl Objekte mit unterschiedlichen Farbräumen als auch unterschiedliche Objekttypen enthalten. Die ErgoSoft RIPs bieten für die Behandlung dieser Dateien ein durchdachtes PostScript-Color-Management. Eine ausführliche Beschreibung des Eingabe-Color-Managements finden Sie im Handbuchteil über das Kontrollieren der Farben im Bild. Weitere Hilfen zur Kontrolle der Farben im Bild Als Ergänzung zum Eingabe-Color-Management bieten die ErgoSoft RIPs zwei weitere Hilfen zur Kontrolle der Farben im Bild: Ein sehr einfaches Hilfsmittel, um das komplette Bild in Bezug auf Helligkeit, Kontrast und Farbkanäle einzustellen. Mehrere gut durchdachte Hilfen zur manuellen oder automatischen Ersetzung bestimmter Farben im Bild (z.b. Firmenlogos) durch individuell definierte Ersatzfarben. Weitere Informationen finden Sie in den Handbuchteilen über das Kontrollieren der Farben im Bild sowie zur Farbersetzung. Color Management in ErgoSoft RIPs 11
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