Unterputz aus Wanlin-Rohlehm Zusammensetzung des Putzes Sand, Wanlin-Rohlehm, Strohhäcksel. Verpackung und Lagerung Argibase Putz ist in zwei Ausführungen erhältlich: trocken (Argibase-D) oder erdfeucht (Argibase-W). Argibase-W Putz besteht aus Wanlin-Rohlehm, Sand und Strohhäcksel (getrennt geliefert). Er ist im Big Bag von 1.000 kg (circa 60 m²/1 cm Auftragsstärke) erhältlich. Solange der Putz nicht mit Strohhäckseln gemischt wurde, kann er unbegrenzt gelagert werden. Argibase-D Putz besteht aus Wanlin-Rohlehm, Sand und Strohhäcksel. Er ist in zwei Verpackungsgrößen erhältlich: - Sack von 25 kg (circa 1,5 m²/1 cm Auftragsstärke). Das Material wird gebrauchsfertig geliefert (die Strohhäcksel sind bereits untergemischt). - Big Bag von 1.000 kg (circa 60 m²/1 cm Auftragsstärke). Das Stroh wird getrennt geliefert. Bei trockener Lagerung kann der Putz unbegrenzt aufbewahrt werden. Physikalische Eigenschaften Argibase-D - Körnung: 0/2 mm - Schüttdichte trocken: 1,4 kg/l - Trockendichte nach Verarbeitung: 1,65 kg/l - Feuerbeständigkeit: M0 (nicht brennbar) Argibase-W - Körnung: 0/2 mm - Schüttdichte: 1,4 kg/l - Trockendichte nach Verarbeitung: 1,65 kg/l - Feuchtigkeit: circa 5 % - Feuerbeständigkeit: M0 (nicht brennbar) Anwendungsbereich Argibase Putz wird einlagig aufgetragen Er eignet sich für sämtliche Bauvorhaben (Neubau oder Renovierung) und kann auf raue, steife, gesunde und saugfähige Untergründe aufgetragen werden. Verarbeitung 1. Vorbereitung des Untergrunds Argibase eignet sich als Innenputz auf fast jedem gesunden Untergrund. In der Regel benötigen sehr glatte oder wenig saugfähige Untergründe jedoch eine Grundierung. Bemerkung: Wird eine Grundierung aufgetragen, darf die erste Lage Putz nicht dicker als 12 mm sein. Technisches Datenblatt Argibase - Seite 1/5
Vorkehrungen je nach Untergrund: - Untergründe aus Holz vom Typ Spanplatten (OSB-Platten) müssen vorher grundiert oder mit einer Schilfmatte versehen werden. Hierzu sind 2 Lagen erforderlich und muss ein Bewehrungsnetz in die erste Putzschicht eingearbeitet werden. - Auf Beton muss eine Grundierung aufgetragen werden, wenn die Oberfläche nicht rau genug ist. Frischer und feuchter Beton kann nicht verputzt werden. - Argibase kann nicht direkt auf Glas, Kunststoff oder Metall aufgetragen werden. Der Untergrund muss trocken, haftend, sauber, rau genug, frost-, salz- und staubfrei sein. Entfernen Sie vorher Staub und lose Teile, Unebenheiten, Fettflecken, Überreste von Entschalungsmitteln sowie den eventuell auf Fertigbeton vorhandenen Schleier. Vorhandene filmbildende Anstriche müssen auf jeden Fall entfernt werden. Vor dem Auftrag des Putzes kann es nützlich sein, die zu verputzende Oberfläche mit Wasser zu besprühen, um eventuell vorhandenen Staub zu binden. 2. Anrühren des Putzes Argibase-W (erdfeucht Stroh wird getrennt geliefert) Der Putz wird mischfertig geliefert und muss nur noch mit der erforderlichen Menge Stroh und Wasser angerührt werden: 1 Teil Stroh für 7 Teile Putz. Für 25 kg Putz sind circa 5,2 l Wasser oder für 10 l Putz 3 l Wasser zuzugeben. Für eine Auftragsstärke von 1 cm benötigt man 16,5 kg erdfeuchten Putz pro m². Argibase-D (trocken) Big Bag von 1.000 kg: Die Strohhäcksel werden getrennt geliefert. Der Putz wird mischfertig geliefert und muss nur noch mit der erforderlichen Menge Stroh und Wasser angerührt werden: 1 Teil Stroh für 7 Teile Putz. Für 25 kg Putz sind circa 6,5 l Wasser oder für 10 l Putz 3,5 l Wasser zuzugeben. Sack von 25 kg: Der Putz wird gebrauchsfertig geliefert und muss nur noch mit der erforderlichen Menge Wasser angerührt werden: für 25 kg Putz sind circa 6,5 l Wasser oder für 10 l Putz 3,5 l Wasser zuzugeben. Für eine Auftragsstärke von 1 cm benötigt man 16,5 kg erdfeuchten Putz pro m². Um die Bestandteile des Putzes gut zu mischen, empfehlen wir eine große Mörtelwanne und ein leistungsstarkes elektrisches Mischgerät. Technisches Datenblatt Argibase - Seite 2/5
3. Auftrag des Putzes Argibase kann mit der Hand aufgetragen oder mithilfe einer Putzmaschine (mit geeignetem Schneckenpumpenmantel) angespritzt werden. Er wird einlagig aufgetragen. Die empfohlene Auftragsstärke beträgt 5 bis 20 mm. Bei einer Dicke von mehr als 25 mm empfehlen wir, den Putz in 2 Lagen aufzutragen und in die erste Lage vollflächig ein Gewebe einzulegen. Vorgehensweise: - Den Putz mit der Putzmaschine oder der Glättekelle auf den Untergrund auftragen. - Stellen mit zu wenig Putz auffüllen und den Putz mit der Abziehlatte und dem Flächenspachtel (60 cm) abziehen. - Den Putz mit der Glättekelle ein erstes Mal verdichten, wenn die Erhärtung begonnen hat. Technisches Datenblatt Argibase - Seite 3/5
- Wenn die Erhärtung des Putzes begonnen hat (Test: es bleibt kein Fingerabdruck mehr auf der Wand zurück), die ganze verputzte Fläche mit dem Schwammbrett bearbeiten und den Putz erneut mit der Japankelle verdichten. Unsere Ratschläge: Der Unterputz muss vollständig eben und trocken sein, ehe eine atmende Farbe oder ein Oberputz aufgetragen wird. Um die natürlichen Eigenschaften Ihres Lehmunterputzes zu erhalten, empfehlen wir die Verwendung von Argiline Oberputz. Nachbesserungen Wichtiger Hinweis: Machen Sie stets eine Probe auf einer Testfläche, um das Ergebnis, die Haftung, die Absorption sowie die Auftragsstärke zu prüfen.. Mithilfe von Argibase Unterputz können mangelhafte Stellen oder Stöße in einer Wand nachgebessert werden. Die Umkehrbarkeit des Produktes ist einer seiner größten Trümpfe bei Putzarbeiten. Die nachzubessernde Stelle muss erst gut angefeuchtet werden. Dann die mangelhafte Stelle auffüllen und mit der Glättekelle abziehen. Anschließend trocken lassen, bis die Erhärtung des Putzes beginnt. Technisches Datenblatt Argibase - Seite 4/5
Nach Erhärtung des Putzes die nachzubessernde Stelle erneut anfeuchten und mit der Japankelle glätten. Anschließend kann die Stelle mit dem Schwammbrett und der Japankelle bearbeitet werden, um das gewünschte Finish zu erhalten. Verarbeitungsbedingungen und Trocknung Die Temperatur des Raums (sowie des Untergrunds) muss über + 5 C liegen. Diese Temperatur muss auch in den 24 bis 48 Stunden nach dem Auftrag gewährleistet sein, damit der Putz optimal trocknet. Wenn es in dem Raum friert, darf nicht verputzt werden. Es sei daran erinnert, dass der Untergrund trocken und tragfähig sein muss. Während und nach dem Verputzen müssen die Räume ausreichend gelüftet werden. Falls erforderlich einen Entfeuchter verwenden, um die Feuchtigkeit zu absorbieren. Im Winter und bei sehr feuchtem Wetter müssen die Räume geheizt werden. Sehen Sie genügend Zeit für das Trocknen vor. Eine zu schnelle Trocknung kann nämlich Risse im Putz zur Folge haben. Benutzte Werkzeuge Für den Auftrag eines Unterputzes benötigt man folgende Werkzeuge: - ein elektrisches Mischgerät; - eine Abziehlatte; - einen Flächenspachtel (60 cm) - eine Putzkelle; - eine Glättekelle; - ein Schwammbrett; - eine Japankelle zum Polieren; - eine weiche Bürste. Der Inhalt dieses technischen Datenblatts stützt sich auf unsere derzeitigen Erfahrungen und Kenntnisse. Es wird vorausgesetzt, dass der Anwender über ausreichend Berufserfahrung verfügt. Wir organisieren Ausbildungen für Fachleute. Mehr Informationen über unsere Produkte sowie unsere Demovideos finden Sie auf www.argibat.com Technisches Datenblatt Argibase - Seite 5/5