Bedienungsanleitung Railmonitor Option DB Lasertechnologie in der Schienenmesstechnik RML 3000 Dokument: BA_RML3000_DB Version: 1.0 Datum: 20. Dezember 2012 Ersteller: Daniel Wildermuth Schmid Elektronik AG Mezikonerstrasse 13, CH-9542 Münchwilen
Inhalt 1. Grundlagen... 3 1.1. Fischmodell... 3 1.2. Auswertung... 4 1.3. Zulassung... 4 1.4. DB Prüfbericht... 5 2. DB Messung... 6 2.1. Vorbereitung... 6 2.2. Messungen durchführen... 8 3. DB Report erstellen... 9 3.1. Vorbereitung... 9 3.2. Erstellen... 9 4. Geräteeinstellungen... 12 4.1. Voraussetzungen... 12 4.2. Aktivieren der DB-Ansicht... 12 2
1. Grundlagen 1.1. Fischmodell Die Deutsche Bahn AG (DB) überprüft die Schienen- Querprofile auf ihrem Streckennetz anhand des Fischmodels. Der Name des Models liegt im charakteristischen Aussehen der Skizze begründet, welche entsteht, wenn die tolerierbaren radialen Fehler über dem Sollprofil aufgezeichnet werden. Diese Fisch- Kurven gibt es für maximale Abweichungen von 0.5, 0.3, 0.2 mm und AHC (Anti Head Check) für das Profil 60E2 1:40. Abbildung 1: Fisch-Darstellung auf dem Railmonitor Abbildung 2: Auszug aus RIL 824.8310 (DB Richtlinie Oberbauarbeiten) 3
1.2. Auswertung Die Auswertung der Abweichung zum Sollprofil erfolgt an spezifischen Punkten: Punkt Lage A maximale radiale Abweichung zum Sollprofil B radiale Abweichung bei Y+14 C radiale Abweichung bei Y+5 D radiale Abweichung bei Y 0 E radiale Abweichung bei Y-25 F radiale Abweichung bei Y-30 G radiale Abweichung bei Y-35 H radiale Abweichung bei Z-14 Abbildung 3: DB Auswertung an den spezifischen Punkten (Railmonitor Ansicht) 1.3. Zulassung Auf dem Streckennetz der DB darf die DB-Auswertung nur mit einem von der DB zugelassenen Gerät durchgeführt werden. Die Zulassung erfolgt durch die Messmittelprüfstelle in Chemnitz. Die Zulassung bei der Messmittelprüfstelle in Chemnitz muss alljährlich wiederholt werden. Während dieser Prüfung wird die systematische Abweichung und die Streuung der Querprofil-Messung ermittelt. 4
1.4. DB Prüfbericht Der Prüfbericht weist die gemessene systematische Abweichung und die Streuung der Querprofil-Messung aus. Liegen diese Werte innerhalb der geforderten Toleranzen, bekommt das Gerät die DB-Zulassung. Die Toleranz für die Streuung liegt bei 0.015mm diejenige der systematischen Abweichung bei 0.08mm. Abbildung 4: Systematische Abweichung des Gerätes bei einem 60E2 Profil Abbildung 5: Streuung der Messwerte bei 25 Messungen 5
2. DB Messung 2.1. Vorbereitung Das Gerät muss für die DB-Messungen vorbereitet sein (siehe: 4.1 Voraussetzungen). 1. Neue Session erzeugen Anleitung RailMonitor a. Der Sessionname darf maximal 8 Zeichen lang sein. b. fmax wird für die Auswahl der Grenzwerte-Kurven verwedet. Es stehen 0.5, 0.3, 0.2 und AHC zur Auswahl. c. Die Spurweite muss auf 1435 eingestellt werden. a) b) c) Abbildung 6: Railmonitor Session Parameter Eingabe 6
2. Messparameter a. Schienentype: VIGNOL auswählen b. Referenz: 60E2140 auswählen c. Zentriermethode: Z14/Y0 auswählen d. Diese Messparameter können mittels Copy2s auf alle anderen Messpunkte übertragen werden. e. Nun jeden Messpunkt in den restlichen Messparametern beschreiben (Schiene, Seite...) e) a) c) b) d) Abbildung 7: Messparameter auf dem Railmonitor 7
2.2. Messungen durchführen Nachdem die Messvorbereitungen abgeschlossen sind, kann auf der Strecke gemessen werden. Querprofilmessung im DB-View: Abbildung 8: DB View auf dem Railmonitor Sobald die Messungen abgeschlossen sind, muss die Session unbedingt auf die CF-Karte abgespeichert werden. Anleitung RailMonitor Abbildung 9: Abspeichern der Session auf dem Railmonitor 8
3. DB Report erstellen 3.1. Vorbereitung Mittels Auswerte-Software RailSuite Anleitung RailSuite Die Referenz 60E2140 muss sich im Referenzen-Order befinden. Überprüfen lässt sich das in der Railsuite mittels Menu->Folder->References und im Explorer suchen nach dieser Referenz. Abbildung 10: Kontrolle ob Referenz für Railsuite vorhanden ist 3.2. Erstellen 1. Um einen DB-Report zu erstellen, wird zuerst die Messsession von der CF-Karte auf den Auswerte-PC kopiert. 2. Starten Sie dann mit dieser Session die Railsuite (doppelklick). 3. Wählen Sie auf der rechten Seite bei den View Menus den DB View. Abbildung 11: View Menu in der Railsuite 9
4. Im Tab Report starten Sie einen neuen Report mit New. Abbildung 12: ReportTab auf der Railsuite 5. Für jede Messung und jede gewünschte Ansicht führen Sie Add After aus. 6. Der Report kann mittels Generate und Angabe des Dateinamens jederzeit erzeugt werden. 10
7. Das Ergebnis in PDF-Form: Abbildung 13: DB Report aus der Railsuite 11
4. Geräteeinstellungen 4.1. Voraussetzungen Damit das Gerät die hohe von der DB geforderte Genauigkeit erreichen kann, wird ein speziell kalibrierter Messlaser eingebaut. Im Klimagerät wird die Messgenauigkeit über den gesamten Temperaturbereich übertprüft, bevor das Gerät zur Zertifizierung an die Messmittelprüfstelle in Chemitz gesendet wird. Deshalb können Geräte nur mit erheblichem Aufwand nachträglich DB-tauglich gemacht werden. 4.2. Aktivieren der DB-Ansicht Damit die DB-Ansicht über das View-Menu erreichbar wird, muss es mittels... Menu->Einstellungen->System->Devices: DB View = 1...aktiviert werden. Abbildung 14: Aktivieren des DB Views 12