1. Begrüßung Fachtagung Ausbildung 2. Einführung in die Fachtagung/Aktuelle Ausbildungszahlen/ Entwicklung der Ausbildungsverbünde 3. Erfahrungsbericht zentrale Ausbildungslehrgänge: Grundlehrgang, Neuausrichtung Prüfungsvorbereitungslehrgang/ Stand Ausbildungsserver 4. Erfahrungsbericht Abschlussprüfung Vermessungstechniker/innen Abschlussprüfung aus Sicht der Berufsschule Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 5. 6. 7. 8. 9. 10. 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 1 Struktur der Abschlussprüfung Prüfungsteil: Betrieblicher Auftrag mit Fachgespräch 40 % Vermessungstechnische Prozesse Betrieblicher Auftrag mit Dokumentation Durchführung im Ausbildungsbetrieb Dauer: 20 Stunden Vermessungstechnische Prozesse Auftragsbezogenes Fachgespräch Prüfungsausschuss Dauer: 30 Minuten Prüfungsteil: Schriftliche Prüfung 60 % Geodatenbearbeitung Dauer: 150 Minuten Gewichtung: 30 % Öffentliche Aufgaben und technische Vermessungen Dauer: 90 Minuten Gewichtung: 20 % Wirtschafts- und Sozialkunde Dauer: 60 Minuten Gewichtung: 10 % Evtl. ergänzende mündliche Prüfung (Prüfungsausschuss) 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 2 1
Vorgaben für den Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 13(3) Prüfungsordnung Der Prüfling soll nachweisen, dass er a) die vermessungstechnische Methodik anwenden, b) vermessungstechnische Berechnungen durchführen, c) Geodaten visualisieren und d) Arbeitsprozesse und Ergebnisse dokumentieren und erläutern kann. 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 3 Vorgaben für den Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 13(3) Prüfungsordnung Der Prüfling soll einen betrieblichen Auftrag durchführen, mit prozessund produktbezogenen Unterlagen dokumentieren Prüfungszeit: 20 Stunden und dazu ein auftragsbezogenes Fachgespräch führen;.. Prüfungszeit: max. 30 Minuten 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 4 2
Auswahl des betrieblichen Auftrags Prüfling und Ausbilder wählen gemeinsam einen geeigneten Auftrag aus Es dürfte überwiegend so vorgegangen worden sein. Die Ausbilder sollen den Prüfling beraten In Einzelfällen durchaus Zweifel ob eine Beratung erfolgt ist. Berufstypischer Auftrag aus dem Betriebsgeschehen, keine künstliche ausschließlich für die Prüfung entwickelte Aufgabenstellung, sondern Echtauftrag bis auf einzelne Ausnahmen wurde so vorgegangen. Vorgaben aus der Ausbildungsverordnung müssen abgedeckt werden 1 betrieblicher Auftrag musste abgelehnt werden, weil die Vorgaben nicht erfüllt waren Anforderungen im Niveau eines ausgebildeten Vermessungstechnikers war so ausnahmslos gegeben. 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 5 Aufgabenstellungen beim betrieblichen Auftrag Betr. Auftrag Anzahl Lageplan 4 Einmessung Versorgungsleitungen 2 Top. Geländeaufnahme 8 Flst. Zerlegung/Verschmelzung 4 Höhenaufnahme für digit. Geländemodell 3 Widerspruchsverfahren FNO 2 Schnurgerüst 1 Bestandsaufnahme 4 Absteckung Feldweg 1 Gleisvermessung 2 Abfindungsvereinbarung- Fortführ. Datenbest. 2 Landabfindung 1 Absteckung/ Aufnahme FNO 1 Zuteilung Bauerwartungsland 1 Wege und Gewässerplan FNO 1 Feldvergleich 1 Gebäudeaufnahme 50 Summe 88 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 6 3
Genehmigungsverfahren zum Betrieblichen Auftrag I Der betriebliche Auftrag ist in verständlicher Form zu beschreiben Wer sich da etwas mehr Gedanken macht, hat bereits die Gliederung für die Dokumentation. Auftragsphasen Planung / Durchführung / Auswertung / Dokumentation sollen durch Arbeitsschritte erläutert und mit grober Zeitplanung versehen werden SUMME : 20 Std.!!!! Der Prüfungsausschuss geht davon aus, dass 1 Außendiensttag vorzubereiten und auszuwerten ist. Antrag ist im Original mit allen Unterschriften, per Post an das LGL zu senden Das hat überall funktioniert Der Prüfungsausschuss entscheidet über den Auftrag Das war bei der Masse nicht einfach in einer Sitzung zu bewältigen, Wir arbeiten daran, das Verfahren so zu verbessern, dass der Aufwand in der Sitzung geringer wird ohne dass die Kontrolle zu kurz kommt. 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 7 Genehmigungsverfahren zum Betrieblichen Auftrag I I Beurteilung, ob der Auftrag in Abhängigkeit der beschriebenen Phasen, des Zeitplans und der Struktur durchführbar ist, ggf. Genehmigung mit Auflagen Häufig war im Genehmigungsvermerk anzuführen, dass der PA davon aus geht, dass die Erstellung der Dokumentation bei der Auswertung enthalten ist. Zwei Einzelfälle: Abgelehnt wurde als betrieblicher Auftrag Das Prüfen sämtlicher Tachymeter auf der Prüfstrecke. 1 betrieblicher Auftrag kam nicht zustande (Lageplan), Der PA musste dem Auszubildenden kurzfristig (im Umlaufverfahren) einen Ersatzauftrag genehmigen, der dann noch im zugemessenen Zeitfenster auch fertig wurde. 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 8 4
Durchführung des betrieblichen Auftrags I Das Zeitfenster beträgt vier Wochen, Beginn: Montag nach der schriftlichen Prüfung Auftragsarbeit soll innerhalb von 6 Arbeitstagen abgeschlossen sein In Fällen, in denen der Prüfling den Auftrag nicht oder unbegründet in stark abgewandelter Form durchführt, wird der Prüfungsbereich als nicht bestanden bewertet Der Prüfling hat den Auftrag eigenständig auszuführen dies haben der Betrieb und der Prüfling schriftlich zu bestätigen Diese Regelungen waren praxisgerecht, es gab keine Probleme in dieser Hinsicht. Die Bestätigung erfolgt bei der Abgabe der Arbeit, nicht mit dem Antrag. 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 9 Durchführung des betrieblichen Auftrags II Probleme aus Sicht des Prüfungsausschusses: Bei gut vergleichbaren Aufgabenstellungen war der Zeitaufwand für den Außendienst stark unterschiedlich über das normale Maß hinaus. Das muss von den Betrieben deutlich besser gesteuert werden. Lokale Eigenheiten fallen auf! ( z.b. bei Bauvorlagen, Anlage einer Vermessung usw.) Auszubildender eines SVA teilt mit, dass er im Laufe der Ausbildung kaum bei Liegenschaftsvermessungen eingesetzt war. Eine Liegenschaftsvermessung ging mit Fertigungsaussage beim Prüfungsausschuss ein. 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 10 5
Dokumentation des betrieblichen Auftrags Dient dazu, dem Prüfungsausschuss den Ablauf und die Vorgehensweise zu verdeutlichen, ein reines Zusammenstellen der Arbeitsergebnisse ist nicht ausreichend Unterschiedliche Stilarten Prosa oder mit Stichworten mit/ohne Fotos. Mit unterschiedlich vielen und tw. nicht allgemein bekannten Abkürzungen oder (lokaler Fachjargon) Begriffen (besonderer Fachjargon) Bildet Grundlage für das Fachgespräch und ist Gegenstand der Bewertung. Dokumentation mit Anlage muss spätestens 2 Tage nach Ende des Bearbeitungszeitraums in dreifacher Ausfertigung (Papier) beim LGL eingereicht sein Die Azubi sollten die Kopien selbst herstellen! Die Azubi sollten die Kopien selbst herstellen! Erstellung gehört zur Prüfungszeit für den betrieblichen Auftrag Das war aus den Beschreibungen oftmals nicht ersichtlich und führte in diesen Fällen im Genehmigungsvermerk zu einem Hinweis, dass der Prüfungsausschuss davon ausgeht, dass die Dokumentation in der Zeit inbegriffen ist. 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 11 Dokumentation des betrieblichen Auftrags Arbeitsschritte sollen in zeitlicher Abfolge mit den erzielten Ergebnissen dargestellt werden Es sollen keine Präsentationen oder Hochglanzbroschüren erarbeitet werden Auf saubere und korrekte Darstellung ist zu achten naja.. Dokumentation soll dem betrieblichen Auftrag angemessen sein Es fehlten oftmals wichtige Unterlagen, zb. Gab es beim DGM keinen Plott oder eine digitale Information mit der das Ergebnis dokumentiert ist. Teilweise fehlten Messprotokolle oder bei Gebäudeaufnahmen eine Kartierung. Kopien sollen ggf. in Farbe sein und lesbar 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 12 6
Durchführung des auftragsbezogenen Fachgesprächs Der Prüfling soll zeigen, dass er fachbezogene Probleme und deren Lösungen darstellen kann, sowie die Vorgehensweise bei der Ausführung des Auftrags begründen kann, zeitlicher Rahmen: max. 30 Minuten Gelegenheit für den Prüfling, seinen betrieblichen Auftrag kurz zu erläutern tw. waren die Auszubildenden überrascht, dass wir so vorgegangen sind, manche haben damit gerechnet, dass Sie sofort mit Fragen konfrontiert werden. Ein kurzer Überblick reicht, keine Einzelheiten notwendig. Keine Fragen, die nicht im Zusammenhang mit dem betrieblichen Auftrag stehen An 4 Tagen meistens 4 3-er Prüfungsgruppen, die täglich i.d.r. jeweils mit 6 Auszubildenden gesprochen haben. Die Besetzungen wechselten von Tag zu Tag. So schaffen wir max. 96 Personen. An diesen Umfang der Prüfung müssen sich die Prüfer wie auch die Betriebe, die die Prüfer freistellen, erst (wieder) gewöhnen. 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 13 Bewertung des Prüfungsbereichs vermessungstechnische Prozesse Prüfungsteil: Betrieblicher Auftrag mit Fachgespräch 40 % Vermessungstechnische Prozesse Betrieblicher Auftrag mit Dokumentation Durchführung im Ausbildungsbetrieb Dauer: 20 Stunden Vermessungstechnische Prozesse Auftragsbezogenes Fachgespräch Prüfungsausschuss Dauer: 30 Minuten Der Prüfungsausschuss muss erkennen, ob der Prüfling den Auftrag eigenständig erarbeitet und somit fachlich durchdrungen hat, Der betriebliche Auftrag ist als Einheit (Auftrag, Durchführung, Dokumentation und auftragsbezogenes Fachgespräch) zu sehen 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 14 7
Übersicht über das Prüfungsergebnis sehr gut 10 gut 36 befriedigend 37 ausreichend 3 nicht bestanden 2 Durch den Betrieblichen Auftrag haben sich nur 2 Absolventen verschlechtert 2 Absolventen haben den Betrieblichen Auftrag sogar mit sehr gut gemeistert. Summe 88 vermessungstechnische Prozesse 40% 83 Geodatenbearbeitung 30% 78 öffentl. Aufgaben & techn. Vermessung 20% 78 WiSo 10% 81 Durchschnitt 80,3 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 15 Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit Erich Barth Abt. 42 Vermessung und Flurneuordnung Bismarckstraße 110 72072 Tübingen E-Mail: e.barth@kreis-tuebingen.de 15.10.2013 Erfahrungsbericht Abschlussprüfung VT im Prüfungsbereich Vermessungstechnische Prozesse 16 8