BILANZ DES HELFENS 2012



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Transkript:

BILANZ DES HELFENS 2012 Berliner Pressekonferenz 15. März 2012 Deutscher Spendenrat e.v. GfK 1

Agenda Methodik GfK CharityScope 2012 1 2 3 4 Eckdaten zum Spendenverhalten Spendenzweck und Spendenanstoß Spenderwanderung 2011 vs. 2010 Ehrenamt, religiöse Bindung und Spendenverhalten 2

Methodik GfK CharityScope 3

GfK und der Deutsche Spendenrat sorgen für ein einheitliches Niveau der Spendendaten in Deutschland und erhöhen damit die Transparenz im Spendenmarkt Im Rahmen des GfK CharityScope erfasst die GfK im Auftrag des Deutschen Spendenrats e.v. seit dem Jahr 2005 monatlich das Spendenverhalten in einer repräsentativen Stichprobe von 10.000 Privatpersonen. Diese Erhebungsart ermöglicht eine detaillierte Analyse des Spendenmarktes, speziell im Hinblick auf soziodemografische Merkmale der Spender, die Häufigkeit der Zuwendungen und die bedachten Organisationen. Um die erhobenen Daten mit anderen in Deutschland verfügbaren Datenquellen für den Spendenmarkt vergleichbar zu machen, wird das Spendenaufkommen mit der aktuellen rückwirkend bis zum Jahr 2005 auf die amtlichen Daten aus der laufenden Wirtschaftsrechnung des statistischen Bundesamtes hochgerechnet. 4

GfK CharityScope liefert fundiertes Wissen über den Spendenmarkt GfK CharityScope erfasst das Spendenverhalten deutscher Privatpersonen Es zeichnet sich aus durch: monatliche Erfassung repräsentative Stichprobe von 10.000 Personen ab 10 Jahren GfK CharityScope umfasst freiwillige Spenden an gemeinnützige Organisationen, Hilfs- und Wohltätigkeitsorganisationen und Kirchen Nicht enthalten sind Erbschaften und Unternehmensspenden, Spenden an politische Parteien und Organisationen und gerichtlich veranlasste Spenden. 5

2012 6

Kernergebnisse zum Spendenverhalten 2011 Das Spendenvolumen lag im Jahr 2011 um -5,8% unter dem Vorjahr - in der Mittelfristbetrachtung (ab 2006) ergibt sich ein Plus von durchschnittlich +2% pro Jahr 1. Eckdaten zur Marktentwicklung Die Anzahl der Spender ist rückläufig die Spender spenden aber immer häufiger Japan und Somalia konnten die Spendenbereitschaft weniger aktivieren als Haiti und Pakistan Im Dezember 2011 wurden 22% der jährlichen Spendeneinnahmen generiert ein Plus von +18% gegenüber dem Vorjahr 7

Kernergebnisse zum Spendenverhalten 2011 2. Spendenzweck und Spendenanstoß Kultur-/Denkmalpflege und Tierschutz gewinnen an Bedeutung Der persönlich adressierte Werbebrief bleibt auch im Jahr 2011 der wichtigste Spendenanstoß 3. Spenderwanderung 4. Ehrenamt, religiöse Bindung und Spendenverhalten 6,7 Mio. Abwanderern aus dem Spendenmarkt stehen im Jahr 2011 nur 4,1 Mio. Neuspender gegenüber Die jungen Neuspender des Jahres 2010 gingen wieder verloren Neuspender des Jahres 2011 kommen eher aus der mittleren Altersgruppe Unter 20-Jährige und über 70-Jährige, die sich im Ehrenamt engagieren, spenden mehr als der Durchschnitt ihrer Altersgenossen Menschen, die sich mit ihrer Religion verbunden fühlen, tragen überdurchschnittlich zum gesamten Spendenvolumen bei dies gilt für alle Altersgruppen 8

2012 1. Eckdaten zur Marktentwicklung 9

Rückläufiges Spendenvolumen von -5,8% gegenüber 2010 leichtes Plus (+2%) in der Mittelfristbetrachtung Spendeneinnahmen von privat: Gesamtmarkt Pakistan Tsunami Haiti Veränderungsrate in % 4.597-16,1 +1,5 +3,7 +4,2 +7,1 4.227 4.057 3.855 3.912 4.526-5,8 4.262 durchschn. Veränderungs -rate pro Jahr vs. Jahr 2006 +2% Das Spendenvolumen im Jahr 2011 lag leicht über dem Niveau des Jahres 2009, aber deutlich unter dem Vorjahr, das von den großen Naturkatastrophen in Haiti und Pakistan geprägt war. In der mittelfristigen Betrachtung zeigt sich eine leichte Steigerung des Spendenvolumens um durchschnittlich 2% pro Jahr. 2005 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen 2006 2007 2008 2009 2010 2011 10

Die Anzahl der Spender ist rückläufig die Spender spenden aber immer häufiger Kennzahlen zum Spendenverhalten Pakistan Tsunami Haiti -16% Anteil Spender an der Bevölkerung in % 50,9 +5% -10% 42,6 40,6 40,1 34,3 36,1 32,4 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Durchschnittliche Spendenhäufigkeit pro Spender 4,3 5,0 5,1 5,4 6,3 6,3 6,7 Durchschnittsspende pro Spendenakt in 31 27 28 28 28 29 29 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen 11

Japan und Somalia konnten die Spendenbereitschaft weniger aktivieren als Haiti und Pakistan Spenden im Monatsverlauf (Einnahmen in Mio. ) 1.000 900 800 Haiti 700 600 500 400 +74% Japan +30% Somalia +63% Pakistan +48% +23% 300 200 100 0 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sept Okt Nov Dez 2009 2010 2011 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen 12

Im Dezember wurden 22% der Spendeneinnahmen generiert ein Plus von +18% gegenüber dem Vorjahr Spendenvolumen im Dezember (Einnahmen in Mio. ) +18% 956 807 2010 2011 Anteil Dezember am Spendenvolumen: 17% 22% GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen 13

2012 2. Spendenzweck und Spendenanstoß 14

Kultur-/Denkmalpflege und Tierschutz gewinnen an Bedeutung Spendenzwecke: Anteile an den Einnahmen in % 2006 3.855 Mio. Euro 2010 4.526 Mio. Euro 2011 4.262 Mio. Euro 2,7 2,4 4,6 7,0 8,0 3,6 4,4 9,4 3,7 5,2 5,2 7,5 82,0 78,8 74,2 0,0 Humanitäre Hilfe Kultur- / Denkmalpflege Sonstiges Tierschutz Umweltschutz GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen 15

Der persönlich adressierte Werbebrief bleibt auch im Jahr 2011 der wichtigste Spendenanstoß Was hat den Anstoß zur Spende gegeben? (Einnahmen, Anteile in %) persönlich adressierter Brief 28,4 28,6 Kollekte Freunde / persönliche Ansprache 9,2 7,5 10,0 8,9 Mitgliedschaft / spende regelmäßig Spendengala Zeitung/Zeitschrift/TV/ Plakat/Radio Internet Sonstiges / keine Angaben 27,8 3,4 7,7 1,1 15,0 2010 29,4 1,7 7,4 1,0 12,9 2011 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen 16 16

2012 3. Spenderwanderung 17

6,7 Mio. Abwanderern aus dem Spendenmarkt stehen im Jahr 2011 nur 4,1 Mio. Neuspender gegenüber Spender 2011 vs. 2010 Anzahl deutsche Geldspender über 10 Jahre in Mio. verlorene Spender 6,7 Mio. treue Spender 17,9 Mio. 4,1 Mio. Neuspender Jahr 2010 Jahr 2011 Geldspender im Zeitraum in Mio. 24,6 22,0 81% treue Spender 19% Neuspender Anteil Geldspender an der deutschen Bevölkerung über 10 Jahre 36,1% 32,4% GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen 18

Die jungen Neuspender des Jahres 2010 gingen verloren Neuspender 2011 sind eher mittlere Altersgruppen Profil: verlorene Spender, treue Spender und Neuspender 2011 2,9 6,7 Mio. 17,9 Mio. 4,1 Mio. verlorene Spender treue Spender Neuspender 24 9 16 10 bis 29 Jahre 30-59 Jahre 60+ Jahre 47 39 54 52 29 30 GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen 19

2012 4. Ehrenamt, religiöse Bindung und Spendenverhalten 20

Ehrenamtlich Engagierte spenden etwas weniger als der Durchschnitt der Bevölkerung Spendenverhalten und Ehrenamt Anteil ehrenamtlich Engagierter in der Bevölkerung in % an den Spendeneinnahmen 2011 in % 36% 34% 36% der deutschen Privatpersonen ab 10 Jahren engagieren sich in einem Ehrenamt. Diese Gruppe steht für 34% des gesamten Spendenaufkommens in Deutschland.. GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen, jährliche Einfrage zum freiwilligen ehrenamtlichen Engagement 21

Unter 20- und über 70-Jährige, die sich ehrenamtlich engagieren, spenden mehr als ihre Altersgenossen Spendenverhalten und Ehrenamt Anteil ehrenamtlich Engagierter nach Alter 20-39-Jährige sind deutlich seltener in einem Ehrenamt aktiv als Jugendliche oder ältere Menschen. Durchschnitt Bevölkerung = 36% Ab 40 Jahren steigt die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement deutlich an. 10 bis 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70+ Beitrag ehrenamtlich Engagierter zum Spendenvolumen (Index vs. Anteil ehrenamtlich Engagierter in der Altersgruppe) Unter 20-Jährige und über 70-Jährige, die sich ehrenamtlich engagieren, spenden mehr als der Durchschnitt der Altersgruppe. Anteil ehrenamtlich engagierter in der Altersgruppe =100 Bei 30-49-Jährigen liegt die Spendenfreudigkeit der ehrenamtlich Tätigen unter dem Durchschnitt der Altersgenossen. 10 bis 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70+ GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen, jährliche Einfrage zum freiwilligen ehrenamtlichen Engagement 22

Angehörige von Religionsgemeinschaften spenden mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung Spendenverhalten und Religions-Zugehörigkeit in der Bevölkerung in % Anteil der Angehörigen einer Konfession oder Religionsgemeinschaft an den Spendeneinnahmen 2011 in % 66% 74% 66% der deutschen Privatpersonen ab 10 Jahren gehören einer Konfession oder Religionsgemeinschaft an. Diese Gruppe steht für 74% des gesamten Spendenaufkommens in Deutschland. 23

Menschen, die sich mit ihrer Religion verbunden fühlen, tragen überdurchschnittlich zum Spendenvolumen bei Spendenverhalten und Gottesdienstbesuch Anteil Gottesdienstbesucher in % in der Bevölkerung an den Spendeneinnahmen Anteil Gottesdienstbesucher in den Altersgruppen regelmäßig gelegentlich 22 9 40 24 Durchschnitt Bevölkerung = 22% 13 16 10 bis 19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70+ 22% der deutschen Bevölkerung besuchen zumindest gelegentlich Gottesdienste ihrer Religion. Sie stehen für 40% der gesamten Spendeneinnahmen in Deutschland. Die hohe Spendenfreudigkeit der Menschen mit religiöser Bindung zeigt sich über alle Altersgruppen hinweg. GfK Charity Scope, 10.000 deutsche Privatpersonen, Anteil Gottesdienstbesucher in der Altersgruppe =100 10 bis 19 Beitrag Gottesdienstbesucher zum Spendenvolumen (Index vs. Anteil Gottesdienstbesucher in der Altersgruppe) 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70+ 24

Ihre Ansprechpartner Deutscher Spendenrat e.v. GfK Daniela Felser Geschäftsführerin + 49 (30) 467 05 200 Felser@spendenrat.de Karin Schmid Division Manager ConsumerScope Mitglied der Geschäftsleitung + 49 (911) 395 3633 karin.schmid@gfk.com 25