Variablen beobachten und steuern



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Transkript:

Variablen beobachten und steuern Es gibt eine sehr einfache Möglichkeit mit der STEP7 Software von Siemens mit Profibus-DP Anbindung Daten auszutauschen, ohne eine SPS Programm zu erzeugen. Hierzu muss die Hardware der S7 SPS projektiert werden. Näheres dazu entnehmen Sie bitte dem Profibus-DP Programmbeispiel und der Anleitung auf der enze Homepage www.lenze.com. Wenn die Hardware projektiert ist und in die SPS übertragen wurde ist die SPS lauffähig und geht in den RUN Modus. Es ist noch kein SPS Programm geladen! Alle Screenshots dieses Dokumentes sind mit der Siemens Software STEP7 V5.1 SP6 erstellt worden. Hinweis: Sollte der Kunde bereits ein Programm in die SPS geladen haben, sind alle Programmteile mit Profibusanbindung auszukommentieren, so dass sich das SPS Programm und das manuelle Setzen von Variablen nicht beeinflussen! Die Daten mit den Profibus-DP Teilnehmern werden über den Peripherieadressspeicher der SPS ausgetauscht. Es gibt eine kleine Software im Simatic Manager mit der direkt auf den Peripherieadressspeicher der SPS geschrieben bzw. gelesen werden kann. Diese Software / Menüpunkt finde Sie unter => Zielsystem => Variable beobachten/steuern. Dieser Menüpunkt erscheint erst, wenn sie im linken Fenster des S7 Projekt die Simatic Station markiert haben. Seite 1 von 6 ACP 02.02.04

Anschließend öffnet sich folgendes Fenster (Variablentabelle 1). In der Spalte Operand können nun die Peripherieadressen der Profibusteilnehmer eingetragen werden. Beispiel: In der Hardwarekonfiguration haben wir einen enze Profibusteilnehmer mit der Profibusadresse 3, der Peripherieadresse für den Parameterkanal 256-263 und für den Prozessdatenkanal 264-267 projektiert. In diesem Fall ist der Parameterkanal 8 Byte / 4 Worte und der Prozessdatenkanal 4 Byte / 2 Worte lang. Die Angabe der Peripherieadresse ist vom Datenformat Byte. Wir haben eine Profibuskonfiguration Par(Kons) + PZD82W) ausgewählt. Dies bedeutet, dass wir mit dem DRIVECOM Profil und Datenkonsistenz auf dem Parameterkanal arbeiten. Auf die Peripherieadresse können wir nun mit der Software Variable beobachten/steuern zugreifen. Dazu tragen wir folgendes in die Spalte Operand ein. PAW 264 PEW 264 PAW 266 PEW 266 erstes Prozeßdatenausgangswort der SPS => DRIVECOM Steuerwort erstes Prozeßdateneingangswort der SPS => DRIVECOM Statuswort zweites Prozeßdatenausgangswort der SPS => Geschwindigkeitssollwert zweites Prozeßdateneingangswort der SPS => Geschwindigkeitsistwert Seite 2 von 6 ACP 02.02.04

Damit ist der Zugriff auf die Profibusdaten / Variablen eingerichtet. Im nächsten Schritt muß in den Online Modus der Software gewechselt werden. Dazu steht in der Symbolleiste ein Button zur Verfügung. Verbindung herstellen zu projektierter CPU Verbindung herstellen zu direkt angeschlossener CPU Der Button Variable beobachten ist der schnellste Weg, um eine Verbindung zur CPU herzustellen. Das obige Bild zeigt den Online Modus. Wir sehen die beiden PEW 264 und 266. Das PEW 264 zeigt das DRIVECOM Statuswort an ( xx40h => DRIVECOM Status Einschaltsperre). Das PEW 266, der Drehzahlistwert, ist 0. In der Spalte Anzeigeformat kann die Anzeige des Datenformates gewechselt werden z.b. HEX, DEC, BIN. Dies ist ganz hilfreich, wenn bei einem Steuerwort nur einzelne Bits gesetzt werden sollen. Seite 3 von 6 ACP 02.02.04

In nächsten Schritt sollen Variablen beschrieben / gesetzt werden. Dazu werden Werte in die Spalte Steuerwert bei den PAW s eingetragen. Zur Freigabe vom DRIVECOM Profil geben wir 7E und 7F ein und einen Wert für den Geschwindigkeitssollwert. (PAW 266) Tipp Geschwindigkeitssollwert : 93xx Servo: Skalierung 100% Sollwert Codestelle C0011 (maximale Drehzahl) entspricht 16.384 dec. 82vector: Skalierung +/- 24.000 dec. entspricht +/- 480 Hz Die Werte für das DRIVECOM Steuerwort und den Geschwindigkeitssollwert sind in die Spalte Steuerwert eingetragen. Mit Hilfe des Buttons Variable steuern werden diese Werte auf den Peripheriespeicher geschrieben und von dort auf den Profibus-DP übertragen. Ob die Spalte Steuerwert einmalig oder Permanent übertragen werden soll, kann in den Triggereigenschaften eingestellt werden. Tipp: Wenn in der Hardwarekonfiguration der Peripheriespeicherbereich des Profibusteilnehmers mit Datenkonsistenz ausgewählt wurde, kann auf diesen Bereich auch nur zusammenhängend zugegriffen werden. Als Beispiel: Der Parameterkanal ist mit Konsistenz ausgewählt, dann kann auf diesen Bereich nicht Wortweise zugegriffen werden. In diesem Fall würde in der Software Variablen steuern & beobachten der Operand mit einem roten Kreuz erscheinen. Als Operand stehen BIT, BYTE, WORT und DOPPEWORT zur Verfügung. Seite 4 von 6 ACP 02.02.04

Nachdem wir einmalig die Variablen übertragen haben, ändert sich das DRIVECOM Statuswort auf xx31hex, was den DRIVECOM Zustand Einschaltbereit bedeutet. Der Drehzahlistwert (PEW 266) ist weiterhin null, da der Antriebsregler noch nicht vom DRIVECOM Profil freigegeben wurde und somit auch noch nicht drehen kann. Als nächstes geben wir auf dem DRIVECOM Steuerwort eine 7F vor, wodurch in den DRIVECOM Zustand Eingeschaltet gewechselt wird. Wenn der Antriebsregler hardwareseitig freigeben (DRIVECOM Statuswort xx37hex) ist, wird er mit dem Drehzahlsollwert (PAW 266) arbeiten. Wenn der Antriebsregler noch über Klemme 28 gesperrt ist zeigt das DRIVECOM Statuswort xx33hex an. Vorrausetzung im Antriebsregler: 93xx Servo: C0005 wurde auf einen Wert xxx3 eingestellt, wodurch das zweite Prozessdatenwort AIF-IN.W1 auf NSET-N verknüpft wird. 82vector: EMF 2133IB: C0001 wurde auf dem Wert 3 (AIF Busmodul) eingestellt, damit ist Wort AIF-N.W1 mit NSET-N1 verknüpft E82ZAFPC: C0005 wurde auf den Wert 200 eingestellt, wodurch der Umrichter alle Prozessdaten von der FIF Schnittstelle erwartet. Die Zuordnung der Signale kann über die Codestellen C1510 und C1511 eingestellt werden. Nach dem Setzen des DRIVECOM Steuerwortes auf den Wert 7F und hardwareseitiger Reglerfreigabe ändert sich das DRIVECOM Steuerwort auf den Wert xx37, was den Zustand Betrieb freigegeben widerspiegelt. Der Drehzahlistwert (PEW 266) zeigt an das sich der Motor mit dem Sollwert dreht. Die Variablentabelle kann abgespeichert werden und erscheint dann im Bausteinordner des S7 Projektes. Seite 5 von 6 ACP 02.02.04

Die folgende Tabelle gibt einen abschließenden Überblick über die Freigabeschritte des DRIVECOM Profils. Aktion Steuerwort Statuswort nach Netz einschalten => Zustand: 0000 hex xx40 hex Einschaltsperre Wechsel in den Zustand: 007e hex xx31 hex Einschaltbereit Drehzahlsollwert über das zweite Prozessdatenausgangswort vorgeben Wechsel in den Zustand 007f hex xx33 hex Eingeschaltet durch hardwaremäßige Reglerfreigabe => Wechsel in den Zustand Betrieb freigegeben xx37 hex Die folgende Tabelle gibt einen abschließenden Überblick über die Freigabeschritte des PROFIDRIVE Profils. Aktion Steuerwort Statuswort nach Netz einschalten => Zustand: 0000 hex xx40 hex Einschaltsperre Wechsel in den Zustand: 047e hex xx31 hex Einschaltbereit Drehzahlsollwert über das zweite Prozessdatenausgangswort vorgeben Wechsel in den Zustand 047f hex xx33 hex Eingeschaltet durch hardwaremäßige Reglerfreigabe => Wechsel in den Zustand Betrieb freigegeben xx37 hex Seite 6 von 6 ACP 02.02.04