September 2008 Produktgruppe: Server Lizenzmodell: Microsoft Server Server/ Serverlizenz Zugriffslizenz () pro Gerät Zugriffslizenz () pro Nutzer Produktgruppe: Server Lizenzmodell: Microsoft Server Pro lizenz DIE SCHRITTE ZUR KORREKTEN LIZENZIERUNG 1. Auf welchem Server soll SQL Server 2008 genutzt werden? 2. Wie oft darf SQL Server 2008 auf dem lizenzierten Server ausgeführt werden? 3. Welche Zugriffslizenzen sind erforderlich? 4. Besonderheiten: Ausweichserver und Plattformunabhängige Lizenzen SQL Server 2008 ist das einzige Microsoft Serverprodukt, das in zwei unterschiedlichen Lizenzmodellen zur Verfügung steht. Der Kunde muss sich vor dem Kauf entscheiden, ob er SQL Server 2008 im Modell Server/ oder im Modell Pro einsetzen will. Ein nachträglicher Wechsel zwischen den Lizenzmodellen ist nicht möglich. 1. Auf welchem Server soll SQL Server 2008 genutzt werden? Ein Server ist ein physikalisches Hardwaresystem, das fähig ist, die Serversoftware auszuführen. Eine Hardwarepartition oder ein Blade wird als separates Hardwaresystem betrachtet. Zuweisen der Serverlizenz bzw. lizenzen bedeutet einfach, die Serverlizenz bzw. die lizenzen für einen Server zu bestimmen. Die Serverlizenz bzw. die lizenzen dürfen jederzeit und beliebig oft einem anderen Server der Serverfarm zugewiesen werden. Eine Serverfarm besteht aus bis zu 2 Datencentern, die sich in der EU/EFTA oder in Zeitzonen innerhalb von 4 Stunden befinden.
2 2. Wie oft darf SQL Server 2008 auf dem lizenzierten Server ausgeführt werden? Eine Instanz wird ausgeführt, wenn die Serversoftware in den Arbeitsspeicher geladen und eine oder mehrere ihrer Anweisungen ausgeführt wird. SQL Server im Lizenzmodell Server/ Bevor die Serversoftware ausgeführt wird, muss die Serverlizenz einem bestimmten Server zugewiesen werden. Dieser Server ist der lizenzierte Server für die entsprechende Lizenz. Server + zugewiesene Lizenz = Lizenzierter Server, auf dem die Serversoftware ausgeführt werden darf Für jede Serverlizenz darf jeweils eine beliebige Anzahl von Instanzen in einer physikalischen und einer beliebigen Anzahl virtueller Betriebssystem-Umgebungen auf dem lizenzierten Server ausgeführt werden. SQL Server Enterprise (Server/) SQL Ent SQL Ent SQL Ent Server-BS SQL Ent SQL Ent Virtualisierung Hardware SQL Server im Lizenzmodell Pro Bevor die Serversoftware ausgeführt wird, muss die erforderliche Anzahl von lizenzen bestimmt und dem entsprechenden Server zugewiesen werden. Dieser Server ist der lizenzierte Server für diese Lizenzen. Server + lizenz(en) = Lizenzierter Server, auf dem die Serversoftware ausgeführt werden darf Um die erforderliche Anzahl von lizenzen zu bestimmen, hat der Kunde folgende Optionen: Option 1: Anzahl der lizenzen = Summe der physikalischen en, die gleichzeitig genutzt werden, um Instanzen der Serversoftware auszuführen ODER Option 2: Anzahl der lizenzen = Summe 1. der virtuellen en, die gleichzeitig genutzt werden, um Instanzen der Serversoftware in virtuellen Betriebssystem-Umgebungen auszuführen und 2. der physikalischen en, die gleichzeitig genutzt werden, um Instanzen der Serversoftware in physikalischen Betriebssystem-Umgebungen auszuführen Wurde die erforderliche Anzahl an lizenzen zugewiesen, darf eine beliebige Anzahl von Instanzen in physikalischen und virtuellen Betriebssystem-Umgebungen auf dem lizenzierten Server ausgeführt werden.
3 SQL Server Enterprise (pro ) SQL Server Enterprise (pro ) SQL Server Enterprise SQL Enterprise SQL Enterprise... SQL Enterprise Virtueller SQL Enterprise Virtualisierung 1 lizenz für jeden physikalischen, der gleichzeitig ausgeführte Instanzen der Serversoftware unterstützt = 1 lizenz oder 2 lizenzen 1 lizenz für jeden physikalischen (oder jeden physikalischen + virtuellen), der gleichzeitig = 1 lizenz oder 2 lizenzen Gehören beide Server zu einer Serverfarm, reicht 1 lizenz für jeden physikalischen (oder jeden physikalischen + virtuellen), der gleichzeitig ausgeführte Instanzen der Serversoftware auf beliebigen Servern innerhalb der Serverfarm unterstützt: 1, 2, 3 oder 4 lizenzen. SQL Server Enterprise (pro ) SQL Server Enterprise (pro ) SQL SQL SQL SQL SQL SQL Server-BS Server-BS Server-BS Virt. Proz. Virt. Proz. Virt. Proz. Virtualisierungs-Technologie SQL SQL SQL SQL SQL SQL SQL Server-BS Server-BS Server-BS Virt. Proz. Virt. Proz. Virt. Proz. Virtualisierungs-Technologie 1 lizenz für jeden physikalischen (oder jeden physikalischen und virtuellen), der gleichzeitig = 1, 2, 3 oder 4 lizenzen 1 lizenz für jeden physikalischen (oder jeden physikalischen und virtuellen), der gleichzeitig = 1, 2, 3 oder 4 lizenzen Gehören beide Server zu einer Serverfarm, reicht 1 lizenz für jeden, der gleichzeitig ausgeführte Instanzen der Serversoftware auf beliebigen Servern innerhalb der Serverfarm unterstützt: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8 lizenzen. 3. Welche Zugriffslizenzen sind erforderlich? Hat der Kunde das Lizenzmodell Pro gewählt, sind keine Zugriffslizenzen erforderlich. Wurde dem Server die erforderliche Anzahl von lizenzen zugewiesen, kann eine beliebige Anzahl von Geräten und Nutzern auf den lizenzierten Server zugreifen. Hat der Kunde das Lizenzmodell Server/ gewählt, ist für jeden direkten oder indirekten Zugriff auf SQL Server 2008 eine Zugriffslizenz (SQL Server 2008 ) erforderlich. = Client Access License Bei den Zugriffslizenzen wird unterschieden: Mit SQL Server 2008 s kann auf sämtliche Editionen von SQL Server 2008 (und vorherige Versionen) zugegriffen werden: Standard, Enterprise, Workgroup. Mit SQL Server 2008 Workgroup s kann nur auf SQL Server 2008 Workgroup Edition zugegriffen werden.
4 Es gibt 2 Typen von s: eine Geräte- (Device ) und eine Nutzer- (User ). Der Kunde kann eine Kombination aus Geräte-s und Nutzer-s in seinem Unternehmen einsetzen aus Gründen der besseren Verwaltbarkeit der Lizenzen wird eine Standardisierung auf einen -Typ empfohlen. 1 Geräte- 1 Nutzer- Eine SQL Server 2008 Geräte- berechtigt das Gerät, dem die zugewiesen wurde, zum Zugriff auf beliebig viele SQL Server 2008 (und frühere Versionen von SQL Server) im Unternehmen. Das Gerät kann von beliebigen Nutzern verwendet werden. Eine SQL Server 2008 Nutzer- berechtigt den Nutzer, dem die zugewiesen wurde, zum Zugriff auf beliebig viele SQL Server 2008 (und frühere Versionen von SQL Server) im Unternehmen. Der Nutzer kann beliebige Geräte zum Zugriff verwenden. Ein Wechsel von Geräte- zu Nutzer- (oder umgekehrt) ist möglich, wenn die zugrunde liegende mit Software Assurance ausgestattet ist. Der Wechsel kann ausschließlich zum Zeitpunkt der Verlängerung von Software Assurance in einem weiteren Volumenlizenzvertrag erfolgen: Verlängerung von SA und Umstellung von Geräte- auf Nutzer- Geräte- mit SA Volumenlizenzvertrag 1 Nutzer- mit SA Volumenlizenzvertrag 2 Indirekter Zugriff Eine SQL ist auch dann erforderlich, wenn nicht direkt auf SQL Server zugegriffen wird. Das ist z.b. dann der Fall, wenn SQL Server als Datenbank für eine andere Server-Anwendung wie Microsoft Office Project Server oder SharePoint Server dient. SQL Server 2008 Office SharePoint Server 2007 Windows Server Hardware Erforderliche Serverlizenzen: Windows Server 2003 / 2008 Office SharePoint Server 2007 SQL Server 2008 Erforderliche Zugriffslizenzen: Windows Server 2003 / 2008 s Office SharePoint Server 2007 s SQL Server 2008 s Zugriffe externer Nutzer Jede erworbene Lizenz berechtigt zum Einsatz im Unternehmen des Lizenznehmers. Nicht vorgesehen ist, die Software für unternehmensexterne Nutzer zur Verfügung zu stellen. Eine Ausnahme ist es, wenn externen Nutzern Zugriff auf das unternehmenseigene Netzwerk gegeben wird (Extranet). Gilt für alle Einzellizenzen (OEM, System Builder, Einzelhandelspaket FPP) und Volumenlizenzen (Open License, Open Value, Select License, Select Plus, Enterprise Agreement) Das Hosting von Lizenzen erfordert einen eigenen Lizenzvertrag (SPLA Services Provider License Agreement).
5 Externe Nutzer sind Nutzer, die weder Angestellte des Lizenznehmers oder seiner verbundenen Unternehmen noch Vertragspartner oder Erfüllungsgehilfen vor Ort beim Lizenznehmer oder seinen verbundenen Unternehmen sind. Externe Nutzer sind z.b. Lieferanten oder Distributoren des Lizenznehmers. Lizenzierung externer Zugriffe auf SQL Server 2008 SQL Server 2008 im Lizenzmodell Server/ wenn jede einem bestimmten Nutzer oder Gerät zugewiesen werden kann wenn es sich um eine nicht zu große Anzahl von s handelt Interne Zugriffe Externe Zugriffe Serverlizenz oder SQL Server 2008 im Lizenzmodell Pro wenn ein Zuweisen von s nicht möglich ist ab einer gewissen Menge erforderlicher s (kaufmännischer Break-even) Interne Zugriffe Externe Zugriffe lizenz Zugriffe externer Nutzer können mit einzelnen SQL Server 2008 s lizenziert werden. Es gibt keinen External Connector für SQL Server 2008, da als Alternative das Lizenzmodell Pro zur Verfügung steht. Verantwortlich für den Erwerb von s ist der Lizenznehmer des Servers, auf den der Zugriff erfolgt. Zugriffe externer Nutzer müssen auch dann mit SQL Server s lizenziert werden, wenn diese Nutzer bereits s für SQL Server 2008 im eigenen Unternehmens-Netzwerk haben. 4. Besonderheiten Ausweichserver Für jede Betriebssystemumgebung, in der Instanzen der Serversoftware ausgeführt werden, ist der Kunde berechtigt, bis zu der gleichen Anzahl von passiven Ausweichinstanzen in einer separaten Betriebssystemumgebung zur vorübergehenden Unterstützung auszuführen. Die Anzahl der in dieser separaten Betriebssystemumgebung verwendeten en darf nicht die Anzahl der en überschreiten, die in der entsprechenden Betriebssystemumgebung verwendet werden, in der die aktiven Instanzen ausgeführt werden. Der Kunde ist berechtigt, die passiven Ausweichinstanzen auf einem anderen Server als dem lizenzierten Server auszuführen. Plattformunabhängige Lizenz Alle in einem Microsoft Volumenlizenzprogramm (Open License. Open Value, Select License, Select Plus, Enterprise Agreement) erworbenen Lizenzen sind plattformunabhängig. Kunden mit einer Lizenz von SQL Server 2008 sind daher berechtigt, die Software auf jeder Plattform (32bit oder 64bit) alternativ zur lizenzierten Plattform zu installieren. Dazu benötigt der Kunde die entsprechende Software, die er auf Datenträgern über seinen Handelspartner beziehen kann oder per Download von MVLS (Microsoft Volume Licensing Services = Kundenportal für die Lizenzverträge Open Value, Select License, Enterprise Agreement) bzw. eopen (Kundenportal für Open License-Kunden). Hinweis zur Rechtsverbindlichkeit dieser Informationen: Die Informationen in diesem Dokument sind Hinweise, die das Verständnis hinsichtlich der Microsoft Lizenzierung verbessern sollen. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Informationen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und keinen rechtsverbindlichen Charakter haben. Die einzig rechtsverbindlichen Lizenzinformationen sind in den entsprechenden Lizenzverträgen, Produktbenutzungsrechten und der Product List zu finden.