NCPC7 - Planet One (1:72)



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Transkript:

NCPC7 - Planet One (1:72) von Thomas Muggli IPMS-CH September 2009 Seit mehr als 25 Jahren beginnt die Karriere jedes Schweizer Militärpiloten auf dem Pilatus PC-7. Das heisst nun aber nicht, dass der Typ zum alten Eisen gehört. Um auch weiterhin Jungpiloten effektiv ausbilden zu können, hat sich die Luftwaffe jedoch vor einigen Jahren beschlossen einen Teil ihrer PC-7 Flotte einer Modernisierung zu unterziehen. Neben multifunktionalen Bildschirmen, einem Autopiloten und weiteren Verbesserungen der Avionik erhielten die nun NCPC-7 (New-Cockpit-PC-7) genannten Flugzeuge einen neuen, schnittigen Astrich.

Dass ich einen PC-7 Bausatz von Planet One vorliegen hatte, erleichterte mein Entschluss ein Modell des NCPC-7 zu bauen. Der Bausatz ist komplett (sogar Kanonenbehälter sind enthalten wofür bleibt das Geheimnis von Planet One) mit guter Qualität der Oberflächen und Gravuren. Eine erste Herausforderung war leicht zu erkennen, denn der Lufteinlauf des Triebwerks und der Bugfahrwerksschacht sind nicht vorhanden. Ich trennte den unteren Teil der Rumpfnase ab um den Lufteinlauf öffnen zu können. Den Bugfahrwerksschacht stellte ich aus Plastikplatte her. Die Rumpfhälften bearbeitete ich soweit, dass der modifizierte Lufteinlauf und der neue Bugfahrwerksschacht eingesetzt werden konnten. Die Arbeit im Cockpit begann mit der Herstellung der Instrumentenbrettern aus dünner Plastikkarte. Mit Kleinteilen aus Plastik stellte ich die Bildschirme und andere Details für die neuen Instrumentenbretter her. Die Sitze wurden gemäss Referenzfotos modifiziert und mit Sitzgurten aus Aluminumfolie ausgerüstet. Ruderpedale entstanden aus Kupferdraht und Plastikkleinteilen. Einen neuen Cockpitboden schnitt ich aus Plastikkarte zurecht. Die Steuerknüppel übernahm ich unverändert aus dem Bausatz. Nachdem ich alle Cockpitteile bemalt hatte, baute ich den Boden und das vordere Instrumentenbrett ein und verleimte die Rumpfhälften. Gewicht in der Nase nicht vergessen! Die restlichen Cockpitteile wurden nach dem Bemalen des Modells eingebaut. Als nächstes installierte ich den Lufteinlauf und den Bugfahrwerksschacht, füllte entstandene Spalten mit CA-Leim, verschliff dies mit einer Nagelfeile und stellte verschwundene Gravuren wieder her.

Die Passgenauigkeit des einteiligen Flügels und des Höhenleitwerks waren gut und bereiteten keine Schwierigkeiten. Die Kabinenhaube stellte die nächste Herausforderung dar. Wie bei Resin-Bausätzen üblich ist sie vacu-geformt. All meinen Bemühungen zum Trotz schaffte ich es nicht eine zufriedenstellende Passgenauigkeit zu erreichen. So entschloss ich mich das Kabinendach geöffnet darzustellen. Ich trennte die Propellerblätter vom Spinner. Dies erleichterte das Bemalen und erlaubte die Propellerblätter in der korrekten Segelstellung zu installieren. Das Fahrwerk stellte ein weiteres Problem dar, denn die Kit-Räder sind zu gross. Glücklicherweise fand ich in meiner Ersatzteilkiste zwei Hauptfahrwerksräder eines Aeroclub PC-7 und das Bugfahrwerk eines Dujin P-3 die ich verwenden konnte. Es war mir von Anfang an klar, dass die Bemalung des Modells gut geplant sein sollte. Insbesondere die weiss umrandeten Hoheitszeichen auf den Flügeloberseiten und dem Seitenruder sowie die geschwungene Linie auf den Rumpfseiten bereiteten einiges Kopfzerbrechen. Ich ging schliesslich wie folgt vor: Zuerst spritze ich das Modell mit einigen Schichten weiss. Die weiss bleibenden Teile deckte ich dann mit Klebeband ab wie auch die gesamte Flügeloberseite und das Seitenruder. Danach spritzte ich das Model mit Model Master Italian Red. Ich wählte diese Farbe da ich sie auf meinem Laserprinter drucken kann. So konnte ich den roten Teil der Flügeloberseite und das Seitenruder inklusive der umrundenten Hoheitszeichen auf meinem Computer herstellen und auf tranparentes Decalpapier drucken. Nachdem sie mit Klarlack überzogen und zugeschnitten waren, brachte ich die selbstgemachten Decals über die weisse Grundfarbe an. Das ist zwar nicht perfekt, sieht aber ganz gut aus. Für die Linie auf den Rumpfseiten fertigte ich eine Schablone aus 1.5 mm dicker Plastikkarte an. Diese Schablone benutzte ich um die Abdeckung aus Klebeband sowie die Streifen aus schwarzem Decalpapier zuzuschneiden. Auch alle übrigen schwarzen Streifen enstanden aus entsprechendem Decalpapier.

Die Hoheitszeichen auf der Flügelunterseite, sowie die Immatrikulationen stellte ich ebenfalls auf meinem Computer her. Schliesslich spritzte ich einige Schichten Future-Bodenreiniger, installierte Fahrwerk, Cockpithaube, Antennen und Propeller um das Modell fertigzustellen. Der NCPC-7 mit seinem attraktiven Anstrich steht nun auf meinem Regal neben dem Aeroclub PC-7 den ich vor einigen Jahren gebaut habe. Rückblickend war der NCPC-7 ein sehr befriedigendes Projekt. Der Planet One Bausatz ist von ansprechender Qualität und auch für Resin-Novizen sicher zu bewältigen.