Systemische Paartherapie Gelungene Partnerschaft als Traum, Hoffnung und Herausforderung Weiterbildung in 10 Modulen Teilnahmevoraussetzungen Umfang - Kolleginnen, Kollegen mit abgeschlossener systemischer Weiterbildung (systemische Beratung) bzw. im 3. Jahr der Weiterbildung in systemischer Therapie - Psychotherapeuten/-innen in Ausbildung (VT, PSA, TP) - Approbierte Psychotherapeuten/-innen - Interesse, mit Paaren zu arbeiten 10 x 2 Tage Module, 5 Module pro Jahr Wochentage: Freitag 10 18 Uhr und Samstag 10 17 Uhr Gesamtdauer der Weiterbildung: 2 Jahre Innerhalb der Module findet die Supervision in der Gruppe statt (50 Stunden à 45 Minuten). Selbsterfahrung: in den Modulen mitlaufend Kosten pro Modul: 290,00 Zertifizierung Die Systemische Gesellschaft (SG), der Dachverband unseres Institutes, hat einen Ausschuss Paartherapie gegründet. In diesem werden die curricularen Bedingungen für eine Zertifizierung als Paartherapeut (SG) bzw. Paartherapeutin (SG) festgelegt. Wir gehen davon aus, dass das Curriculum des Instituts für Systemische Therapie dem zukünftig von der SG geforderten Curriculum weitgehend entspricht. Gegebenenfalls werden wir unser Curriculum für diejenigen, die die Zertifizierung durch die SG wünschen, anpassen. Das nach Absolvierung aller Module ein Zertifikat aus. Interessierte können auch einzelne Module buchen.
Modulinhalte: 1. Modul Dominante Paargeschichten aus verschiedenen Perspektiven Geschichten über Paare, von Paaren über sich, Eltern und Großeltern Erwartungen, Herausforderungen, explizite und implizite Anliegen des Paares Therapeutisches Dreieck Arbeitsbündnis Geschichte der Paartherapie Therapeutische Kontexte von Paarberatung, z.b. Kirche, Kliniken, Praxen Methode: Zirkularität in der Gesprächsführung 2. Modul Die Wahl des Weges ist egal, wenn du das Ziel nicht kennst Das Lasso-Prinzip Affären und emotionsgeladene Krisen im Erstgespräch Eskalationsmodell Diffuse Erwartungen gleiche / unterschiedliche Erwartungen Finden des kleinsten gemeinsamen Nenners Verliebtheit Desillusionierung Polarisierung Phasen einer Paarbeziehung im Umgang mit Außen- und Innenanforderungen Finden guter Momente der Paarbeziehung Umgang mit Affären Methode: Allparteilichkeit wahren im (trotz) Abgleich mit eigenen Werten, Ausnahmefragen, Neutralität (als Methode). Kreative Unterbrechungen von verbaler Gewalt, Verlangsamung, Verschiebung
3. Modul Mehrgenerationale Doppel-Genogramm-Arbeit Genogrammarbeit mit Paaren als besondere Herausforderung der Konstruktion gemeinsamer / unversöhnlicher Werteskalen und deren Würdigung Bewusste / nicht-bewusste Grundüberzeugungen über Partnerschaften, Glaubenssatzarbeit Lösungsgenogramme, Lösungsaufstellungen Bi-kulturelle Beziehungen, Sprachreinigungen Fernbeziehungen Methode: Visualisierung, direkte, zirkuläre Fragen, Konstruieren von Gemeinsamkeiten und Tolerierung von Unterschieden, Erkennen individueller Entwicklungsaufgaben im Partner-Kontakt, Reframing 4. Modul Paare im Kontext Zwangsberatung versus freiwilliger Trennungs- und Elternberatung Kinder in der Triangulation und Verurteilung / Beschuldigung Kontextuelle Klärung zwischen Paar- und Elternschaft Wirkungen von Vorwürfen auf Nähe und Distanz Patchwork Chance und Herausforderung Methode: Differenzierung von Rollen und Funktionen und Verantwortungen 5. Modul Wirkungen von Traumata in Paarbeziehungen I Mögliche Stabilisierungen und Einzelberatungen der Partner als Grundlage für weitere Paargespräche Psychoedukation zu Entstehung und Wirkung von Traumatisierungen
6. Modul 7. Modul Triggernde Situationen im Paaralltag Verschiedene Träume-Auflösungsverfahren und die Verbindung zu Paargesprächen Methode: Klärung der therapeutischen Setting-Fragen Paarberatung allein und im Zweier-Team (mit und ohne Reflecting-Team) Wirkungen von Traumata in Paarbeziehungen II Radikale Einschnitte durch Life-Events Klärung unterschiedlicher Verarbeitungsmodi Auflösungsmethoden im Einzelsetting Veränderungsimpulse für die Paarbeziehung Methode: EMDR, Brainspotting, Geschichten mit positivem Ausgang, Körperbewegungen, Trauma Releasing Exercises Wenn Körper und Seele zusammenbrechen Körperliche, seelische und neurologische Erkrankungen (Depressionen, MS, Krebs, Schlaganfälle, Herzinfarkt, Burn-Out, Arbeitslosigkeit) Zentrifugale und / oder zentripetale Wirkungen in der Paarbeziehung Wiederaufflackern kindlicher Erwartungen und Wünsche Wirkungen von Schuld-, Scham- und Trauergefühlen sowie Überforderungen Methode: Identifizierung, Veränderung, Anpassung bisher starrer Werte und Glaubenssätze Coping- Techniken (Mini-) Aufstellungen
8. Modul 9. Modul 10. Modul Vielfältige Lebensweisen Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlecht und Partnerschaft Abgrenzungsphasen von Wünschen und Werten der Herkunftsfamilien Abwägungen von Preis und Möglichkeiten Unbehagen als Ausgangspunkt Methode: Narrationen, Wahrnehmung, Emotion, Bedeutungsgebung Sexualität, Sexualität, Sexualität Sicherheit und Abenteuer Reste-Essen, Pflicht und Individualität Paare ohne Sexualität Pornographie Kinderwunsch-Medizin ( Morgens um 7.00 Uhr bitte kopulieren. ) Sexo-corporel: Sexuelle Erregungskurven WSDFMR: Was springt dabei für mich raus? Methode: Körperwahrnehmungen als Ressource für Veränderungen Freiheit und Rituale Zwischen Autonomie und Bindung Herausarbeiten nächstmöglicher Entwicklungsschritte bei unterschiedlichen Ängsten und Wünschen, Visionen, Träumen beider Partner/-innen Verzeihungsrituale Trennungsrituale,- vereinbarungen Rituale des Neubeginns Methode: Hausaufgaben, paradoxe Verschreibungen, Konstruktion von Ritualen