Osteopathische Medizin. Die Niere und Nebenniere. Grégoire Lason & Luc Peeters

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Osteopathische Medizin Die Niere und Nebenniere Grégoire Lason & Luc Peeters

Die Niere und Nebenniere Grégoire Lason & Luc Peeters Copyright von Osteo 2000 bvba 2013. Diese Publikation darf ohne schriftliches Einverständnis des Verlags weder kopiert noch in sonstiger Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder jegliche andere Form) veröffentlicht werden. Kontakt: Osteo 2000, Kleindokkaai 3-5, B 9000 Gent, Belgien Mail: info@osteopathie.eu Web: http://osteopedia.iao.be und www.osteopathie.eu Tel: +32 9 233 04 03 - Fax: +32 55 70 00 74 ISBN: 9789074400237 The International Academy of Osteopathy I.A.O. 2

Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung... 6 2. Anatomie... 7 2.1. Lage... 7 2.2. Anatomische Fixationen... 16 2.3. Innervation... 17 2.3.1. Sympathisch... 17 2.3.2. Parasympathisch... 17 2.3.3. Afferente Versorgung... 18 2.3.4. Renorenaler Reflex... 19 2.3.5. Interaktion zwischen dem sympathischen Nervensystem und den Nieren in Bezug auf den Blutdruck... 19 2.3.6. Nebenniere... 19 2.4. Blutversorgung... 20 2.4.1. Die Niere... 20 2.4.2. Die Nebenniere... 20 2.5. Größe und Konsistenz der Niere... 22 2.6. Größe und Konsistenz der Nebenniere... 24 3. Physiologie... 25 3.1. Funktion der Niere... 25 3.1.1. Filter und Resorptionsfunktion... 25 3.1.2. Endokrine Funktion... 25 3.2. Regulation des Blutvolumens... 25 3.3. Regulation der chemischen Zusammensetzung des Blutes... 26 3.3.1. Allgemein... 26 3.3.2. Filtration... 27 3.3.3. Reabsorption... 29 3.3.4. Sekretion... 29 3.3.5. Sättigung... 30 3.3.6. Dehydration... 30 3.3.7. Diurese... 30 3.4. Regulation (hormonell) des Blutdrucks in den Nieren und Nebennieren 31 3.5. Funktion der Nebennieren... 32 3.5.1. Der Cortex (Stress Organ)... 32 3.5.2. Die Medulla... 33 3.5.3. Generelle Funktion der Nebennieren... 34 3.5.4. Bemerkungen zu Stress... 34 3.6. Funktion des Ureters... 35 4. Mobilität... 37 3

5. Anamnese und körperliche Untersuchung... 40 5.1. Nierenptose... 40 5.2. Trauma... 41 5.3. Nierensteine... 43 5.4. Glomeruläre Erkrankungen... 45 5.4.1. Glomerulonephritis... 45 5.4.2. Nephrotisches Syndrom... 46 5.5. Tubuläre und interstitielle Erkrankungen... 47 5.5.1. Akutes Nierenversagen... 47 5.5.2. Chronische Niereninsuffizienz oder Urämie... 49 5.5.3. Endstadium der Niereninsuffizienz: Störung der Homöostase... 50 5.6. Pyelonephritis... 50 5.7. Nierenzysten / Zystennieren... 51 5.8. Nierentumor... 51 5.9. Nussknacker -Syndrom... 52 5.10. Nebennieren... 53 5.10.1. Erkrankungen des Cortex... 53 6. Klinische Untersuchung... 57 6.1. Provokationstests... 57 6.1.1. Provokationstest für eine Pyelonephritis... 57 6.1.2. Provokationstest für eine Pyelonephritis... 58 6.1.3. Valsalva Test... 58 6.2. Palpation... 59 6.2.1. Palpation des inferioren Pols der Niere... 59 6.2.2. Palpation mit den Fingerspitzen... 60 6.2.3. Palpation mit Thenar - Hypothenar... 60 6.2.4. Anteroposteriore Palpation... 61 6.2.5. Palpation des Ureter... 61 6.2.6. Palpation des Pulses der A. tibialis posterior... 62 6.3. Mobilitätstest... 63 6.3.1. Mobilitätstest, Patient in Seitenlage... 63 6.3.2. Mobilitätstest des superioren Pols, der Patient sitzt... 64 6.3.3. Mobilitätstest mit den Daumen... 65 6.3.4. Mobilitätstest mit den Fingerspitzen... 65 6.3.5. Mobilitätstest mit Thenar/Hypothenar... 66 6.3.6. Mobilitätstest nach medial... 66 7. Osteopathische Techniken... 67 7.1. Entspannung der Nierenzone und fasziale Techniken... 67 7.1.1. Entspannung der posterioren Seite... 67 7.1.2. Entspannung des posterioren parietalen Peritoneums... 68 7.1.3. Fasziale Dehnung unter den Nieren... 69 7.1.4. Dehnung der perirenalen Faszie... 70 7.1.5. Entspannung des Nierenregion... 71 4

7.2. Mobilisationen... 72 7.2.1. Mobilisation nach kranial mit den Daumen... 72 7.2.2. Mobilisation nach kranial mit den Fingerspitzen... 73 7.2.3. Mobilisation nach kranial mit Thenar/Hypothenar... 74 7.2.4. Bilaterale Mobilisation der Nieren... 75 7.2.5. Mobilisation des superioren Pols... 76 7.2.6. Mobilisation und Drainage der zentralen superioren retroperitonealen Region... 77 7.2.7. Mobilisation auf den M. psoas... 78 7.3. Dehnung des Ureter... 79 7.4. Dehnung des Ureter... 80 7.5. Neurolymphatische Reflexpunkte... 81 8. Bibliographie... 83 9. Über die Autoren... 86 10. Danksagung... 87 11. Viszerale Osteopathie... 88 11.1. Einführung... 88 11.2. Bewegungsphysiologie... 89 11.2.1. Die Bewegungen des muskuloskelettalen Systems... 89 11.2.2. Die Bewegungen des viszeralen Systems... 89 11.3. Viszerale Wechselwirkungen... 91 11.3.1. Generell... 91 11.3.2. Beziehungen... 91 11.4. Mobilitätsverlust... 93 11.4.1. Dysfunktion des Diaphragmas... 93 11.4.2. Adhäsionen / Verklebungen... 93 11.4.3. Verkürzungen... 94 11.4.4. Trophische Gewebeveränderungen... 94 11.4.5. Stauungen... 94 11.4.6. Haltungsbedingte Abweichungen... 94 11.4.7. Viszeraler Mobilitätsverlust... 95 11.5. Viszerale Hypermobilität... 96 11.6. Osteopathische viszerale Untersuchung... 96 11.7. Bibliographie Viszerale Osteopathie... 97 12. Abkürzungen... 98 13. Glossar... 99 14. Alle Videos... 100 5

1. Einleitung Es ist in der klassischen Medizin durchaus bekannt, dass Nierenprobleme zu muskuloskelletalen Problemen führen können. Nierenkoliken beginnen klassischerweise mit einem Flankenschmerz. Funktionelle Nierenprobleme zeigen häufig Symptome, die nicht primär mit den Nieren in Verbindung gebracht werden. Der Grund hierfür ist, dass die Nieren eine wichtige Rolle in der Filtration und damit in der Blutreinigung und Blutdruckregulation spielen. Ein Osteopath kann die Nierenfunktion signifikant beeinflussen, indem er die Mobilität des Organs unter dem Einfluss der diaphragmalen Respiration fördert, durch Verbesserung der neurovegetativen Versorgung und durch die Verbesserung des venösen und arteriellen Blutdrucks. Anatomisch sind die Nebennieren eng mit den Nieren verbunden, sie haben jedoch vorwiegend eine endokrine Funktion. Das Nebennierenmark produziert Adrenalin, während die Hormone der Nebennierenrinde für Fett-, Zucker- und Mineralstoffwechsel zuständig sind. Die osteopathische Behandlung der Nierensegmente kann hierfür unterschiedliche Ziele haben. Auf der einen Seite können Nieren- und/ oder Nebennierenprobleme zu segmentalen Störungen führen, auf der anderen Seite können Nieren- und/ oder Nebennierenprobleme auch zu Störungen führen, die nicht direkt dem Segment zuordenbar sind. Blutdruckprobleme, Ödeme, Stressmanagement, Flüssigkeitshaushalt, Probleme mit dem Säure-Basen-Haushalt, Knochenstoffwechsel, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Immunschwäche und viele andere Probleme werden oft mit den Nieren und Nebennierensegmenten in Verbindung gebracht. Das erste Zeichen für den Osteopathen, die Niere zu untersuchen, ist eine somatische Dysfunktion in der Zone T 10 bis T 12. Dieses e-book beschäftigt sich mit der Niere und Nebenniere, obwohl diese Organe eine komplett unterschiedliche Funktion haben. Der Grund hierfür ist, dass die Nebenniere nicht spezifisch und isoliert mobilisiert werden kann. In anderen Worten, auf Grund der anatomischen Einheit von Niere und Nebenniere können viszerale Tests und Techniken nicht organbezogen differenziert werden. Die Wirbelsäulensegmente sind gleich. 6

Dieses e-book diskutiert die Anatomie, Neurologie und Physiologie von Niere und Nebenniere und zeigt gleichzeitig Möglichkeiten, wie der Osteopath diese Organe untersuchen und behandeln kann. Der Osteopath muss in der Lage sein, strukturelle Probleme der Niere und Nebenniere zu erkennen und den Patienten an den Arzt zu verweisen. Für Leser, welche mit der Nomenklatur der viszeralen Osteopathie nicht vertraut sind, werden auf das Kapitel 11 am Ende dieses E-Buch verwiesen. 2. Anatomie (Grant & Boileau 2004, Gray 1995, Hallgr msson et al 2003, Netter 1997, 2006, Sobotta 2001) 2.1. Lage Die Nieren sind bohnenförmig und befinden sich im Retroperitonealraum in der oberen Lumbalregion. Die rechte Niere befindet sich auf Grund des Druckes der Leber nach unten 2 cm tiefer als die linke. Die laterale Seite ist konvex und die mediale konkav. Auf der medialen Seite jeder Niere befindet sich der Hilus: eine gemeinsame Einund Austrittspforte von Arterien, Venen, Lymphgefäßen und Nerven. Das Pyelum (Nierenbecken) befindet sich auch medial; dies ist die Stelle, an der der Ureter nach unten bis zur posterior/ inferioren Seite der Blase läuft. Die Nebennieren sitzen auf den Nieren (Abbildung 1 und 2) und sind von einer Fettschicht und Kapsel umgeben. Sie befinden sich auch retroperitoneal. Sie haben Kontakt zu: Rechts: Leber und V. cava inf. Links: Pankreas und Magen. Posterior: Diaphragma. 7

Rippe 11 Rechte Nebenniere Rippe 12 Abbildung 1 - Position der rechten Nebenniere in der Frontalebene V. cava inferior Aorta abdominalis Nebenniere Nebenniere Pyelum Niere Niere Pyelum Ureter Ureter Nabel Rechts Links Blase Abbildung 2a - Position der Nieren in der Frontalebene 8

Nebenniere Nebenniere Niere Niere Rechts Links Abbildung 2b - Position der Nieren in der Frontalebene Die Niere befindet sich lateral der Wirbelsäule und retroperitoneal (Abbildung 3). Gallenblase Peritoneum Leber Peritonealraum A. lienalis Mage Links Milz Aorta V. cava inferior Rechts Linke Niere Rechte Niere M. quadratus lumborum M. psoas M. quadratus lumborum M. psoas Tiefe paravertebrale Muskeln Abbildung 3 - Oberer Horizontalschnitt der Niere Die Niere befindet sich lateral der Wirbelsäule und retroperitoneal. (Abbildung 4). 9

3. Physiologie (Ganong 2005, Guyton & Hall 2005, Marieb 1988, Vander 1995) 3.1. Funktion der Niere 3.1.1. Filter und Resorptionsfunktion Regulation des Blutvolumens und Blutdrucks. Regulation der chemischen Zusammensetzung des Blutes: Natrium (Na + ) und Kalium (K + ) Gleichgewicht und ph Wert. Transport von Abfallprodukten wie Nitrogene und Schwefelverbindungen, welche im Proteinstoffwechsel entstehen. 3.1.2. Endokrine Funktion Hormonproduktion: o Erythropoetin, oder EPO, Stimulator des Knochenmarks zur Produktion roter Blutkörperchen. o Renin als Blutdruckregulator. 3.2. Regulation des Blutvolumens Jeder Einstrom von Blut in die Niere führt zu einem bestimmten Flüssigkeitsvolumen, welches über spezialisierte Kapillaren (glomeruläre Kapillaren) in die Nierentubuli abgepresst wird. Diese renalen Tubuli verlaufen entlang der peritubulären Kapillaren. Der Großteil des Wassers wird über die renalen Tubuli in die Blutgefäße reabsorbiert. Das Wasser, welches in den Tubuli zurückbleibt, wird ausgeschieden. Die Menge des Wassers, welches reabsorbiert wird, regelt das Blutvolumen. Resorption Sekretion Peritubuläre Kapillare Peritubuläre Kapillare Nierenkanal Nierenkanal Abbildung 18 - Reabsorption und Sekretion 25

3.3. Regulation der chemischen Zusammensetzung des Blutes 3.3.1. Allgemein Die Niere reguliert die chemische Zusammensetzung des inneren Milieus über eine Kombination von Filtration, Reabsorption und Sekretion (Abbildungen 18,19, 20 und 21). Der Filterprozess in der Niere ist primär nicht selektiv. Das bedeutet, dass Teile, welche klein genug sind um den Filter zu passieren, durchgelassen werden, inklusive der Produkte, welche der Körper nicht ausscheiden möchte (Glucose, Aminosäuren, Vitamine etc.). Diese Moleküle werden über die renalen Tubuli in den Blutkreislauf reabsorbiert, während andere Moleküle nicht reabsorbiert werden. (Kreatine, Toxine). Diese sind Abfallprodukte. Es ist wichtig, zu verstehen, dass 20 % des Plasmas die Blutbahn verlässt und durch die renalen Tubuli strömt. Das bedeutet, dass sich die Abfallprodukte zu diesem Zeitpunkt noch in der Blutbahn befinden. Diese Abfallprodukte müssen sezerniert werden. Über die Regulation der Reabsorption und Sekretion der Nieren können Na +, K +, Hydrogen- und Bicarbonatspiegel im Plasma bestimmt werden. Kapsel von Bowman Efferente Arteriole Peritubuläre Kapilläre Zum Nierenvene Glomerulus Afferente arteriole F R S E Zum Blase Gefilterte Reabsorbierte Sekretierte Ausgeschiede Quantität Quantität Quantität Quantität Lösung F - R + S = E Abbildung 19 - Regulation der chemischen Zusammensetzung des Blutes 26

Efferente Arteriole Afferente Arteriole Glomerulus F R S Distale Tubulus S R Kapsel von Bowman Proximale Tubulus R R Henlesche Schleife S F Filtration: aus dem Blut in das Lumen der Tubuli Zum renale Vene R S E Reabsorption: aus dem Lumen in das Blut Secretion: aus dem Blut in das Lumen Exkretion: aus dem Lumen in der Blase Sammelrohr E (Tubulus renalis colligens) Zum Blase Abbildung 20 - Filtration - Reabsorption - Sekretion 3.3.2. Filtration 80% des Plasmas erreicht den Glomerulus. Auf Grund des hohen Blutdruckes in den afferenten Arteriolen und der hohen Permeabilität im glomerulären Endothel werden 20% des Plasmas filtriert. Das restliche Blut fließt weiter in die efferenten Arteriolen, welche entlang der renalen Tubuli zu den tubulären Venen fließt, wo der Blutdruck geringer ist. Diese Gefäße sind so durchlässig, dass es die Reabsorption einer wässrigen Lösung aus dem renalen Tubulus leicht macht. Nur das Plasma gelangt in den renalen Tubulus; die Blutzellen und Proteine, welche größer als Albumin sind, können nicht hindurch. Das Filtrat im renalen Tubulus besteht daher aus Plasma ohne Proteine, welche größer als Albumin sind. Glucose, kleine Kationen Na +, K +, H + und kleine Anionen Cl -, HCO 3 - können in den renalen Tubulus eindringen. Das Gleichgewicht des Druckes zwischen den afferenten Arteriolen, dem Druck im Glomerulus und dem Druck in den peritubulären Kapillaren entscheidet über die Menge des Filtrates, welches in einem bestimmten Zeitabschnitt produziert wird. 99% des Plasmas, welches in die Niere eintritt, nimmt an der Zirkulation teil. 1% des Volumens wird ausgeschieden. Die Nieren filtern ca. 180 Liter Flüssigkeit pro Tag. 27

4. Mobilität (Schwartz et al 1994, Sörnsen the Koste 2006, Vasbinder 2002) Die Niere ist ein sehr mobiles Organ. Der Motor dieser Mobilität ist das Diaphragma und die Atmung. Während der Einatmung sinkt die Niere ab, während der Ausatmung steigt sie auf. (Abbildung 27). Die Niere bewegt sich auf Grund der Atmung alleine 800 m/tag. Die Amplitude zwischen Ein- und Ausatmung beträgt beim Erwachsenen 4 bis 5 cm. Die Auf- und Abbewegung der Niere findet in einem Bogen statt, was auf den Gefäßstil zurückzuführen ist. Der inferiore Pol der Niere steigt 1 cm mehr an als der superiore Pol. Dies bedeutet, dass sich die Niere unter dem Einfluss der Atmung selbst dehnt, was zu einem verbesserten Blutfluss führt. Die linke und rechte Niere sind gleichermaßen mobil. Bei Jungen bis 15 Jahre wurde festgestellt, dass die rechte Niere mobiler ist. Wenn das Körpergewicht 60 bis 70 kg erreicht hat, wird die Beweglichkeit gleich und der Geschlechterunterschied verschwindet. Während einer Atempause steigt die Niere um 0,5 cm spontan an. Während den Bewegungen der Niere bewegt sich die Nierenarterie und verändert den Winkel mit der Niere. Während der Einatmung bewegt sich die Niere 1 bis 2 cm nach vorne und wird während der Ausatmung wieder zurückgezogen (Abbildung 28). Die Nebennieren folgen der Bewegung der Nieren. 37

Einatmen Ausatmen Abduktion Adduktion Abbildung 27 - Mobilität der Niere Einatmen Einatmen Ausatmen Ausatmen Abbildung 28 - Mobilität der Niere in der Horizontalebene 38

Zusammenfassung: Während der Einatmung wandert die Niere Richtung: o Ventral. o Kaudal. o Dreht in Adduktion. o Kompression. Während der Ausatmung wandert die Niere Richtung: o Dorsal. o Kranial. o Dreht in Abduktion. o Dehnung. Die renalen Arterien und Venen folgen diesen Bewegungen. Mobilitätsverlust Ein Mobilitätsverlust der Niere hat seinen Ursprung meist in einem Trauma. Ein Sturz oder ein kraftvoller Schlag auf den Körper kann zu Folgendem führen: Ein Spasmus der umliegenden faszialen Strukturen (Schleip et al 2005). Dies führt zu einem Bewegungsverlust während der Untersuchung und einem schmerzhaften Gebiet während der Palpation. Solch ein Bewegungsverlust kann häufig über die Behandlung der SegmenteT 10 -T 12 reduziert werden. Adhäsionen der umliegenden faszialen Strukturen, z.b. zwischen der Myofaszie des M. quadratus lumborum oder M. psoas und der Faszie der Niere. Eine solche Adhäsion kann durch kleine Einblutungen (traumatisch) hervorgerufen werden, welche heilen und Verklebungen hinterlassen. Mobilisation der Niere und Dehnung der umgebenden faszialen Strukturen sind indiziert. Retraktionen der Faszie durch fehlende Behandlung oder Spasmus. Zur Behandlung dieser Situation sind Mobilisationen der Niere und Dehnungen der umliegenden Faszien notwendig. Ein Bewegungsverlust wird in der klassischen Medizin auch als ein Zeichen einer Dysfunktion gesehen, jedoch wird kein Behandlungsmechanismus überlegt. 39

5. Anamnese und körperliche Untersuchung (Bickley 1999, Coresh et al 2007, Fogo et al 2006, Fogo & Kashgarian 2005, Kern & Silva 1999, Laporte et al 1990, Levey et al 2003, Longmore et al 2004, Lote 2000, National Kidney Foundation 2002, Sapira 1990, Simon et al 2004, Teichman 2004, Toto 2004) 5.1. Nierenptose Die Niere kann ptosieren. (Abbildung 29). Es werden drei Grade einer Ptose beschrieben: Lateraler Abstieg der Niere entlang der lateralen Seite des M. psoas. Weiterer Abstieg der Niere, so dass sie auf dem M. psoas ruht und nach innen kippt. Weiterer Abstieg in das Becken und komplette Kippung. Wenn die Niere in einer ptosierten Position die normale Mobilität unter dem Einfluss der Atmung verliert, führt dies zu einer Funktionsminderung. Schwere Ptosen können auf Grund eines Abknicken des Urters und einer Unterbrechung der Peristaltik zu einer Kongestion führen. Eine Grad 3 Ptose (Abbildung 29) Position kann durch den Osteopathen nicht korrigiert werden. Trotzdem ist die Mobilisierung wichtig um die Kongestion zu drainieren und um eine gute Funktion der Ureter zu unterstützen. Eine geringe Ptose muss nicht pathologisch sein. Stärkere Ptosen können zu Dysfunktionen führen. (Barber & Thompson 2004, Boccardo et al 1994, Clorius et al 1987). 70% der Nierenptosen können auf der rechten Seite gefunden werden. Nierenptosen können die Blutversorgung des Organs deutlich reduzieren. 40

1 2 3 Rechts Links Abbildung 29 - Drei Grade einer Ptose 5.2. Trauma (Smith et al 2007) Die Nieren können zwischen der 12 ten Rippe und dem 3 ten Lendenwirbel gefunden werden. Der obere Teil ist durch die unteren Rippen gut geschützt, sonst aber recht ausgesetzt, vor allem die rechte Niere, da sie tiefer liegt. Die Nieren befinden sich häufig tiefer als topographisch beschrieben, was bedeutet, dass das muskuloskelletale System weniger Schutz als beschrieben bietet. Beide Nieren sind dadurch anfälliger für Traumata, die rechte mehr als die linke. In der klassischen Medizin werden KFZ- Unfälle als häufigste Ursache für Nierentraumata genannt, aber auch harmlose Stürze können zu Problemen in dieser Region führen. 95% der Nierentraumata zeigen sich klassischerweise mit einer Hämaturie; dies ist nicht wirklich der Fall, vor allem wenn es sich um Verletzungen des Nierenstils handelt. Darüber hinaus bemerkt der Patient eine Hämaturie nicht immer. Eine Blutdruckmessung nach einem Trauma sollte deshalb erfolgen. 41

Eine lokale osteopathische Behandlung direkt nach einem Trauma ist kontraindiziert. Klassische Untergruppen: Grad 1 o Leichte Hämaturie ohne radiologisch erkennbare Blutungen: kleine subkapsuläre Hämatome, welche nicht anschwellen. Eine Nierenprellung. Es sollte daran gedacht werden, dass diese Hämatome reabsorbiert werden, aber Retraktionen hinterlassen. o Grad 1 betrifft bis zu 80% aller Nierentraumata. Grad 2 o Kleine, nicht anschwellende retroperitoneale Blutungen mit einer möglichen Verletzung der äußeren Nierenoberfläche. Verklebungen als Folge der Heilung können auftreten. Grad 3 o Tiefe Risse in der Niere, welche nicht bis zum Nierenbecken reichen. Grad 4 o Das Nierenbecken ist betroffen so dass die renale Arterie oder Vene ein Hämatom aufweist. Ein deutliches subscapuläres Hämatom ist vorhanden. Grad 5 o Das Nierenbecken ist rupturiert und ein Thrombus der renalen Arterie oder Vene tritt auf. Zusammenfassend ist zu sagen, dass klassische medizinische Beschreibungen die Möglichkeit, dass ein Trauma oder ein Sturz zu Verletzungen der Niere oder dem Bindegewebe des Retroperitonealraums führen können, deutlich beschreibt. Dies ist häufig die Ursache eines Bewegungsverlustes der Niere. Bei jedem berichteten regionalen Trauma sollte jede Palpation mit großer Vorsicht durchgeführt werden. Neben den möglichen Blutungen und Adhäsionen sollte nicht vergessen werden, dass die Niere mehrere Arteriolen mit glatter Muskulatur enthält. Es ist nicht verwunderlich, dass ein Trauma zu einem Spasmus der glatten Muskulatur führen kann und dass der Druck in der Niere steigt. Dies bedeutet eine erhöhte Zirkulationsgeschwindigkeit in den renalen Tubuli und dadurch mehr Flüssigkeitsausscheidung und Blutdruckerhöhung. Im Falle eines Bewegungsverlustes der Niere kann der Osteopath möglicherweise folgenden Befund erheben: Erhöhter Gewebetonus fühlt sich härter und weniger mobil an. Die erhöhte Geschwindigkeit durch die Nierentubuli bedeutet weniger Reabsorption von Nährstoffen, was die häufig berichtete typische Müdigkeit nach einem Nierentraumata erklären kann. 42

6. Klinische Untersuchung 6.1. Provokationstests 6.1.1. Provokationstest für eine Pyelonephritis Der Osteopath platziert eine Hand flach auf die Zone von Grynfelt. Diese befindet sich lateral der paravertebralen Muskeln und unterhalb der 12 ten Rippe. In dieser Region ist die Muskelschicht am dünnsten. Mit der Faust der anderen Hand werden mit zunehmender Intensität Perkussionsschläge nach ventral gegeben. Wenn ein dumpfer Schmerz auftritt, welcher nach der Perkussion weiter anhält, ist dies ein Zeichen einer Pyelonephritis. Natürlich muss dieser Befund aber mit anderen klinischen Zeichen wie Patientenanamnese und ventralen Palpationsschmerz gefunden werden. Video 1 - Provokationstest für eine Pyelonephritis 57

7. Osteopathische Techniken 7.1. Entspannung der Nierenzone und fasziale Techniken 7.1.1. Entspannung der posterioren Seite Der Patient wird in eine Lumbar Roll Position mit einer leichten Lordose der Lendenwirbelsäule gebracht. Der Osteopath platziert seinen Daumen in der Zone von Grynfelt und drückt in den Winkel zwischen paravertebraler Muskulatur und der 12. Rippe. Es wird ein progressiver Druck mit den Daumen nach ventral/ medial in Richtung der Nieren gegeben. Während dieses progressiven Druckes wird die Lumbar Roll Position genutzt, um die Position der maximalen Entspannung zu finden, wo der Daumen platziert ist. Diese Technik ist ein Beispiel für eine erweiterte Mobilisationstechnik der Niere, da sich die Niere während der Einatmung nach ventral bewegt und alle posterioren Adhäsionen diese Bewegung limitieren können. Das bedeutet, dass der Druck nach ventral während mehrerer tiefer abdomineller Einatemzüge gehalten werden sollte. Die Niere wandert während der Einatmung nach ventral. Zu Beginn dieser Technik wird sich diese Region hart anfühlen, aber durch die Kombination aus dem progressiven Druck mit dem Daumen und der Lumbar Roll Position wird sich langsam eine Entspannung dieser Region zeigen. Diese Technik gilt als erfolgreich, wenn anschließend weniger Widerstand in dieser Zone zu spüren ist. Es ist nicht ganz klar, wie diese Technik funktioniert, aber der Effekt ist über die spürbare Entspannung dieser Region klar. Möglich ist, dass posteriore Adhäsionen gedehnt werden; möglich auch, dass überstimulierter sympathischer Tonus des Gewebes in der posterioren Region inhibiert werden. Dies ist eine gute Vorbereitung für eine folgende Mobilisation der Niere. 67

Video 16 - Entspannung auf der posterioren Seite 7.1.2. Entspannung des posterioren parietalen Peritoneums Der Patient befindet sich in Rückenlage und hat die Beine angewinkelt. Der Osteopath steht auf der Gegenseite der zu mobilisierenden Seite. Die Finger beider Hände werden in den Grynfelt Raum gelegt und diese Zone wird nach ventral und medial angehoben. Ein progressiver Druck wird gegen den Widerstand gegeben und für einige Zeit gehalten. Die Technik ist erfolgreich, wenn nach 30 Sekunden bis eine Minute danach eine entspanntere Region zu spüren ist. Es ist nicht vollständig geklärt, wie diese Technik funktioniert, aber der Effekt ist durch die spürbare Entspannung in dieser Region deutlich. Es ist möglich, dass posteriore Adhäsionen gedehnt werden, möglicherweise ist der überstimulierte Sympathikotonus des Gewebes im posterioren Bereich gehemmt. Es ist eine wesentliche Vorbereitung für eine weitere Behandlung der Niere, vor allem deswegen, weil die Niere während der Einatmung nach ventral bewegt und jegliche posterioren Adhäsionen diese Beweglichkeit verhindern können. Das ventrale Anheben kann auch gehalten werden und während einer tiefen Einatmung - plötzlich losgelassen werden um so posteriore Adhäsionen zu dehnen. 68

9. Über die Autoren Grégoire Lason Luc Peeters Gent (B), 21.11.54 Terhagen (B), 18.07.55 Beide Autoren haben einen osteopathischen Universitätsabschluss (Master of Science in Osteopathie) und engagieren sich für Förderung und Akademisierung der Osteopathie in Europa. 1987 gründeten sie The International Academy of Osteopathy (IAO) und sind bis heute deren Co-Direktoren. Die IAO ist seit einigen Jahren das größte Lehrinstitut für Osteopathie in Europa. Beide Osteopathen sind Mitglieder in diversen Berufsverbänden, beispielsweise der American Academy of Osteopathy (AAO), der International Osteopathic Alliance (IOA) und der World Osteopathic Health Organisation (WOHO). Diese osteopathische Enzyklopädie hat das Ziel, das ganzheitliche Osteopathie- Konzept der IAO vorzustellen, welches auf einer integrierten osteopathischen Untersuchung und Behandlung des musculoskelettalen, des viszeralen und des kraniosakralen Systems basiert. 86

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