Rheuma erkennen und behandeln

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Transkript:

Rheuma erkennen und behandeln Partnerklinik der

Allgemeine Informationen Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patientinnen und Patienten, Behandlungsangebote für Rheumapatienten mit dieser Broschüre möchten wir Sie über die Behandlungsmöglichkeiten rheumatischer Erkrankungen in der Park-Klinik Weißensee informieren. Darüber hinaus vermitteln wir Ihnen einige wichtige Informationen zur Entstehung, zum Erkennen und zur Behandlung von Rheuma. Unser Ziel ist es, dass Sie Rheuma verstehen lernen, da die Mitarbeit und Therapietreue betroffener Patienten wichtig für eine erfolgreiche Behandlung sind. Auch wenn die Diagnose Rheuma für die meisten Betroffenen zunächst beängstigend ist, sollten die Patienten nicht verzweifeln. Es gibt heute viele Möglichkeiten, die Erkrankung gut zu behandeln. Auch wenn in der Regel eine Heilung nicht möglich ist, gibt es dennoch lohnende Ziele, wie z.b. die Lebensqualität zu verbessern und die Beweglichkeit dauerhaft zu erhalten. Natürlich ersetzt auch eine Broschüre nicht das Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt, in dem auch all Ihre individuellen Fragen beantwortet werden können. Notieren Sie sich diese Fragen und bringen Sie diese zu Ihrem nächsten Arztbesuch mit. Gerne werden wir versuchen, die entsprechenden Antworten zu geben. Prof. Dr. med. Marina Backhaus Internistin und Rheumatologin Chefärztin der Abteilung für Innere Medizin / Rheumatologie und Klinische Immunologie der Park-Klinik Weißensee PD Dr. med. Arne Hansen Internist, Rheumatologe und Hypertensiologe Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin / Rheumatologie und Klinische Immunologie, Leiter der Rheumatologischen Tagesklinik der Park-Klinik Weißensee Dr. med. Thomas Gregori Internist und Rheumatologe Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin, Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums der Park-Klinik Weißensee Stationäres Angebot In der Park-Klinik Weißensee werden alle rheumatischen Krankheitsbilder mit den entsprechenden diagnostischen Möglichkeiten erkannt und behandelt. Hierzu gehören ein Speziallabor sowie alle notwendigen bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, Knochendichtemessung (DXA), Röntgen und Computertomografie.Die physiotherapeutische Abteilung des Hauses verfügt über ein Bewegungsbad. Zu den universitären rheumatologischen Einrichtungen Berlins, zum Deutschen Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ) und zur Rheumaliga (Hilfs- und Selbsthilfegemeinschaft rheumakranker Menschen und ihrer Förderer) unterhalten wir enge Kontakte. So können wir unser Angebot auf die Bedürfnisse an Rheuma erkrankter Menschen noch besser zuschneiden. Die stationäre Aufnahme erfolgt über eine Einweisung durch niedergelassene Ärzte oder über die Notaufnahme der Klinik, die 24 Stunden täglich besetzt ist. Neben der»klassischen«stationären Behandlung steht mit der multimodalen rheumatologischen Komplexbehandlung ein weiteres Therapieangebot zur Verfügung. Ziel der rheumatologischen Komplexbehandlung ist es, im Rahmen eines strukturierten Ablaufes, der jedoch individuell auf die Erkrankung bezogen ist, die verschiedenen Aspekte der Erkrankung in einem festgelegten Zeitrahmen zu behandeln. Dieses Therapieangebot richtet sich vor allem an Patienten, die bei gesicherter Diagnose einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung im Alltag eingeschränkt und wenig mobil sind. Eine Terminvergabe erfolgt bei Vorliegen eines entsprechenden Behandlungszieles nach Einweisung durch den behandelnden Rheumatologen, Orthopäden oder Hausarzt.

Allgemeine Informationen Teilstationäres Angebot Für Patienten mit gesicherter Diagnose einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung oder eines nicht-entzündlichen Schmerzsyndroms, wie der Fibromyalgie, die trotz ihrer Erkrankung mobil sind, ist die teilstationäre Behandlung eine gute Alternative. In unserer rheumatologischen Tagesklinik bieten wir ein umfangreiches, individuell abgestimmtes Programm für Rheumapatienten an, das viele Aspekte der Erkrankung berücksichtigt. Dabei verstärken die verschiedenen Behandlungsformen die positiven Effekte. So werden neben der rheumatologischen Diagnostik und Behandlung die Schmerz-, Physiound Ergotherapie aufeinander abgestimmt und in das Behandlungskonzept eingebunden. Weiterhin werden Schulungen zum Krankheitsbild, Diätberatung/Kochgruppe, psychologische Beratung oder Angebote des Sozialdienstes angeboten. Eine Terminvergabe erfolgt beim Vorliegen einer entsprechenden Diagnose und Zielstellung nach Einweisung durch den behandelnden Rheumatologen, Orthopäden oder Hausarzt. Ambulantes Angebot Im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) bieten wir eine rheumatologische Sprechstunde an. Patienten können mit einer Überweisung ihres Hausarztes nach entsprechender Terminvereinbarung so auch ambulant betreut werden. Um Patienten mit dringendem Verdacht auf eine neu aufgetretene entzündlich-rheumatischen Erkrankung möglichst rasch einer weiteren rheumatologischen Untersuchung und gegebenenfalls Behandlung zuführen zu können, haben wir zusätzlich eine Früharthritis-Sprechstunde eingerichtet. Die Anmeldung für diese Sprechstunde kann durch den behandelnden Arzt erfolgen, wenn bestimmte medizinische Kriterien vorliegen. Hierfür bitten wir um die Zusendung eines von Ihrem Arzt ausgefüllten Anmeldeformulars (abrufbar unter: www.park-klinik.com/medizin/fachabteilungen/rheumatologie-und-klinische-immunologie/ anmeldung-sprechstunden.html). Einweisungssprechstunde Für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Beschwerden zur stationären bzw. teilstationären Behandlung bieten wir eine Einweisungssprechstunde an. Hier können Patienten mit einem Einweisungsschein für das Krankenhaus mit Kostenübernahme durch die Krankenkasse kurzfristig angemeldet werden. Sollte eine stationäre bzw. ambulante Betreuung nicht erforderlich sein, erhalten die Patienten am gleichen Tag eine entsprechende Empfehlung zur weiteren Behandlung für ihren Hausarzt.

Was ist Rheuma? 4 Das Wort Rheuma kommt aus dem Griechischen und bedeutet»fließender Schmerz«. Gemeint sind Schmerzen, die von Gelenk zu Gelenk wandern. Der Rheumatologe selbst benutzt diesen Begriff jedoch meist nicht, da er nicht sorgfältig genug zwischen entzündlich-rheumatischen und degenerativen, also verschleißbedingten Veränderungen unterscheidet. Der Begriff»Rheuma«steht für keine spezifische Erkrankung, sondern ist eher eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Erkrankungen, die Schmerzen und /oder Bewegungseinschränkungen im Bewegungsapparat (Gelenke, aber auch Muskeln, Bänder, Sehnen, Schleimbeutel) gemeinsam haben. Dabei handelt es sich meist nicht nur um Probleme der Gelenke, sondern des ganzen Körpers (systemische Erkrankung). So können die Erkrankungen u. U. auch weitere Organe mit einbeziehen. Der rheumatische Formenkreis umfasst mehr als 400 verschiedene Krankheiten, die nicht erst im höheren Alter auftreten. Dabei ist es für eine gezielte und erfolgreiche Therapie sehr wichtig, möglichst früh die richtige Diagnose zu stellen und schnell mit der Therapie zu beginnen. 2 3 1. Ein Fremdstoff (Antigen/Virus) wird vom Immunsystem entdeckt. Fresszellen (bestimmte weiße Blutkörperchen) nehmen das Antigen auf und präsentieren Teile davon auf ihrer Oberfläche. T-Zellen erkennen dies als»fremd«und patrouillieren auf der Suche nach weiteren dieser Fremdstoffe in Blut und Gewebe. 2. 2 In der Gelenkinnenhaut finden diese Zellen körpereigene Gewebsmerkmale, die dem eingeprägten Feindbild täuschend ähnlich sind, werden aktiv und reagieren. 3. 3 Die falsch programmierten T-Zellen schütten eine Reihe von Botenstoffen aus (u. a. IL-2 und IFN), die weitere T-Zellen und die Fresszellen (aber auch andere Immunzellen sowie Gewebe- und Knorpelzellen) aktivieren. 4. 4 Die Fresszellen schütten daraufhin Signalsubstanzen aus, wodurch sich die Zellen der Gelenkinnenhaut entzünden, in den Gelenkspalt hineinwuchern und schließlich Knorpel und Knochen angreifen. T-Zellen und Fresszellen beeinflussen sich durch Botenstoffe gegenseitig und unterhalten die Entzündung. Mit freundlicher Genehmigung von Prof. B. Manger Was ist»rheuma«? Warum entsteht Rheuma? Entzündlich-rheumatische Krankheiten können durch Störungen im Immunsystem, wie bei den Autoimmunkrankheiten, durch Infektionen oder durch Kristallablagerungen in Geweben hervorgerufen werden. Oft sind die Ursachen und Auslöser unbekannt und man geht davon aus, dass Erbfaktoren eine wichtige Rolle spielen. Arthrosen sind Gelenkkrankheiten, die durch Schäden am Knorpel und an anderen Gelenkstrukturen entstehen. Wesentliche Entstehungsfaktoren sind Überbelastungen, Entzündungen oder Stoffwechselstörungen. Stoffwechselstörungen wirken sich ganz unterschiedlich am Bewegungssystem aus. Bei der Osteoporose findet ein Abbau von Knochenmasse und -struktur mit erhöhter Knochenbrüchigkeit statt. Bei der Gicht ist die Harnsäurekonzentration durch verminderte Ausscheidung oder vermehrte Bildung erhöht und führt zu Kristallbildung und -ablagerungen in den Geweben und in der Folge zu Entzündungen. Lokale und ausgedehnte chronische Schmerzzustände des Bewegungssystems können durch Überlastung von Muskeln oder Muskelansätzen entstehen, z. B. der bekannte»tennisarm«oder der»steife Nacken«. Bei der Entstehung des Fibromyalgie-Syndroms mit

Was ist»rheuma«? am stärksten entwickelt und gleichzeitig auch am besten beeinflussbar ist, lässt sich das Risiko für einen Funktionsverlust in den ersten Monaten deutlich reduzieren und die Chancen für einen positiven Therapieverlauf sind gut. Zur Diagnosestellung werden neben einer gründlichen Befragung (Anamnese) und körperlichen Untersuchung auch Laboruntersuchungen sowie bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Szintigraphie) eingesetzt. chronischen, ausgedehnten Schmerzen und erhöhter Schmerzempfindlichkeit spielen anhaltende und wiederkehrende schwere seelische und körperliche Belastungssituationen eine wesentliche Rolle.»Rheuma«ist keine»alte-leute-krankheit«. Vor allem entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie die Juvenile Idiopathische Arthritis können sogar schon im Kleinkind- sowie auch im Kindes- und Jugendalter auftreten. Eine frühe Therapie ist besonders wichtig. Entzündliches Rheuma erkennen Entzündliches Rheuma kann sich sehr unterschiedlich äußern und kann Menschen in jedem Lebensalter bevorzugt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr treffen. Frauen erkranken meist häufiger als Männer. Oft kommt entzündliches Rheuma bereits in der Familie gehäuft vor. Die Symptome sind wechselnd und schubweise. Grippeähnliche Krankheitssymptome wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit begleiten die Erkrankung. Suchen Sie bei länger anhaltenden schmerzhaften Gelenkschwellungen oder tief sitzenden morgendlichen Kreuzschmerzen frühzeitig den Arzt auf. Eine Arthritis sollte so früh wie möglich diagnostiziert und behandelt werden, weil die Entzündung von Anfang an Schäden in den Gelenken verursachen kann. Da sich die Erkrankung zu Beginn Rheuma ist noch nicht heilbar, aber meist gut behandelbar Die Rheumatherapie soll die Schmerzen und andere Symptome lindern oder beseitigen, die Entwicklung von Schäden am Bewegungssystem verhindern und damit die Lebensqualität auf Dauer positiv beeinflussen. Bei den meist chronischen und das weitere Leben begleitenden Krankheiten besteht die beste Behandlungsstrategie in der möglichst frühzeitigen und kontinuierlichen Anwendung verschiedener Therapieverfahren. Behandelt wird in der Regel mit einer Kombination aus Medikamenten und physiotherapeutischen Anwendungen sowie, wenn notwendig, rheumaorthopädischen Operationen. Dabei werden sowohl systemische (z. B. Tabletten) als auch lokale medikamentöse Therapieformen angewendet (z. B. Cortison-Injektionen in das Gelenk). Eine Kontrolle von Wirksamkeit und Verträglichkeit der Rheumatherapie bei gleichzeitig guter Zusammenarbeit zwischen Hausarzt, Rheumatologen, Physiotherapeuten und den Betroffenen ist besonders wichtig. Um einer Weiterentwicklung der Erkrankung entgegenzuwirken und bleibende Schäden an Gelenken, Sehnen und inneren Organen zu verhindern, muss rechtzeitig eine an die Erkrankungsart und -aktivität angepasste Therapie eingeleitet werden.

Wir sind für Sie da Ansprechpartner und Kontakt Park-Klinik Weißensee Abteilung für Innere Medizin Rheumatologie und Klinische Immunologie Schönstraße 80 13086 Berlin www.park-klinik.com Chefärztin Prof. Dr. med. Marina Backhaus Sekretariat Chefärztin Rheumatologie Tel.: 0 30 96 28 35 03 Fax: 0 30 96 28 34 26 E-Mail: rheuma@park-klinik.com Rheumatologische Station (2 c) Tel.: 0 30 96 28 32 31 Fax: 0 30 96 28 32 05 Rheumatologische Tagesklinik Tel.: 0 30 96 28 30 23 Fax: 0 30 96 28 30 25 Medizinisches Versorgungszentrum der Park-Klinik Weißensee Schönstraße 90 13086 Berlin Tel.: 0 30 96 28 46 00 Fax: 0 30 96 28 46 05 Information Park-Klinik Weißensee Tel.: 0 30 96 28 0

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