Das Weihnachtsgeschenk

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Transkript:

3. Studienjahr 99/00 M.R: Das Weihnachtsgeschenk David Henry Wilson Baiabong 1. Band Seite 144-149 Hallo, ich bin Wuffi, der Hund der Familie Braun. Ich bin ein intelligenter Hund und lebe schon sehr lange bei Familie Braun. Heute erzähle ich euch eine Geschichte über die Menschen. Menschen sind komische Tiere. Besonders an Weihnachten. Bereits Monate vor Weihnachten sind sie ganz aufgeregt. Sie reden von den vielen Weihnachtsgeschenken, kaufen einen grünen, stacheligen Baum und schmücken den Baum mit Kugeln. Mein erstes Weihnachten habe ich als kleiner, dummer Hund bei den Brauns erlebt. Es war sehr kalt und die Familie Braun hatte einen Tannenbaum ins Wohnzimmer gestellt. Ich habe mich gefreut, weil ich dachte, das sei mein Weihnachtsgeschenk. Echt praktisch, dachte ich, nun muß ich nicht mehr in die Kälte gehen um meine Geschäfte zu erledigen. Erfreut lief ich auf den Baum zu und hob mein Bein, um zu pinkeln. Aber schon kamen alle angerannt und wiesen mich energisch darauf hin, daß der Baum nicht zum Pinkeln da sei. Sie schubsten mich einfach aus dem Wohnzimmer. Als nächstes hat die Familie den Baum und das Wohnzimmer geschmückt. Sie haben buntes Papier und Christbaumkugeln im Wohnzimmer verteilt. Ich wollte auch helfen 1

und habe eine Kugel in den Mund genommen. Da wäre ich fast erstickt, weil mir die Kugel im Hals steckenblieb. Deshalb bleibe ich heute weit weg, wenn irgendwo etwas geschmückt wird. Auf einmal stellte Tina eine wichtige Frage: Was schenken wir eigentlich Wuffi zu Weihnachten? fragte sie. Ich wurde hellwach und hörte aufmerksam zu. Ich weiß es noch nicht sagte Mutter. Vielleicht baue ich Wuffi einen Zwinger 1! überlegte Vater. Siehst du, Wuffi, sagte Tina und drückte mich fest an sich, du kriegst auch etwas zu Weihnachten! Ich freute mich wahnsinnig und lief durch das Wohnzimmer. Dabei stieß ich zufällig eine Blumenvase um. Der ganze Teppich war naß und Herr Braun war gar nicht froh. Den ganzen nächsten Tag überlegte ich, was ich wohl zu Weihnachten kriegen würde. Bei jeder Unterhaltung spitzte ich meine Ohren und hörte aufmerksam zu. Aber die Familie Braun hat nichts verraten. Die Spannung wurde unerträglich. Vor lauter Aufregung habe ich vergessen zur Toilette zu gehen und machte einen kleinen See auf den Teppich. Danach ging ich in die Küche und tat so, als ob ich von nichts wüßte. Aber es war wie verhext. Frau Braun hat trotzdem herausgefunden, daß es mein See war. Woher wußte sie das? In der Nacht vor Weihnachten konnte ich kein Auge zu machen. Ich war sehr gespannt, 2

welches Geschenk die Familie mir gekauft hatte. Also bin ich in die Küche gegangen und habe nach meinem Geschenk gesucht. Es mußte etwas Ungewöhnliches sein, etwas was ich sonst nicht bekomme. Am besten etwas Leckeres zum Essen. Ich bin in die Küche gegangen, am Backofen vorbei. Aus dem Backofen kam ein köstlicher 2 Geruch. Ich schnupperte und der Geruch befahl mir die Backofentür aufzumachen. Da habe ich den Backofen aufgemacht und ein angenehmer Duft kam mir entgegen. Ich habe in den Backofen geschaut; ein gebratener Truthahn 3. Was für ein Weihnachtsgeschenk! Ich steckte meinen Kopf in den Backofen und habe den Truthahn herausgezerrt. Ich habe mich so über das Geschenk gefreut, daß ich nicht bis am Morgen warten wollte. 3

Eigentlich wollte ich auch bloß ein paar Stücke abbeißen schließlich war es ja mein Geschenk. Ich biß also kräftig zu, und ihr könnt mir glauben: Noch nie habe ich so etwas Köstliches gefressen wie diesen Truthahn. Am nächsten Morgen weckte mich Frau Brauns entsetztes Wutgeschrei. Nie in meinem Leben habe ich solche Angst gehabt. Plötzlich ahnte ich etwas: der Truthahn war nämlich gar nicht mein Geschenk. Der Truthahn war der Weihnachtsbraten. Zur Strafe haben sie mich in den Schuppen gesperrt. Trotzdem: Am Nachmittag durfte Tina mich wieder ins Haus holen. Und dann passierte etwas Überraschendes: Frau Braun hatte tatsächlich ein Weihnachtsgeschenk für mich: es war ein Gummiknochen! Igitt! Ich hasse Gummiknochen. Aber ich wedelte trotzdem mit dem Schwanz, nagte an dem Knochen herum und tat so als ob ich mich über das blödeste Weihnachtsgeschenk der Welt freute. Denn wenn man sich an Weihnachten nicht über die Weihnachtsgeschenke freut, sind die Menschen enttäuscht und beleidigt. Menschen sind komische Tiere! Worterklärungen 1: der Zwinger: ein Platz im Garten, der von einem hohen Draht umgeben ist (fr.: le chenil). Viele Hunde leben in einem Zwinger im Garten. 2: köstlich: appetitlich, lecker, wohlschmeckend (fr.: délicieux, savoureux) 3: der Truthahn: der Truthahn (fr.: le dindon) ist ein Vogel, welcher besonders an Weihnachten im Ofen gebraten wird und dann von den Menschen gegessen wird (ähnlich wie das Brathähnchen fr.: le poulet) Streiche die falschen Antworten durch! Die Geschichte wird erzählt von *Frau Braun, der Mutter * Wuffi, dem Hund *Tina, der Tochter Wuffi erzählt von *Weihnachten in diesem Jahr 4

*Weihnachten vor vielen Jahren, als Wuffi noch ein junger Hund war *Weihnachten im nächsten Jahr --------------------------------------------------------------------------------- Wuffi *macht nie Sachen, über die sich Familie Braun ärgert *hat eine Vase umgeworfen, auf den Teppich gepinkelt und den Weihnachtsbraten gefressen *hat der Familie Braun einen Gummiknochen als Weihnachtsgeschenk gegeben --------------------------------------------------------------------------------- Wuffi glaubt, daß *die Menschen ganz normal sind *seine Familie ihn gar nicht gern hat *die Menschen komische Tiere sind Richtig oder falsch? Richtig Falsch Wuffi hält sich von Orten fern an denen etwas geschmückt wird. Wuffi darf an den Tannenbaum im Wohnzimmer pinkeln. Herr Braun freut sich als Wuffi die Vase umwirft. Familie Braun ist Wuffi wegen des Truthahns viele Tage böse. Wuffi bekommt einen Gummiknochen geschenkt. Wuffi, der Hund, freut sich wirklich über den Gummiknochen. 5