Basisausbildung I

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Transkript:

Basisausbildung I Lernabschnitt 6.3 Metallbearbeitung Überarbeitet von der Projektgruppe Agenda Ausbildung. Ein besonderer Dank gilt Manuel Bieker (Ortsverband Hamburg Nord) der bei der Entwicklung dieser Unterlage mitgewirkt hat. 23.07.076 www.thw.de 1

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 2

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 3

Einführung 1/2 Metalle Eisen- Werkstoffe Nichteisen- Werkstoffe Stähle Eisen- Guss- Werkstoffe Leichtmetalle Schwermetalle z.b. Baustahl Werkzeugstahl z.b. Temperguss Stahlguss z.b. Kupfer Zink Blei z.b. Aluminium Magnesium Titan 23.07.076 www.thw.de 4

Einführung 2/2 23.07.076 www.thw.de 5

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 6

Verwendungsmöglichkeiten 1/1 23.07.076 www.thw.de 7

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 8

Trennen von Metallen 1/7 Die Kneifzange gehört zu den beißenden Zangen. Mit der Kneifzange kann man Draht abkneifen beziehungsweise kürzen oder Nägel ziehen. Wenn man die Kneifzange auf weichen Holzoberflächen einsetzt, kann man durch das Unterlegen von kleinen Hölzchen ein Eindrücken des Werkzeugs in die Oberfläche verhindern. 23.07.076 www.thw.de 9

Trennen von Metallen 2/7 Spanen ist Abtrennen von Werkstoffteilchen (Spänen) auf mechanischem Weg zur Änderung der Werkstückform. Die Werkstoffteilchen haben keinen festen Zusammenhalt mehr und fallen als Späne (formloser Stoff) an. 23.07.076 www.thw.de 10

Trennen von Metallen 3/7 Zerteilen ist Trennen auf mechanischem Weg zur Änderung der Werkstückform ohne Entstehen von Spänen Der innerer Zusammenhalt des Werkstück bleibt erhalten und kann deshalb weiterverarbeitet werden. Beim Zerteilen erhält das Werkstück auf spanlosem Weg seine Form durch Keil- oder Scherschneiden; in seltenen Fällen durch Reißen oder Brechen. 23.07.076 www.thw.de 11

Trennen von Metallen 4/7 Zusammenhang Keilwinkel-Werkstoffhärte Rasierklinge Messer Meißel Styropor Holz Stahl 23.07.076 www.thw.de 12

Trennen von Metallen 5/7 einschneidige Keilschneidewerkzeuge zweischneidige Keilschneidewerkzeuge 23.07.076 www.thw.de 13

Trennen von Metallen 6/7 Schabende Wirkung spanende Wirkung 23.07.076 www.thw.de 14

Trennen von Metallen 7/7 Beim Zerteilen wird der Werkstoffzusammenhalt durch die eindringende keilförmige Werkzeugschneide aufgehoben. Das Eindringen des Schneidkeils erfordert mechanische Energie. 23.07.076 www.thw.de 15

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 16

Werkzeuge 1/8 Werkzeuge zum Anreißen und Vorzeichnen Körner Hartmetall-Reißnadel 23.07.076 www.thw.de 17

Werkzeuge 2/8 Werkzeuge zum Messen Meßschieber Innenmessung Fester Meßschenkel Tiefenmeßgerät Außenmessung beweglicher Meßschenkel 23.07.076 www.thw.de 18

Werkzeuge 3/8 Werkzeuge zum Anfassen und Festhalten Kombinationszange Ringmaulschlüssel 23.07.076 www.thw.de 19

Werkzeuge 4/8 Werkzeuge zum Anfassen und Festhalten Innensechskant-Winkelschraubendreher Wasserpumpenzange 23.07.076 www.thw.de 20

Werkzeuge 5/8 Formgebende Werkzeuge Schlosserhammer Kunststoffhammer 23.07.076 www.thw.de 21

Werkzeuge 6/8 Schneidende Werkzeuge Metallstichsäge Metallbügelsäge Seitenschneider 23.07.076 www.thw.de 22

Werkzeuge 7/8 Scherende Werkzeuge Blechschere Figurenschere 23.07.076 www.thw.de 23

Werkzeuge 8/8 Schabende und schleifende Werkzeuge Kreuzmeißel Flachmeißel Flachfeile Halbrundfeile Rundfeile Dreikantfeile Drahtbürste 23.07.076 www.thw.de 24

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 25

Unfallverhütungsvorschriften 1/6 Menschliches Versagen: Leichtsinn, Unwissenheit, Überheblichkeit, aber auch Oberflächlichkeit bei sich wiederholenden Arbeitsvorgängen führen oft zur Vernachlässigung des Sicherheitsdenkens. 23.07.076 www.thw.de 26

Unfallverhütungsvorschriften 2/6 Technische Mängel: So wie kein Mensch perfekt ist, zeigen auch Geräte und Maschinen manchmal Defekte, mit deren Auftreten kein Konstrukteur gerechnet hatte. Dazu gehören unter anderem: Werkstoffermüdung, undichte Stellen in Leitungen oder versteckte Korrosion. 23.07.076 www.thw.de 27

Unfallverhütungsvorschriften 3/6 Gesetzen wie Arbeitssicherheitsgesetz, Bundesimmissionsschutzgesetz, Verordnungen wie die Arbeitsstättenverordnung, Gefahrstoffverordnung Unfallverhütungsvorschriften (UVV) Regeln der Technik, wie DIN-Normen Unfälle können durch vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen und regelmäßiges Training vermindert werden. 23.07.076 www.thw.de 28

Unfallverhütungsvorschriften 4/6 Zuerst sind unmittelbare Gefahren zu beseitigen. Mängel an Geräten und Maschinen sofort dem Verantwortlichen zu melden. Die Instandsetzung ist einzuleiten. Alle gefährlichen Stellen müssen abgeschirmt und gekennzeichnet werden. Hierzu angebrachte Sicherheitsvorrichtungen und Schilder dürfen nicht entfernt werden. Eine Gefährdung des Arbeitenden ist durch eine persönliche Schutzausrüstung zu verhindern. 23.07.076 www.thw.de 29

Unfallverhütungsvorschriften 5/6 Die persönliche Schutzausstattung für: Kopf durch Schutzhelm, Gesicht durch Schutzvisier, Schutzbrille, Gehör durch Kapseln, Stöpsel, Hände durch Schutzhandschuhe, Füße durch Sicherheitsschuhwerk, Körper durch Schutzkleidung, muss immer getragen werden! 23.07.076 www.thw.de 30

Unfallverhütungsvorschriften 6/6 Eine Gefährdung nicht beteiligter Personen ist durch deren Entfernen aus dem Gefahrenbereich auszuschließen. Mit den arbeitenden Helfern ist ein Signal zur Arbeitsunterbrechung bei Gefahr zu vereinbaren. 23.07.076 www.thw.de 31

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 32

Handhabung der Werkzeuge 1/3 Werkzeuge grundsätzlich nicht werfen. Werkzeuge generell nur ihrem Verwendungszwecke entsprechend nutzen, beispielsweise Werkzeuge nicht als Schlagwerkzeuge benutzen (ausgenommen Hämmer). Griffstücke nicht verlängern. Nicht auf Griffe, Schneiden oder Backen schlagen. Bei Hämmern auf festen Sitz der Stiele und Keile achten. 23.07.076 www.thw.de 33

Handhabung der Werkzeuge 2/3 Beschädigte Griffe und Stiele auswechseln. Immer ein dem Werkstück angepasstes Werkzeug verwenden (Härte, Größe). Holzteile mit einem ölgetränkten Lappen leicht einölen. Nachträglich keine Farbanstriche verwenden. Nichtbenutzte Werkzeuge auf einer Ablage ablegen. Werkzeuge nach Gebrauch reinigen, Gelenke auf Gängigkeit und Rissbildungen prüfen. 23.07.076 www.thw.de 34

Handhabung der Werkzeuge 3/3 Nur passende Stiele mit astfreier und in Stilrichtung verlaufender Maserung verwenden. Metallteile mit säurefreiem Fett leicht einfetten (Ausnahme: Zylinder der Sauerstoffflasche und Ventile). Gelenke und Spindel ölen. Stumpfe Schneiden und Backen nachschärfen, ggf. vorher ausschmieden und härten. Holzteile auf Risse prüfen 23.07.076 www.thw.de 35

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 36

Unfallverhütungsvorschriften 1/4 Bei Werkzeugen auf festen Sitz der Stiele und Keile (z.b. Hammer) achten. Auf festsitzende Hefte bei Feilen achten. Beim Arbeiten mit Fäustel und Meißel unbedingt Schutzbrille und Lederhandschuhe (Stulpe) tragen. Bartbildung am Meißelkopf rechtzeitig entfernen (abschleifen) und Meißelkopf rund schleifen, und Verletzungen durch Absplittern des Bartes zu vermeiden. 23.07.076 www.thw.de 37

Unfallverhütungsvorschriften 2/4 Beim Arbeiten mit Hammer und Meißel darf die Hilfsperson niemals in Schlagrichtung und hinter der Person stehen. Auf Splitterschutz achten. Werkstück niemals mit einem unkontrollierten Schlag durchtrennen. Schleudernde Metallstücke bedeuten Unfallgefahr! Blechkanten und Rohre werden z.b. mit der Feile entgratet. 23.07.076 www.thw.de 38

Unfallverhütungsvorschriften 3/4 Keine zu kleinen Blechstücke mit der Blechschere schneiden. Gefahr des Einklemmens des Handballens. Notfalls mit einer Zange festhalten. Draht nicht mit Blechschere schneiden, sondern Seiten-, Bolzenschneider oder Kneifzange (Augenverletzungen). verwenden Sägeblätter immer fest einspannen. Beim Handsägen gegen Ende des Schnittes Druck verringern, um ein Abgleiten zu verhindern. 23.07.076 www.thw.de 39

Unfallverhütungsvorschriften 4/4 Mit dem Bolzenschneider keine stromführende Kabel durchtrennen. Kunststoffgriffe des Bolzenschneiders sauber und fettfrei halten, um ein Abrutschen der Hände zu vermeiden. 23.07.076 www.thw.de 40

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 41

Trennschleifer 1/8 Motortrennschleifgerät Elektrotrennschleifgerät 23.07.076 www.thw.de 42

Trennschleifer 1/8 Einsatzmöglichkeiten des Motortrennschleifgerät: Das Motortrennschleifgerät wird zum Schneiden von Metallen wie, Stahl, Grauguss (z.b. Gussrohre), Elektron, Magnesium, Kupfer, Messing, Zink, Bronze) sowie zum Trennen von Tonrohren, Zementrohren, Ziegeln, Kunststeinen, Kalksteinen, Sandsteinen, Bimssteinen und Beton verwendet. 23.07.076 www.thw.de 43

Trennschleifer 3/8 Einsatzmöglichkeiten des Elektrotrennschleifgerät: Die Einsatzmöglichkeit ist vor allem von einer Stromquelle abhängig. Überall, wo Strom zur Verfügung steht, kann das Gerät für die gleichen Arbeiten wie für das Motortrennschleifgerät eingesetzt werden. Daneben bietet das Elektrotrennschleifgerät in geschlossenen Räumen den Einsatz ohne Abgasemissionen. Das Gerät darf nicht in Nassbereichen eingesetzt werden. 23.07.076 www.thw.de 44

Trennschleifer 4/8 Vorbereitung des Arbeitsplatzes Aus dem Bereich des Funkenflugs sind alle brennbaren Materialien (Treibstoff, Putzlappen, Späne, Papier usw.) zu entfernen. 23.07.076 www.thw.de 45

Trennschleifer 5/8 Vorbereitung des Arbeitsplatzes Das Trennschleifgerät wird nur von einer Person bedient. Im Arbeitsbereich, auch beim Startvorgang, sind keine weiteren Personen oder Tiere zu dulden. Aber in Rufweite müssen Personen erreichbar sein, die im Notfall helfen können. Beim Trennschleifen ist stets ein Feuerlöscher bereit zu halten. 23.07.076 www.thw.de 46

Trennschleifer 6/8 Persönliche Vorbereitung Personen unter 16 Jahren dürfen Trennschleifer nicht bedienen. Personen zwischen 16 und 18 Jahren, die unter Aufsicht ausgebildet werden und Personen über 18 Jahre, die ausgebildet sind, dürfen den Trennschleifer bedienen. Bei der Ausbildung mit Junghelfern ist der Jugendausbildungsleitfaden zu beachten! 23.07.076 www.thw.de 47

Trennschleifer 7/8 Persönliche Vorbereitung Der Bediener muss ausgeruht, gesund und in guter Verfassung sein. Nach dem Genuss von Alkohol, Rauschmitteln oder Medikamenten, die die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, darf nicht mit dem Trennschleifgerät gearbeitet werden. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Arbeiten im THW. 23.07.076 www.thw.de 48

Trennschleifer 7/8 Persönliche Vorbereitung Vorschriftsmäßige Einsatzkleidung und Schutzausrüstung ist zu tragen. Hierzu gehören: Schutzbrille, Schutzhelm mit Gesichtsschutz, Lederhandschuhe (Stulpe), Sicherheitsschuhwerk, Lederschürze und Gehörschutz. 23.07.076 www.thw.de 49

Trennschleifer 8/8 Wartung und Pflege Leichtgängigkeit und Funktion der Bedienelemente prüfen und die Trennscheibe prüfen. Nach dem Gebrauch das Gerät reinigen. Sicht- und Funktionsprüfung auf Beschädigungen vornehmen. Bei Funktionsstörungen ist das Gerät außer Betrieb zu setzen und die Instandsetzung einzuleiten. 23.07.076 www.thw.de 50

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 51

Unfallverhütungsvorschriften 1/9 Trennscheibe vor Arbeitsaufnahme und in Arbeitspausen auf Zustand prüfen und ggf. austauschen. Der Schleifscheibenschutz ist so einzustellen, dass Werkstoffpartikel von Benutzer und Gerät weggelenkt werden. Erst die Trennrichtung bestimmen, dann die Trennscheibe ansetzen. Trennscheiben nur zum Trennen von Material, die Putzscheibe nur zum Schleifen verwenden 23.07.076 www.thw.de 52

Unfallverhütungsvorschriften 2/9 Trenn- oder Schleifscheiben dem Werkstoff angepasst auswählen. Beim Trennen von Stahlarmierungen mit Trennschleifgeräten ist auf die Brandgefahr durch glühende Werkstoffpartikel zu achten. Diamantscheiben dürfen nicht zum Trennen von Stahl verwendet werden. Die Gefährdung durch Beschädigung von Rohrleitungen und elektrischen Leitungen am Arbeitsort verhindern. 23.07.076 www.thw.de 53

Unfallverhütungsvorschriften 3/9 Beim Schneiden die Trennscheibe nicht verkanten. Das Gerät nicht auf einer Leiter, an instabilen Standorten und über Schulterhöhe betreiben. 23.07.076 www.thw.de 54

Unfallverhütungsvorschriften 4/9 Beim Nasstrennen mit kunstharz-gebundenen Trennschleifscheiben immer mit Wasserberieselung arbeiten. Trennscheibe muss von beiden Seiten gleichmäßig mit Wasser berieselt werden. Sonst besteht Bruchgefahr Nasse Trennscheiben am gleichen Tag aufbrauchen. Das Trennschleifgerät mit beiden Händen festhalten. 23.07.076 www.thw.de 55

Unfallverhütungsvorschriften 5/9 Zum Transport des Gerätes Motor abstellen, Stillstand der Trennscheibe abwarten. Danach Schleifkörper nach hinten richten und Gerät nur am Griffrohr halten. Vor Ablegen des Trennschleifers Stillstand der Scheibe abwarten Wegen Brandgefahr nicht tanken, solange das Trennschleifgerät noch heiß ist. 23.07.076 www.thw.de 56

Unfallverhütungsvorschriften 6/9 Gerät mindestens 3 m vom Einsatzort entfernt betanken und nicht in geschlossenen Räumen starten. Das Trennschleifgerät nicht aus der Hand anwerfen. Das Gerät niemals in geschlossenen oder schlecht belüfteten Räumen betreiben. Vergiftungsgefahr! Auf einwandfreien Leerlauf achten. Nach dem Loslassen des Gashebels darf sich die Trennscheibe nach kurzem Nachlaufen nicht mehr drehen. 23.07.076 www.thw.de 57

Unfallverhütungsvorschriften 7/9 Der Trennschleifer darf nur bei Stillstand der Scheibe aufgenommen oder wieder abgelegt werden. Das Gerät nur zum Freihandschnitt oder auf dem dafür vorgesehenen Führungswagen montiert betreiben. Bei Wartung und Reparatur immer den Motor abstellen. 23.07.076 www.thw.de 58

Unfallverhütungsvorschriften 8/9 Zusätzlich speziell beim Elektrotrennschleifgerät : Vor allen Arbeiten am Gerät den Stecker aus der Steckdose ziehen. Anschlusskabel stets vom Wirkungsbereich des Gerätes fernhalten Das Gerät nur ausgeschaltet an das Stromnetz anschließen. 23.07.076 www.thw.de 59

Unfallverhütungsvorschriften 9/9 Zusätzlich speziell beim Elektrotrennschleifgerät : Vor Ablegen des Gerätes die Kabelführung beachten. Beim Standortwechsel des Elektro-Trennschleifers nicht Finger am Ein-/Ausschalter halten. Beim Schruppen und Trennen immer mit Geräteschutzhaube arbeiten. 23.07.076 www.thw.de 60

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 61

Die hydraulischen Rettungsgeräte 1/9 23.07.076 www.thw.de 62

Die hydraulischen Rettungsgeräte 2/9 Hydraulisches Rettungsgerät: Schneid- und Spreizgerät (zum Beispiel Weber-Hydraulik) besteht aus: Schneidgerät S 90 ( Rettungsschere ) Öffnungsweite 100 mm, Nenndruck 630 bar, max. Schneidleistung 16 mm Vollmaterial (ST 52), Gewicht 9,1 kg Spreizer SP 30 - Spreiz-/Zugkraft an den Spitzen 34-38 kn (3,4 3,8 t), Spreizweg max. 610 mm Nenndruck 630 bar, Gewicht 16 kg Hydraulikpumpe 630 bar mit Kawasaki Viertaktbenzinmotor, 4 Höchstdruckschläuche, Verteilerventil, Kettensatz 23.07.076 www.thw.de 63

Die hydraulischen Rettungsgeräte 3/9 Hydraulikpumpe Hydraulikumpe Einsatz von Hydraulik Bio- Öl Aggregat 4 Takt Verbrennungsmotor Kraftstoffart BENZIN 23.07.076 www.thw.de 64

Die hydraulischen Rettungsgeräte 4/9 Das Schneidgerät dient zum Schneiden und Durchtrennen von Metallkonstruktionen wie: Armierung in Bauwerksteilen, Rundstahl, Nieten, Schraubverbindungen, Bolzen, Beschlägen, Türfassungen, Profile, starke Drähte, Seile, Rohre und spannungslose Elektrokabel, bis max. 16 mm Durchmesser (ST 52) 23.07.076 www.thw.de 65

Die hydraulischen Rettungsgeräte 5/9 Das Schneidgerät dient zum Freimachen versperrter Vordring-/Rettungswege. Mit dem Schneidgerät dürfen keine gehärteten Stahlteile durchtrennt werden (z.b. Gasdruckdämpfer, Lenksäulen, Stahlseile). 23.07.076 www.thw.de 66

Die hydraulischen Rettungsgeräte 6/9 Der Spreizer dient zum Anheben, Verschieben, Drücken, Abstützen und Ablassen von schweren Trümmerteilen, Balkendecken, Stahlträgern etc., zur Rettung verschütteter und/oder eingeschlossener Personen, zum Freimachen versperrter Zugänge, zur Herstellung provisorischer Aussteifungen (mit sichernder Pallung), 23.07.076 www.thw.de 67

Die hydraulischen Rettungsgeräte 7/9 Der Spreizer dient zum Aufbördeln von Metallteilen, zum Spannen von Kabeln und Seilen und zum Ziehen von Rohrleitungen und sonstigen Metallkonstruktionen 23.07.076 www.thw.de 68

Die hydraulischen Rettungsgeräte 8/9 Hinweise zu Höchstdruckschläuche Die Schlauchleitungen dürfen keine Zugkräfte, z.b. durch gestreckte Verlegungen zwischen zwei festen Punkten ausgesetzt werden. Starke Abwicklungen, Krümmungen oder spiralförmige Verwindungen vermeiden Die Höchstdruckschläuche dürfen nicht überfahren werden. Auf keinen Fall dürfen die Schläuche geknickt werden. 23.07.076 www.thw.de 69

Die hydraulischen Rettungsgeräte 9/9 Hinweise zu Höchstdruckschläuche Höchstdruckschläuche nur druckentlastet ablegen. Spreizer nicht vollständig geschlossen und Schere ca. 1cm überlappend auf demfahrzeug druckentlastet verlasten. 23.07.076 www.thw.de 70

Metallbearbeitung Einführung Verwendungsmöglichkeiten Trennen von Metall Werkzeuge Handhabung Trennschleifgeräte Die hydraulischen Rettungsgeräte 23.07.076 www.thw.de 71

Unfallverhütungsvorschriften 1/8 Vollständige Einsatzbekleidung, Schutzhelm mit Gesichtsschutz und Lederschutzhandschuhe (Stulpe) sind zu tragen! Nur hydraulisch betätigte Rettungsgeräte verwenden, die sicherheitstechnisch einwandfrei sind und regelmäßig geprüft werden. 23.07.076 www.thw.de 72

Unfallverhütungsvorschriften 2/8 Schadhafte Geräte dürfen nicht eingesetzt werden bzw. sind sofort außer Betrieb zu nehmen und die Instandsetzung ist einzuleiten (z.b. beim einem Anriss der Schneidmesser). An den Geräten dürfen nur ausgebildete Helfer eingesetzt werden; die Ausbildung ist mindestens jährlich zu wiederholen. 23.07.076 www.thw.de 73

Unfallverhütungsvorschriften 3/8 Hydraulikschläuche dürfen keine Stolperstellen bilden, sie dürfen nicht über spitze, scharfe Kanten oder Teile geführt werden. Vor dem Geräteeinsatz ist ausreichender Brandschutz sicherzustellen. 23.07.076 www.thw.de 74

Unfallverhütungsvorschriften 4/8 Nur der Helfer darf sich unmittelbar am Gerät aufhalten, nicht eingesetzte Personen sind aus dem Gefahrenbereich fern zu halten. Für den Geräteeinsatz immer einen sicheren Ansatzpunkt suchen und ausreichend sichern. Schneidgeräte sind am zu schneidenden Teil möglichst rechtwinklig anzusetzen. 23.07.076 www.thw.de 75

Unfallverhütungsvorschriften 5/8 Mit dem Schneidgerät niemals Lenksäulen, Achsen, hochfeste Stoßstangenhalterungen, Stoßdämpfer, Spurstangen, Scharniere, gehärtete Maschinenteile und ähnliche Teile trennen. Die hydraulischen Rettungsgeräte nur für vorgesehene Materialien verwenden. 23.07.076 www.thw.de 76

Unfallverhütungsvorschriften 6/8 Beim Trennen von Teilen mit freien Enden das Wegfliegen der abgetrennten Teile verhindern. Keine unter Spannung stehenden Materialien durchtrennen und keine stromführenden Kabel durchtrennen. Bei Übungen dürfen keine Schneidversuche an zu starken Materialien durchgeführt werden, die Einsatzgrenzen der Betriebsanleitung sind zu beachten. 23.07.076 www.thw.de 77

Unfallverhütungsvorschriften 7/8 Vor dem Schneiden oder Spreizen sind mögliche Spannungszustände zu berücksichtigen. Batterie des Unfallfahrzeuges abklemmen. Scharfe Schnittkanten absichern. Nicht benötigte Hydraulikgeräte drucklos ablegen. 23.07.076 www.thw.de 78

Unfallverhütungsvorschriften 8/8 Im Anschluss an die Verwendung ist das Gerät zu reinigen, Öle und Hydraulikflüssigkeiten aufzufüllen und einer Sichtprüfung zu unterziehen. Vor jeder Anwendung ist der Füllstand der Hydraulikflüssigkeit zu prüfen. Bei zu geringen Flüssigkeitsständen drohen Beschädigungen des Gerätes (Dichtungen) 23.07.076 www.thw.de 79

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