Anatomie lernen durch Malen

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Anatomie lernen durch Malen in Pflege- und Gesundheitsberufen - mit www.pflegeheute.de-zugang von Rosemarie Gehart 1. Auflage Anatomie lernen durch Malen Gehart schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG Thematische Gliederung: Krankenpflege Urban & Fischer 2010 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 97 3 437 2570 7

Elsevier / Urban & Fischer Verlag LESEPROBE Mehr Informationen zum Buch Alle Bücher des Verlages Wertvolles Expertenwissen speziell für Ausbildung, Studium und Beruf R Medizin R Medizinstudium R Pflege R Komplementäre und integrative Medizin R Veterinärmedizin R Medizinische Fachberufe

Rosemarie Gehart Anatomie lernen durch Malen In Pflege- und Gesundheitsberufen Mit Zeichnungen von Gerda Raichle

Zuschriften und Kritik an: Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, Lektorat Pflege, Hackerbrücke 6, 0335 München Wichtiger Hinweis für den Benutzer Die Erkenntnisse in Medizin und Pflege unterliegen laufendem Wandel durch Forschung und klinische Erfahrungen. Die Autoren dieses Werkes haben große Sorgfalt darauf verwendet, dass die in diesem Werk gemachten therapeutischen Angaben dem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Das entbindet den Nutzer dieses Werkes aber nicht von der Verpflichtung, anhand weiterer schriftlicher Informationsquellen zu überprüfen, ob die dort gemachten Angaben von denen in diesem Buch abweichen und seine Verordnung in eigener Verantwortung zu treffen. Wie allgemein üblich wurden Warenzeichen bzw. Namen (z.b. bei Pharmapräparaten) nicht besonders gekennzeichnet. Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Alle Rechte vorbehalten 1. Auflage 2010 Elsevier GmbH, München Der Urban & Fischer Verlag ist ein Imprint der Elsevier GmbH. 10 11 12 13 14 5 4 3 2 1 Für Copyright in Bezug auf das verwendete Bildmaterial siehe Abbildungsnachweis. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Um den Textfluss nicht zu stören, wurde bei Patienten und Berufsbezeichnungen die grammatikalisch maskuline Form gewählt. Selbstverständlich sind in diesen Fällen immer Frauen und Männer gemeint. Planung: Hilke Nüssler, München Projektmanagement: Jeanine von Lacroix, München Redaktion: Susan Sedlick, München Herstellung: Gabriele Reuter, München Satz: abavo GmbH, Buchloe; TnQ, Chennai/Indien Druck und Bindung: Zeichnungen: Gerda Raichle, Ulm Umschlaggestaltung: SpieszDesign, Neu-Ulm Titelfotografie: Gerda Raichle, Ulm ISBN 97-3-437-2570-7 Aktuelle Informationen finden Sie im Internet unter www.elsevier.de und www.elsevier.com

Inhaltsverzeichnis 1 Zellenlehre (Zytologie)................ 1 1.1 Übersicht............................ 2 1.2 Zelltypen............................. 4 1.3 Zellkern.............................. 6 1.4 Zellorganellen......................... 1.5 Mitose und Meiose..................... 10 1.6 Lösungen der Übungsaufgaben........... 12 2 Gewebelehre (Histologie).............. 13 2.1 Übersicht............................ 14 2.2 Epithelgewebe........................ 16 2.3 Binde- und Stützgewebe................. 1 2.4 Muskelgewebe........................ 20 2.5 Nervengewebe........................ 22 2.6 Lösungen der Übungsaufgaben........... 24 3 Sinnesorgane........................ 25 3.1 Übersicht............................ 26 3.2 Auge................................ 2 3.3 Ohr................................. 30 3.4 Haut................................ 32 3.5 Lösungen der Übungsaufgaben........... 34 4 Nervensystem........................ 35 4.1 Übersicht............................ 36 4.2 Lappengliederung und Rindenfelder des Großhirns......................... 3 4.3 Gliederung des Gehirns................. 40 4.4 Rückenmark.......................... 42 4.5 Bahnen.............................. 44 4.6 Hirnarterien........................... 46 4.7 Liquorräume und Hirnhäute.............. 4 4. Hirnnerven........................... 50 4.9 Spinalnerven.......................... 52 4.10 Lösungen der Übungsaufgaben........... 54 5 Bewegungsapparat (allgemein)......... 55 5.1 Übersicht............................ 56 5.2 Skelett............................... 5 5.3 Schädelknochen....................... 60 5.4 Gelenke.............................. 62 5.5 Muskeln (von vorn)..................... 64 5.6 Muskeln (von hinten)................... 66 5.7 Lösungen der Übungsaufgaben........... 6 6 Bewegungsapparat (speziell)........... 69 6.1 Übersicht............................ 70 6.2 Schädelbasis.......................... 72 6.3 Kopf und Hals......................... 74 6.4 Wirbelsäule........................... 76 6.5 Rücken.............................. 7 6.6 Brust und Bauch....................... 0 6.7 Schulter und Arm...................... 2 6. Becken und Bein....................... 4 6.9 Hand und Fuß......................... 6 6.10 Lösungen der Übungsaufgaben........... 7 Herz-Kreislaufsystem.................. 9 7.1 Übersicht............................ 90 7.2 Herz (von außen)...................... 92 7.3 Herz (von innen)....................... 94 7.4 Reizleitungssystem und EKG.............. 96 7.5 Arterien.............................. 9 7.6 Kapillaren und Venen................... 100 7.7 Lösungen der Übungsaufgaben........... 102 Atemsystem......................... 103.1 Übersicht............................ 104.2 Nase und Nasennebenhöhlen............. 106.3 Rachen und Kehlkopf................... 10.4 Tracheobronchialbaum.................. 110.5 Lunge............................... 112.6 Atmung.............................. 114.7 Lösungen der Übungsaufgaben........... 116 9 Blut und Lymphe..................... 117 9.1 Übersicht............................ 11 9.2 Blutzellen............................ 120 9.3 Lebenszyklus der Erythrozyten............ 122 9.4 Lymphatisches System.................. 124 9.5 Lösungen der Übungsaufgaben........... 126 10 Verdauungssystem.................... 127 10.1 Übersicht............................ 12 10.2 Mundhöhle........................... 130 10.3 Speiseröhre und Magen................. 132 10.4 Dünndarm............................ 134 10.5 Dickdarm............................ 136 10.6 Leber................................ 13 10.7 Bauchspeicheldrüse und Gallenwege........................... 140 10. Lösungen der Übungsaufgaben........... 142 11 Harnsystem.......................... 143 11.1 Übersicht............................ 144 11.2 Niere................................ 146 11.3 Nephron............................. 14 11.4 Nierenkörperchen...................... 150

IV Inhaltsverzeichnis 11.5 Ableitendes Harnsystem................. 152 11.6 Lösungen der Übungsaufgaben........... 154 12 Männliches und weibliches Geschlechtssystem.................... 155 12.1 Übersicht............................ 156 12.2 Hoden und Eierstock.................... 15 12.3 Samen- und Eitransport................. 160 12.4 Weibliche Brust........................ 162 12.5 Schwangerschaft....................... 164 12.6 Lösungen der Übungsaufgaben........... 166 13 Endokrines System................... 167 13.1 Übersicht............................ 16 13.2 Hypothalamus und Hypophyse............ 170 13.3 Schilddrüse........................... 172 13.4 Nebennieren.......................... 174 13.5 Lösungen der Übungsaufgaben........... 176

KAPITEL Atemsystem.1 Übersicht Bei der Einatmung gelangen die Atemgase aus der Umwelt über ein verzweigtes Röhrensystem in die Lungenbläschen. Dort findet der Gasaustausch statt. Bei der Ausatmung führt der Weg in umgekehrte Richtung..2 Nase und Nasennebenhöhlen Die Nasenhöhle befindet sich unter den Stirnlappen des Gehirns. Die Nasennebenhöhlen stehen in enger Beziehung zur Nasenhöhle..3 Rachen und Kehlkopf Der Rachen reicht von der Schädelbasis bis zum unteren Rand des Kehlkopfs. Er ist Atem- und Speiseweg. Der Kehlkopf gehört zu den unteren Atemwegen. Aufgrund seines Aufbaus dient er als Luftleitungsweg und Tonbildungsorgan..4 Tracheobronchialbaum Die Luftröhre verbindet den Kehlkopf mit den Bronchien. Ungefähr im Bereich der Herzbasis teilt sich die Luftröhre in die beiden Hauptbronchien. Aus diesen entstehen, wie bei einem Baum, größere und kleinere Äste..5 Lunge Die beiden Lungenflügel der Lunge füllen den Brustkorb weitgehend aus. Ort des Gasaustauschs sind die Lungenbläschen. Dabei tritt der Sauerstoff aus den Lungenbläschen in die mit Blut gefüllten Kapillaren über. Das Kohlendioxyd nimmt den umgekehrten Weg..6 Atmung Der Gasaustausch kann nur dann stattfinden, wenn Druckdifferenzen aufgebaut werden, die Luftströmungen verursachen. Ein zentrales Reglersystem passt Atemtiefe und Atemfrequenz an äußere und innere Gegebenheiten an.

6 Atemsystem.1 Übersicht Zum Atemsystem gehören: Nasenhöhle Nasennebenhöhlen (Stirnhöhle, Keilbeinhöhle, Kieferhöhle, Siebbeinzellen) Nasenrachen (Epipharynx, Nasopharynx) Mundrachen (Mesopharynx, Oropharynx) Kehlkopf (Larynx) Luftröhre (Trachea) Luftröhrenäste (Bronchien) Lunge (Pulmo). Die Nasenhöhle ist durch eine Scheidewand (Septum nasi) in zwei Hälften geteilt. An den Seitenwänden befinden sich je drei Nasenmuscheln. Die hinteren Nasenöffnungen (Choanen) leiten eingeatmete Luft in den Nasenrachen. An der Rachenmandel und der Ohrtrompete vorbei führt der Luftweg in den Mundrachenraum. Hier überkreuzen sich Atem- und Speiseweg. Im Kehlkopf befinden sich zwei Stimmbänder. Beim Sprechen liegen sie eng zusammen und werden durch die Luftströmung in Schwingungen versetzt. Beim Atmen weichen sie auseinander. Etwa in Höhe des 4. Brustwirbelkörpers teilt sich die Luftröhre in die beiden Hauptbronchien. Diese treten am Lungenhilus (Lungenwurzel) in die Lunge ein und verzweigen sich in Lappenbronchien. Der rechte Lungenflügel besitzt drei, der linke Lungenflügel zwei Lappenbronchien, die sich wiederum in Segmentbronchien aufteilen. Farbliche Gestaltung Kehlkopf: hellblau Nasenhöhle: hellrot Nasenrachen: dunkelrot Mundhöhle: gelb Mundrachen: orange Luftröhre: dunkelblau Linker Lungenflügel: rosa Kleinere Bronchien: lila Rechter Hauptbronchus: Linker Hauptbronchus: dunkelgrün grau Rechter Lungenflügel: Stirn- und Keilbeinhöhle: hellgrün braun Übungsaufgabe Fallbeispiel: Beim Kindergeburtstag verschluckt ein Kind eine Erdnuss. Sie befindet sich im rechten mittleren Lappenbronchus. Ordnen Sie den Weg des Fremdkörpers von der Mundhöhle bis in den rechten Hauptbronchus in der richtigen Reihenfolge. Oropharynx Trachea rechter Hauptbronchus rechter mittlerer Lappenbronchus Larynx Mundhöhle.

.1 Übersicht 7 Keilbeinhöhle Stirnhöhle Hintere Nasenöffnung Nasenhöhle Mundhöhle Rachenmandel Nasenrachen Ohrtrompete Zunge Zungenbein Mundrachen Kehlkopf Luftröhre (Trachea) Oberlappen Rechter Hauptbronchus Linker Hauptbronchus Oberlappen Lappenbronchien Lappenbronchien Mittellappen Unterlappen Unterlappen Rechter Lungenflügel Linker Lungenflügel Atemsystem in der Übersicht Elsevier GmbH, München. Alle Rechte vorbehalten. Gehart: Anatomie lernen durch Malen, 1. A. 2010

Atemsystem.2 Nase und Nasennebenhöhlen Zur Nase gehören: Nasenlöcher (Nares) Nasenvorhof (Vestibulum nasi) Nasenseptum (Nasenscheidewand, Septum nasi) Nasenmuscheln (Concha nasalis superior, Concha nasalis media, Concha nasalis inferior) Hintere Nasenöffnungen (Choanen). Zwei Nasenlöcher leiten die eingeatmete Luft über den Nasenvorhof in die eigentliche Nasenhöhle. In der Mitte befindet sich das Nasenseptum. Die drei Nasengänge unterhalb der Nasenmuscheln stehen in Verbindung mit den Nasennebenhöhlen. Bedingt durch die Lage der sechs Nasenmuscheln verringert sich die Geschwindigkeit des Luftstroms. Dadurch wird die eingeatmete Luft befeuchtet, erwärmt und gereinigt. Das Reichepithel befindet sich am Dach der Nasenhöhle. Nach hinten öffnet sich die Nasenhöhle über die Choanen in den Nasenrachen. Die Nasennebenhöhlen sind Hohlräume in den der Nase benachbarten Knochen. Ihre Verbindungsgänge münden überwiegend im oberen und mittleren Nasengang. Die Nasennebenhöhlen bestimmen als Resonanzräume die Klangfarbe einer Stimme mit. Zu den Nasennebenhöhlen gehören: Stirnhöhle (Sinus frontalis), oberhalb der Augenhöhlen Kieferhöhle (Sinus maxillaris), unterhalb der Augenhöhlen Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales), zwischen den inneren Augenwinkeln Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis), oberhalb des Nasenrachenraumes. Farbliche Gestaltung Stirnhöhle: gelb Keilbeinhöhle: lila Kieferhöhle: dunkelblau Siebbeinzellen: braun Nasenvorhof: dunkelrot Nasenscheidewand: grau Gehirn: hellblau Nasenrachen: rosa Nasenhöhle mit Nasenmuscheln: hellrot Alle Schädelknochen: hellgrün Gaumen mit Zäpfchen: Zähne und Oberlippe: dunkelgrün orange Übungsaufgabe Ergänzen Sie die Sätze 1 3 mit einem roten Farbstift. 1. Flimmerepithel bedeckt fast die gesamte Nasenhöhle; es. 2. Das Riechepithel. 3. Der Tränennasenkanal. Registriert Duftmoleküle und bildet elektrische Impulse leitet Tränen aus dem inneren Augenwinkel in den unteren Nasengang reinigt und befeuchtet die Einatemluft.

.2 Nase und Nasennebenhöhlen 9 Stirnhöhle Gehirn Riechepithel Keilbeinhöhle Hintere Nasenöffnung Obere Nasenmuschel Oberer Nasengang Rachenmandel Mittlere Nasenmuschel Mittlerer Nasengang Untere Nasenmuschel Unterer Nasengang Nasenvorhof Nasenrachen Oberlippe und Zahn Gaumen mit Zäpfchen Ohrtrompete Blick auf die rechte Seitenwand der Nasenhöhle Stirnhöhle Keilbeinhöhle Siebbeinzellen Nasenscheidewand Kieferhöhle Nasenmuscheln Oberkiefer Nasenhöhle Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen von vorne Elsevier GmbH, München. Alle Rechte vorbehalten. Gehart: Anatomie lernen durch Malen, 1. A. 2010

10 Atemsystem.3 Rachen und Kehlkopf Der Rachen (Pharynx) gliedert sich in: Nasopharynx (Nasenrachen, Epipharynx) Oropharynx (Mundrachen, Mesopharynx) Hypopharynx (Kehlkopfrachen). Im Nasopharynx liegen Rachenmandel (Tonsilla pharyngea) und Ohrtrompete (Tuba auditiva, Eustachsche Röhre). Im Oropharynx erfolgt die Kreuzung von Luft- und Speiseweg. Der Hypopharynx geht in die Speiseröhre über. Der Kehlkopf (Larynx) ist nach oben mit dem Zungenbein (Os hyoideum) und nach unten mit der Luftröhre (Trachea) verbunden. Er besteht aus: Kehldeckel (Epiglottis) Schildknorpel (Cartilago thyroidea) Ringknorpel (Cartilago cricoidea) Stellknorpel (Einzahl: Cartilago arytaenoidea). Der Kehldeckel verhindert, dass Speise in die Atemwege gelangt. Der Ringknorpel sitzt unter dem Schildknorpel und trägt zwei Stellknorpel. Letztere dirigieren die Stellung der beiden Stimmbänder (Einzahl: Ligamentum vocale). Bei der Atemstellung wird die Stimmritze (Raum zwischen den Stimmbändern) geöffnet, bei der Stimmstellung (Phonationsstellung) geschlossen. Die Schwingungsfrequenz und somit der Ton ist von der Stimmbandlänge, -spannung und -dicke abhängig. Farbliche Gestaltung Nasenhöhle: hellrot Nasopharynx: dunkelrot Mundhöhle: gelb Oropharynx: orange Kehlkopf: hellblau Hypopharynx: braun Zungenbein: grau Kehldeckel: hellgrün Schildknorpel: dunkelgrün Ringknorpel: dunkelblau Stellknorpel: rosa Stimmbänder: lila Übungsaufgabe Ordnen Sie den Begriffen 1 4 die entsprechende Erkrankung zu. Nutzen Sie dazu die entsprechenden Buntstifte. 1. Stimmband: 2. Ohrtrompete: 3. Kehldeckel: 4. Kehlkopfrachen: Heiserkeit (z.b. bei Erkältung) Epiglottisödem (Schwellung, z.b. nach Wespenstich) Hypopharynxkarzinom (z.b. mit Schluckbeschwerden) Tubenkatarrh (mit nachfolgender Mittelohrentzündung).

.3 Rachen und Kehlkopf 11 Gehirn Nasenhöhle Schädelbasis Rachenmandel Mündung der Ohrtrompete Nasenrachen (Nasopharynx) Mundhöhle Gaumenmandel Mundrachen (Oropharynx) Zungenbein Kehlkopfrachen (Hypopharynx) Wirbelsäule Kehlkopf Luftröhre Etagengliederung des Rachens Kehldeckel Atemstellung Kehldeckel Zungenbein Stimmband Geöffnete Stimmritze Stellknorpel Schildknorpel gefenstert Stellknorpel Stimmbänder Phonationsstellung Kehldeckel Ringknorpel Luftröhre Geschlossene Stimmritze Stellknorpel Zungenbein und knorpeliges Kehlkopfskelett Stimmritze (Einblick in den Kehlkopf von oben) Elsevier GmbH, München. Alle Rechte vorbehalten. Gehart: Anatomie lernen durch Malen, 1. A. 2010

12 Atemsystem.4 Tracheobronchialbaum Der Tracheobronchialbaum besteht aus: Luftröhre (Trachea) Hauptbronchien (Bronchus principalis) Lappenbronchien Segmentbronchien Kleineren Bronchien Kleinsten Bronchien (Bronchioli) Lungenbläschen (Alveolen). Die etwa zwölf Zentimeter lange Luftröhre wird von Flimmerepithel ausgekleidet. Knorpelspangen gewährleisten die kontinuierliche Öffnung des Atemweges. Die Gabelung (Bifurkation, Bifurcatio tracheae) der Luftröhre in die beiden Hauptbronchien erfolgt so, dass der rechte Hauptbronchus etwa den Verlauf der Trachea fortsetzt und der linke Hauptbronchus in einem spitzeren Winkel abzweigt. Aufzweigungen der Hauptbronchien sind: Links: 2, rechts 3 Lappenbronchien Links meist 9, rechts meist 10 Segmentbronchien Links und rechts unzählige kleine Bronchien. Je kleiner die Bronchien werden, desto dünner ist der Aufbau ihrer Wände. Den kleinsten Bronchien (Bronchioli) fehlen Knorpeleinlagerungen, dafür sind sie reichlich mit glatten Muskelzellen versehen, die den Zu- und Abstrom der Atemluft regulieren. Manche Bronchioli (Brochioli respiratori) weisen schon einige Lungenbläschen auf, bevor sie sich in dicht mit Alveolen besetzte Alveolargänge teilen. Farbliche Gestaltung Luftröhre: dunkelblau Kehlkopf: hellblau Bronchioli respiratorii: gelb Bronchiolus: grau Rechter Hauptbronchus: Rechte Lappenbronchien: Rechte Segmentbronchien: hellgrün dunkelgrün lila Linker Hauptbronchus: Linke Lappenbronchien: Linke Segmentbronchien: Alveolen: rosa Gefäße und Kapillaren: orange braun hellrot dunkelrot Übungsaufgabe Ordnen Sie den Erkrankungen 1 3 die Abschnitte des Tracheobronchialbaumes zu. Benutzen Sie dazu die entsprechenden Farbstifte. 1. Asthma bronchiale: 2. Lungenemphysem (Überblähung der Lunge): 3. Luftröhrenentzündung mit Schmerzen und Husten: Alveolen Trachea Bronchioli.

.4 Tracheobronchialbaum 13 Kehldeckel Kehlkopf Schildknorpel Ringknorpel Luftröhre Knorpelspangen Rechter Hauptbronchus Linker Hauptbronchus Segmentbronchien Segmentbronchien Lappenbronchien Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien in der Übersicht Kapillarnetz in Alveolarscheidewand Bronchiolus Ast der Lungenarterie Bronchiolus respiratorius Alveolen Ast der Lungenvene Bronchiolus respiratorius Alveolargang Bronchioli und Alveolen Elsevier GmbH, München. Alle Rechte vorbehalten. Gehart: Anatomie lernen durch Malen, 1. A. 2010

14 Atemsystem.5 Lunge Die beiden Lungenflügel der Lunge (Pulmo) bestehen aus Bronchien, Blut- und Lymphgefäßen, Nervenfasern des vegetativen Nervensystems, Bindegewebe sowie Millionen von Lungenbläschen (Alveolen). Der Raum zwischen den Lungenflügeln heißt Mediastinum (Mittelfellraum). Der linke Lungenflügel wird in Ober- und Unterlappen, der rechte Lungenflügel in Ober-, Mittel- und Unterlappen gegliedert. Über den Lungenhilus (Lungenwurzel) treten Hauptbronchus und Äste der Lungenarterien (Aa. pulmonales) in die Lungenflügel ein, Äste der Lungenvenen (Vv. pulmonales) treten aus. Der Gasaustausch zwischen den Alveolen und dem Blut in den Kapillaren (Haargefäßen) erfolgt durch Diffusion. Die Wegstrecke für den eingeatmeten Sauerstoff von den Alveolen bis ins Blut beträgt etwa einen Mikrometer und setzt sich zusammen aus: Alveolarepithel mit flachen Zellen (Pneumozyten, Alveolarzellen) Interstitium (Zwischenzellgewebe) mit Grundsubstanz, Fasern und Zellen Kapillarendothel (Gefäßwand der Haargefäße) mit flachen Zellen Plasma (flüssiger Bestandteil des Blutes). Das mit Sauerstoff angereicherte Blut gelangt über die Lungenvenen (Vv. pulmonales) zum linken Vorhof zurück. Farbliche Gestaltung Luftröhre, Bronchien: dunkelblau Rechter Oberlappen: dunkelgrün Mittellappen: grau Rechter Unterlappen: hellgrün Linker Oberlappen: hellrot Linker Unterlappen: rosa Mediastinum: hellblau Alveolarepithel: braun Interstitium: orange Kapillarendothel: lila Blutkapillaren: dunkelrot Übungsaufgabe Ergänzen Sie den folgenden Satz. Die Blut führenden Lungenarterien treten am in die Lunge ein. Die Arterien verzweigen sich bis zu den Lungenkapillaren. Diese nehmen auf. Das Blut gelangt über die Lungenvenen zurück zum. Lungenhilus Sauerstoff sauerstoffarmes sauerstoffreiche linken Vorhof.

.5 Lunge 15 Lungenspitze Luftröhre Rechter Oberlappen Linker Oberlappen Rechter Hauptbronchus Linker Hauptbronchus Lappenbronchien Segmentbronchien Mittellappen Rechter Unterlappen Linker Unterlappen Rechter Lungenflügel Mediastinum Linker Lungenflügel Lungen Atemluft Alveolarepithel Blutkapillare Interstitium Alveole Kapillarendothel Schnitt durch eine Alveolenwand Elsevier GmbH, München. Alle Rechte vorbehalten. Gehart: Anatomie lernen durch Malen, 1. A. 2010

16 Atemsystem.6 Atmung Voraussetzungen für die Atmung sind die Pleuraverhältnisse und die Volumenveränderungen im Brustkorb. Die Pleura (Brustfell) besteht aus: Lungenfell (Pleura visceralis) Rippenfell (Pleura parietalis). Unterdruck und etwas Flüssigkeit im Pleuraspalt gewährleisten, dass die Lunge den Veränderungen des Brustkorbs folgt. Bei der Einatmung (Inspiration) wird das Brustkorbvolumen vergrößert durch: Zwerchfellkontraktion Anspannung der äußeren Zwischenrippenmuskeln (Mm. intercostales externi). Dadurch sinkt der Luftdruck im Lungengewebe im Vergleich zum Druck außerhalb des Körpers Luft strömt in die Atemwege. Bei der Ausatmung (Exspiration) wird das Brustkorbvolumen verkleinert durch: Elastische Fasern in der Lunge Entspannung des Zwerchfells Kontraktion der inneren Zwischenrippenmuskeln (Mm. intercostales interni). Dadurch steigt der Luftdruck im Lungengewebe im Vergleich zum Druck außerhalb des Körpers Luft wird ausgestoßen. Atemfrequenz und -tiefe werden reguliert durch: Impulse aus Dehnungs- und Chemorezeptoren, aufgrund psychischer Faktoren Verarbeitung der eingehenden Impulse durch das Atemzentrum im verlängerten Mark Signale zur Zwischenrippenmuskulatur und zum Zwerchfell. Farbliche Gestaltung Verlängertes Mark: grau Gehirn: gelb Zwerchfell: braun Rippen: rosa Nerven: lila Rippenfell: hellblau Lungenfell und Lunge: orange Pleuraspalt: dunkelgrün Dehnungs- und Chemorezeptoren: Luftröhre, Bronchien: hellrot dunkelblau Zwischenrippenmuskeln: Herz, Aorta und Gefäße: hellgrün dunkelrot Übungsaufgabe Ergänzen Sie die Sätze 1 4 mit vergrößert den Brustraum (grüner Farbstift) bzw. verkleinert den Brustraum (oranger Farbstift). 1. Die Zwerchfellkontraktion: 2. Die Kontraktion der inneren Zwischenrippenmuskeln: 3. Die Zwerchfellentspannung: 4. Die Kontraktion der äußeren Zwischenrippenmuskeln:

.6 Atmung 17 Gehirn Verlängertes Mark Hirnnerven Rückenmark Chemorezeptoren Zwischenrippenmuskeln Bronchien Rippen Halsschlagader Luftröhre Aorta Zwischenrippennerven Zwerchfellnerv Dehnungsrezeptoren Lungenfell und Lunge Pleuraspalt Rippenfell Zwerchfell Atmungsregulation Elsevier GmbH, München. Alle Rechte vorbehalten. Gehart: Anatomie lernen durch Malen, 1. A. 2010

1 Atemsystem.7 Lösungen der Übungsaufgaben.1 Übersicht Mundhöhle Oropharynx Hypopharynx Larynx Trachea rechter Hauptbronchus rechter mittlerer Lappenbronchus..2 Nase und Nasennebenhöhlen 1. Flimmerepithel bedeckt fast die gesamte Nasenhöhle; es reinigt und befeuchtet die Einatemluft. 2. Das Riechepithel registriert Duftmoleküle und bildet elektrische Impulse. 3. Der Tränennasenkanal leitet Tränen aus dem inneren Augenwinkel in den unteren Nasengang..3 Rachen und Kehlkopf 1. Stimmband: Heiserkeit (lila). 2. Ohrtrompete: Tubenkatarrh (dunkelrot). 3. Kehldeckel: Epiglottisödem (hellblau). 4. Kehlkopfrachen: Hypopharynxkarzinom (braun)..4 Tracheobronchialbaum 1. Asthma bronchiale: Bronchioli (braun). 2. Lungenemphysem: Alveolen (gelb). 3. Luftröhrenentzündung: Trachea (dunkelblau)..5 Lunge Die sauerstoffarmes Blut führenden Lungenarterien treten im Lungenhilus in die Lunge ein. Die Arterien verzweigen sich bis zu den Lungenkapillaren. Diese nehmen Sauerstoff auf. Das sauerstoffreiche Blut gelangt über die Lungenvenen zurück zum linken Vorhof..6 Atmung 1. Eine Zwerchfellkontraktion vergrößert den Brustraum (grün). 2. Eine Kontraktion der äußeren Zwischenrippenmuskeln (Mm. intercostales externi) vergrößert den Brustraum (grün). 3. Eine Zwerchfellentspannung verkleinert den Brustraum (orange). 4. Eine Kontraktion der inneren Zwischenrippenmuskeln (Mm. intercostales interni) verkleinert den Brustraum (orange).