Intensive Dachbegrünung erstellt von Claas Eggers, G1B01, Stade 2003 Intensive Dachbegrünung ist vergleichbar mit der Nutzungs- und Gestaltungsvielfalt von normalen Gartenanlagen. Die Pflanzungen umfassen Stauden, Gehölze und Rasenflächen und im Einzelfall Bäume. Die verwendeten Pflanzen stellen hohe Ansprüche an den Schichtaufbau auf dem Dach und brauchen eine regelmäßige Bewässerung/Wasserbevorratung und Nährstoffversorgung. Diese Art der Dachbegrünung ist nur durch regelmäßige Pflege dauerhaft zu erhalten. Das OBS(OBJEKT-BEGRÜNUNGS-SYSTEME) Gründachsystem ist hierfür optimal. Die verwendeten Dränagesysteme sind für hohe mechanische Belastungen ausgelegt. Bis zu 50 l Wasser/m² können in den Wasserspeichermatten WSM-50 (vergleichbar mit dem Rohbodenprofil) drucklos über den Dränagematten gespeichert werden. Das gemäß den FLL-Richtlinien zur Dachbegrünung hergestellte Dachgartensubstrat DGS-E garantiert eine dauerhafte Strukturstabilität und Nährstoffpufferung. Merkmale: freie Pflanzenauswahl freie Gestaltung kombinierbar mit begehbaren und befahrbaren Flächen geringes Gewicht < 300 kg/m² bei 20 cm geringe Bewässerungskosten keine Bewässerungstechnik kein Wasseranstau normaler Pflegeaufwand
Dachbegrünung - das System Das OBS Begrünungssystem bietet dem (Landschafts-) Architekten und Ingenieur neue Möglichkeiten, attraktive Lebens- und Arbeitsräume zu realisieren, wie z.b. begehbare Tiefgaragen mit Pflaster- und Grünflächen oder attraktive, extensiv begrünte Flachdächer von Bürogebäuden. Die einzelnen Schichten der OBS- Dachbegrünung sind so aufgebaut, dass sie gewachsenen Naturstrukturen entsprechen und der Bepflanzung einen natürlichen, stabilen Lebensraum bieten. Um der Vegetation die Idealen Wachstumsvoraussetzungen auf Dächern bieten zu können gilt es, das natürliche Bodenprofil in seinen Funktionsschichten in komprimierter Form nachzubauen. Der Aufbau einer Dachbegrünung besteht nach dem heutigen Stand der Technik aus folgenden Funktionsschichten oberhalb der Dachabdichtung: 1. *Vegetationsschicht gemäß FLL- 2. *Substratschicht gemäß FLL- 3. *Wasserspeicherschicht gemäß FLL- 4. *Filterschicht gemäß FLL- 5. *Dränageschicht gemäß DIN 4095; 6. *Schutzschicht gemäß DIN 18195; 7. *Wurzelschutzfolie gemäß FLL- ***(Die verschiedenen Schichten und Folien werden auf der nächsten Seite noch mal näher beschrieben!) OBS intensive Begrünung
Erklärung der verschiedenen Schichten und Folien der intensiven OBS-Dachbegrünung Vegetationsschicht - intensive Dachbegrünung Intensivbegrünungen umfassen Pflanzungen von Stauden, Gehölzen, Rasen und Bäumen. Die Pflanzenauswahl wird durch die bautechnische Voraussetzungen des Daches beschränkt. Vegetationstragschicht Die Vegetationstragschicht ist die intensiv durchwurzelbare Schicht. Sie muss strukturstabil sein, einsickerndes Wasser pflanzenverfügbar speichern und Überschusswasser and die Dränageschicht abgeben. Das Dachgartensubstrat muss deshalb einen hohen Volumenanteil an mineralischen Substanzen haben und einen geringen Anteil an organischer Substanz (zwischen 60 % - 80 % Volumen mineralischer Substanz bei intensiven Begrünungen und zwischen 70% - 90 % Volumen mineralischer Substanz bei extensiven Begrünungen). Bei Einschichtbegrünungen besteht die Vegetationstragschicht aus 100% Volumen mineralischer Substanz. Bei verbesserten Ober- und/oder Unterböden soll die mineralische Substanz mindestens 90-95% betragen. Da die Ober/Unterböden sehr viele Feinteile haben, die die Dränageschicht zuschlämmen können, darf man Bodenmischungen nie bei extensiven Begrünungen einsetzen. Der hohe Anteil an mineralischer Substanz sorgt dafür, dass die Vegetationstragschicht in trockenen Perioden nicht schrumpft und dadurch die Wurzeln brechen. Zu hohe organische Substanz bedeutet auch, dass die Vegetationstragschicht durch die erhebliche Sackung von ca. 15-25 % oft nachgefüllt werden muss. Die Dicke der Vegetationstragschicht hängt von der Art der Pflanzenauswahl ab. Sie beträgt ca. 20-50 cm bei Intensivbegrünungen und ca. 6-12 cm bei Extensivbegrünungen Wasserspeicherschicht Die intensive Dachbegrünung hat einen großen Bedarf an Wasser durch die großen Verdunstungsoberflächen der Pflanzen. Eine bedarfsorientierte Bewässerung ist meistens nicht möglich, da beim Erkennen des Wasserbedarfes durch das Welken der Pflanzen bereits eine Schädigung der ganzen Pflanze eingetreten ist. Dachgartensubstrate sind in der Lage zum Teil Wasser zu speichern. Dieses Wasser ist aber nur zum Teil pflanzenverfügbar gespeichert. Durch den hohen mineralischen Anteil im Substrat kann auch nur wenig Wasser aufgenommen werden. Dadurch werden meist Substratstärken höher ausgelegt. Durch die mangelhafte Kapillarität des Substrates (ca. bis 50 cm) trocknet in solche Fällen die oberste Substratschicht schneller aus. Selbst eine Anstaubewässerung, oder der Einsatz von Wasserrückhaltesysteme (Eierbecher) bringt nicht den gewünschten Erfolg. Durch den Einsatz von nur 5 cm starken wasserspeichernde Mineralwollplatten kann analog dem natürlichen Bodenprofil (Lehmboden/Unterboden) 40 Liter Wasser auf natürliche Weise gespeichert werden. Die Rohdichte von 120 kg/m² ermöglicht eine dauerhafte Strukturstabilität. Durch den direkten Kontakt der Wasserspeichermatten mit dem Dachgartensubstrat sind die Pflanzen in der Lage, Ihren Wasserhaushalt selbständig auf natürliche Weise zu regulieren. Sobald die Wasserspeichermatten wassergesättigt sind, wird das Überschusswasser in die Drainageebene abgeleitet. Durch den Einsatz der Wasserspeichermatten entsteht kein hydrostatischer Druck auf der Abdichtungsebene. Dächer können mit Gefälle normgerecht ausgeführt werden, da der Wasseranstau und damit ein 0 -Aufbau nicht mehr notwendig ist. Filterschicht In Dachbegrünungen werden Filtervliese/-gewebe zur Feinteilrückhaltung von Dachgartensubstraten eingesetzt. Primär muss die Drainage vor dem Einschlämmen von Feinteilen dauerhaft geschützt werden. Das Gewicht beträgt je nach mechanischer Belastung ca. 100-200 g/m²(bauklasse 1-3; für befahrene Tiefgaragenflächen Bauklasse 4). Die Porenöffnungsweite der Filtervliese ist auf die Körnungslinie von Dachgartensubstrate abgestimmt. Für den Einsatz von Filtervliese als Filterschicht unter Oberboden/-gemischen müssen noch gesonderte Maßnahmen zur Feinteilrückhaltung vorgenommen werden. Filtervliese müssen mit einer Überlappung von mindestens 10 cm verlegt werden. Die Filtervliese/-gewebe sind in den OBS-Dränagematten standardmäßig enthalten.
Dränageschicht Die Drainageschicht entlastet die Abdichtung von dem hydrostatischem Druck des Wassers (horizontal und vertikal). Sie führt das Überschusswasser von begrünten Dachflächen ab und verhindert somit den Aufbau von "Stauender Nässe". Im Bereich von Verkehrsflächen entwässert Sie die Tragschicht und erhält so die tragenden Eigenschaften. Drainageschichten können aus Schüttstoffen mit einem hohen Porenvolumen oder aus Festkörperdrainagen hergestellt werden. Die Drainagekapazität/Leistungsfähigkeit von Schüttstoffen wird gemäß der DIN 4095 nachgewiesen. Die Funktionsfähigkeit muss gemäß der DIN 4095 auf 50 Jahre ausgelegt sein. Drainageschichten müssen zur Erhaltung Ihrer Drainagefähigkeit mit einem der zu erwartendem mechanischen Belastung ausgelegtem Filtervlies abgedeckt werden. Bei den OBS-Dränagematten ist ein Filtervlies werkseitig aufkaschiert. Die Vorteile der OBS Dränagematten im Vergleich zu herkömmlichen Dränagesystemen aus Sand und Kies sind: geringes Gewicht; geringe Aufbauhöhe (11mm - 25mm); genaue Dränagekapazität; zusätzlicher Wasserspeicher; das Sandwich-Element kombiniert Filterschicht, Dränageschicht und Schutzschicht in einem. einfach in der Installation geringes Transportvolumen Schutzschicht Die Schutzschicht ist ein zusätzlicher Schutz gegen mechanische Beschädigungen der Dachabdichtung und der Wurzelschutzfolie. Diese Schicht kann eine separate Schicht sein mit einem minimalen Gewicht von ca. 260-300 g/m². Bei der Verwendung einer separaten Schutzschicht sollte diese aus einer Schutzfolie, Gummigranulatmatte oder einem Vlies der Geotextilklasse 3 bestehen. Diese Funktionsschicht für leichte mechanische Beanspruchung ist schon in den OBS Dränagematten eingebaut. Wurzelschutzfolie Diese Folie muss Beschädigungen der Dachabdichtung durch ein- oder durchdringende Pflanzenwurzeln dauerhaft verhindern. Die Wurzelschutzfolie wird oberhalb der Dachabdichtung verlegt. Eine Wurzelschutzfolie ist nicht notwendig, wenn die Abdichtung wurzelfest ist z.b. bei Abdichtungen, die aus PVC, EPDM oder Bitumen mit Kupfereinlage hergestellt sind und die FLL-Prüfung zur Durchwurzelungsfestigkeit bestanden haben. Die Wurzelschutzfolie ist eine 0,5-0,8 mm dicke HDPE Folie. Die Überlappungen der Wurzelfschutzfolie werden mit Heißluft zusammen geschweißt. Die 0,5 mm starke Folie wird bei extensive Dachbegrünungen eingesetzt. Die 0,8 mm starke Folie wird bei intensiven Dachbegrünungen oder auch im Bereich von Baumpflanzungen im Straßenbereich eingebaut. FLL - Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau - Deutschland Die FLL ist eine Forschungsgesellschaft, die Richtlinien für die Planung, Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen zusammengestellt hat. Diese Richtlinien haben eine weit verbreitete Akzeptanz in verschiedenen europäischen Ländern gefunden. Die Richtlinien behandeln allgemeingültige bau- und vegetationstechnische Aspekte einer Dachbegrünung entsprechend dem Stand der Technik. Das OBS-Dachbegrünungssystem und die OBS Produkte entsprechen diesen Richtlinien.