Reisebericht Hellesoy 2014 Dieses Jahr waren wir vom 05.Juni - 14. Juni bei Heinz und Gabi in Hellesoy. Es war wieder die gleiche Mannschaft die auch schon 2011 Hellesoy unsicher gemacht hat. Arnim Kai-Uwe Herbert Arnim ist seines Zeichens Kaleu, er brachte uns überall heil hin und auch wieder zurück. Vielen Dank dafür. Er ist leidgeprüft durch Angelköder, die immer wieder zügig an seinen Ohren vorbei beschleunigt wurden. Kai-Uwe unser Smutje sorgte mit seinen delikaten Kreationen für beste Stimmung im Team. Er verwöhnte uns täglich mit Kuchen. Herbert hatte keine besondere Aufgabe, war einfach so dabei und musste ab und an etwas Spot einstecken. Am 05. Juni um 08:00 Uhr ging es endlich los. Es wurde Kai-Uwes Audi A6 vollgepackt bis unters Dach, dabei war Arnim ja noch abzuholen. Egal, wir starteten und fuhren nun nach Achim wo unser Kaleu schon wartete. Gegen 09:30 Uhr waren wir, nach einer Ehrenrunde durch Achim, dann vor Ort. Nun wurde ein Großteil des Gepäcks wieder ausgepackt und mit dem von Arnim dann wieder im Auto verstaut. Ging dann irgendwie doch. Nun aber los auf die A1 in Richtung
Hamburg, der Staugott war uns wohlgesonnen und ließ uns zügig vorrankommen. Um 21:30 Uhr startete unsere Fähre ab Hirtshals. Gegen 18:00 Uhr waren wir an unserem ersten Etappenziel angekommen und machten eine Besichtigungstour durch Hirtshals. Dann reihten wir uns auf dem Parkplatz am Fähranleger ein. Pünktlich legte die MS Bergens Fjord ab und lieferte uns am folgenden Tag gegen Mittag in Bergen ab. Am Zoll kamen wir ohne Kontrolle vorbei und fuhren dann noch eine Stunde im Regen nach Nautnes, wo wir uns mit unserem Vermieter Heinz trafen. Nach kurzem Plausch ging es zur Unterkunft mit Einweisung in Wohnung und Boot. Alles bestens in Schuss und auch das Wetter zeigte sich inzwischen von seiner sonnigeren Seite. Etwas lauter wurde es als Kai-Uwe bemerkte, das seine Kiste mit sämtlichen Rollen, Pilker und anderem Geraffel noch wohlbehalten im Heimatort steht. Ein leichtes Grinsen konnten wir uns nicht verkneifen, ließen uns aber zu einer großzügigen Leihgabe aus unseren Schatzkisten hinreißen. Nachdem die Lachsalven verklungen waren fuhren wir raus zu unserem persönlichen Super-Hotspot für Dorsch und Pollack und angelten mit kleinen Gummifischen am 20 g Jigkopf. In 2011 waren wir hier am letzten Angeltag sehr erfolgreich gewesen, nun ging wenig. Etwas enttäuscht fuhren wir noch ein paar Stellen auf unserer Karte an, leider alles ohne nennenswerten Erfolg. So machten wir uns auf dem Heimweg, versorgten den Fisch und ließen uns vom Smutje mit leckerem Essen verwöhnen. Es gab Wiener Schnitzel mit Beilagen.
Der Samstag brachte wieder bestes Wetter. Wir fuhren nun auch neue Angelplätze an, die uns unter anderem Herr Ganschow von der Angelcrew-Norwegen mitgeteilt hatte (nochmals Vielen Dank). Ein paar größere Pollacks fingen wir an der Turminsel (schwarzer Turm), eine dort vorgelagerte Insel beangelten wir Ausgiebig mit kleinen Gummifisch mit 20 g Jigkopf. Gummifische in Petrol, Gelb und Rot stellten sich als fängige Farben heraus, in Längen von 7 cm bis 12 cm. Dabei fischten wir überwiegend in den Tiefen zwischen 5 m bis 20 m über dichte Kelpwälder. Gegen 18:00 Uhr fuhren wir Heim, versorgten die Fische und konnten wieder ein leckeres Essen vom Smutje genießen. Anschließend war Bettruhe angesagt. Jeder hatte sein eigenes Schlafzimmer, so dass wir uns nicht Gegenseitig wach hielten. Der Sonntag brachte uns dann wieder zahlreiche Pollack und zwei Dorsche in Küchengrößen. Wir beangelten die Kanten um Hernar. Am Vormittag gab es eine Stunde an dem Kaleu und ich den Glauben an die Gerechtigkeit von Petrus verloren. Der Smut fing mit einem gelben Gummifisch mit etwas rot am Kopfteil einen Pollack nach dem anderen, wir hatten nicht solch ein Muster und mussten mit bösen Verwünschungen dem Treiben zusehen. Endlich nach einer unendlich langen Zeit, knabberten die Pollacks auch wieder unsere Gummifische an. Die Laune verbesserte sich schlagartig und die Flüche über den Smut wurden zurückgenommen.
Am späten Nachmittag ging es Heim und wieder hieß es Fische versorgen. Der Smut zauberte wieder ein leckeres Essen, Spagetti Bolognese. Sehr lecker, mmh. Der Kaleu schenkte uns anschließend einen feinen Whisky ein, bei dem wir dann den herrlichen Tag, auf der Terrasse, Revue passieren ließen. Am Montag gingen wir, nach erfolglosem Grundangeln mit Naturköder, wieder auf die Pollackjagd. Kaleu hatte den Schwarzen Turm angesteuert und hielt uns vor den Untiefen im Pollackträchtigen Fanggebiet. Später ließen wir uns auch in tieferes Wasser driften, so auf Tiefen von 50 m bis 70 m, an diesen Kanten standen dann die besseren Pollacks. Sie lieferten uns ein tolles Angelerlebnis das wir so noch nicht erlebt hatten. Den Größten Fisch des Tages fing der Kaleu, er war 85 cm lang. Die Gummifische (in Petrol, 8 cm) ließen wir einfach durchsacken, während das Boot in der Drift weitertrieb. Jigköpfe wogen 10 bis 15 g. Kurze Zeit später besuchte uns eine Schule von Schwertwalen, da war Angeln erst mal Nebensache. Sie Schwammen bis auf 50 m an unserem Boot vorbei.
Nachdem die Schwertwale weitergezogen waren, war es mit der Beißzeit der Pollacks auch bald vorbei. Ob hier die Tide einen Einfluss hatte ist gut möglich. Wir fuhren mit den tollen Erlebnissen im Kopf gen Heimathafen. Nach versorgen der Fische und dem Aufklaren des Bootes konnten wir wieder ein schmackhaftes Essen genießen. Diesmal gab es Filet vom Pollack mit Kartoffelsalat. Herrlich ist das Leben der Petrijünger in Norwegen. Der Dienstag brachte uns wieder herrliches Wetter. Wir fuhren in Richtung Schwarzen Turm und angelten an den Plätzen wo wir Gestern so erfolgreich waren. Wir fingen aber nur mäßig und suchten daher nach neuen Fanggründen.
Schnell verging die Zeit, aber leider ohne großen Erfolg, so fuhren wir am Nachmittag zurück und ruhten uns aus. Aus einem nahen Lebensmittelmarkt kauften wir noch etwas ein und bereiteten anschließend das Abendessen vor. Am nächsten Morgen (Mittwoch) dann ein böses Erwachen, das Wetter hatte sich verschlechtert und der Kaleu war etwas unpässlich. So fuhren wir nur zu zweit raus in Richtung offene See, mussten aber bald umkehren, der Wind und Wellengang waren zu stark. So versuchten wir es im Schutz der Schären und im Fjord, wir fingen zwei Makrelen, ein guten Dorsch (Smut mal wieder) und ein paar kleinere Pollack. Zeitig fuhren wir rein, versorgten die Fische und ließen uns den leckeren Topfkuchen mit nem Pott Kaffee schmecken. Da das Wetter noch schlechter werden sollte, wollten wir es am Donnerstag auf Forellen versuchen an einem der zahlreichen Seen auf Sotra. Am nächsten Morgen fuhren wir im Regen und bei starkem Wind an einem uns bekannten See. Hier hatten wir schon einmal sehr gut gefangen und so legten wir gleich mit Spinnern der Größe 1 und 2 los. Aber es tat sich nichts, auch andere Köder wurden allesamt verschmäht. Das passte zu dem grausigen Wetter, so machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Heimweg und machten es uns Daheim gemütlich. Der Smut hatte am frühen Morgen noch einen Kuchen gezaubert, den wir jetzt mit großen Genuss verspeisten. Einen heißen Kaffee dazu, das weckte unsere Lebensgeister und brachte die gute Laune schnell zurück. Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen. So machten wir schon mal klar Schiff, Angelzeug reinigen und Klamotten einpacken. Dann hieß es Abschied nehmen, abrechnen mit Heinz und los ging die Fahrt nach Bergen. Dort hatten wir noch etwas Aufenthalt und schauten uns die Innenstadt an.
Die Woche ging viel zu schnell vorbei, schnief. Wir hatten ein sehr zuverlässiges Boot und eine klasse Wohnung, wir kommen gerne wieder. Fische waren auch genügend da und vor allem haben wir als Angeltrupp uns gut verstanden. Gerne fahre ich mit Smutje und Kaleu wieder gen Norge. Norge Ade