Erste Eindrücke von Kolumbien

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Transkript:

Erste Eindrücke von Kolumbien Ich heisse Isabelle Beroud, bin 25 Jahre alt und seit März 2015 mit AFS, dank des grosszügigen Stipendiums der Mercator Stiftung für 11 Monate in Kolumbien, um einen Freiwilligeneinsatz zu leisten. Ich durfte mir das Land aussuchen und wurde anschliessend einem Projekt zugeteilt. Mein Wunsch war mit Kindern zu arbeiten. Dieser Wunsch wurde mir erfüllt, ich arbeite in einer kolumbianischen Fundación, welche besonders Kinder aus ärmeren Verhältnissen schützen und fördern will. Die Fundación Timon de suenos, sorgt für Prävention, hilft den Kindern bei Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitungen und Fächern aufzuholen, aber auch ihnen wichtige Werte mitzugeben, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten und ihnen helfen ihre Träume zu haben und erfüllen. Ich bin nun seit 4 Monaten in Kolumbien und hab schon unheimlich viel erlebt. Als ich in Kolumbien angereist bin wurde ich von AFS in Empfang genommen und durfte von 4 Tagen Einführung (Kultur, Verhaltensregeln, Sprache etc. ) in Bogota geniessen. Wir haben einen Ausflug gemacht um Bogota kennen zu lernen, wo ich meine ersten Eindrücke von Kolumbien hatte. Dies teile ich gerne mit euch in Bilder: Auf dem Monserate:

Bogota Zentrum: Nun nachdem wir den Jetlag verarbeitet hatten und vorbereitet wurden auf unser neues Leben, ging es für mich weiter ins heisse Cúcuta. Cucuta ist die sechstgrösste Stadt Kolumbiens und die grünste Stadt des Landes. Es ist das ganze Jahr durch sehr heiss in der Regel zwischen 30 und 35 Grad. Cúcuta ist die Hauptstadt der Provinz Norte de Santander und liegt im Nordosten des Landes direkt an der Grenze zu Venezuela. Die Stadt ist für meine Verhältnisse immer noch ziemlich gross, aber angenehm. Ich spaziere gerne im Zentrum, wo so viel Leben auf der Strasse ist, die Stadt ist wie ein Gittere aufgebaut, es gibt die Calles und die Avenidas welche jeweils nummeriert sind. Somit ist es ziemlich einfach etwas zu finden und sich zu orientieren. Besonders mag ich auch die kleinen tienda ambulante wo man immer kühles Wasser, wie aber auch Früchte, Orangensaft, Süssigkeiten und noch vieles mehr erhält. Nun, ein paar Eindrücke von Cucuta:

Ich hab die ersten 3 Monate mit der Familie Rodriguez gelebt. Ich lebte mit der Mutter Nubia und ihrer Tochter Diana die meiste Zeit alleine, alle ca. 6 Wochen kam Nubias Bruder von seiner Farm in die Stadt und leistete uns Gesellschaft. Nubia arbeitet für den Staat in der Kinderschutzabteilung und arbeitet unheimlich viel. Diana ist noch in der Schule, im September geht sie jedoch für ein Jahr nach Deutschland um die Sprache und Kultur kennen zu lernen. Wir haben immer viel gelacht und ich werde die Familie auch wieder besuchen gehen und vielleicht kann ich mich mit Diana in Deutschland treffen, wenn ich zurück gehe. Da sie mich aus finanziellen Gründen nicht mehr länger hosten konnten wechselte ich nun vor 2 Wochen zu der Familie Barreto. Die Familie Barreto ist ebenfalls unheimlich lieb. Ich lebe nun mit Andres und seinen Eltern, seine Schwester lebt in Bogota und wird uns schon bald besuchen kommen mit ihren Kindern. Die ganze Familie arbeitet im Familienbetrieb, Sie führen ein Unternehmen für Schädlingsbekämpfung. Meine neue Hostmum ist eine leidenschaftliche und eine hervorragende Köchin und ist ebenfalls freiwillig engagiert, sie arbeitet unter anderem für das Rote Kreuz und für 3 weitere Fundaciones. Dies ist Andres ein Freund den ich kannte bevor ich zu seiner Familie gewechselt bin und meine Kollegin Katherina aus Dänemark die leider auch schon abgereist ist.

Ich konnte in diesen 4 Monate schon viele Ausflüge in verschiedene Dörfer und Städte in der Umgebung machen und ebenfalls meine erste Woche Ferien beziehen, welche ich nutzte um nach San Andres zu gehen: Meistens bin ich mit Katherina unterwegs gewesen da sie ebenfalls gerne wandert und die meisten meiner Freunde am Samstag arbeiten müssen. Nun ein paar Eindrücke in Bilder Bucaramanga:

Durania (Ausflug mit der Arbeit / Fundacion):

San Andres:

Nun zur Arbeit. Ich arbeite in der Fundacion Timón de sueños, welche zwei verschiedene Standorte hat. Die Kinder in Kolumbien haben entweder am Morgen oder am Nachmittag Unterricht. Den anderen halben Tag kommen sie zu uns in die Fundacíon, wir helfen ihnen mit den Hausaufgaben, geben ihnen Nachhilfe in verschiedenen Fächern (den Englischunterricht übernehme jeweils ich) und zum Schluss machen wir mit ihnen Aktivitäten wie Basteln, Malen, Tanzen etc. Die Fundacíon soll die Kinder sinnvoll beschäftigen, damit sie nicht auf den Strassen ihre Freizeit verbringen, wir machen ebenfalls Prävention und geben ihnen möglichst viel liebe und Aufmerksamkeit, was sie teilweise zuhause nicht erhalten. Zu Beginn arbeitete ich am ersten Standort, wo wir besonders Kindern mit einer schweren Vergangenheit und / oder einer schwierigen Situation hatten. Der Standort Villa del Rosario war kostenpflichtig, wenn auch sehr günstig. Bis Ende Juni arbeitete ich mit den Kindern dort, welche ich sehr ins herzgeschlossen habe. Da mein Spanisch immer besser wurde, konnte ich auch immer mehr mit ihnen unternehmen und irgendwann auch andere Hausaufgaben mit ihnen mache, was mir riesig Spass gemacht hat.

Ende Juni wurde die Fundacion vorübergehend geschlossen und ich wechselte nach Toledo Plata wo die Fundacion für die Kinder gratis ist. In Toledo haben wir viel mehr Kinder, ich arbeite mit Kindern aus sehr armen Verhältnissen und in viel grösseren Gruppen. Die Kindern sind neugieriger und anhänglicher und auch hier liebe ich meine Arbeit. Wir haben vor kurzem begonnen die Fundacion anständig zu beschriften, damit man sie auch von weitem erkennt und haben sie bei der Gelegenheit auch dekoriert und Kinderfreundlicher gemacht. Harte arbeit in der sonne zu malen, aber es macht riesig spass und die Kinder haben riesig freude an unserer neuen Fundacion.

Ich habe noch undenlich viel zu erzählen und werde versuchen nun endlich weiter zu fahren mit dem Blogg. Ich finde zurzeit leider nur wenig Zeit um am Computer zu sitzen Mails zu beantworten und zu berichten. Ich denke ich kann nun sagen ich hab mich ziemlich eingelebt und fühle mich auch zuhause, hab einen tollen Freundeskreis, mache viel Sport und Ausflüge und arbeite viel und gerne. Es geht mir soweit gut und ich freu mich euch über noch so viele tolle Sachen zu erzählen. Liebe Grüsse aus dem schönen und warmen Cucuta