Auschwitz / Birkenau 2014

Ähnliche Dokumente
Schulausflug in Auschwitz-Birkenau 2016

Auschwitz-Birkenau. Eindrücke. Ich gehe durch dieses Tor, mit Blick auf das gesamt Lager, wie Millionen vor mir, ich sehe ihre Geister vor mir wandern

Weber Mélissa. Auschwitz Besichtigung von Auschwitz-Stammmlager und Birkenau

Auf den Spuren des Nationalsozialismus

AUSCHWITZ. Ein Junge, klein mit ernstem Blick, liegt im Blumengras, ein Lächeln im Gesicht Überrascht über die Welt, wie ist sie schön

Auschwitzfahrt 2018

#uploading-holocaust. Schauen Sie sich das Video an und beantworten Sie folgende Fragen mit den Informationen:

Fotoausstellung zum Themenmonat Leben und Tod

Projektarbeit Bildungsreise Auschwitz/ Krakau

Konzentrationslager Dachau

Gedenkveranstaltung am Lagerfriedhof Sandbostel

AB 9 Interview mit der Trauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper

Im Anschluss an die intensive Auseinandersetzung mit dem Theaterstück Andorra von Max Frisch haben wir befunden, dass wir uns mit der Kultur der

VAMPIRGESPRÄCHE: "ANTHONY":

Statements und Reflexionen

Copyright: Julia Gilfert 2017

ARBEITSBLÄTTER 13/16 ANNE FRANK UND DER HOLOCAUST

Schwule, lesbische oder andere (ungewöhnliche) Beziehungen, werden nicht von allen Menschen toleriert und meistens unwissend verurteilt.

I. KZ Dachau Die Mörderschule der SS

Hallo du, Deine Stefanie

Auschwitzfahrt ( )

Rede von Bürgermeister Reiner Breuer zur Gedenk- Veranstaltung zur Pogromnacht am 9. November 2016 an der Promenadenstraße in Neuss

Rede von Ministerpräsident Günther H. Oettinger. auf der zentralen Trauerfeier. für die Opfer des Amoklaufs vom 11. März am 21.

Krieger des Lichts. Амелия Хайруллова (Amelia Khairullova) 8. Klasse Samarskaja Waldorfskaja Schkola

Der 9. November 1938 in Göttingen 70 Jahre danach

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus:

Konzentrationslager Auschwitz

Projekt zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus : (Das Projekt begleiteten Frau Brändle und Herr Sterk)

UCLA PTSD REACTION INDEX FÜR DSM IV Elternversion

Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne

Das Denkmal von den Grauen Bussen. Texte in einfacher Sprache

Warum ich gelacht hab? Ich weiß es nicht...

Ansprache zum Volkstrauertag

Rede von Bürgermeister Reiner Breuer zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht am Mahnmal an der Promenadenstraße am 9.

Sonder-Heft. Infos über die Stiftung Anerkennung und Hilfe. Lieber Leser und liebe Leserin! Heute bekommen Sie ein neues Heft.

Rede von Herrn Oberbürgermeister Klaus Wehling anlässlich der Veranstaltung Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus Mittwoch, 27.

1 Der Brand der Synagoge in Schierstein (Kirchstraße)

Transkript»Reden und Schweigen«Wie spreche ich über meine Geschichte? NEUE HEIMAT ISRAEL

UCLA PTSD REACTION INDEX FÜR DSM IV Jugendlichenversion

AUS DEN ERINNERUNGEN EINES ÜBERLEBENDEN AUS LÜBECK NACH JOSEF KATZ URHEBER GESCHICHTE ZK 2016/2017

Erzähler (E): Ich möchte Euch von einem alten Koffer erzählen, der lange auf unserem Speicher stand.

Über den Autor: Dein Ziel ist es, deinen Ex-Partner zurückzugewinnen, ich helfe dir dabei! Webseite: daniel-caballero.de

Herr Daniel Gärtner gestorben am 28. März 2018

ELEKTRONISCHES TESTARCHIV

Restorative Justice (deutsche Übersetzung)

Studienfahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald

JFK in Polen am Wirtschafts-Lyzeum Piotrków April 2011

TEXTE VON ANTONIA BARBORIC

Die Heilung des Aussätzigen Pädagogisches Material zum Schwerpunktthema alle welt 1/2009

I. Wer Yad Vashem besucht hat, den lässt dieser Ort nie mehr los.

Am Dienstag, besuchte der Foto-eGK von Herrn Fecht die Gedenkstätte Point-Alpha. Dieser Ort ist etwas ganz Besonderes. Er bildet ein Stück

Gedanken zu den Terroranschlägen von Paris Hunteburg & Bohmte 2015

Ausflug zur Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas

Gottesdienst am /// Ev. Kirchengemeinde Werden // Predigt von Pfarrerin Jule Gayk

Gerda Steiert geb. Langenbach gestorben am 4. Februar 2017

HAUSAUFGABEN ANNE FRANK UND DER HOLOCAUST

Herr Daniel Gärtner gestorben am 28. März 2018

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Ich bin ein Stern - Literaturblätter. Das komplette Material finden Sie hier:

Balu Lyrik. Gedichte. und. Gedanken

Hannover-Mühlenberg (Hanomag/Linden)

Plakat-Ausstellung Tödliches Spielzeug Mathilde-Planck-Schule Ludwigsburg 26. April bis 12. Mai 2016

Wirklichkeit doch so vollkommen anders erscheint. Natürlich kann er froh sein, dass er sich mit diesen Gedanken nicht herumplagen muss, so wie seine

BM.I REPUBLIK ÖSTERREICH BUNDESMINISTERIUM FÜR INNERES EINLADUNG MAUTHAUSEN

Ansprache bei der Veranstaltung der Gemeinschaft Sant Egidio zum Gedenken an die Deportation der Juden aus Würzburg am 28.

Auch starke Kinder weinen manchmal von Paulina*

DIE KINDER. Walter Jungleib

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Gedenken hat auch einen mahnenden Charakter.

Leitbild des Max Mannheimer Studienzentrums

WISSEN und ERKENNEN von GEFÜHLEN

Eine kleine Weihnachtsgeschichte

Juliane aus Simbabwe: Arbeitsblatt

Sehr geehrte Vertreter/innen der Jüdischen Gemeinde. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit,

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr verehrte Frau Glassman-Simons, sehr geehrter Herr Glassman, sehr geehrte Vertreter der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und der

Sex-Unhold, Familiendrama und Rosenkrieg: Medien und ihr bl...

Karin van Klaveren geb. Helms gestorben am 11. März 2016

IRRT-Merkkarten. Rolf Köster, Mervyn Schmucker & Marlis Heer IRRT: die 3 Phasen (Zeitablauf) Phase 1a Phase 1b Phase 2 Phase 3.

Grußwort für Herrn Landrat Bensberg zur Veranstaltung Gedenkkreis Wehnen im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik am um 14.

mehr schlägt, wenn ich weine, sind Tränen für mich etwas Verbotenes geblieben. Trotzdem weine ich, Georg. Um dich, um mich, um das, was war, und vor

Gott, ich will von dir erzählen in der Gemeinde singen und beten. Du kümmerst dich um Arme und Kranke, Gesunde, Alte und Kinder.

Ansprache von Oberbürgermeister Wieder beim Volkstrauertag am

Laurenz Quehenberger gestorben am 5. Juni 2017

doch Madeleine ergriff plötzlich ein merkwürdiges Gefühl, ohne dass sie hätte sagen können, warum. Etwas entfernt konnte sie jetzt eine Sänfte sehen,

Schüler mit offenen Herzen und Hirnen Fünf Tage in Auschwitz und Krakau

Sorgenlos und grübelfrei

Transkript:

Rosa-Parks-Schule Gesamtschule der Stadt Herten Auschwitz / Birkenau 2014 -Erfahrungen und Emotionen- Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen - George Santayana

Vorwort Die Rosa-Parks-Schule bietet Ihren Oberstufenschülern alle zwei Jahre die Möglichkeit, an einer Geschichtsexkursion teilzunehmen. Diese Reise nach Auschwitz macht jedes Mal die unmenschlichen Ereignisse deutlich, die vor nicht allzu langer Zeit dort geschehen sind. In dieser Sammlung schildern die beteiligten Schüler, der Auschwitzfahrt 2014, ihre Eindrücke und Erfahrungen. Wir Schülerinnen und Schülern reflektierten unseren Besuch anhand folgender Fragen: - Was ist mir in besonderer Erinnerung geblieben? - Welche Situation / welches Bild hat mich am stärksten berührt? - Was habe ich während des Besuchs empfunden? - Sollte jeder Schüler/ jede Schülerin Auschwitz verpflichtend besuchen? Venecia

Ich muss direkt an die Konzentrations- bzw. Vernichtungslager denken an die Lage. Es gab keine vernünftigen Lebensverhältnisse. Dies hat mich sehr getroffen zu wissen, dass Inhaftierte so leben mussten. Am meisten hat mich die Geschichte eines Inhaftierten berührt, der für den Tod eines anderen Inhaftierten verantwortlich war. Bei dem Besuch empfand ich Trauer und vor allem Mitleid für alle Inhaftierten der gesamten Konzentrationslager. Ich finde, es ist sehr schwer nachzuvollziehen wie Inhaftierte eines Konzentrationslagers leben mussten. Der Besuch sollte nicht verpflichtend werden, jedoch lohnt es sich einen eigenen Eindruck zu machen. Merve / Ahmed Wir haben Mitleid mit den Inhaftierten gehabt bzw. haben es immer noch, denn es waren Lebensumstände, die man nicht einmal seinem Feind wünscht! Die Geschichte mit dem Inhaftierten, der indirekt einen anderen getötet hat, also Schuld daran hatte, berührt uns am meisten, da der Inhaftierte in dem Moment nur den Wunsch hatte zu leben und dafür sogar Opfer gebracht hat. Das verfolgt ihn sein Leben lang. Verpflichtend sollte ein Besuch von Auschwitz nicht sein, jedoch wäre es zu empfehlen, dass jeder einmal dort sein müsste, um Verständnis für die Menschen der Zeit zu haben. Sarah / Erdinc

Besonders in Erinnerung geblieben ist und das Konzentrationslager/ Gedenkstätte in Auschwitz. Es war interessant und zugleich sehr traurig zu erfahren, wie die Juden behandelt wurden. Man hat einen authentischen Eindruck bekommen. Am stärksten berührt hat uns eigentlich alles, aber vor allem das Haus, in dem die Menschen verbrannt wurden und wo sie unterkommen mussten. Man kann und will sich nicht vorstellen wie diese Menschen behandelt wurden. Während des Besuches haben wir Trauer und enormes Mitleid empfunden. Die damalige Situation wurde uns durch Erfahrungen von überlebenden Menschen erzählt, somit haben wir einen genauen Eindruck erfahren können. Wir finden, dass es nicht unbedingt verpflichtend sein muss, aber ein Besuch in Auschwitz ist sehr empfehlenswert. Man kann sehr viel lernen und erfahren und vielleicht auch mit in die Zukunft nehmen. Wir finden aber, dass jeder Schüler wirklich einmal dort gewesen sein sollte. Um einmal erfahren zu können, unter welch schrecklichen Bedingungen die Menschen (leben)/ sterben mussten. Es war einfach nur Folter und unmenschlich. Diese Bilder werden uns noch lange Zeit in d den Gedanken bleiben, dementsprechend empfehlen wir jedem Menschen einmal dort gewesen zu sein. ABSOLUT EMPFEHLENSWERT, ABER AUCH TRAGISCH Niklas In besonderer Erinnerung ist mir der Anblick von den Umständen in Auschwitz geblieben. Es war hart und interessant all dies mit eigenen Augen sehen zu müssen unter welchen Bedingung Juden und andere gelitten und gestorben sind. Am meisten berührt hat mich das Bild von den Krematorien und dass Gefangene ihre Mitmenschen verbrennen mussten. Ich finde, dass jeder Schüler Auschwitz mal gesehen haben muss, um zu sehen oder zu fühlen, wie die Zeit damals war. Florian

In besonderer Erinnerung ist mir die enorme Größe von dem Areal geblieben, wo das Leid so verdichtet zugefügt wurde. Die Kammern und Todeszellen haben mich besonders schockiert. Auch die Krematorienöfen, die zur Vernichtung optimiert wurden, waren furchtbar. Kein Verständnis, unbegreiflich Präventiv sollte jeder Auschwitz besuchen, aber da nicht alle das verarbeiten können, bin ich nicht dafür, den Besuch verpflichtend zu machen. Nico In Birkenau ist mir in besonderer Erinnerungen geblieben wie riesig das Lager ist. Das Bild von der Frau, die nur noch 25 kg gewogen hat. Es war ein merkwürdiges Gefühl, das ich nicht genau beschreiben kann. Nein, da es manche Schüler verstören würde. Lisa Marie

In besonderer Erinnerung ist mir die Grausamkeit und Unmenschlichkeit geblieben, mit der die Opfer ermordet wurden. Genauso wie die unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Menschen eingesperrt waren. Am stärksten berührt hat mich die gesamte Führung durch Auschwitz mit den Kopfhörern, denn so war man in seiner ganz eigenen Welt und bekam so intensivere Momente. Das Bild der unterernährten Frau, die nur noch 34 kg gewogen hat, war ebenfalls sehr berührend sowie die der unterernährten Kinder. Ich habe mich teils beschämt gefühlt, dass so eine weitentwickelte Spezies wie wir Menschen mit so einer Grausamkeit einfach Menschenleben zerstört bzw. beendet haben. Aber auch die ganze Führung über habe ich mich leicht ängstlich gefühlt, da ich mir gedacht habe, dass wenn so etwas wie das schon passiert ist, es jederzeit wieder passieren kann, auch wenn manche sagen, dass wir zu sehr aufgeklärt sind. Ich denke schon, denn wenn man im Unterricht nur darüber spricht, kann man sich das nicht so vorstellen, wie es wirklich passiert ist bzw. unter welchen Umständen alles geschehen ist. Eda Insbesondere ist mir der Anblick und die Grausamkeit in Erinnerung geblieben. Aber auch die Umstände, in denen die vielen Menschen leben mussten. Besonders hat mich die Situation der Kinder berührt, dass sie misshandelt worden sind, zudem das Bild der abgemagerten Menschen. Mir ging ein kalter Schauer über den Rücken. Schon allein, dass dort, wo ich mich befand, Millionen von Menschen gestorben sind oder eher umgebracht wurden. Ich würde den Besuch empfehlen, aber nicht verpflichten, weil nicht jeder den Anblick ertragen kann. Auch würden dann diejenigen, die keine Lust darauf hatten, die Fahrt nur stören und Mist bauen. Anonym

In besonderer Erinnerung ist mir der Anblick von den Schlafplätzen und den Toiletten geblieben. Am meisten hat mich berührt, dass die Menschen keine Identität hatten und dass sogar die Kinder tätowiert wurden. Außerdem die Bilder in den Krematorien. Das meiste, was ich gesehen hatte, konnte ich nicht realisieren. Die meiste Zeit hab ich Wut empfunden, und ich habe mich gefragt, ob es Menschen waren, die so was Grausames gemacht haben und wie es immer noch Nazis geben kann. Meiner Meinung nach sollte es verpflichtend sein, denn wenn sie es früh genug sehen würden, würden sie es besser begreifen können was damals geschah. Fabian In besonderer Erinnerung ist mir geblieben mit welch einer Grausamkeit die Nazis die Juden behandelt haben und in was für einem Ausmaß. Die Situation, als ich die kleine Hungerzelle gesehen habe, in die 4 Leute sich reinzwängen mussten, hat mich sehr berührt. Ich fand den Aufenthalt unheimlich, weil an gleicher Stelle schon tausende Menschen gestorben sind. Ich würde einen Aufenthalt empfehlen, weil jeder mal sehen sollte, mit was für einer Grausamkeit die Nazis damals vorgingen. Ioannis In besonderer Erinnerung sind mir die Öfen in Auschwitz geblieben, in denen früher die Menschen verbrannt wurden. Das, was mich besonders berührt hat, sind die Holzbaracken in Birkenau, in denen damals Kinder und Frauen gelebt haben und zu zehnt auf jeder Pritsche schlafen mussten. Ich habe Hass für die ganzen Menschen empfunden, die damals auf grauenhafte Art und Weise andere Menschenumgebracht haben. Ja, ich finde, dass jeder Schüler Auschwitz besuchen sollte, weil man auch von nah sehen soll, was alles in der damaligen Zeit geschehen ist. Patrick

Die Öfen sind mir in Erinnerung geblieben, da ich mir nie vorstellen konnte, wie man so etwas Grausames machen konnte. Die Unterkünfte haben mich am stärksten berührt, weil es mir unvorstellbar ist, wie man bei 30 Grad dort überleben kann. Während des Besuchs empfand ich Hass und Trauer. Ich finde, das sollte jedem selbst überlassen sein, aber ich kann es nur weiterempfehlen, da es sehr interessant war. Miro In besonderer Erinnerung sind mir die Ausmaße des Konzentrationslagers geblieben. Die Geschichte von einer Familie, welche in einer grausamen Art und Weise an der Mauer erschossen wurde, hat mich am meisten berührt. Denn die Vorstellung ist einfach schrecklich, wie eine ganze Familie mit kleinen Kindern hingerichtet wird. Ich war sehr betroffen von den Geschichten und dem Geschehen, die sich in Auschwitz abgespielt haben. Auch, wenn es glücklicherweise Vergangenheit ist, hatte ich trotzdem Gefühle wie Betroffenheit und Trauer. Meiner Meinung nach sollte es nicht verpflichtend für jeden Schüler sein, da es vielleicht nicht jeder psychisch vertragen kann. Aber trotzdem muss es weiterhin angeboten werden und auf jeden Fall empfohlen werden. Verena Die Geschichten der vielen Gefangenen sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Am stärksten berührt haben mich die Schicksale der Kinder. Die Experimente, die an den Kindern durchgeführt wurden, wie zum Beispiel der Bluttausch bei den Zwillingen, waren für mich unvorstellbar. Während des Aufenthalts war ich nervös. Die damaligen Lebensbedingungen, die besonders bei den Besichtigungen der Kellerräume und Baracken zum Vorschein kamen, haben mich schockiert. Meiner Meinung nach sollte jeder Schüler Auschwitz besuchen. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe, sollten auch andere Schüler machen. Those who ignore history are bound to repeat it. Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen. George Santayana Alisa

In besonderer Erinnerung ist mir die Geschichte einer jüdischen Familie, die vor der Todeswand erschossen wurde. Am stärksten berührt haben mich die Baracken und die Zustände im Konzentrationslager. Ich war sehr geschockt, denn wenn man im Unterricht davon spricht, kann man sich nicht wirklich ausmalen, wie es dort wirklich war. Ja, weil man dort wertvolle Erfahrungen sammelt. Sophia In besonderer Erinnerung blieben mir vor allem die Dinge aus Birkenau, wie zum Beispiel die große Weite des Geländes, die Zerstörung der Gaskammern und Krematorien und die Art, wie die Nazis die Menschen nach Birkenau brachten. Das Bild/ die Bilder der vielen Kinder, die mit ihren Familien in die Gaskammern gebracht wurden. Ehrfurcht und Respekt Nein, ein Besuch sollte nicht verpflichtend sein, da manche Menschen, besonders Schüler, anders und auch sensibler als andere regieren. Jeder sollte die Chance haben dorthin zu gehen, nicht gezwungen werden. Adriana In besonderer Erinnerung sind mir die 2 Tonnen Frauenhaar, sowie die Koffer und andere Gegenstände der ermordeten Juden geblieben, da mich die Grausamkeit und Brutalität der Nazis zutiefst erschüttert haben. Das Foto von dem berühmten Bahnsteig, wo die Selektion von Millionen Menschen stattgefunden hat, hat mich sehr berührt. Mich überkam ein seltsames, fast schon beschämendes Gefühl als Tourist dort zu stehen, wo Millionen Menschen ihr grauenvolles Ende gefunden haben und auch wussten: Ich komme hier nicht wieder unbeschadet raus. Ich finde, dass ein Besuch der Gedenkstätte weiterhin eine freiwillige Angelegenheit sein sollte, da jeder es selber wissen muss, ob er es psychisch verkraften kann. Rabea

Die Geschichte des Krieges ist gar nicht so weit weg von uns Schülern. Dies zeigte mir der Besuch in Auschwitz. Es war unangenehm zu wissen, dass es uns alle betrifft. Man wurde mit harten Folgen konfrontiert, und man befand sich unangenehmer weise am Ort des Geschehens. Dort, wo wir waren, sind massenweise Menschen gestorben, doch wir konnten diesen schrecklichen Ort wieder verlassen. Mir sind besonders die ganzen ausgestellten originalen Sachen in Erinnerung geblieben, wie die Haare der Frauen, die Schuhe und die Kleidung. Am meisten berührt hat mich die schwarze Wand, an denen die Exekutionen durchgeführt wurden. Es war schlimm, dort im Hof zu stehen. Aber genauso schlimm waren die Gesichter all der betroffenen Menschen dort zu sehen, es waren so viele! Meiner Meinung nach sollte jeder Schüler einmal dort gewesen sein. Das alles trägt zum Verständnis der Geschichte bei und zeigt, was nicht passieren soll. Daniel Mir sind die extremen Verhältnisse, die innerhalb von Auschwitz/ Birkenau herrschten im Kopf geblieben. Vor allem haben mich die Menge der abgeschnittenen Haare, die verbleibenden Koffer und Sachen der gefangenen Personen in Auschwitz berührt. Meine Gefühle während des Besuches befanden sich zwischen Wut und Trauer. Ich würde es jetzt nicht verpflichten, aber wenn man sich für die Geschichte und die Judenverfolgung interessiert, ist ein Besuch in Auschwitz wichtig. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. Iliana In besonderer Erinnerung ist mir das Eingangstor Arbeit macht frei geblieben, da viele Menschen die Hoffnung hatten, durch harte Arbeit am Leben zu bleiben, was jedoch meist nicht der Fall war. Was mir auch in Erinnerung geblieben ist, waren die unmenschlichen Bedingungen, mit denen die Menschen Tag für Tag zu kämpfen hatten. Zumeist haben mich die Bilder der kranken Menschen und deren Kinder berührt, die für Experimente misshandelt wurden. Während des Aufenthaltes war ich sehr traurig und schockiert. Ich konnte es nicht begreifen, wie man so unmenschlich sein konnte. Mich erschraken sehr die Tonnen von Gegenständen, Kleidungsstücken und Haare der Menschen. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass Schüler Auschwitz besuchen, da sie sich oftmals nicht genau vorstellen können, wie man in der damaligen Zeit unter

diesen Umständen gelebt hat. Durch den Besuch sammeln sie viele Erfahrungen und lernen ihr eigenes Leben zu schätzen. Mervan Die Kleidungsstücke der Kinder/ Säuglinge sind mir am meisten in Erinnerung geblieben. Jedoch ebenso auch die Frauenhaare, Schuhe und Koffer. Am meisten haben mich die Zitate von Zeitzeugen berührt, die uns unsere Leitung vorgelesen hat. Ich hatte gemischte Gefühle. Einerseits Trauer für all das, was passiert ist, andererseits Hass an alle, die für die grausame Tat verantwortlich sind. Meiner Meinung nach ja. Jeder Schüler, jede Schülerin hat zwar Vorwissen, jedoch ist es etwas anderes, wenn man persönlich dort ist. Ebenso fühlt man sich dem Thema auch näher, und man bekommt bessere Eindrücke. Johannes Mir ist am stärksten die eine Tonne an Frauenhaar in Auschwitz 1 in Erinnerung geblieben. Ich habe den Raum betreten, und als ich die unglaubliche Menge an Haar sah, bin ich in einem Schockzustand erstarrt. Ich musste den Anblick erst einige Minuten verarbeiten bis ich wieder zuhören konnte. Es war zwar nicht alles an Haar, was ausgestellt war, aber es half sich die Dimensionen des Genozids und der Qualen vorzustellen. Das ist mir sowohl am stärksten in Erinnerung geblieben und es hat mich am meisten berührt. Während meines Besuches war ich neugierig und interessiert an Hintergrundinfos. Doch der Anblick von Wachtürmen und Hochspannungszäunen hat mich immer wieder eingeschüchtert. Jeder Mensch sollte diesen Ort mal gesehen haben. Er stellt ein wichtiges Symbol für die Zukunft dar und damit er nicht und was dort passiert ist, vergessen wird, sollte jeder ihn mal besuchen.