Interne Kommunikation



Ähnliche Dokumente
Bachelorarbeit. Private Altersvorsorge. Beurteilung ausgewählter Anlageformen. Michael Roth. Bachelor + Master Publishing

Controlling. Maren Heltsche. keitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffen

SEO Strategie, Taktik und Technik

Seniorenbüros im Land Brandenburg

Selbstmarketing. Svenja Hofert. mus + Journalismus + Journalismus + Journalismus + Journalismus + Journalismus

Kill Keyword Density. Weshalb die Keyword Density blanker Unsinn ist.

Die Bedeutung der Hausbankbeziehung für Finanzierungen im Mittelstand Schwerpunkt: Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge

Stefan Kundelov. Balanced Scorecard. Anwendung in der stationären Altenpflege. Diplomica Verlag

Gelassenheit gewinnen 30 Bilder für ein starkes Selbst

Christian Kremer. Kennzahlensysteme für Social Media Marketing. Ein strategischer Ansatz zur Erfolgsmessung. Diplomica Verlag

Christina Janning. Change Management. Möglichkeiten der Kommunikation zur Reduzierung innerbetrieblicher Widerstände. Diplomarbeit

Qualitätsmanagementsysteme im Gesundheitswesen

Industrie 4.0 in Produktion, Automatisierung und Logistik

Interaktive Whiteboards im Unterricht

Strategisches Innovationsmanagement

Due Diligence als Instrument des Akquisitionscontrollings

Alina Schneider. Erfolg in Data-Warehouse-Projekten. Eine praxisnahe Analyse von Erfolgsfaktoren und -kriterien. Diplomica Verlag

Grundmann Rathner Abschlussprüfungen Bankwirtschaft, Rechnungswesen und Steuerung, Wirtschafts- und Sozialkunde

Diplomarbeit. Leitfaden für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Hinweise und Arbeitsvorlagen für eine erfolgreiche Umsetzung.

Planung eines Videoüberwachungssystems

Modernes Talent-Management

Erwin Lammenett. TYPO3 Online-Marketing-Guide

objectif Import von Excel-Daten Bei Fragen nutzen Sie bitte unseren Support: Telefon: +49 (30)

Usability Untersuchung eines Internetauftrittes nach DIN EN ISO 9241 Am Praxisbeispiel der Firma MAFI Transport-Systeme GmbH

New Public Management

Rüdiger Zarnekow Lutz Kolbe. Green IT. Erkenntnisse und Best Practices aus Fallstudien

Tanja Hartwig genannt Harbsmeier. Up- und Cross-Selling

Einführung und Kurzfragebogen Ihrer Corporate Identity.

Bachelorarbeit. Grundlagen im Dienstleistungsunternehmen. Mit Qualitätsmanagement und Kundenorientierung zum Erfolg. Tobias Müller

Change Management in der öffentlichen Verwaltung

Medienökonomie. Prof. Dr. Frank Lobigs. en + Medien + Medien + Medien + Medien + Medien + Medien + Medien + Medien +

Cross-border Mergers & Acquisitions in China

Marcel Haritz. E-Recruiting. Effiziente Ansätze zur Beschaffung von Hochschulabsolventen für Traineeprogramme. Diplomica Verlag

Rettungsdienst am Limit: Gesundheit von Einsatzkräften im Rettungsdienst (GERD )

Christoph Merte Marktstrategien im Mobile Banking Smartphones als neuer Absatzkanal der Finanzindustrie

Bachelorarbeit. Going Public. Eine mögliche Exit-Strategie von Venture Capital-Gesellschaften. Christoph Schreitl. Bachelor + Master Publishing

Profit-Organisationen

Medizinische Grundlagen der Heilpädagogik

Feedback in Echtzeit. Social Media Monitoring Services von Infopaq. SOCIAL MEDIA

Prozessoptimierung in der Einzelteilproduktion

Call Center Lexikon. Die wichtigsten Fachbegriffe der Branche verständlich erklärt

Vertrauen in Medien und politische Kommunikation die Meinung der Bürger

Netzwerkorientiertes Supply Chain Controlling und Risikomanagement

Projektanleitung zum

TomR.Koch. Lean Six Sigma. Die Automobilindustrie im Wandel. Diplomica Verlag

SIX SIGMA TEIL 2: DIE DEFINE PHASE DMAIC MARTIN ZANDER. Green Belt Level

DIGITALKONSULAT DK. Unsere Leistungen

ÜBERGABE DER OPERATIVEN GESCHÄFTSFÜHRUNG VON MARC BRUNNER AN DOMINIK NYFFENEGGER

Lukas Hechl. Bilanzrechtliche Probleme des Jahresabschlusses einer GmbH & Co KG. Diplomica Verlag

Wissensmanagement in der humanitären Logistik

Umfrage. Social Media Monitoring

X.systems.press ist eine praxisorientierte Reihe zur Entwicklung und Administration von Betriebssystemen, Netzwerken und Datenbanken.

Internationale PR. Dr. Simone Huck-Sandhu. keitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffen

Masterarbeit. Führungsinstrumente im Ehrenamt. Anforderungen und Möglichkeiten. Lars Meyer. Bachelor + Master Publishing

Commitment von High Potentials

Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP)

Handbuch Kundenmanagement

Erfolgsfaktoren von Customer Relationship Management Strategien

Bachelorarbeit. Printanzeigen und visuelle Kommunikation Analyse von ausgewählten Printanzeigen des Automobilherstellers Porsche im Zeitverlauf

Potentiale und Grenzen des E-Business bei komplexen Produkten im B2B-Bereich

Die Gesellschaftsformen

Krisenkommunikation. Elke Neujahr / Dr. Edith Wienand. keitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffen

Microsoft Office 365 Kalenderfreigabe

K. Hartmann-Consulting. Schulungsunterlage Outlook 2013 Kompakt Teil 1

Geld verdienen als Affiliate

Unternehmen im Wandel des Outsourcing

Strategische Führungskräfteentwicklung

Meet the Germans. Lerntipp zur Schulung der Fertigkeit des Sprechens. Lerntipp und Redemittel zur Präsentation oder einen Vortrag halten

Interne Kommunikation

In#7#Schritten#zum#erfolgreichen#Online#Business## # # # # # # # In#7#Schritten#zum# erfolgreichen#online#business## # # Erik#Jenss# # 1#

Leitbild. für Jedermensch in leicht verständlicher Sprache

Diplomarbeit. Berufsbild Coach. Hilfestellungen und Tipps zur Ausbildung und Curriculumgestaltung. Christa Schmolmüller. Bachelor + Master Publishing

Supply Chain Management

Thomas Meuser Hrsg. Promo-Viren. Zur Behandlung promotionaler Infekte und chronischer Doktoritis 3., kurierte Auflage

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Uhrzeiten-Training in der Grundschule, Klasse 1 und 2

David Seidel. Reifegrad. Der prioritätsspezifische Index. Effektives Management für eine bessere Potentialausschöpfung.

Bachelorarbeit BESTSELLER. Benjamin Höber. Die Bad Bank als mögliches Mittel zur Bewältigung der Finanzkrise

Social-Media Basis-Paket Ein einfaches und verständliches Unternehmens-Programm für den ersten Schritt

Jan Siebert. Konzernrechnungslegung. Die Regelung nach HGB und IFRS. Diplomica Verlag

Oliver Gorus. mus + Journalismus + Journalismus + Journalismus + Journalismus + Journalismus

Social Media der neue Trend in der Personalbeschaffung

Ökonomik der Agrar und Ernährungswirtschaft in ILIAS

Diplomarbeit. Fair Trade und Corporate Social Responsibility. Josefine Becker. Zusammenhänge und Hintergründe. Bachelor + Master Publishing

Marketing für freie Journalisten

Jugend in Arbeit plus

Bachelorarbeit. Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 in der Arztpraxis. Auswirkungen auf die ärztliche Profession. Lisa Fänder

Mobile Marketingkampagnen

AGENTURPROfIL limited edition erste ausgabe // mehr unter

Scholz (Hrsg.) / Krämer / Schollmayer / Völcker. Android-Apps. Konzeption, Programmierung und Vermarktung

GmbH. Feuer im Herzen. Werbung im Blut.

Erstellen und Bearbeiten von Inhalten (Assets)

Was meinen die Leute eigentlich mit: Grexit?

Aufgaben und Lösungen für die Bilanzbuchhalterprüfung

telefonkonferenz.de für Endanwender

Nicht über uns ohne uns

Erik Hüttenberger. Der Sportverein als Marke. Mit Markenmanagement Vereinsprobleme bekämpfen. Diplomica Verlag

Persönliche Beratung

Diplomarbeit. Franchisesysteme im Zeichen der Globalisierung. Chancen und Risiken. Helmut Grass. Bachelor + Master Publishing

Transkript:

307 Interne Kommunikation Petra Sammer keitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffentlichkeitsarbeit + Öffen

Freie Journalistenschule Modul 307: Interne Kommunikation Autorin: Petra Sammer Legende Aufzählung Lernziel Definition Aufgabe / Übungen Schlagwort

2012 Freie Journalistenschule. Alle Rechte vorbehalten. Der gesamte Inhalt des vorliegenden Lehrmoduls (Texte, Bilder, Grafiken, Design usw.) und jede Auswahl davon unterliegt dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutze geistigen Eigentums der Freien Journalistenschule oder anderer Eigentümer. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Eigentümers unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Zuwiderhandlungen werden zivil- und strafrechtlich verfolgt. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Text berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften. Sämtliche verwendete Handelsmarken oder Markenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Die Freie Journalistenschule und ihre Dozenten und Autoren haben höchste Sorgfalt bei der Erstellung des vorliegenden Lehrmoduls angewandt. Dennoch übernehmen sie keinerlei Verantwortung oder Haftung für Richtigkeit oder Vollständigkeit, eventuelle Fehler oder Versäumnisse innerhalb des Lehrmoduls. Die Inhalte und Materialien werden unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung zur Verfügung gestellt. Insbesondere erfolgt die Anwendung von im Lehrmodul dargestellten Erkenntnissen auf Gefahr des Teilnehmers. Verlag: Druck: Freie Journalistenschule, Berlin www.freie-journalistenschule.de MKM Media, Kleinmachnow Made in Germany.

Modul 307 5 Inhalt Einleitung 8 1. Interne Kommunikation Definition 9 1.1 Definition interner Kommunikation 9 1.2 Ziele der internen Kommunikation 11 1.3 Kriterien der internen Kommunikation 12 1.4 Abgrenzung und Schnittstellen interne und externe Kommunikation 14 1.5 Die Akteure interner Kommunikation 16 1.6 Rechte und Pflichten 17 2. Strategien der internen Kommunikation 20 2.1 Zielgruppen der internen Kommunikation 20 2.2 Top-Down versus Bottom-up 21 2.3 Monolog und Dialog 22 2.4 Interne Kommunikation planen 23 2.5 Tagesgeschäft und Kampagnen 25 3. Instrumente der internen Kommunikation 27 3.1 Der Klassiker: die Mitarbeiterzeitung 27 3.2 Der Routinier: Rundschreiben oder Mitarbeiter-Newsletter 31 3.3 Die Schnellboote: Mitarbeiterbrief und E-Mail 31 3.4 Die Persönliche: Betriebsversammlung & Co. 32 3.5 Noch ein Klassiker, häufig unterschätzt: das Schwarze Brett 34 3.6 In modernen Zeiten: das Intranet 35 3.7 Exkurs: Print versus Digital 36

6 Modul 307 Interne Kommunikation 3.8 Die Neuen: Blogs, Wikis und Third Screen 37 3.8.1 Blogs 37 3.8.2 Wikis 40 3.8.3 Mobile Information 41 3.9 Der Entertainer: Unternehmens-TV 42 4. Herausforderungen der internen Kommunikation 45 4.1 Strategische Stabsstelle oder freie Redaktion? 45 4.2 Intern ist nicht intern das gläserne Unternehmen 47 4.3 Interne Kommunikation in Krisenzeiten 48 4.4 Interne Kommunikation in internationalen Unternehmen 49 5. Evaluation 53 5.1 Grundsätze allgemeiner Kommunikations-Evaluation 53 5.2 Interne Kommunikation messen 55 5.2.1 Output der internen Kommunikation 55 5.2.2 Outcome/Outgrowth der internen Kommunikation 55 5.2.3 Outflow der internen Kommunikation 56 Antworten zu den Selbstkontrollaufgaben 58 Glossar 65 Literatur 67 Über die Autorin 70 Ihre Notizen 71

Modul 307 7 Allgemeine Lernziele: Wenn Sie dieses Modul durchgearbeitet haben, können Sie den Unterschied zwischen interner und externer Kommunikation definieren und sind für die Schnittstellen und Übergänge beider Kommunikationsarten sensibilisiert. Sie wissen um Aufgabenstellung und Verantwortung moderner Unternehmen und Organisationen in der Kommunikation mit Arbeitnehmern und Organisationsangehörigen. Sie werden die wichtigsten Instrumente interner Kommunikation kennenlernen sowie deren Einsatzgebiete und Herausforderungen in der Informations- und Netzwerkgesellschaft des beginnenden 21. Jahrhunderts. Sie können Stärken und Schwächen interner Kommunikation benennen. Sie lernen, wo journalistisches Können in der internen Kommunikation zum Einsatz kommt, und wo Organisations- und HR-Expertise entscheidend ist.

8 Modul 307 Interne Kommunikation Einleitung Dieses Modul soll Ihnen eine Einführung und einen Überblick in eine der entscheidenden Kommunikationsdisziplinen der Unternehmenskommunikation geben: der internen Kommunikation. Häufig werden die Begriffe interne Kommunikation und Mitarbeiterkommunikation gleich gesetzt. Die aktuelle Kommunikationswissenschaft fordert jedoch eine Begriffsabgrenzung, da sich die Mitarbeiterkommunikation ausschließlich Top-Down an die Mitarbeiter wendet und somit nur Botschaftsübermittlung ist. Die interne Kommunikation beinhaltet zusätzlich und ausdrücklich die Kommunikation zwischen den Hierarchieebenen. 1 In diesem Lernmodul verwenden wir hingegen den Begriff interne Kommunikation synonym zu dem Begriff Mitarbeiterkommunikation. Die interne Kommunikation regelt die Kommunikation innerhalb von Organisationen. Dies können Unternehmen sein, sowie jede andere Form von Organisationen wie z. B. Parteien, Verwaltungen, Vereine etc. In diesem Lernmodul konzentrieren wir uns auf die Kommunikation innerhalb von Unternehmen. Auch möchten wir darauf hinweisen, dass wir aus Gründen der besseren Lesbarkeit in der Regel von Mitarbeitern oder Arbeitnehmern sprechen, dabei aber selbstverständlich immer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer meinen. 1 Siehe auch Bruhn (2005): S. 1203.

Modul 307 9 1. Interne Kommunikation Definition Lernziele: Nachdem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben, sollten Sie folgendes gelernt haben: Sie wissen um die Bedeutung interner Kommunikation im Rahmen der Unternehmensführung. Sie können die Ziele interner Kommunikation definieren. Sie können interne Kommunikation klar von externer Kommunikation ableiten. Sie wissen, was gute interne Kommunikation ausmacht. Sie wissen, wer die Akteure der internen Kommunikation sind. Sie kennen den juristischen Rahmen der internen Kommunikation. 1.1 Definition interner Kommunikation Bevor wir in die strategischen Aspekte der internen Kommunikation einsteigen und auch die Instrumente und Möglichkeiten betrachten, die einem Unternehmen zur Information seiner Mitarbeiter zur Verfügung stehen, wollen wir den Begriff und das Aufgabenfeld interne Kommunikation zunächst im Detail definieren und beschreiben. Dies ist besonders entscheidend, da es im Alltag fast jedes Unternehmens immer wieder zu Überschneidungen mit anderen Bereichen und somit auch Kompetenzdiskussionen kommt die Definition und Abgrenzung von interner Kommunikation ist fast täglich Aufgabe in den Unternehmen. Besonders die Schnittstellen zur externen Kommunikation und auch zum Personalwesen sind hier entscheidend. Oft sehr zum Leidwesen der internen Kommunikation und auch Nachteil der Unternehmen erfahren Mitarbeiter Neuigkeiten zu ihrer Firma oder gar ihrem Arbeitsplatz aus der Presse und somit durch externe Kommunikation. Moderne, progressive Kommunikationsstrategien nutzen sogar bewusst die Aufmerksamkeit, die der externen Presse zuteil wird und bauen sie bewusst in die Mitarbeiterkommunikation ein. Konkret gesprochen, traut man einer Tageszeitung eher zu, Mitarbeiter zu erreichen als der eigenen Mitarbeiterzeitung oder dem Intranet. Diese Strategie hat sicher ihren Reiz und im Einzelfall vielleicht auch ihre Berechtigung. Wie komplex das Verhältnis von interner und externer Kommunikation ist, besonders wenn es um globale Unternehmen mit mehr als 100.000 Mitarbeitern weltweit geht, werden wir in einem späteren Kapitel analysieren. So eng interne und externe Kommunikation verknüpft sind, man sollte trotzdem zu einer klaren Abgrenzung und Definition für interne Kommunikation finden, allein schon, da unterschiedliche Ziele und Aufgaben mit der Art der Kommunikation verbunden sind (siehe hierzu Kapitel 1.2).

20 Modul 307 Interne Kommunikation 2. Strategien der internen Kommunikation Lernziele: Nachdem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben, sollten Sie folgendes gelernt haben: Sie können die Zielgruppen der internen Kommunikation benennen und gegenüber externer Kommunikation abgrenzen. Sie können einzelne Strategieansätze definieren und deren Vor- und Nachteile erläutern. Sie kennen die derzeit diskutierten Anforderungen an eine moderne Kommunikationsstrategie. Sie können ein Kommunikationskonzept in fünf Schritten aufsetzen. Nach einem Einstieg in die interne Kommunikation und deren Definition werden wir im zweiten Kapitel auf die Strategien der internen Kommunikation eingehen, ihre Möglichkeiten und Ausrichtungen. Bei der Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes oder auch nur einzelner Kommunikationsinstrumente gilt es, bestimmte Grundeinstellungen zu definieren: die Strategie. Dabei konzentrieren wir uns zunächst auf die Zielgruppe der Internen Kommunikation. An wen richtet sich die Information, und wie unterschiedlich kann diese Gruppe sein? Danach werden wir die Art und Weise der Kommunikation definieren: das Wie der Kommunikation. In jedem Unternehmen ist zu entscheiden, ob sich die interne Kommunikation nach dem Motto His Master s Voice ausschließlich von oben nach unten richtet, oder ob auch die Kommunikation untereinander und von unten nach oben gefördert werden soll. Sprechen wir im Monolog oder Dialog? Diese Entscheidungen für die Strategie der Kommunikationsarbeit sind grundlegend, denn aufgrund dieser Vorannahmen erfolgt im Anschluss die Auswahl der passenden Instrumente (siehe hierzu Kapitel 3). 2.1 Zielgruppen der internen Kommunikation Die Kernzielgruppe der internen Kommunikation sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens. Berücksichtigen sollten Sie aber auch, dass es einen erweiterten Kreis gibt, zu dem auch ausgeschiedene Mitarbeiter wie Pensionäre und Rentner sowie Familienangehörige aller Mitarbeiter zählen. Die Kernzielgruppe sollte darüber hinaus anhand unterschiedlicher weiterer Kriterien definiert und geclustert werden. Diese sind: Hierarchie Arbeitsplatz (räumlich und organisatorisch) Vertragsbeziehung (z. B. Teilzeit/Vollzeit) Wissens- und Ausbildungsstand

70 Modul 307 Interne Kommunikation Über die Autorin Petra Sammer Managing & Creative Director, Ketchum Pleon Deutschland Petra Sammer berät seit 20 Jahren Unternehmen in PR, Marketing und Unternehmenskommunikation. Die PR-Frau startete ihrer Karriere bei Ketchum als Volontärin. 1999 übernahm sie erstmals Teamverantwortung als Group Managerin im Bereich Produkt PR. Von 2002 bis 2005 restrukturierte sie die Bereiche Corporate- und Technologie-PR, gründete das Ketchum Trainings-Center für Medien- und Präsentationstrainings und baute die Kompetenzzentren für Krisen- und Issue-Management in der Agentur auf. Sie gründete das in der PR-Branche beispielhafte Ketchum Juniors Programm und ist Pate für das Weiterbildungsprogramm von Ketchum in Europa. Ihre Erfahrung gründet auf der Zusammenarbeit mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und Industrien, so z. B. Altana, Bertelsmann, BMW, Bosch Rexroth, BURGER KING, Elvia, GlaxoSmithKline, IBM, Henkel, Hitachi, Merck, Nestlé, Pixar, Starbucks, Unilever und Voith. Nach dem Merger zwischen den führenden Agenturen Ketchum und Pleon wechselte Petra Sammer von ihrer Rolle als Geschäftsführerin Ketchum in die neue Aufgabe des Chief Creative Officer für Ketchum Pleon Deutschland mit Büros in Düsseldorf, Dresden, Frankfurt, Stuttgart, München, Bonn und Berlin. Als CCO fördert Petra Sammer agenturweit die Bereiche Kreativität, Strategie und Planning und versteht sich als Inspirator für alle Teams. Vor ihrem Einstieg studierte sie Filmphilologie (Germanistik), Volkswirtschaft und Politikwissenschaft, war als Redakteurin in der Tagespresse tätig und arbeitete in zwei Werbeagenturen. Die internationale Netzwerkagentur Ketchum, Tochterunternehmen der Omnicom Group Inc., agiert in über 70 Ländern mit 2.500 Mitarbeitern. In Europa und Deutschland firmiert die Agentur unter Ketchum Pleon und bietet zahlreiche Spezialdisziplinen an, z. B. Event- und Entertainment-PR, Public Affairs, Internationale PR, Medientrainings sowie Krisen- und Issue-Management. Die Marketing- und Corporate-Expertise der Agentur nutzen Unternehmen und Organisationen weltweit für Markenaufbau und Reputation Management. Kontakt: www.ketchumpleon.com