Risiko Herkunft. Schulentwicklung fördern! PIRLS & TIMSS 2011: Lese-, Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz am Ende der Volksschule Dr. Claudia Schmied Bildungsministerin Dr. Claudia Schreiner Zentrumsleiterin des BIFIE in Salzburg Wien, am 11. Dezember 2012
PIRLS (Lesekompetenz) & TIMSS (Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz) 2011 Die Fakten: Getestet wurden SchülerInnen der 4. Schulstufe (etwa 10-Jährige) im Frühjahr 2011 Bei PIRLS: Stichprobe 4670 SchülerInnen und bei TIMSS: Stichprobe 4688 SchülerInnen an 158 Schulen in Österreich PIRLS (Lesen): Leichte Verschlechterung gegenüber PIRLS 2006 (529 gegenüber 538). Internationaler Vergleich: 25. Rang von 45 PIRLS-Staaten; 16. Rang von 23 EU-PIRLS-Staaten. TIMSS (Mathematik): Leichte Verbesserung gegenüber TIMSS 2007 (508 gegenüber 505). Internationaler Vergleich: 23. Rang von 50 TIMSS-Staaten; 14. Rang von 21 EU-TIMSS-Staaten TIMSS (Naturwissenschaft): Verbesserung gegenüber TIMSS 2007 (532 gegenüber 526). Internationaler Vergleich: 13. Rang von 50 TIMSS-Staaten; 6. Rang von 21 EU-TIMSS-Staaten Interpretation und Konsequenzen: Starker Zusammenhang zwischen Bildungsniveau der Eltern und dem der Kinder. Noch immer große Leistungsdifferenzen zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, auch wenn die Abstände kleiner werden. Projekte der Bildungsreform laufen und werden fortgesetzt. Anfang nächsten Jahres gemeinsam mit ExpertInnen umfassendes Paket zur Sprach- und Leseförderung. Zentrale Herausforderung der Zukunft bleibt, Barrieren zu überwinden, die Migration und soziale Herkunft mit sich bringen. Beginn der Bildungsstandardüberprüfung der Zielgruppe (4. Schulstufe) im Jahr 2013 in Mathematik und im Jahr 2014 in Deutsch. Schulentwicklungsprozesse entlang der Bildungsstandards. 1
PIRLS & TIMSS 2011 PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) stellt Informationen über die Lesekompetenz und TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study) über die Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz der SchülerInnen in der vierten Schulstufe (bzw. der etwa 10-jährigen Jugendlichen) im internationalen Vergleich bereit. Beide Studien bieten eine Grundlage für die faktenbasierte Bildungspolitik in Österreich. Die Gesamtkonzeption und internationale Koordinierung dieser Studien erfolgt durch die IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement). In Österreich werden die Erhebung und die Berichtslegung vom BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens) durchgeführt. Die beiden Studien finden normalerweise unabhängig voneinander statt, PIRLS testet die SchülerInnen alle fünf Jahre und TIMSS im Abstand von vier Jahren. Im Jahr 2011 sind die beiden Studien erstmals auf ein gemeinsames Erhebungsjahr gefallen. Österreich beteiligt sich an PIRLS (Lesen) nach 2006 zum zweiten Mal und nimmt an TIMSS (Mathematik und Naturwissenschaften) nach 1995 und 2007 bereits zum dritten Mal teil. Nach internationalen Vorgaben mussten in jedem Land am Ende der Erhebung auswertbare Daten von mindestens 4.000 SchülerInnen der vierten Schulstufe aus mindestens 150 Schulen vorliegen. In jedem Land wurden Schulen mit SchülerInnen in der vierten Schulstufe zufällig ausgewählt. Innerhalb jeder Schule wurde dann zumindest eine vierte Klasse zufällig ausgewählt, in der stets alle SchülerInnen getestet wurden. In Österreich wurden bei PIRLS 4670 und bei TIMSS 4688 SchülerInnen aus 276 Klassen an 158 Schulen im Frühjahr 2011 getestet. PIRLS 2011 (Lesen) Die österreichischen SchülerInnen erzielen 2011 auf der Lese-Gesamtskala einen Mittelwert von 529 Punkten und liegen damit 17 Punkte und damit statistisch signifikant über dem Schnitt aller teilnehmenden Länder (512). Dieser Mittelwert ergibt den 25. Rangplatz unter allen 45 Teilnehmerländern. Der Mittelwert aller teilnehmenden EU-Länder liegt bei 534 Punkten. Österreich erzielt ein Ergebnis unter dem EU-Schnitt und nimmt den 16. Rangplatz unter den 23 teilnehmenden EU-Ländern ein. Von den EU-Ländern schneiden neben Finnland (568) auch Nordirland (558) und Dänemark (554) sehr gut ab. PIRLS unterscheidet vier Kompetenzstufen: 3 Prozent der österreichischen SchülerInnen liegen mit extrem niedriger Leseleistung unter Stufe 1 und 17 Prozent sind der niedrigsten Kompetenzstufe 1 zuzuordnen. Diese SchülerInnen können nur unzureichend sinnerfassend lesen, so dass sie dadurch Gefahr laufen, in ihrer weiteren Schulkarriere erheblich beeinträchtigt zu werden. 2
In der höchsten Lese-Kompetenzstufe 4 (leistungsstarke Gruppe) weist Österreich 5 Prozent SchülerInnen auf. Im internationalen Schnitt sind es 9 Prozent. Wie bei PIRLS 2006 schneiden auch 2011 in den meisten Ländern die Mädchen beim Lesen besser ab als die Buben. Der Vorsprung der Mädchen beträgt in Österreich 8 Punkte und ist damit im Vergleich zu vielen anderen Ländern eher klein. Der Wert Österreichs ist bei PIRLS 2011 um 9 Punkte niedriger als bei PIRLS 2006 und hat damit moderat abgenommen. Ähnliche Entwicklungen gibt es in Deutschland, Schweden, Litauen und Italien ( 7 bis 10 Punkte). Die größte Verschlechterung ist in Bulgarien mit 15 Punkten zu verzeichnen. Dieses Ergebnis ist bei Mädchen und Buben in etwa gleichem Ausmaß ausgeprägt und fällt über das ganze Leistungsspektrum hinweg sehr regelmäßig aus. TIMSS 2011 Mathematik Die österreichischen SchülerInnen erreichen im Jahr 2011 im Mittel 508 Punkte und liegen damit signifikant über dem Schnitt aller TIMSS-Staaten (491). Innerhalb der 50 Teilnehmerländer bedeutet dies Rang 23. Die 21 an TIMSS teilnehmenden EU-Länder erreichen einen Mittelwert von 519 Punkten. Der österreichische Mittelwert liegt im EU-Vergleich auf Rang 14 von 21. Der Abstand zu den besten asiatischen Ländern Singapur (606), Korea (605) und Hongkong (602) beträgt etwa 100 Punkte. Deutschland (528) liegt 20 Punkte vor Österreich. Die anderen Nachbarländer unterscheiden sich nicht signifikant von Österreich (Ungarn, Slowenien und die Tschechische Republik mit Mittelwerten zwischen 515 und 511 Punkten sowie Italien und die Slowakische Republik mit Mittelwerten von 508 bzw. 507 Punkten). 5 Prozent der österreichischen SchülerInnen liegen mit einer extrem niedrigen Mathematikleistung unter Stufe 1, weitere 25 Prozent sind der niedrigsten Kompetenzstufe 1 zuzuordnen. Fast jede/r dritte österreichische SchülerIn hat gegen Ende der Grundschule große Probleme, einfachste mathematische Fragestellungen zu lösen. In Deutschland macht diese Gruppe 19 Prozent aus. Im internationalen Schnitt gibt es 39 Prozent. Insgesamt konnte der Wert der untersten Gruppe von 386 Punkten im Jahr 2007 auf 401 Punkte im Jahr 2011 angehoben werden. In der höchsten Kompetenzstufe 4 weist Österreich im Mathematiktest 2 Prozent Leistungsstarke auf. Der internationale Schnitt liegt bei 8 Prozent. Mit 24 Prozent schneidet Nordirland am besten unter den EU-Ländern ab. 3
Während die Mädchen beim Lesen etwas besser abschneiden, kehrt sich das Bild in Mathematik um: in Österreich beträgt der Vorsprung der Buben 9 Punkte. Moderate Unterschiede zugunsten der Buben gibt es in den meisten Ländern mit Ausnahme der arabischen Staaten am Ende der Rangreihe, in denen die Mädchen teilweise deutlich vor ihren Alterskollegen liegen. Nach dem deutlichen Rückgang von 1995 auf 2007 (-26 Punkte) ist im Jahr 2011 durch gezielte Maßnahmen wieder eine leichte Verbesserung des Mittelwertes in Österreich (+3 Punkte) zu beobachten. Naturwissenschaft Im Bereich Naturwissenschaft erreichen die österreichischen SchülerInnen 2011 einen Mittelwert von 532 Punkten und liegen damit um 46 Punkte über dem internationalen Schnitt von 486 Punkten. Innerhalb aller 50 Teilnehmerländer bedeutet dies Rang 13. Der EU-Schnitt liegt bei 521 Punkten. Österreich liegt signifikant über diesem Mittelwert und nimmt Rang 6 (von 21) ein. Damit ist Naturwissenschaft der vergleichsweise beste Bereich der österreichischen GrundschülerInnen. Die Naturwissenschaftsleistungen der ViertklässlerInnen in den Nachbarländern Tschechische Republik (536), Ungarn (534) und Slowakische Republik (532) unterscheiden sich nicht von jenen in Österreich, die ViertklässlerInnen in Deutschland (528), Italien (524) und Slowenien (520) schneiden schlechter ab. Der Abstand Österreichs zu Finnland (570) dem führenden EU-Land in Naturwissenschaft beträgt 38 Punkte. Auch in Naturwissenschaft werden bei TIMSS vier Kompetenzstufen unterschieden: 4 Prozent der österreichischen SchülerInnen liegen mit extrem niedriger Naturwissenschaftsleistung unter Stufe 1, 17 Prozent sind der niedrigsten Kompetenzstufe 1 zuzuordnen. Etwas mehr als jede/r fünfte österreichische SchülerIn zeigt gegen Ende der Grundschule große Mängel in der naturwissenschaftlichen Grundkompetenz. Finnland liegt mit 8 Prozent am besten unter den EU-Ländern. Insgesamt konnte der Wert der untersten Gruppe von 388 Punkten im Jahr 2007 auf 408 Punkte im Jahr 2011 angehoben werden. In der höchsten Naturwissenschafts-Kompetenzstufe 4 weist Österreich 8 Prozent Leistungsstarke auf und liegt damit etwa im internationalen Schnitt (7 Prozent). Besonders viele leistungsstarke SchülerInnen gibt es mit 29 Prozent bzw. 33 Prozent in Korea und Singapur. Finnland hat mit 20 Prozent die größte Gruppe leistungsstarker SchülerInnen unter den EU-Ländern. 4
Zwischen Mädchen und Buben gibt es in Österreich auch in Naturwissenschaft mit 12 Punkten zugunsten der Buben einen moderaten, aber statistisch signifikanten Unterschied. Ähnlich wie in Mathematik liegen in einigen Ländern die Buben knapp vor den Mädchen; nur in den vorwiegend arabischen Staaten am Ende der Rangreihe gibt es deutliche Unterschiede zugunsten der Mädchen. Nach dem Rückgang von 1995 auf 2007 (-12 Punkte) ist im Jahr 2011 wieder eine erfreuliche Verbesserung des Mittelwertes in Österreich (+6 Punkte) zu beobachten. Die Leistungsverteilung ist insgesamt etwas homogener geworden. Österreich erreicht Verbesserung bei TIMSS 2011 Die leichte Ergebnisverbesserung in Österreich bei TIMSS 2011 ist erfreulich. Diese positive Entwicklung ist insbesondere auf Maßnahmen wie das Projekt IMST (Innovationen Machen Schulen Top) zurück zu führen, das Leuchtturm-Projekt in Österreich im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), in dessen Rahmen seit 2004 neben Aktivitäten auf der Systemebene über 1000 Schulprojekte unter Beteiligung von ca. 2000 LehrerInnen und etwa 45.000 SchülerInnen durchgeführt wurden. Von 2007 bis 2010 erfolgte der Schwerpunkt Naturwissenschaften und Mathematik in der Volksschule. Seit 2007 fanden alleine im Volkschulbereich über IMST etwa 150 Projekte aus den Bereichen der Mathematik und den Naturwissenschaften bzw. Sachunterricht unter Beteiligung von 250 Lehrkräften und etwa 9.000 SchülerInnen statt. Von 2013-15 wird IMST im Rahmen der MINT-Initiative des BMUKK weitergeführt. Ergebnisse nach Bildungsabschluss der Eltern: Je höher die Bildung der Eltern, desto besser die Leistungen der Kinder in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaft. Die Daten zu PIRLS & TIMSS 2011 belegen ebenso wie zuletzt die OECD-Studie Education at a Glance/Bildung auf einen Blick 2012 und die Analyse der Bildungsstandards, dass in Österreich ein starker Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau der Eltern und dem der Kinder besteht. Noch immer wird in Österreich Bildung viel zu häufig vererbt. Dadurch verlieren wir Talente, auf die wir nicht verzichten können. 5
Die Ergebnisse der Kinder, deren Eltern höchstens einen Pflichtschulabschluss haben, sind deutlich unter den österreichischen Mittelwerten. Diese Gruppe erreicht beim Lesen 479, in Mathematik 459 und in Naturwissenschaft 467 Punkte, während in Österreich der Mittelwert beim Lesen 529, in Mathematik 508 und in Naturwissenschaft 532 Punkte beträgt. Auch die Resultate der Kinder, deren Eltern höchstens eine Berufsbildende Mittlere Schule bzw. eine Lehre abgeschlossen haben, bleiben unter den genannten Mittelwerten: Lesen 516, Mathematik 495 und Naturwissenschaft 520 Punkte. Hingegen erreichen Kinder, deren Eltern die Matura absolviert haben, deutlich höhere und damit überdurchschnittlich positive Ergebnisse in allen drei Kompetenzen: Lesen 542, Mathematik 522 und Naturwissenschaft 544 Punkte. Die besten Resultate erreichen Kinder, deren Eltern einen Hochschulabschluss absolviert haben: Lesen 560, Mathematik 538 und Naturwissenschaft 565 Punkte. Diese Daten verdeutlichen einmal mehr, dass die strukturellen Reformprojekte für mehr Chancengerechtigkeit, zur Qualitätsverbesserung und zur Verbesserung der Durchlässigkeit in unserem Bildungssystem offensiv fortgesetzt werden müssen. Migrationshintergrund: Die Leistungen von Kindern mit Migrationshintergrund und denen ohne Migrationshintergrund nähern sich insgesamt an. Die Gruppe der ViertklässlerInnen mit Migrationshintergrund in der Volksschule hat sich von 12 Prozent im Jahr 1995 auf 17 Prozent in den Jahren 2006 und 2007 und schließlich auf 20 Prozent im Jahr 2011 verändert. Noch immer bestehen große Leistungsdifferenzen zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Beim Lesen betragen die Leistungen von Kindern mit Migrationshintergrund 497 Punkte, im Vergleich liegen die Leistungen der Kinder ohne Migrationshintergrund bei 537 Punkten. Diese Differenz von 40 lag 2006 noch bei 46 Punkten. In Mathematik sind die Leistungen von Kindern mit Migrationshintergrund 480 Punkte, im Vergleich liegen die Leistungen der Kinder ohne Migrationshintergrund bei 516 Punkten. Diese Differenz von 36 betrug 2007 noch 42 und 1995 sogar 55 Punkte. In Naturwissenschaft sind die Leistungen von Kindern mit Migrationshintergrund 484 Punkte, im Vergleich liegen die Leistungen der Kinder ohne Migrationshintergrund bei 544 Punkten. Diese Differenz von 60 betrug 2007 noch 70 und 1995 sogar 80 Punkte. 6
Schlussfolgerungen Die Ergebnisse von PIRLS & TIMSS 2011 zeigen einmal mehr, dass Chancengerechtigkeit und Qualität die zentralen Themen sind. Bildungserfolge stehen im großen Zusammenhang mit dem sozioökonomischen Hintergrund bzw. dem Bildungsstand der Eltern. Die Situation von SchülerInnen mit Migrationshintergrund zeigt diese Auswirkungen besonders deutlich. Die bisherigen Maßnahmen der Bildungsreform, von der Sprach- und Leseförderung über die Absicherung der Grundkompetenzen, der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl bis zum Ausbau der schulischen Tagesbetreuung zeigen Wirkung und müssen offensiv fortgesetzt werden. Durch die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf den Richtwert 25 lernen SchülerInnen individuell und kompetenzbasiert. Die LehrerInnen haben bessere Möglichkeiten, die Persönlichkeitsentwicklung ihrer SchülerInnen wahrzunehmen und eine gute Klassenatmosphäre zu schaffen. Besonders ganztägige Schulformen schaffen mehr Chancengerechtigkeit, sie gleichen sozioökonomische Benachteiligungen aus und haben positive Wirkung auf SchülerInnen mit Migrationshintergrund, Schulklima und soziale Interaktion. Die Projekte der Bildungsreform laufen und werden fortgesetzt. Weitere Maßnahmen müssen gesetzt werden. Anfang nächsten Jahres wird gemeinsam mit ExpertInnen ein umfassendes Paket zur Sprach- und Leseförderung präsentiert. Im Frühjahr 2013 starten die Bildungsstandards auch auf der 4. Schulstufe in Mathematik, 2014 in Deutsch. Damit wird auch in der Grundstufe der Qualitätsentwicklungsprozess entlang der Rückmeldeergebnisse der Bildungsstandards in Gang gesetzt, und nachhaltige Schulentwicklung vorangetrieben. Eine zentrale Herausforderung der Zukunft bleibt, die Barrieren, die Migration und soziale Herkunft mit sich bringen, zu überwinden. Nähere Informationen zu PIRLS & TIMSS 2011 unter: http://timssandpirls.bc.edu/data-release-2011/ 7