Grundlagen des Grid Computing



Ähnliche Dokumente
Grundlagen des Grid Computing

Einiges zur Grid Infrastruktur bei DESY

glite Data Management Grid Seminar 2005 Julia Coester, Thomas Warntjen

glite Testbed am RRZN und Workload Management Grid Seminar 2005 Stefan Piger, Jan Wiebelitz

Abschlussvortrag zur Bachelorarbeit. Konzeption und Aufbau eines Grid Testlabors am Beispiel des Globus Toolkit 4

Grid-Systeme. Betrachtung verschiedener Softwareplattformen zur Realisierung von Grids und Vorstellung des Globus Toolkit Grid Systeme 1

Hochleistungsrechnen in Grids. Seminar: Grid-Middleware. Mirko Dietrich 4. Dezember 2006

Seminar Grid Computing

Fragen zur GridVis MSSQL-Server

2. Installation unter Windows 8.1 mit Internetexplorer 11.0

MSSQL Server Fragen GridVis

Tutorial Windows XP SP2 verteilen

I N F O R M A T I O N V I R T U A L I S I E R U N G. Wir schützen Ihre Unternehmenswerte

DataSpace 2.0 Die sichere Kommunikations-Plattform für Unternehmen und Organisationen. Your Data. Your Control

Proxyeinstellungen für Agenda-Anwendungen

Parallels Mac Management 3.5

ESB - Elektronischer Service Bericht

BitDefender Client Security Kurzanleitung

MetaQuotes Empfehlungen zum Gebrauch von

Die Tier2-Site DESY-ZN. die langweiligen technischen Details. Andreas Haupt

Einbindung des Web Map Service für Gemeinden Anleitung

How-to: VPN mit PPTP und dem Windows VPN-Client. Securepoint Security System Version 2007nx

COSA. Portal Client Installation JAVA J2SE / JRE Version 1.4.2_09, Stand Copyright

Erfassung von Umgebungskontext und Kontextmanagement

Scheduling Mechanisms for the Grid

Übung: Verwendung von Java-Threads

2. Kommunikation und Synchronisation von Prozessen 2.2 Kommunikation zwischen Prozessen

Database Exchange Manager. Infinqa IT Solutions GmbH, Berlin Stralauer Allee Berlin Tel.:+49(0) Fax.:+49(0)

Virtual Desktop Infrasstructure - VDI

Man liest sich: POP3/IMAP

Seminar Aspekte Verteilter Systeme Middlewares im Grid-Computing Wintersemester 2006/2007 Teil 2 Data Management

Service. Was ist eine Enterprise Service Architecture und wie reagiert SAP. Warum Monitoring in ZENOS, was monitort die XI?

KURZANLEITUNG CYBERDUCK MIT CLOUD OBJECT STORAGE

Softwaren Engineering I

atcsv2ctm Ein Tool für die Foldergenerierung mittels Excel/CSV in einem CONTROL-M Umfeld

Workflow, Business Process Management, 4.Teil

Anleitung zum Prüfen von WebDAV

GLASFASERNETZ DATACENTER RHEIN-NECKAR RHEIN-NECKAR-CLOUD MULTIMEDIA. Fixed Line BESCHREIBUNG. carrier ethernet TBFL_PFK_MA_

IBM SPSS Data Access Pack Installationsanweisung für Windows

DIE SCHRITTE ZUR KORREKTEN LIZENZIERUNG

Für Windows 7 Stand:

KURZANLEITUNG CLOUD OBJECT STORAGE

THEMA: "SAS STORED PROCESSES - SCHNELL GEZAUBERT" HELENE SCHMITZ

Betriebssystem Windows - SSH Secure Shell Client

Was ist neu in BFS-Online.PRO 4.22

Lokale Installation von DotNetNuke 4 ohne IIS

Smap3D PDM 10. Installation. Stand-Alone-Migration-Analyzer

Themen. Web Services und SOA. Stefan Szalowski Daten- und Online-Kommunikation Web Services

OKB Die MS SQL-Volltextsuche für organice SQL einrichten

Seminar Informationsintegration und Informationsqualität. Dragan Sunjka. 30. Juni 2006

Benutzerhandbuch. Leitfaden zur Benutzung der Anwendung für sicheren Dateitransfer.

Anforderungen an die HIS

BUILDNOTES TOPAL FINANZBUCHHALTUNG

Anleitung. Update EBV 5.0 EBV Mehrplatz nach Andockprozess

1 Was ist das Mediencenter?

Verwendung des Terminalservers der MUG

Systeme 1. Kapitel 10. Virtualisierung

Bedienungsanleitung zur Nutzung der geschützten webbasierten Geodienste der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg

BSV Software Support Mobile Portal (SMP) Stand

How to: VPN mit L2TP und dem Windows VPN-Client Version 2007nx Release 3

Software Engineering. Zur Architektur der Applikation Data Repository. Franz-Josef Elmer, Universität Basel, HS 2015

Online-Publishing mit HTML und CSS für Einsteigerinnen

HP Software Patch- und Version-Notification

Datenabgleich zwischen Hauptfiliale (Firmennetzwerk) und Nebenfiliale (Notebook)

Administrator Handbuch

Mobiles SAP für Entscheider. Permanente Verfügbarkeit der aktuellen Unternehmenskennzahlen durch den mobilen Zugriff auf SAP ERP.

Leitfaden zur Nutzung von binder CryptShare

Administering Microsoft SQL Server Databases

zur WinIBW Version 2.3

Technische Beschreibung: EPOD Server

Anleitung zur Verwendung der UHH-Disk am. Universitätskolleg

Norm 240 Versionierung

How-to: VPN mit L2TP und dem Windows VPN-Client. Securepoint Security System Version 2007nx

Lizenzierung von Windows Server 2012

BERNINA ArtLink V7.0N Installationsanleitung der Sticksoftware

Kurzanleitung ejax Online-Demo

RT Request Tracker. Benutzerhandbuch V2.0. Inhalte

How-to: Webserver NAT. Securepoint Security System Version 2007nx

TextGrid wissenschaftliche Textdatenverarbeitung ein Community-Grid für die Geisteswissenschaften. Technische Aspekte Vortrag von Johannes Dörr

Tutorial. Tutorial. Windows XP Service Pack 3 verteilen DeskCenter Solutions AG

Computeria Solothurn

OMM Online Maintenance Management

Neuerungen im Service Pack 2

SSZ Policy und IAM Strategie BIT

DURCH VIDA ERZEUGTE PROTOKOLLDATEIEN 1 EINFÜHRUNG

Matrix42. Use Case - Inventory. Version Februar

Das tgm stellt virtuelle Desktops zur Verfügung. Um diese nutzen zu können, gehen Sie bitte wie folgt vor:

Kommunikationsübersicht XIMA FORMCYCLE Inhaltsverzeichnis

Zustandsgebundene Webservices

Fragment Identifiers, Template Handles

Anleitung zum Prüfen von WebDAV

Uniform Resource Identifiers (URI) und Domain Name Service (DNS)

Transkript:

Grundlagen des Grid Computing Grid Middleware Toolkits: glite ICA Joh.. Kepler Universität t Linz

glite Grid Middleware für das LHC Grid Wurde im Rahmen des EGEE Projekts entwickelt Basiert auf dem Globus Toolkit 2 Weiterentwickelt im EU Datagrid und EGEE Projekt Globus 2 -> LCG -> glite Grundlagen des Grid Computing 2

glite Architektur High Level Services Security Services Authentifizierung, Authentisierung Zugriffskontrolle Vertraulichkeit der Daten Informations- und Monitoring-Services Zum Publizieren und und Konsumieren von Ressourceinformationen Job-Monitoring und Netzwerk-Performance Monitoring bauen darauf auf Grundlagen des Grid Computing 3

glite Architektur High Level Services Job-Management Services Computing Element (CE) Virtualisierung einer Computing Resource Bietet Informationen über die darunterliegende Resource Schnittstelle für Job Submission und Management Workload Management (WMS) Grid Level Metascheduler Verteilt Jobs an die verfügbaren CEs Verfolgt Jobs (Logging & Bookkeeping) Job Provenance Persistente Informationen über ausgeführte Jobs Accounting Package Manager: Softwareinstallation Grundlagen des Grid Computing 4

glite Architektur High Level Services Data Services Storage Element (SE) Virtualisierung einer Speicherressource Catalog Services Hält den Speicherort und Metadaten (Checksummen, Dateigrößen) Data Movement Services Effizienter Datentransfer zwischen SEs Granularität der Data Services ist auf Dateiebene Benutzer sieht ein globales Dateisystem Grundlagen des Grid Computing 5

glite Services Grundlagen des Grid Computing 6

Sicherheit Grundlagen des Grid Computing 7

Information & Monitoring Services glite verwendet R-GMA für Monitoring relationale Implementierung der Grid Monitoring Architecture Monitoring Ergebnisse werden in einer virtuellen Datenbank abgelegt Producers schreiben in virtuelle Datenbank, Consumers lesen Standard SQL Queries R-GMA Schema definiert, was publiziert wird Producers registrieren sich in der Registry zb. JobWrapper schreibt Information zu durchgeführten Jobs für Accounting Consumer bezieht Daten direkt von Producer Grundlagen des Grid Computing 8

R-GMA Komponenten Grundlagen des Grid Computing 9

Workload Management Services Verteilung und Management von Jobs Resource Broker Ziel: Effiziente Ausführung von Jobs Komponenten: Workload Manager Job Submission überträgt diesem den Job Finden einer Resource und Zuweisung an diese Geeignetes CE wird durch Matchmaking zwischen Anforderung & Resourcebeschreibungen gefunden Logging & Bookkeeping Service Beobachtet den Status eines Jobs Kann dem Benutzer Job-Status-Informationen liefern Grundlagen des Grid Computing 10

glite Job Description Language (JDL) Ursprünglich im EU Datagrid Projekt entwickelt basiert auf Condor ClassAds Ein Ad enthält eine Menge an Attributnamen und werten erweiterbar Beschreibt die Anforderungen eines Jobs Jobtyp: batch, interactive,... Aggregates (Subjobs) Anforderungen an Rechen- und Speicherressourcen Grundlagen des Grid Computing 11

JDL Arten von Attributen Jobattribute Job-spezifische Information für WMS (z.b.transfer von Eingabe- und Ausgabedateien) Datenattribute Informationen zu Eingabedaten und SEs Verwendet für Resourceauswahl um effizienten Datenzugriff zu ermöglichen Anforderungen Anforderungen an Resourcen (zb. Installierte Software...) Grundlagen des Grid Computing 12

glite WMS User Interface Rechner als Schnittstelle zum Grid Bietet Commandline Werkzeuge für Job Submission Automatische Ressourcenfindung und Auswahl Übertragung der Eingabedaten Auflistung geeigneter Resourcen für einen Job (Basierend auf der JDL) Abbruch eines abgeschickten Jobs Holen von Statusinformationen vom Logging & Bookkeeping (z.b. Job-Status) Holen der Job-Ausgabedateien nach Jobende Grundlagen des Grid Computing 13

glite Logging & Bookkeeping Sammelt Job-Statusinformationen Stellt sie dem Benutzer zur Verfügung Zugriff über Commandline-Tools oder Logging & Bookkeeping API Grundlagen des Grid Computing 14

glite Data Management Annahme: Dateien als niedrigste Datengranularität Dateien werden über logische Dateinamen (LFN) identifiziert Hierarchischer Namensraum Werkzeuge zum Zugriff sind dieselben wie bei lokalen Dateien Grid Data Management bildet LFN auf physikalische Dateinamen ab Grundlagen des Grid Computing 15

glite Data Management Logical Filename (LFN) Dateiname, human-readable, veränderbar Global Unique Identifier (GUID) Global eindeutig 1:1 Abbildung zu LFN konstant Logische Symlinks Selbe Semantik wie lokale Symlinks Zeigt auf einen LFN Site URL (SURL) referenziert eine physikalische Datei möglicherweise Replikas, daher kann es mehrere SURLs für eine GUID geben Transport URL (TURL) Wird für Datentransfer verwendet spezifiziert Protokoll Grundlagen des Grid Computing 16

glite Data Management Speicherressourcen müssen ein Storage Resource Manager (SRM) Interface bereitstellen zb. Disk Pool Manager (DPM) Datei-Kataloge (z.b. LFC) Speichert Orte von Dateien und Replikas Bildet LFNs oder GUIDs auf SURLs ab File Transfer Service (FTS) verschieben von Dateien von einer Site zu einer anderen Grundlagen des Grid Computing 17