Pflanzenschutztagung 2012

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Pflanzenschutztagung 2012 Chemischer Pflanzenschutz und sauberes Trinkwasser ein Widersprich PSM- Einsatz aus der Sicht der Wasserversorger Dipl.-Ing. Franz Dinhobl Geschäftsführer EVN Wasser

Ausgangslage Wasserrechtsgesetz 30. (1) Alle Gewässer einschließlich des Grundwassers sind im Rahmen des öffentlichen Interesses und nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen so reinzuhalten und zu schützen, 3. dass eine Verschlechterung vermieden sowie der Zustand der aquatischen Ökosysteme und der direkt von ihnen abhängigen Landökosysteme und Feuchtgebiete in Hinblick auf ihren Wasserhaushalt geschützt und verbessert werden,

Ausgangslage Wasserrechtsgesetz 30. (1) Alle Gewässer einschließlich des Grundwassers sind im Rahmen des öffentlichen Interesses und nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen so reinzuhalten und zu schützen, 5.. Insbesondere ist Grund- sowie Quellwasser so reinzuhalten, dass es als Trinkwasser verwendet werden kann. Grundwasser ist weiters so zu schützen, dass eine schrittweise Reduzierung der Verschmutzung des Grundwassers und Verhinderung der weiteren Verschmutzung sichergestellt wird.

Ausgangslage Trinkwasserverordnung- TWV 3. (1) Wasser muss geeignet sein, ohne Gefährdung der menschlichen Gesundheit getrunken oder verwendet zu werden. 5. Der Betreiber einer Wasserversorgungsanlage hat 1. die Wasserversorgungsanlage dem Stand der Technik entsprechend zu errichten, in ordnungsgemäßem Zustand zu halten und vorzusorgen, dass eine negative Beeinflussung des Wassers hintangehalten wird;.. 5. soweit bei Untersuchungen gemäß den Z 2 und 3 die Nichteinhaltung der mikrobiologischen oder chemischen Anforderungen gemäß Anhang I Teil A und B festgestellt wurde, unverzüglich Maßnahmen zur Wiederherstellung der einwandfreien Qualität des abgegebenen Wassers zu ergreifen, um spätestens innerhalb von 30 Tagen den Parameterwerten zu entsprechen;

PSM Probleme in Österreich In landwirtschaftlich genutzten Gebieten NO 3 und PSM Belastung Vielzahl der Wirkstoffe und Metaboliten Langlebigkeit der Stoffe (z.b. Atrazin) Unterscheidung in relevante und nicht relevante Metaboliten erst seit 11/2010 Derzeit wurden lt. Erlass des BMG 6 nicht relevante Metaboliten festgelegt Brunnen müssten außer Betrieb genommen werden Substitution durch andere Brunnen ist nicht immer möglich Teure Aufbereitungsmaßmahmen

Kennzahlen Pulkautal Waldviertel Kremser Becken Schmidatal Laaer Becken Rußbachtal March-Zaya Sulzbachtal 502.100 versorgte Einwohner davon 78.700 direkt versorgte Kunden Dunkelsteinerwald Tullnerfeld West Westbahn Wienerwald Tullnerfeld Ost Nördl. Wienerfeld Marchfeld An der Leitha 669 versorgte Katastralgemeinden Steinfeld 26,9 Mio. m³ abgegebene Wassermenge 4,3 Mio. m³ an direkt versorgte Kunden 86 Hochbehälter mit rd. 205.750 m³ Speichervolumen 2.343 km Rohrleitungen (davon 779 km Ortsnetze) 102 Brunnen, 339 ha Brunnenschutzgebiete 145 Drucksteigerungsanlagen Stand 30. September 2012

Hauptbrunnenfelder von EVN Wasser Unterlembach Gnadendorf Enzersdorf Drösing Grunddorf Donaudorf Palt Mollersdorf Bisamberg Obersulz Pfaffing Gemeinlebarn Königstetten Obersieben brunn Petronell Wr. Herberg Hauptbrunnenfelder Hauptbrunnenfelder

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Projekt Brunnenfeld Liebnitz Waldviertel/ NÖ PSM Management Projekt der Wasserversorger, Landwirtschaft und chemische Industrie Belastung mit Metazachlor Metaboliten (relevant) Brunnenfeld musste außer Betrieb genommen werden Derzeit erfolgen geohydrologische Erhebungen und Konzentrationsmessungen im Einzugsgebiet Ziel: durch Wechsel von PSM mit der gleichen Wirkung aber anderen Wirkstoffen Reduktion der Konzentration im Grundwasser

Forderungen der Wasserversorger Optimierung auf die für die Pflanzen notwendigen Mengen Wechsel von PSM mit der gleichen Wirkung aber anderen Wirkstoffen (PSM Management) Aufzeichnung und Bekanntgabe der verwendeten PSM Zulassung der PSM in Abstimmung mit dem BM für Gesundheit (relevante und nicht relevante Metaboliten)

Danke für Ihre Aufmerksamkeit