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Transkript:

Titel der Publikation Gender Budgeting Das Ziel der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern Wirklichkeit Lorem werden lassen Ipsum Dolor Sit Amet Lorem Ipsum dolor Schritt für Schritt zum geschlechtergerechten Budget

Gender Budgeting in Österreich bedeutet, dass die Budgets von Bund, Ländern und Gemeinden auf ihre Auswirkungen auf Frauen und Männer hin analysiert und entsprechend den Gleichstellungszielen verändert werden. Die Haushaltsrechtsreform und die Wirkungsorientierung gelten als große Chance für Gender Budgeting und damit einhergehend für die Gleichstellungspolitik in Österreich. Es zählt dabei nur eines: die vorhandenen Mittel so gerecht wie möglich einzusetzen um die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Haushalt zu erreichen. Österreich hat sich auf rechtlicher und politischer Ebene zur Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern verpflichtet. Was sind die rechtlichen Grundlagen? Zentrale Grundlage für eine geschlechter-gerechte Gestaltung des Budgets in allen Gebietskörperschaften ist die Österreichische Bundesverfassung. Bundes-Verfassungsgesetz, Artikel 13. (3) Bund, Länder und Gemeinden haben bei der Haushaltsführung die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern anzustreben.

Gender Budgeting auf Bundesebene bedeutet, das Ziel der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern seit 2013 im Bundeshaushalt im Rahmen der wirkungsorientierten Haushaltsführung umzusetzen. Bundes-Verfassungsgesetz, Artikel 51. (8) Bei der Haushaltsführung des Bundes sind die Grundsätze der Wirkungsorientierung insbesondere auch unter Berücksichtigung des Ziels der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern, der Transparenz, der Effizienz und der möglichst getreuen Darstellung der finanziellen Lage des Bundes zu beachten. Das Bundeshaushaltsgesetz 2013 BHG 2013 enthält die näheren Bestimmungen für eine wirkungsorientierte Verwaltung insbesondere auch unter Berücksichtigung des Ziels der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Gleichstellungsaspekte sind in allen Phasen des Verwaltungshandelns von der Zielformulierung über die Umsetzung der Ziele bis hin zur Evaluierung der Zielerreichung explizit zu berücksichtigen. Wie wird Gender Budgeting umgesetzt? Das Haushaltsrecht des Bundes fordert seit 1. Jänner 2013 jedes Bundesministerium und die Obersten Organe auf, Gleichstellungsziele in allen gesellschaftlichen Handlungs- und Wirkungsfeldern zu erarbeiten. Dafür sind insbesondere geschlechtsspezifische Daten notwendig. In weiterer Folge sind Gleichstellungsmaßnahmen zur Erreichung des Gleichstellungsziels und geeignete Indikatoren zur Überprüfung der Zielerreichung festzulegen.

Die näheren Details sind in 41 BHG 2013 und in der Verordnung über die Darstellung der Angaben zur Wirkungsorientierung im Bundesvoranschlagsentwurf und in den Teilheften geregelt. Die Angaben zur Wirkungsorientierung werden im Strategiebericht abgebildet, der begleitend zum vierjährigen Bundesfinanzrahmengesetz erstellt wird. Bei der jährlichen Planung finden sich die Gleichstellungsziele und -maßnahmen im Bundesvoranschlag für die Untergliederungsund Globalbudgetebene und in den Teilheften für die Detailbudgetebene. Die Gleichstellungsziele und maßnahmen dienen dem Nationalrat und der interessierten Öffentlichkeit als Orientierung, welche Schwerpunkte das jeweilige Bundesministerium im nächsten Finanzjahr verfolgen wird. Was sind die politischen Grundlagen? Wichtige Schritte für die Einführung und Entwicklung von Gender Mainstreaming und Gender Budgeting leisten die von der österreichischen Bundesregierung gefassten Ministerratsbeschlüsse der vorangegangenen Jahre: 2000: Einrichtung der Interministeriellen Arbeitsgruppe für Gender Mainstreaming (IMAG GM) 2002: Arbeitsprogramm zur Umsetzung von Gender Mainstreaming 2004: Festlegung von Metazielen wie die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive in allen budgetpolitischen Maßnahmen 2008: Anwendung des Leitfadens zur Umsetzung von Gender Budgeting im Rahmen der Budgeterstellung 2011: Festlegung von fünf zentralen Bereichen, in denen Gender Mainstreaming nachhaltig umzusetzen ist; die erfolgreiche Umsetzung von Gender Budgeting ist konsequent weiterzuführen

Interministerielle Arbeitsgruppe für Gender Mainstreaming/ Budgeting Die IMAG GMB begleitet und unterstützt seit 2000 den Prozess der Implementierung von Gender Mainstreaming und Gender Budgeting in allen Bundesministerien und auf allen politischen Ebenen. Mit der Verankerung von Gender Budgeting 2009 im Bundes-Verfassungsgesetz wurde das Gremium um den Zuständigkeitsbereich Gender Budgeting erweitert und als Interministerielle Arbeitsgruppe für Gender Mainstreaming/Budgeting (IMAG GMB) neu konstituiert. Vorsitz: Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek Mitglieder: alle Bundesministerien, die Obersten Organe, die Gewerkschaft öffentlicher Dienst und die Bundesländer, die durch Beauftragte vertreten sind ( Ressortbeauftragte für Gender Mainstreaming/Budgeting ). Weitere Informationen unter www.imag-gmb.at

Kontakt und Geschäftsführung der IMAG GMB Bundesministerium für Bildung und Frauen Abteilung IV/1 - Gleichstellungspolitische Grundsatzund Rechtsangelegenheiten Minoritenplatz 5, 1010 Wien Dr. in Vera Jauk Leiterin der Abteilung IV/1 vera.jauk@bmbf.gv.at Impressum Medieninhaberin, Verlegerin und Herausgeberin: Bundesministerium für Bildung und Frauen, Minoritenplatz 5, 1010 Wien Autorin: BMBF-Abt. IV/1 Grafische Gestaltung: BMBF-Abt. IV/2 ARGE Grafik Druck: Digitales Druckzentrum Renngasse Wien, Juni 2014