Gemeinsam. Mitgliedermagazin der AWO im Kreis Herzogtum Lauenburg. In diesem Heft: Ausgabe

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Transkript:

Gemeinsam Mitgliedermagazin der AWO im Kreis Herzogtum Lauenburg Ausgabe 04 In diesem Heft: Netzwerk Lauenburg Soziales Bündnis für Schleswig-Holstein Essen auf Rädern

Gemeinsam Inhalt Editorial Ehrenamt Amt und Ehre 3 AWO - Stark vor Ort 4 AWO-Kinderflohmarkt in Geesthacht 4 Uwe Frensel mit dem Rufer geehrt 5 Unterwegs mit der AWO Tagesausfahrt für Jung und Alt 6 AWO Geesthacht auf Usedom 6 Terminvorschau 7 gegen Kinderarmut Lauenburger Netzwerk 8 Schulranzen für Erstklässler 9 Ein Dankeschön an die Spender 9 Soziales Bündnis für Schleswig-Holstein Positionen zur Kommunalwahl 10 Vor Ort Die AWO in Lauenburg 13 Geburtstagskaffee bei der AWO Geesthacht 14 Vorstand des OV Börnsen 14 Wechsel im Vorstand bei der AWO Breitenfelde 14 AWO-aktiv Kreiskegelturnier der AWO in Müssen 15 Essen auf Rädern AWO-Menudienst in Geesthacht 16 Essen auf Rädern für Mölln, Ratzeburg und Umgebung 16 20 Jahre Essen auf Rädern in Lauenburg 17 Service Ansprechpartner / Anschriften OVs 18 Eine von Uns Uschi Tews 19 Impressionen Ehrenamtsmesse in Mölln 20 Impressum Gemeinsam Mitgliedermagazin der AWO im Kreis Herzogtum Lauenburg Herausgeber: AWO-Kreisverband Hzgt. Lauenburg e.v. Verantwortlich: Peter Perthun, Kreisvorsitzender Redaktion: Hans Egon Metzger, Jana Müller-Keitz, Rainer Schmid, Stefan Thiedemann, Ursula Witt Postanschrift: Fürstengarten 29, 21481 Lauenburg Tel. 04153-58 69 24 Fax 04153-58 69 29 Auflage: 2.500 Exemplare Gestaltung und Herstellung: Erscheinungsweise: zweimal jährlich DruckWerk pro Mitgliedshaushalt wird 1 Exemplar zugestellt Hamburger Str. 32 21481 Lauenburg Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers. Tel. 04153-8 19 52 2 Gemeinsam 04

Gemeinsam Editorial Amt und Ehre Dieser Tage fand in Mölln eine Messe über Bedeutung und Möglichkeiten des Ehrenamts statt, die verdientermaßen große Aufmerksamkeit fand, auch aus Kreisen unserer Bewegung. Zeigte sie doch, dass der persönliche Einsatz für einen uneigennützigen Zweck zunehmend ins Blickfeld gerät. Das dokumentieren auch fast beschwörende Appelle selbst von höchster Stelle, die nun für solches Engagement werben. Sie beweisen: so etwas ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern benötigt ein hohes Maß aufklärender Unterstützung. Wie sehr es an ihm fehlt, wissen alle, die in der Arbeiterwohlfahrt mitarbeiten. Und sie wissen auch, dass alle Organisationen darunter leiden, die sich um die Pflege des Allgemeinwohls bemühen vor allem jedoch die politischen Parteien und die Wohlfahrtsverbände: Der Kreis der Mitglieder und mit ihm der freiwilligen Helfer altert aus und schrumpft; interessierter und überzeugter Nachwuchs jedoch bleibt fern. Gegenbeispiele bilden hier die seltene Ausnahme. Das muss Ursachen haben. Es hat sie, nämlich erstens in der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung und zweitens in der Entwicklung in unserer eigenen Organisation. Auf die erste Ursache haben wir kaum Einfluss. Dennoch sei sie der Klarheit wegen kurz umrissen. Zunehmender allgemeiner Wohlstand, verbunden mit dem Vormarsch der elektronischen Medien (bis hin zum Aufbau virtueller anstatt realer Welten), Leistungsdruck und Zwang zur Mobilität, teilweise kompensiert durch ein immer breiteres Angebot für Freizeit und Luxus sowie erleichtert durch die Möglichkeiten moderner Familienplanung führten zur zunehmenden Isolierung des einzelnen, zumal des älteren Menschen, zur Aufsplitterung der überkommenen Familienverbände. Die vordem festgefügte Gesellschaft beginnt zu bröckeln. Jugendprobleme, Zuwandererprobleme und Alterseinsamkeit sind Symptome dafür. Als Folge gerät auch die Stabilität des Staates und vornehmlich seiner demokratischen Ordnung in Gefahr. Genau letzteres alarmiert die Öffentlichkeit bis hinauf zum Bundespräsidenten, die nun gegensteuern will. Der allgemeine Trend zeigt unweigerlich auch in der Arbeiterwohlfahrt Wirkung. Und in ihr müssen wir die zweite Ursache suchen. Alle Aktivitäten leiden, die für den modernen Einzelmenschen weder notwendig noch nützlich noch vergnüglich sind. Sogar die (meisten) Kirchen leeren sich. Die AWO- Ortsvereine eben auch. Vielleicht hat die Tatsache, dass in den Delegiertenkonferenzen die aktiveren jüngeren Mitglieder stärker präsent sind als die Senioren, höherenortes ein wenig den Blick dafür getrübt. Vielfach ist das einst feste Band zwischen Mitgliedern untereinander sowie Mitglied und Vorstand lose geworden oder gar gerissen: Man überweist seinen Beitrag, lässt sein Essen kommen, geht zum Spielenachmittag oder steigt in den Bus das ist schon etwas, aber das war s dann auch. Erst wenn beim Essen auf Rädern oder beim Bingo plötzlich das Personal fehlt oder gar keiner mehr teilnimmt, kommt zum Vorschein, dass etwas nicht stimmt. Das Personal sind wir nämlich alle selbst. Es genügt eben nicht, dass ich wie im Supermarkt mein Geld abliefere und mich dann bedienen kann oder wie beim Staat meine Steuern zahle und damit versorgt bin: Auf mich ganz persönlich kommt es an. Ob ich der einsamen alten Nachbarin vorlese, im Clubheim Teller wasche oder sonst irgendeinen Dienst leiste, ist unwichtig. Dass ich etwas (und möglichst viel) tue, entscheidet. Und zu meinem Mitstreiter in der Organisation unaufhörlich Verbindung halte. Mithelfen erfordert weniger Phantasie (sie sollte nicht fehlen) als Bescheid zu wissen. Was also kann, nein: muss!, der Einzelne AWO- Mitglied oder (noch) Außenstehender tun? Zunächst immer daran denken: nur der hat Anspruch auf Hilfe, der selbst zum Helfen bereit ist. Dann: Augen offen halten in der Umgebung und im Verein. Ständig Kontakt und Gespräch mit dem Nachbarn suchen. Das muss nicht zielgerichtet geschehen. Auch Alltägliches bringt stets Probleme ans Licht. Irgendwo fehlt immer etwas, und eine helfende Hand wird überall gern ergriffen. Dann geht es ganz schnell ans Praktische, privat und im Ortsverein. Dort sollten die schon aktiven Helferinnen auf Rat und Unterstützung vorbereitet sein und zugreifen. So entsteht Ehrenamt. Wobei es sich eigentlich weniger um ein Ehrenamt handelt als um eine Ehrenpflicht. Stellen wir uns dieser Pflicht! Alle und noch heute. Gemeinsam 04 3

Gemeinsam Ehrenamt AWO Ehrenamt stark vor Ort! Unter diesem Motto stand der Auftritt unserer Ortsvereine bei der Ehrenamtsmesse im Kreis Herzogtum Lauenburg am Sonntag, 3. Februar 2008 im Marion-Dönhoff-Gymnasium in Mölln. Erfreulich: das rege Besucherinteresse, eine gute Gelegenheit auch zur Mitgliederwerbung. Die von den Ehrenamtlern der Ortsvereine am Stand präsentierte Angebotspalette signalisierte: Wir arbeiten gemeinsam: Ehrenamtliche Einrichtungen und Dienste ergänzen die Leistungen des AWO-Unternehmens vor Ort. Besondere Aufmerksamkeit fanden die Darstellungen zur Kampagne Gemeinsam gegen Kinderarmut, Ausgrenzung und soziale Ungleichheit mit den Aussagen zur Situation im Kreis Herzogtum Lauenburg und zum Netzwerk Lauenburg. Passend dazu die Präsentation des Möllner Sozialforums, an dem unser Möllner Ortsverein aktiv mitwirkt. Der Anziehungspunkt für Kinder, Jugendliche und alle Junggebliebenen: die Angebote unseres Lauenbur- Treffpunkt AWO auf der Ehrenamtsmesse in Mölln ger Ortsjugendwerks und das beliebte Käsespiel mit Preisen zur Belohnung der eigenen Geschicklichkeit. Das gemeinsame Fazit am Ende des Messetages: Es hat sich gelohnt.die AWO ist eine allseits anerkannte und geschätzte starke soziale Gemeinschaft vor Ort. AWO Kinderflohmarkt Am Samstag, dem 8. März 2008, fand in Geesthacht der bliebte Flohmarkt für gebrauchte Kinderkleidung und Spielsachen statt. Aufgrund des schönes Wetters hatten einige sogar ihre Stände draußen aufgebaut. Dieses Mal hatte auch die AWO selbst mehrere Stände, an denen sie Kinderkleidung und Spielzeug verkauft hat. Diese Sachen waren Ende vergangenen Jahres zahlreich im Rahmen der Aktion Kinderweihnacht gespendet worden. Am Tag vorher waren mehrere Helferinnen viele Stunden damit beschäftigt, die Kleidungsstücke zu sichten und nach Größen zu sortieren. Und der Einsatz hat sich gelohnt. Immerhin konnte durch den Verkauf ein Erlös von 285,- Euro erzeilt werden. Dieses Geld möchte der OV Geesthacht mit für den Kauf von Schulranzen und Zubehör für Kinder aus bedürftigen Familien einsetzen. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle nochmals denjenigen, die an der Aktion mit viel Engagement beteiligt waren. Das waren: Sonja Higgelke, Reinhild Klaus, Petra Maschke, Vesla Schmid und Monika Weis. Groß und Klein konnten sich in der Cafeteria mit Würstchen, Kaffee und selbst gebackenem Kuchen stärken. Für die kleinen Flohmarktbesucher hatte der OV Geesthacht sogar eine Schminkecke eingerichtet. Hier wurden zahlreiche Mädchen und Jungen von Carolin Keitz geschminkt. Der nächste Flohmarkt findet voraussichtlich am Samstag, dem 6. September, 2008, statt. Anmeldungen nimmt Jana Müller-Keitz entgegen (Tel. 04152-84 38 50). Eine große Auswahl an Kinderkleidung und Spielzeug lud zum Stöbern ein 4 Gemeinsam 04

Gemeinsam Ehrenamt Uwe Frensel mit dem Rufer geehrt Jetzt haben wir noch eine ganz besondere Ehrung vorzunehmen. Wir ehren Herrn Uwe Frensel für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit bei der AWO mit dem Lauenburger Rufer. Mit diesen Worten leitete der Bürgervorsteher Andreas Lojek anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt Lauenburg seine Laudatio bei der Verleihung der nach der Ehrenbürgerschaft höchsten Auszeichnung für Bürger, die sich auf besondere Weise um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben, ein. Seit seinem Eintritt in das Ortsjugendwerk 1975 hat sich Verbandssekretär Uwe Frensel in vielfältiger Weise aktiv und initiativ für die Sache der Arbeiterwohlfahrt in seiner Heimatstadt und darüber hinaus eingesetzt. Mit seinem Namen eng verbunden sind die damaligen Ferienfreizeiten und insbesondere die mehrtägigen Nordeuropäischen Trachtenfestivals mit bis zu 1000 aktiven Tänzerinnen und Tänzern, deren Organisation und Leitung er 1988 für das Lauenburger Ortsjugendwerk übernahm. Seit 1993 ist er Vorsitzender des Ortsvereins Lauenburg und seit 1995 im AWO Kreisverband Herzogtum Lauenburg aktiv, aktuell als Vorstandsmitglied und ehrenamtlicher Geschäftsführer. Ihm verdankt Lauenburg nach Erwerb und Umbau das 1998 eingeweihte Haus der Begegnung der AWO im Fürstengarten 29, dessen Konzept bundesweit als innovativ und zukunftsweisend anerkannt und gefördert wurde und das AWO Wohn- und Servicezentrum am Büchener Weg. Mit seinem ausgeprägten sozialen Engagement und dem Eintreten für seine Überzeugungen hat sich Uwe Frensel immer in den Dienst derer gestellt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen oder die einen Fürsprecher brauchen. Ein Beleg dafür ist sein Engagement im Kampf gegen Kinderarmut, Ausgrenzung und soziale Ungleichheit auf Landes- und Kommunalebene. Das im Oktober 2007 gegründete Lauenburger Netzwerk gegen Kinderarmut, das konkrete Hilfe für die Betroffenen in seiner Heimatstadt einfordert, trägt wesentlich die Handschrift von Uwe Frensel. Herzlichen Glückwunsch. Menschlichkeit und Qualität Fotos: Ute Dürkop Gemeinsam 04 5

Gemeinsam Unterwegs mit der AWO Tagesfahrt für Jung und Alt - AWO-Ausfahrt zu Disney on Ice Mit Spannung erwartet - der Beginn der Vorstellung Auch in diesem Jahr gab es wieder die beliebte Show Disney on Ice in der Color Line Arena in Hamburg. Das Ortsjugendwerk der AWO Lauenburg und der Geesthachter Ortsverein hatten Eintrittskarten besorgt und jeweils einen Bus gechartert. Innerhalb weniger Tage waren die Plätze im Bus vergeben. So starteten am Samstag, 9. Februar 2008, zwei vollbesetzte Busse zur Color Line Arena nach Hamburg. Jung und Alt erfreuten sich bei einer zweistündigen Vorstellung an den beliebten Disneyfiguren. So kamen neben den Prinzessinnen auch Nemo, Timon und Pumba, Pinoccio und viele andere bekannte Disneyfiguren auf Schlittschuhen daher. Der Ausflug verlief reibungslos und gut gelaunt. Vor der Rückfahrt gab es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, aber auch Kaltgetränke. Für diesen kulinarischen Service haben, wie schon im letzten Jahr die ehrenamtlichen Helfer des Ortsjugendwerkes Lauenburg gesorgt. Von zahlreichen Teilnehmern wurde der Wunsch geäußert, auch im nächsten Jahr wieder an so einer Ausfahrt teilzunehmen. Sobald ein diesbezüglicher Termin vorliegt, werden die Organisatorinnen hierüber informieren. Die Reise der AWO Geesthacht nach Usedom Ein Bericht von Heinrich Sievers Im September letzten Jahres führte die Reise des Ortsvereins Geesthacht nach Zinnowitz auf Usedom in das Naturfreundehaus. Dieses Haus hat sehr schöne Zimmer und ist günstig im Ort Zinnowitz gelegen, direkt gegenüber von der Schwimmtherme. An den Buffets konnte man sich morgens und abends mit leckeren Dingen reichlich versorgen. Im Eingangsbereich ist eine nett eingerichtete Cafeteria, in der man immer preiswert Kaffee und Kuchen oder mittags auch eine Suppe bestellen konnte. Am ersten Tag wurden wir dort mit netter Klaviermusik empfangen. Mit dem Wetter hatten wir noch Glück: Nur an einem Tag regnete es. An dem Tag haben wir auch eine Inselrundfahrt durch das romantische Hinterland von Usedom unternommen. Da saßen wir im Bus im Trockenen, und während der Ausstiege war es meistens trocken. Ein weiterer Ausflug führte uns zu den Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin: Da hatten wir dann allerschönstes Ausflugswetter. Unser Ausflugsziel am vorletzten Tag der einwöchigen Reise lag in Peenemünde. Hier besuchten wir das Museum, wo die Rakete V2 im 2. Weltkrieg produziert wurde. Im Anschluss daran fuhren wir nach Wol- 6 Gemeinsam 04

Gemeinsam Unterwegs mit der AWO gast, wo wir den schönen Marktplatz mit Rathaus, die Kirche und den Hafen besichtigten. An einem Abend haben wir alle gemeinsam gespielt: Romme, Mensch-ärgere-dich-nicht und ähnliche Spiele, was allen gut gefiel. Die nicht mit Ausflügen verplanten Tage wurden von einigen Mitreisenden zu einem Ausflug mit der Eisenbahn nach Swinemünde in Polen zu den dortigen Flohmärkten genutzt. Diese Reise nach Usedom, auf Empfehlung von Frau Blume, hat allen gut gefallen. Terminvorschau OV Geesthacht 29. 05. 08 Tagesfahrt nach Dahme/Ostsee zum Schollenessen 02. 07. 08 Tagesfahrt nach Röbel mit Schifffahrt auf dem Müritzsee 14. 08. 08 Tagesfahrt zur Rhododendronblüte ins Ammerland 09. 09. 08 Tagesfahrt nach Boltenhagen 01. 10. 08 Tagesfahrt nach Büsum Nähere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 04152-7 93 61. OV Schwarzenbek 23. 09.-26. 09. 08 4-Tagefahrt nach Helgoland Nähere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 04151-27 76 oder 04151-63 33. Jeden Donnerstag Alle 14 Tage 2x im Monat 1x im Monat 2x im Monat OV Breitenfelde Seniorennachmittag Skatnachmittag Kegeln Basteln Mittagessen für jedermann 26. 09. - 02. 10. 08 Fahrt ins Riesengebirge 1x im Monat Pfarrscheunentreff 1x im Monat Kegeln 1x im Monat Kreativclub 1x im Monat Wandern Nähere Informationen unter Tel. 04542-83 60 69. OV Büchen 12. 07. 08 Ausfahrt nach Hallig Gröde 30. 09. 08 Ausfahrt nach Ribe/Dänemark 28. 10. 08 Ausfahrt nach Büsum Nähere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 04155-45 78. 31. 05. 08 Grillabend 30. 08. 08 Grillabend 12. 10. 08 Erntefest OV Lauenburg 14. 06. 08 Tagesfahrt in die Haseldorfer Marsch zum Spargelessen 30. 08. 08 Tagesfahrt Insel Poel 14. 10. 08 Tagesfahrt nach Stade 15. 10. - 17. 10. 08 3-Tagefahrt Dreiländereck Oberlausitz 08. 11. 08 Fahrt nach Appelbek am See zum Karpfenessen Informationen und Anmeldungen zu den gemeinsam mit dem SoVD Lauenburg angebotenen Fahrten unter Tel. 04153-20 55 o. 04153-30 94 30. 31. 05. 08 Frühlingsfest 15. 06. 08 BINGO 12. 07. 08 Sommerfest 07. 09. 08 BINGO 12. 10. 08 BINGO Nähere Informationen unter Tel. 04153-20 55. Gemeinsam 04 7

Gemeinsam gegen Kinderarmut 1 2 3... du bist nicht dabei! Jedes dritte Kind in Lauenburg lebt in Armut; 653 von 2234 Kindern und Jugendlichen kommen aus Bedarfsgemeinschaften. Dieses erschreckende Ergebnis brachte die Befragung offizieller Stellen Ende letzten Jahres durch das Lauenburger Netzwerk gegen Kinderarmut, Ausgrenzung und soziale Ungleichheit zu Tage. Nebenbei bemerkt: es bedurfte erheblicher Bemühungen der Netzwerkpartner, um verlässliche Zahlenangaben zu erhalten. Aber die Anstrengungen haben sich gelohnt, denn den politischen Entscheidungsträgern in Lauenburg/Elbe wurde Teilnahmemöglichkeit für alle Kinder an den Angeboten des Ortsjugendrings und seiner Mitgliedsvereine Kostenloses gesundes Essen für alle Kinder an Lauenburger Schulen Erste positive Zeichen werden sichtbar. Die Stadtvertretung hat in der Sitzung am 08.April 2008 einstimmig der Einrichtung eines Sozialfonds, aus dem Mittel deutlich gemacht, dass es höchste Zeit zum Handeln ist. Diese Kinder und Jugendlichen sind die Verlierer in unserer Gesellschaft von Geburt an! Sozial benachteiligte Kinder haben schlechtere Bildungschancen, bewegen sich weniger und haben Nachteile bei der sinnvollen Gestaltung ihrer Freizeit, ernähren sich ungesünder und sind größeren Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Deshalb die Forderungen des im Oktober vergangenen Jahres geknüpften lokalen Netzwerks aus AWO Ortsverein Lauenburg, Lauenburger Tafel, Ortsjugendring Lauenburg und SoVD Ortsverband Lauenburg an die örtlichen politischen Entscheidungsträger: Bedarfsgerechtes, flexibles Betreuungsangebot für Kinder bis 14 Jahre Beitragsfreies 3.Kindergartenjahr für alle Kinder Gebundene Ganztagsschule für alle Lauenburger Schulen zur Bekämpfung der Kinderarmut bereitgestellt werden sollen, zugestimmt. Ein Schritt in die richtige Richtung, aber der Weg ist noch lang und die Zeit drängt. Die AWO vor Ort und die Netzwerkpartner werden auch weiterhin ihre Stimme erheben und sich einmischen. Wo es notwendig ist, werden sie den Finger in die Wunde legen und sich auch an der Verwirklichung eines gerechten und sozialen Gemeinwesens beteiligen. Solidarisch aus Tradition 8 Gemeinsam 04

Gemeinsam gegen Kinderarmut AWO-Aufruf Gemeinsam gegen Kinderarmut - Schulranzen für Erstklässler aus bedürftigen Familien Es ist noch nicht lange her, da haben wir für Kinder aus bedürftigen Familien die AWO-Kinderweihnacht organisiert. Das Spendenaufkommen war überwältigend. Das bleibt in guter Erinnerung, und auch die Weihnachtsfeier mit Liedern, Kakao und Keksen. Der Vorstand der AWO Geesthacht dankt auf diesem Wege allen Spendern, aber auch ehrenamtlichen Helferinnen, die an der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung beteiligt waren. Dass die Veranstaltung nicht so verlief, wie von den Organisatorinnen gewünscht, darüber wurde bereits ausführlich berichtet. Dieses ist für uns jedoch kein Grund aufzugeben. Denn wir wollen helfen, sagt Jana Müller-Keitz, 2. Vorsitzende der AWO Geesthacht. Gerade für Familien, die von Hartz IV Bezügen leben, bedeutet z.b. die Einschulung ihres Kindes eine enorme zusätzliche finanzielle Belastung. Aus noch nicht verwendeten Spenden aus der Aktion zur Kinderweihnacht möchten wir nun Familien unterstützen, deren Kind im Sommer zur Schule kommt. Die AWO übernimmt die Anschaffung von einem neuen Schulranzen. Darüber hinaus ist für das einzuschulende Kind noch ein Geschenk vorgesehen, so Müller-Keitz. Ab sofort können sich Familien, die Hartz IV-Bezüge erhalten, unter Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung sowie eines Nachweises, dass das Kind in diesem Jahr eingeschult wird, im Büro der AWO in Geesthacht, Markt 26, in eine Liste eintragen. Das Büro ist täglich von 9.00 16.00 Uhr besetzt. Ein Dankeschön an die Spender An die Spender zur Gestaltung der Kinderweihnacht bei der AWO Geesthacht Geesthacht, im Februar 2008 Liebe Freunde der AWO, liebe Spender zur Kinderweihnacht 2007 nur einmal im Jahr ist Weihnachten Kinder aber benötigen unsere Unterstützung das ganze Jahr über! Dieser Gedanke ist für uns alle belebend, nachdem wir doch etwas wehmütig an unsere Weihnachtsfeier im Dezember zurück denken. Trotz aller Unbescheidenheit manch einer Mutter haben sich doch immerhin 46 Kinder an der Weihnachtsfeier, dem gemeinsamen Singen, der schönen Kaffeetafel und den vielen Geschenken erfreut. Das ist doch sehr positiv! Ihre Spenden haben dazu beigetragen, dass eine breite Palette an Geschenken zur Verfügung stand. Unser herzliches Dankeschön dafür. Was zur Kinderweihnacht nicht verbraucht bzw. abgefragt wurde, werden wir nun zur Behebung der weiteren Kinderarmut im Kreis einsetzen und planen derzeit, einzuschulenden bedürftigen Kindern im Sommer mit einem Schulranzen und einer Erstausrüstung den Weg in das Lernen zu erleichtern. Wir hoffen sehr, dass dieses auch in Ihrem Sinne ist und somit Ihre Spende auch weiterhin den Jüngsten in unserer Gesellschaft zugute kommt. Es grüßt Sie recht herzlich und freut sich auf weitere Unterstützung Ihr AWO Vorstand in Geesthacht Heinrich Siewers Vorsitzender Gemeinsam 04 9

Gemeinsam Soziales Bündnis für Schleswig-Holstein Positionen zur Kommunalwahl 2008 in Schleswig-Holstein Soziale Gerechtigkeit und lebenswerte Gemeinwesen Die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes leben in Kreisen, Städten und Gemeinden. Politik, Verwaltungen und Zivilgesellschaft haben die gemeinsame Aufgabe, in ihrer jeweiligen Zuständigkeit lebenswerte Kommunen für alle Menschen zu gestalten. Niemand darf ausgegrenzt, keiner in seiner Entwicklung beeinträchtigt werden. Die Herstellung sozialer Gerechtigkeit ist ein Verfassungsauftrag, den auch die Kommunalpolitik erfüllen muss. Die im Sozialen Bündnis für Schleswig-Holstein" zusammen geschlossenen Verbände verstehen sich als Partner der Kommunen im Sinne der genannten Ziele. Die Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit der kommunalen Politik muss durch eine aufgabengerechte Finanzierung gewährleistet werden. Zur Kommunalwahl 2008 in Schleswig-Holstein haben die AWO, der DGB Nord und der SoVD gemeinsame Positionen zur Sozial- und Jugendpolitik ausgearbeitet. Sie legen sie den Bürgerinnen und Bürgern und allen demokratischen Parteien und Wählergemeinschaften zur Diskussion vor. Kinderarmut bekämpfen Die Zahl der armen Kinder in unserer reichen Gesellschaft steigt: Mehr als 80.000 Kinder und Jugendliche im Alter von unter 18 Jahren müssen in Schleswig-Holstein von der Sozialhilfe leben. Die AWO Schleswig-Holstein hat mit dem Kinderschutzbund, dem Landesjugendring und dem Sozialverband Deutschland bereits 2006 eine Kampagne gegen Kinderarmut gestartet und Forderungen aufgestellt. Jetzt muss endlich gehandelt werden! Bundes-, Landes- und die Kommunalpolitik müssen an einem Strang ziehen und durch ein abgestimmtes Konzept gemeinsam für folgende Ziele eintreten: Grundsicherung für alle Kinder Kein Kind soll künftig unter Sozialhilfebedingungen aufwachsen müssen. Deshalb brauchen wir mittelfristig eine eigenständige Grundsicherung für Kinder. Sie muss sowohl die finanzielle Absicherung von gesunder Ernährung und angemessener Wohnung als auch den Zugang zu Bildung, Beratungsangeboten und Entfaltungsmöglichkeiten in der Freizeit umfassen. Es geht bei der Bekämpfung von Kinderarmut nicht darum, zwischen einer besseren individuellen Absicherung eines Kindes und den Angeboten der Erziehung, Bildung und Beratung zu wählen. Beide Handlungsfelder sind gleich wichtig und müssen gleichzeitig und gleichwertig behandelt werden. Regelsätze anpassen und dynamisieren Kurzfristig ist als Notmaßnahme eine realitätsnahe Neuermittlung des Existenzminimums von Kindern erforderlich, die die besonderen Bedarfe für Ernährung, Bildung (Kitas, Schule) und für eine kindgerechte Entwicklung insgesamt angemessen berücksichtigt. Um den Kaufkraftverlust durch die Preissteigerung auszugleichen, müssen die Regelsätze jährlich mindestens um den Prozentsatz der Inflationsrate erhöht werden. 10 Gemeinsam 04

Gemeinsam Soziales Bündnis für Schleswig-Holstein Ein Mittagessen für jedes Kind Kein Kind in Schleswig-Holstein darf ohne warmes Mittagessen sein. Das Land muss gemeinsam mit den Kommunen dafür sorgen, dass dieses Ziel einheitlich in allen Gemeinden als Rechtsanspruch verwirklicht wird. Bildungschancen für alle Kinder Studien belegen,dass die Bildungschancen der Kinder in keinem anderen Land so stark von den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen der Familien abhängig sind wie in Deutschland. Armut kann Kinder in der Entfaltung ihrer Talente und Begabungen behindern. Sie kann ihnen Schulabschlüsse und eine Ausbildung verwehren. Hier bietet die Ganztagsbildung und -betreuung in der Schule mögliche Abhilfe: Sie kann die Bildung eines Kindes und seine soziale Entwicklung positiv beeinflussen. Qualifizierte Tageseinrichtungen für Kinder sind bedarfsgerecht auszubauen. Alle Einrichtungen müssen den Bildungsauftrag und die Frühförderung von Kindern durch eine entsprechende personelle und sachliche Ausstattung erfüllen. Die Förderung der Kinder in den Kindertageseinrichtungen darf nicht an der Barriere der Elternbeiträge scheitern. Wir fordern die Politik dazu auf, die Elternbeiträge abzuschaffen. Die Überwindung des gegliederten Schulsystems durch die Gemeinschaftsschule und der Ausbau eines Ganztagsschulangebotes sind unter dem Gesichtspunkt der Armutsbekämpfung von wesentlicher Bedeutung. Sichere Gesundheitsversorgung durch Prävention Zwischen Kinderarmut und erhöhten Gesundheitsrisiken besteht ein wissenschaftlichbelegter Zusammenhang. Eine aufsuchende Gesundheitsberatung ist insbesondere für Schwangere und Kleinkinder erforderlich. Vorsorge- und Reihenuntersuchungen sowie zahnärztliche Prophylaxe müssen obligatorisch in Kindertageseinrichtungen und Schulen durchgeführt werden. Menschenwürdige Pflege für alle gewährleisten Vorrangiges Ziel sämtlicher Pflege- und Betreuungsformen muss die Sicherung der lebensqualität aller pflegebedürftigen Menschen sein. Das Prinzip der Lebensweltorientierung fordert die gemeinsame Gestaltung und Aushandlung lebenswerter Bedingungen in den alltäglichen Wohn-Situationen und muss stärker als bisher - auch in der stationären Pflege und bei den Hilfen für Menschen mit Demenz verankert werden. Die aktuell von der Bundesregierung beschlossene Reform der Pflegeversicherung beinhaltet zwar in einigen Bereichen Verbesserungen, löst aber die Strukturprobleme der Risikoabsicherung nicht. Erforderlich ist eine solidarische Finanzierung durch die Einbeziehung aller Einkommensarten (Bürgerversicherung) und die Abdeckung der tatsächlichen individuellen Pflegebedarfe durch die Versicherungsleistungen. Auf der landes- und kommunalpolitischen Handlungsebene setzt sich das "Soziale Bündnis" für folgende Ziele ein: Wohn- und Servicezentren ausbauen Die Pflege- und Sorgearrangements müssen dem Wunsch der großen Mehrheit der älteren Menschen gerecht werden, so lange wie möglich selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung leben und wohnen zu können. Herkömmliche Pflegeheime werden diesen Anforderungen nicht gerecht. Sie müssen nach den erfolgreichen Konzepten der AWO-Wohnzentren und Servicehäuser reformiert werden und sich dem Gemeinwesen öffnen. Angemessene Finanzierung guter Pflege Eine gute Pflege erfordert motivierte und qualifiziert ausgebildete Fachkräfte. Diese sind bei unzureichenden Arbeitsbedingungen und Billiglöhnen nicht zu haben. Die Dienstleistungsträger müssen durch die Finanzierungsmodalitäten in die Lage versetzt werden, den pflegenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leistungsgerechte Gehälter und motivationsfördernde Arbeitsbedingungen zu bieten. Die Ausbildung in der Altenpflege und in der Altenpflegehilfe muss für die Auszubildenden kostenlos sein. Verbesserung des Verbraucherschutzes, um die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf im stärkeren Umfang als bisher zu berücksichtigen. Dazu gehört Gemeinsam 04 11

Gemeinsam Soziales Bündnis für Schleswig-Holstein auch die Veröffentlichung von Prüfberichten in einer für alle Beteiligten verständlichen Fassung. Einführung eines Personalbemessungsverfahrens für die objektive Ermittlung und Beurteilung des Zeitaufwandes zur Abdeckung der individuellen Pflegebedarfe. Bessere Rahmenbedingungen für neue Wohnformen, um die Innovationsfähigkeit der Träger bei der konzeptionellen Weiterentwicklung neuer Wohnund Betreuungsformen zu unterstützen. Bei allen neuen Vorschriften muss die Ausgewogenheit von Selbstbestimmungsmöglichkeiten und staatlichem Schutzauftrag beachtet werden. Eine landesweit einheitlich agierende Heimaufsicht Dabei müssen Qualitätssicherungsmaßnahmen der Träger anerkannt und bei Prüfungenberücksichtigt werden. Aufbau eines landesweiten Netzes von Pflegeberatungsstellen (Pflegestützpunkte) Die Pflegeberatung muss neutral sein. Sie hat die Aufgabe, Menschen zielgerichtet dabei zu unterstützen, tragfähige Entscheidungen für sich bzw. ihre Angehörigen zu treffen. Dieses Beratungsangebot muss während des gesamten Pflegeprozesses begleitend präsent sein. Ein landesweit einheitliches Qualitätsmanagement Das gemeinsame System muss transparent sein und die Interessen der Pflegebedürftigen umfassend berücksichtigen. Bewährt haben sich die Prinzipien des EFQM (European Foundation for Quality Management). Arbeit darf nicht arm machen Für immer mehr Menschen reicht der Lohn ihrer täglichen Arbeit nicht mehr zum Leben. Jede/r sechste arbeitet heute im Niedriglohnbereich. Damit Menschen aber von ihrer Arbeit leben können, brauchen wir einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von mindestens 7,50. Hier sind auch die Kommunen gefragt, zum Beispiel bei der konsequenten Einhaltung des Landestariftreuegesetzes auf der kommunalen Ebene, etwa im Zuge der Vergabe öffentlicher Aufträge. So wird es möglich, einen Wettbewerb um gute Arbeit in Gang zu setzen, von dem letztlich alle profitieren können, denn schlechte Arbeitsbedingungen gehen zu Lasten von Gesundheit und Zufriedenheit und verursachen jährlich volks- und betriebswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. Flankiert werden sollte das Ganze mit kommunalen Arbeitsmarktprogrammen, die insbesondere auf jene Gruppen zuzuschneiden sind, die am allgemeinen Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind: arbeitslose Jugendliche ohne Ausbildung, Menschen mit Behinderungen, Migranten, Geringqualifizierte und Ältere. Gute Bildung ist wichtig Beim Zugang zu Bildung muss die Chancengleichheit für alle im Mittelpunkt stehen. Deshalb fordern wir eine Schule für alle! Diese Aufgabe kann am Besten das Modell der Gemeinschaftsschule erfüllen, die regelhaft als Ganztagsschule angeboten werden sollte. Die Kommunen sollten sich stark machen für dieses Modell. Die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge stoppen Kommunale Unternehmen zur kurzfristigen Sanierung öffentlicher Haushalte zu verkaufen ist eine verbreitete Tendenz in Zeiten knapper Kassen. Betroffen hiervon sind überall im Land Krankenhäuser, Stadtwerke, Betriebe der Verund Entsorgung u.v.m. Diese Politik ist kurzsichtig und opfert öffentliches Eigentum dem Zugriff häufig kurzfristiger und unseriöser Unternehmensinteressen. Solche Privatisierungen bedrohen die Versorgung, die Qualität der Angebote und letztlich faire Arbeit. Deshalb fordern wir: Keine weitere Privatisierung kommunalen Eigentums! 12 Gemeinsam 04

Gemeinsam Vor Ort Die AWO in Lauenburg seit 84 Jahren stark vor Ort Der Bürgervorsteher Andreas Lojek hatte es in seinem Schreiben zur Jahreshauptversammlung zum Ausdruck gebracht: Ich freue mich sehr, dass wir eine Einrichtung wie die AWO in unserer Stadt haben. So auch der Tenor der Grußworte des Bürgermeisters Harald Heuer und der anwesenden Parteienvertreter. Im Bericht des Vorstands erklärte Uwe Frensel dazu: Wir haben uns in der Vergangenheit sowohl sozial als auch kulturell eingebracht. AWO in Lauenburg ist soziales Engagement, Begegnungsarbeit und De Kohlplanters. Damit sind wir unverwechselbar. Und: Wir sind als Wohlfahrtsverband, als Verbund der ehrenamtlichen und hauptamtlichen AWO-Menschen in Lauenburg, im Kreis und Land gefragter denn je. Wir müssen uns einbringen und bei der Gestaltung des Gemeinwesens mitwirken. Dieses haben wir in der Vergangenheit mit den Menschen, die sich dem Gedanken der AWO verbunden fühlen auf allen Ebenen getan und dieses wird auch in Zukunft unser Handeln bestimmen. Wir haben Möglichkeiten der Begegnung geschaffen, der Freizeitgestaltung und des mitmenschlichen Engagements. Wo wir helfend eingreifen konnten, haben wir unsere soziale Kompetenz ehrenamtlich und hauptamtlich eingebracht. Wir haben, zusammen mit anderen Organisationen, in Lauenburg das gesellige Zusammenleben ganzer Generationen geprägt und gefördert. Und mit Blick in die Zukunft: Die AWO in Lauenburg mischt sich ein und zeigt Flagge, wenn es darum geht, soziale Schieflagen aufzuzeigen und anzusprechen. Gleichzeitig bieten wir unsere Hilfe bei der Lösung dieser Probleme an. Die Aufgaben- und Angebotspalette des Ortsvereins ist vielfältig und attraktiv und findet Anklang. Ausdruck dafür ist unter anderem die erfreulich positive Mitgliederentwicklung des Ortsvereins und Ortsjugendwerks. In diesem Jahr feiert der Ortsverein den 10. Geburtstag seines Haus der Begegnung im Fürstengarten. 10 Jahre Haus der Begegnung spiegelten sich auch bei der Ehrung der Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft wider. 35 Mitglieder sind 10 Jahre dabei, ein Beleg für die Attraktivität der AWO und der Begegnungsstätte. Im Mittelpunkt bei den Ehrungen stand Willi Borchardt. 1948 eingetreten, blickt er auf 60 Jahre Mitgliedschaft in der Arbeiterwohlfahrt zurück. Seine Ehrung wurde ebenso mit anhaltendem Applaus bedacht wie die Ehrung von Ilse Treinies, die nach jahrzehntelanger ehrenamtlicher Vorstandsarbeit v.l. Pia Alina Kettenbeil, Ortsjugendwerk; Peter Perthun, AWO-Kreisvorsitzender; Willi Borchardt; Johanna Hartel, Ortsjugendwerk; Uwe Frensel, Vorsitzender AWO- Ortsverein Lauenburg auf ihren Wunsch hin nicht erneut kandidierte. Bei den Wahlen wurde das Vorstandsteam mit Uwe Frensel als 1.Vorsitzenden und Peter Kähler als 2.Vorsitzenden bestätigt. Als Beisitzerin neu im Vorstand: Birgit Schulz. v.l. Uwe Frensel,1. Vorsitzender; Detlef Hartel, Schriftführer; Birgit Schulz, Beisitzerin; Detlef Grünwedel, Beisitzer; Peter Kähler, 2.Vorsitzender; Marlies Bollhorn, Kassiererin; Stefan Nickel, Beisitzer Gemeinsam 04 13

Gemeinsam Vor Ort Geburtstags - Kaffeenachmittag bei der AWO Geesthacht Unbeschwert fröhlich geht es zu, wenn der Geesthachter Ortsverein seine Senioren zu einem geselligen Geburtstags Kaffeenachmittag einlädt. Jeweils eine Gruppe, deren Wiegenfest erst kurz zurückliegt, findet sich dann im AWO-Treff am Markt zu ein paar gemütlichen Stunden ein. Freundliche Helferinnen um Irmgard Behm und Sigrid Franke haben die Tische gedeckt und geschmückt, Kaffee und Tee gekocht und Kuchen aufgeschnitten. Da werden dann Bekanntschaften nach oft längerer Zeit aufgefrischt, Erlebnisse und Erfahrungen ausgetauscht und mitunter auch bei munteren Liedern die Sorgen und Beschwerden des Alltags und Alters einmal vergessen. Ortsvorsitzender Heinrich Siewers als Gastgeber heißt seine Senioren nicht nur willkommen, sondern unterhält sie auch als Vorleser und zeigt als kleinen Höhepunkt eindrucksvolle Erinnerungsfotos von Urlaubsreisen der Geesthachter Arbeiterwohlfahrt. Ja, wer da mitfahren könnte... Heinrich Siewers (links im Bild) im angeregten Gespräch mit seinen Geburtstagskindern Nur zu schnell verstreicht die Zeit, bis man sich mit Dank an die Gastgeber verabschiedet und sich wünscht, übers Jahr wieder dabei zu sein. Vorstand des Ortsvereins Börnsen bestätigt Die Mitgliederversammlung des AWO Ortsvereins Börnsen in der Waldschule war der geeignete Rahmen, um zahlreiche Mitglieder für 25- und 10-jährige Mitgliedschaft zu ehren. Bei der Neuwahl für die dreijährige Amtsperiode wurde der Vorstand weitestgehend in seinen Ämtern bestätigt. Vorsitzender bleibt Lothar Zwalinna, 1.Stellverteterin Christa Reinke sowie Christa Marquardt als 2.Stellvertreterin. Kassenwartin Karin Hähnel und Schriftführerin Christel Sund wurden ebenfalls einstimmig wiedergewählt. Die BeisitzerInnen im neuen Vorstandsteam: Helga Dragon, Jürgen Fischer, Traute Grimm, Irmgard Kloth, Kirsten Klüver, Maria Kwast, Holger Leddin, Gretel Steiniger, Eveline Stoltenberg, Günther Sund. Wechsel im Vorstand bei der AWO Breitenfelde Auf der Jahreshauptversammlung am 01. März 2008 in der Pfarrscheune wählte der Ortsverein Brigitte Höppner zur neuen 1.Vorsitzenden und Ursula Tews zur 2.Vorsitzenden. Dorothea Schlage, langjährige Vorsitzende, wurde von den Mitgliedern mit anerkennendem Beifall und Blumen für ihr Engagement und ihre Arbeit bei der erfolgreichen Entwicklung des Ortsvereins gedankt. Erfreulich auch: Von den Einnahmen des Pfarrscheunen-Basars 2007 stellte der Ortsverein u.a. der Grundschule und dem Kindergarten Breitenfelde je 500 Euro für die Anschaffung von Atlanten Kindergarten bzw. von Musikinstrumenten zur Verfügung. AWO ist eben mittendrin und stark vor Ort! von links nach rechts: vordere Reihe: Edeltraud Grimm, Christel Sund, Christa Marquardt + halbkniend Kirsten Klüver mittlere Reihe: Peter Perthun, Christa Reinke, Karin Hähnel, Gretel Steiniger, Helga Dragon und Irmgard Kloth hintere Reihe: Lothar Zwalinna, Günther Sund, Eveline Stoltenberg Dank an Dorothea Schlage: Der Vorsitzende Peter Perthun überreicht den Blumenstrauß des Kreisverbands an Dorothea Schlage. Ursula Tews (l.), Brigitte Höppner (hinten) und Uwe Frensel, Geschäftsführer des Kreisverbands freuen sich mit. 14 Gemeinsam 04

Gemeinsam AWO-Aktiv Kreiskegeln der AWO in Müssen Am 10.11.2007 trafen sich zum ersten Mal in der Geschichte des Kreisverbandes 4 Kegelgruppen der AWO in Müssen auf der Kegelbahn im Gasthaus Lüchau, um den Kegelpokal des Ehrenvorsitzenden Helmut Pleßen auszukegeln. Die Organisation des Turniers lag in den Händen von Elfriede Schletz, die als stellvertretende Kreisvorsitzende um 15:00 Uhr mit einem kräftigen Gut Holz den Wettstreit der Ortsvereine Büchen, Ratzeburg, Lauenburg und Schwarzenbek eröffnete. Jede Gruppierung war mit 4 KeglerInnen angetreten. Die Teilnehmer absolvierten je 60 Wurf, am Ende zählte dann das Mannschaftsergebnis. Die nicht kegelnden Zuschauer und Zuschauerinnen saßen in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen und feuerten ihre Mitkegler entsprechend lautstark an. Jede geworfene Neun wurde mit einem großen Applaus, unterstützt von der Tischglocke, entsprechend gewürdigt. Aber auch den Pudeln wurde eine ähnliche Aufmerksamkeit zuteil, besonders, wenn die gegnerische Mannschaft auf der Bahn war. Nach 3 Stunden stand das Ergebnis fest, die Mannschaft mit den jüngsten Teilnehmern aus Lauenburg belegte einen hervorragenden 4. Platz und konnte auch den eigens angefertigten Pudelpokal mit nach Hause nehmen. Der 3. Platz ging an die Mannschaft aus Schwarzenbek, Zweiter wurde die Mannschaft aus Ratzeburg und den überragenden ersten Platz belegte die AWO-Kegelgruppe aus Büchen. Die beste Einzelleistung gelang Anni Stockmann aus Büchen, die mit ihren 86 Jahren den Jüngeren eine Kegellehrstunde verabreichte, die diese lange nicht vergessen werden. Die gelungene Veranstaltung klang mit dem allseitigen Wunsch aus, das Turnier auch in den nächsten Jahren jeweils im November durchzuführen. Die Kegelfreunde aus den diesmal nicht vertretenen Ortsvereinen haben so schon rechtzeitig Gelegenheit, sich anzumelden. Die Ergebnisse im Einzelnen: Büchen 1555 Holz 2 Pudel 4 Neuner Ratzeburg 1496 Holz 5 Pudel 4 Neuner Schwarzenbek 1464 Holz 3 Pudel 4 Neuner Lauenburg 1441 Holz 18 Pudel 6 Neuner Das siegreiche Büchener Team erhält von Elfriede Schletz den Pokal. Gemeinsam 04 15

Gemeinsam Essen auf Rädern AWO-Menüdienst Geesthacht Herr Butenschön-Risch überreicht der 88-järhrigen Frau Demski aus Geesthacht ihr Essen. Seit 2002 schon nutzt Frau Demski aus Geesthacht den Menüdienst der AWO Geesthacht, das, wie sie betont, immer gut schmeckt. Sogar eine Nachspeise ist immer dabei. Herr Butenschön Risch liefert seit 2001 das Essen zu den Kunden in und um Geesthacht. Darunter befinden sich Menschen jeder Altersklasse. Wenn man Essen auf Rädern hört, glauben viele, dass es sich hierbei ausschließlich um Seniorenessen handelt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Unsere Gerichte sind abwechslungsreich und werden täglich frisch zubereitet. Auch für Vegetarier ist etwas dabei. Für viele unserer Senioren ist Herr Butenschön Risch außer dem Pflegepersonal oft der einzige Kontakt zur Außenwelt. Eine unserer Seniorinnen gestand leicht verschmitzt, dass sie sich morgens nach dem Aufstehen schon darauf freue, wenn das Essen geliefert wird. Denn wann sonst kann Sie noch mal mit einem jüngeren Mann ein wenig flirten. So wie dieser Dame geht es leider vielen unserer älteren Kunden. Egal wie eilig man es hat, für einen kurzen Schnack und ein paar Scherze muss schon Zeit sein, sagt Herr Butenschön Risch. Damit die Essenauslieferung auch in Urlaubszeiten reibungslos klappt, wird ein zuverlässiger Helfer mit Ortskenntnis und Führerschein gesucht. Nähere Informationen hierzu können im AWO-Büro, Markt 26 in Geesthacht, das täglich von 9.00 bis 16.00 Uhr besetzt ist, erfragt werden(tel.: 04152/ 79 361). Essen auf Rädern für Mölln, Ratzeburg und Umgebung. Seit vielen Jahren bietet der AWO-Ortsverein Mölln das "Essen auf Rädern" an. Wir wissen, dass der OV dadurch seinen Betrieb finanziell festigt, andererseits verbinden wir mit der Essensauslieferung an die Kunden eine soziale Komponente. Das Essen wird ìn der Regel von unseren Zivis ausgefahren, aber auch von anderen Mitarbeiterinen des Ortsvereins. Die Zeiten für das Essenausfahren sind so großzügig bemessen, dass das Essen nach dem Klingeln nicht an der Haustür nur abgegeben wird, sondern es wird großen Wert darauf gelegt, dass mit den Kunden auch eine kurze Unterhaltung möglich ist. Die Kunden sollen spüren, dass ihre täglichen Sorgen und privaten Belange bei uns auf Interesse stoßen und dass wir ihnen für weitere Fragen zur Verfügung stehen. Uns ist sehr wohl bewußt, dass für viele ältere Menschen diese Gespräche häufig die einzigen sind, die sie führen können, da der Kontakt zur Außenwelt oftmals aus vielerlei Gründen gänzlich zum Erliegen gekommen ist. Die Gründe, warum es so ist, sind vielschichtig, so dass es müßig ist, darüber zu diskutieren, da sie sich in unserer Gesellschaft überall ähneln. Als Sozialverband haben wir dennoch eine emotionale Verpflichtung, ein winziges Stückchen Hilfe anzubieten.um dieses Angebot für die Essenskunden, die in der Regel keine Mitglieder sind zu erweitern, werden sie bei uns seit einigen Monaten zu unseren Veranstaltungen mit eingeladen. Wie auch bei unseren Mitgliedern kommen in der Regel auf sie keine Kosten zu. Häufig aber bezahlen sie einen kleinen Betrag, weil sie sich freuen, dass sie von uns berücksichtigt wurden. Ich betone, es sind von unserem Ortsverein winzig kleine Schritte, diese Menschen aus ihrer Isolierung herauszuholen. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, wieder ein Stück am sozialen Leben teilzunehmen, in Gesprächen sich auszutauschen und vielleicht auch zu erkennen, dass andere Menschen ähnliche Probleme haben. Selbstverständlich erreichen wir immer noch keine große Anzahl unserer Kunden. Die Mitarbeiterinnen des Ortsvereins leisten am Telefon noch viel Überzeugungsarbeit. Wir beobachten aber erfreulicher Weise, dass das Interesse wächst. Behutsam arbei- 16 Gemeinsam 04

Gemeinsam Essen auf Rädern Hannelore Killnat freut sich auf das Essen, den guten AWO-Service und Marcel Gronau hat immer ein freundliches Wort übrig ten wir an diesem Punkt weiter. Die positiven Rückmeldungen der Eingeladenen, die ein Stück Dankbarkeit spüren lassen, bestärken uns, weiter an der Entwicklung dieses Projektes zu arbeiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Vorstand des AWO-Ortsvereins wollen ein wenig zu den Wurzeln der AWO- Idee zurückkommen, was die Gründerin der AWO Marie Juchacz 1919 neben aller materiellen Hilfe wichtig war: zu einem satten Menschen gehört auch eine emotionale und soziale Sättigung. 20 Jahre Essen auf Rädern in Lauenburg Mit einem Fahrrad, einem Anhänger und einer Warmhaltekiste fing alles an. Zuerst haben wir ein warmes Mittagessen nur für alte AWO Mitglieder gekocht, die selber nicht mehr kochen konnten oder wollten, erinnert sich der Vorsitzende Uwe Frensel an die Anfänge. In Eigenregie zubereitet wurde das tägliche Gericht in der Gasstätte Zur Palmschleuse und bei gestiegener Nachfrage später auch in der Küche des Walter Gerling Haus der AWO. Seit 1988 rollt der Essenservice nun auf vier Rädern zu den Kunden aus Lauenburg und den Randgemeinden. Die Nachfrage nach mehr Auswahl ließ sich in Eigenregie nicht mehr bewältigen. Deshalb überließ man die Herstellung der Gerichte einem qualifizierten Partner vom Fach und konzentrierte sich auf die Belieferung der Essenkunden und einen guten Service. Heute liefert der Ortsverein - auch an den Wochenenden und Feiertagen kostengünstige, gesunde und abwechslungsreiche Mittagsmenüs nach individueller Wahl aus einem breiten Angebot an ihre rund 60 Kunden aus. Bei allem Wandel in den vergangenen Jahren: Betreuung und persönliche Pflege des Kundenkontaktes sind bis heute zentrale Anliegen bei Essen auf Rädern der Lauenburger AWO geblieben. Informationen über das Angebot gibt Joachim Rieck unter 04153 / 20 55. Steffen Steiner und Joachim Rieck (r.) machen sich auf den Weg zu ihren Essenkunden

Gemeinsam Service Ansprechpartner / Anschriften OV Börnsen Lothar Zwalinna Am Hellholz 31 21039 Börnsen Tel./Fax 040-720 46 37 OV Dassendorf Elfriede Wetzler Kauersweg 1 21521 Dassendorf Tel. 04104-58 19 OV Lauenburg Uwe Frensel Fürstengarten 29 21481 Lauenburg Tel. 04153-20 55 Fax 04153-58 23 40 OV Schwarzenbek Botho Grabbe Aubenasstraße 8 21493 Schwarzenbek Tel./Fax 04151-27 76 OV Breitenfelde Brigitte Höppner Dorfstraße 26 23881 Breitenfelde Tel. 04542-8 99 34 OV Geesthacht Heinrich Siewers Markt 26 21502 Geesthacht Tel. 04152-7 93 61 Fax 04152-88 69 85 OV Mölln Ursula Witt Wasserkrüger Weg 14 23879 Mölln Tel. 04542-77 66 Fax 04542-8 63 77 OV Büchen Horst Schletz 21514 Fitzen Dorfstraße 9 Tel. 04155-45 78 Fax 04155-49 98 32 OV Gr. Schretstaken Andrea Kratzmann A.Paul Weber Straße 34 21493 Schretstaken Tel. 04156-76 30 OV Ratzeburg Helmut Pleßen 23909 Ratzeburg Grüner Weg 43 Tel./Fax 04541-56 84 OJW Lauenburg Horst Tomkowitz Fürstengarten 29 21481 Lauenburg Tel. 04153-5 27 01 AWO Kreisverband Kreis Herzogtum Lauenburg Vorsitzender Geschäftsführung Sozialbüro Nord Sozialbüro Süd Peter Perthun Uwe Frensel Rainer Schmid/Ursula Witt Rainer Schmid Elbstraße 26a Fürstengarten 29 Demolierung 2 Fürstengarten 29 21481 Lauenburg 21481 Lauenburg 23909 Ratzeburg 21481 Lauenburg Tel. 04153-55 91 20 Tel. 04153-58 69 22 Tel./Fax 04541-85 83 40 Tel. 04153-58 69 24 Fax 04153-55 91 22 Fax 04153-58 69 29 Fax 04153-58 69 29 Mobil 0171-143 76 80 Mobil 0172-742 24 24 JA,ich möchte Mitglied der AWO werden und bitte um Zusendung der Beitrittsunterlagen. Name Vorname Strasse Hausnummer. PLZ/Wohnort Telefon (für Rückfragen) Datum Unterschrift Bitte senden Sie diesen Abschnitt im Umschlag an den Ortsverein, dem Sie beitreten möchten oder wenden Sie sich direkt an den jeweiligen Ansprechpartner (Anschriften s.o.). Die Daten werden unter Einhaltung der Bestimmungen des BDSG für die AWO-Mitgliederverwaltung gespeichert. Ich habe das neue Mitglied geworben: Name Vorname Strasse Hausnummer. PLZ/Wohnort

Gemeinsam Eine von uns Eine von uns Uschi Tews Ohne Übertreibung: Aus dem noch jungen Ortsverein Breitenfelde zu berichten, macht einfach Spaß, denn hier scheint so ziemlich alles zu stimmen bis auf die Sorge um den Nachwuchs für den überaus rührigen Helferkreis, die wohl unsere ganze Organisation drückt. Aber im übrigen kann man nur gratulieren: Der erst 1996 aus einem Stützpunkt von Mölln hervorgegangene Ortsverein zählt mittlerweile bereits 91 Mitglieder und damit zu den stärksten in der schönen Gemeinde. Seine bisher ungebrochene Anziehungskraft kommt nicht von ungefähr, sondern fließt aus einem breiten Strom attraktiver Angebote verständlicherweise vor allem gesellschaftlicher Natur. Waren es am Anfang die berühmten (mittlerweile leider unmöglichen) Butterfahrten auf hoher See, die Gesinnungsfreunde wie Außenstehende anlockten, so bildeten sich in rascher Folge eine Wandergruppe, ein Kreis von KeglerInnen und eine Kreativgruppe, die an zum Teil künstlerischen Handarbeiten Gemeinschaft und Freude findet. Gesellige Unterhaltung bieten die mitunter 30 Gäste vereinenden Kaffeetreffs und Spielenachmittage. Auch das regelmäßige Monatstreffen vermittelt das Gefühl der Zusammengehörigkeit im Zeichen der gemeinsamen Sache. Natürlich wird auch ausgeflogen : Schon wegen der mit ihnen verbundenen Überraschungen sind die Fahrten ins Blaue stets restlos ausgebucht, und für Tagesfahrten wie Urlaubsreisen mangelt es nie an Interesse. Einen Höhepunkt erlebt der Breitenfelder Jahreslauf mit dem herbstlichen AWO-Basar. Dann verwandelt sich die historische Pfarrscheune, die der verständnisvolle Ortsgeistliche kostenlos zur Verfügung stellt (wofür ihm der Ortsverein aufrichtig Dank weiß), in mehr als nur ein kleines Warenhaus, Ursula Uschi Tews weiß was auf dem Basar gewünscht wird; Martha Kunst (rechts im Bild) weiß das Angebot zu schätzen wo die Kunden auch aus der weiteren Nachbarschaft herbeiströmen und oft schon lange vor der Öffnung Einlass begehren. Alle möglichen Textilien, Spielzeug, Handarbeiten, Heimkunst und Gebrauchsartikel, aber auch Wurstspezialitäten gibt es da anfangs in riesiger Auswahl, und ein schier überwältigendes Buffet mit Gebäck bis hin zu feinsten Torten ermöglicht in der Bibliothek nebenan nach erfolgreichem Handel noch eine richtige vormittägliche Kaffeetafel. All dies kann nur ein lebendiger Kreis von tüchtigen und tatkräftigen HelferInnen schultern. Den hat vor allem Ursula (Uschi) Tews um sich geschart, und sie gibt auch alle verdiente Anerkennung an ihn weiter. Die jetzt 62jährige zweite Vorsitzende des Ortsvereins wohnt zwar im nahen Mölln, aber das Kind ostpreußischer Flüchtlinge war, zuletzt in der Möllner Parkettfabrik beschäftigt, bis 1998 in Breitenfelde ansässig und gehört hier einfach dazu. Ihr Erfolg als mehr oder minder Seele des Ortsvereins beweist es. Auf Helferinnen und Helfer wie Ursula Tews kann die Arbeiterwohlfahrt stolz sein. Uschi ist Eine von uns! Gemeinsam 04 19

Gemeinsam Impressionen Ehrenamtsmesse in Mölln 20 Gemeinsam 04