GENUSSSCHEINBEDINGUNGEN

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GENUSSSCHEINBEDINGUNGEN der 150.000.000,- 6,75 % auf den Inhaber lautenden Genussscheine 2002/2011 150.000 Genussscheine im Nennbetrag von jeweils 1.000,- ausschüttungsberechtigt vom 20. März 2002 an, d.h. für das Geschäftsjahr 2002 mit einem 287/365 Anteil der Aareal Bank AG, Berlin ISIN Code: DE0006635212 Wertpapier-Kenn-Nummer: 663 521

GENUSSSCHEINBEDINGUNGEN 1 Form und Nennbetrag (1) Die Aareal Bank AG, Wiesbaden, begibt aufgrund einer Ermächtigung durch ihre außerordentliche Hauptversammlung vom 3. Januar 2002 Genussscheine gemäß 10 Abs. 5 KWG im Gesamtnennbetrag vom Euro 150.000.000,. (2) Die Genussscheine lauten auf den Inhaber und sind eingeteilt in untereinander gleichberechtigte 150.000 Genussscheine im Nennbetrag von je Euro 1.000,. (3) Die Genussscheine sind für ihre gesamte Laufzeit in einem Global-Inhaber-Genussschein verbrieft, der bei Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, ( CBF ) hinterlegt ist. Die CBF oder ihr Rechtsnachfolger werden nachstehend als Verwahrer bezeichnet. Das Recht auf Lieferungen von Einzelurkunden ist ausgeschlossen. 2 Ausschüttung (1) Die Inhaber der Genussscheine erhalten eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der Aareal Bank vorgehende jährliche Ausschüttung von 6,75 % des Nennbetrages der Genussscheine. Anspruch auf die Ausschüttung haben die Genussscheininhaber, soweit der im vorangegangenen Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss der Aareal Bank, erhöht um Gewinnvorträge und gemindert um Verlustvorträge und Zuführungen zur gesetzlichen Rücklage, dazu ausreicht. Reicht er nicht aus, erhöhen Fehlbeträge den Gewinnanteil des Folgejahres, gegebenenfalls späterer Folgejahre, soweit der nach Satz 2 korrigierte Jahresüberschuss des Folgejahres bzw. der Folgejahre ausreicht. Die Nachzahlungspflicht besteht nur während der Laufzeit der Genussscheine. Sind Ausschüttungen für einen Zeitraum von weniger als einem Geschäftsjahr zu berechnen, so werden sie auf der Basis der tatsächlich verstrichenen Tage geteilt durch die Anzahl der Tage (365 bzw. 366) im jeweiligen für die Ausschüttung maßgeblichen Geschäftsjahr berechnet. (2) Die Genussscheine sind vom 20. März 2002 an ausschüttungsberechtigt, d. h. für das Geschäftsjahr 2002 zu einem 287/365 Anteil. (3) Die Ausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr erfolgt jeweils am 2. Juli des folgenden Geschäftsjahres, jedoch nicht vor dem ersten Geschäftstag nach der Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss des Geschäftsjahres, für das die Ausschüttung erfolgen soll, beschließt (der Ausschüttungstag ). Der erste Ausschüttungstag ist der 2. Juli 2003. Die Aareal Bank wird die Höhe der Ausschüttung unverzüglich nach dem Beschluss ihrer ordentlichen Hauptversammlung gemäß 11 bekannt machen. Geschäftstag bezeichnet einen Tag (außer Samstag oder Sonntag), an dem CBF betriebsbereit ist, um die betreffende Zahlung abzuwickeln. 3 Ausstattungsmerkmale der Genussscheine Die Genussscheine verbriefen Gläubigerrechte, die keine Gesellschaftsrechte, insbesondere kein Teilnahme-, Mitwirkungs- und Stimmrecht in den Hauptversammlungen der Aareal Bank, beinhalten. 4 Begebung weiterer Genussscheine (1) Die Aareal Bank behält sich vor, weitere Genussscheine zu gleichen oder anderen Bedingungen auszugeben.

(2) Ein Bezugsrecht der Genussscheininhaber auf weitere Genussscheine ist nur gegeben, sofern die Hauptversammlung dies beschließt. (3) Die Genussscheininhaber haben keinen Anspruch darauf, dass ihre Ausschüttungsansprüche vorrangig vor den Ausschüttungsansprüchen bedient werden, die auf weitere Genussscheine entfallen. 5 Bestand der Genussscheine Der Bestand der Genussscheine wird vorbehaltlich 7 weder durch Verschmelzung oder Umwandlung der Aareal Bank noch durch eine Veränderung ihres Grundkapitals berührt. 6 Laufzeit, Rückzahlung, Kündigung (1) Die Laufzeit der Genussscheine endet am 31. Dezember 2011, wenn sie nicht vorher gekündigt wurden. Vorbehaltlich der Bestimmungen gemäß 7 werden die Genussscheine zum Nennbetrag zurückgezahlt. Der zurückzuzahlende Betrag ist am 2. Juli 2012, jedoch nicht vor dem ersten Geschäftstag nach der Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2011 beschließt, fällig. 2 Absatz (3) Satz 2 gilt entsprechend. Der zurückzuzahlende Betrag wird vom Ende der Laufzeit der Genussscheine an bis zum Ablauf des dem Fälligkeitstag vorausgehenden Tages, entsprechend der Höhe der Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 verzinst, d.h. bei Rückzahlung am 2. Juli 2012 wird für das Geschäftsjahr 2012 ein 183/366 Anteil berechnet. (2) Die Aareal Bank kann die Genussscheine insgesamt, jedoch nicht nur einen Teil von ihnen, unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von mindestens zwei Jahren jeweils zum Ende eines Geschäftsjahres frühestens zum 31. Dezember 2007 durch Bekanntmachung gemäß 11 kündigen, wenn eine Rechtsvorschrift in der Bundesrepublik Deutschland erlassen, geändert oder in einer Weise angewendet wird, dass die Ausschüttung bei der Aareal Bank ganz oder teilweise nicht mehr zu einer Verringerung der Steuerbemessungsgrundlage für Ertragsteuern führt. (3) Die Kündigung darf unter Beachtung des in Absatz (2) Satz 1 bestimmten Zeitpunktes frühestens zum Ende des Geschäftsjahres, das der Ausschüttung vorangeht, bei der erstmals die Steuerbelastung bei der Aareal Bank anfallen würde, erfolgen. (4) Die gekündigten Genussscheine verbriefen bis zum Wirksamwerden der Kündigung ihre vollen Rechte. Im Übrigen gilt Absatz (1) Sätze 2 bis 4 sinngemäß. (5) Die Genussscheininhaber können ihre Genussscheine nicht kündigen. 7 Teilnahme am Verlust, Wiedererhöhung der Rückzahlungsansprüche (1) Wird ein Bilanzverlust ausgewiesen oder das Grundkapital der Aareal Bank zur Deckung von Verlusten herabgesetzt, so vermindert sich der Rückzahlungsanspruch jedes Genussscheininhabers bis zur vollen Höhe. Bei einem Bilanzverlust vermindert sich der Rückzahlungsanspruch jedes Genussscheininhabers in demselben Verhältnis, in dem das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital einschließlich Genussscheinkapital (jedoch ohne andere nachrangige Verbindlichkeiten) durch die Tilgung des Bilanzverlustes vermindert wird. Bei einer Kapitalherabsetzung mindert sich der Rückzahlungsanspruch in demselben Verhältnis, in dem das neue Grundkapital zum alten Grundkapital der Aareal Bank steht. Verlustvorträge aus Vorjahren bleiben hierbei außer Betracht.

(2) Werden nach einer Verlustbeteiligung gemäß Absatz (1) in den folgenden Geschäftsjahren Jahresüberschüsse erzielt, sind aus diesen nach der gesetzlich vorgeschriebenen Wiederauffüllung der gesetzlichen Rücklage die Rückzahlungsansprüche bis zum Nennbetrag der Genussscheine zu erhöhen, bevor eine anderweitige Verwendung dieser Jahresüberschüsse vorgenommen wird; diese Verpflichtung besteht nur während der Laufzeit der Genussscheine. 8 Nachrang der Genussscheine Die Forderungen aus den Genussscheinen gehen den Forderungen aller anderen nicht nachrangigen Gläubiger der Aareal Bank im Rang nach. Im Falle eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen oder der Liquidation der Aareal Bank werden die Genussscheine erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger und vorrangig vor den Aktionären und etwaigen stillen Gesellschaftern bedient; die Genussscheine gewähren keinen Anteil am Liquidationserlös. 9 Hinweis gemäß 10 Abs. 5 KWG Nachträglich können die Teilnahme am Verlust gemäß 7 nicht zum Nachteil der Aareal Bank geändert, der Nachrang gemäß 8 nicht beschränkt sowie die Laufzeit und die Kündigungsfrist gemäß 6 nicht verkürzt werden. Eine anderweitige vorzeitige Rückzahlung ist der Aareal Bank ohne Rücksicht auf entgegenstehende Vereinbarungen zurückzugewähren, sofern nicht das Kapital durch Einzahlung anderen, zumindest gleichwertigen haftenden Eigenkapitals ersetzt worden ist oder das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen der vorzeitigen Rückzahlung zustimmt. Das Gleiche gilt unter bestimmten Umständen auch für den vorzeitigen Rückerwerb der Genussscheine. 10 Zahlungen (1) Sämtliche Zahlungen aus den Genussscheinen erfolgen über die Aareal Bank, als Zahlstelle. Sie wird dem Verwahrer die jeweils fälligen Beträge zur Weiterleitung an die Genussscheininhaber zur Verfügung stellen. (2) Die Aareal Bank ist berechtigt, durch Bekanntmachung gemäß 11 weitere Zahlstellen zu benennen. 11 Bekanntmachungen Alle die Genussscheine der Aareal Bank betreffenden Bekanntmachungen werden im Bundesanzeiger und in je einem überregionalen Pflichtblatt derjenigen Börsen veröffentlicht, an denen die Genussscheine notiert sind. Zur Rechtswirksamkeit genügt die Bekanntmachung im Bundesanzeiger. 12 Anwendbares Recht, Erfüllungsort, Gerichtsstand (1) Form und Inhalt der Genussscheine sowie alle sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten bestimmen sich nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. (2) Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Wiesbaden.

13 Teilnichtigkeit Sollte eine der Bestimmungen der Genussscheinbedingungen ganz oder teilweise rechtsunwirksam sein oder werden, so bleiben die übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. Eine durch die Unwirksamkeit einer Bestimmung der Genussscheinbedingungen etwa entstehende Lücke ist im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung unter Berücksichtigung der Interessen der Beteiligten sinngemäß auszufüllen. 14 Sprache Diese Genussscheinbedingungen sind in deutscher Sprache abgefasst. Eine Übersetzung in die englische Sprache ist erfolgt. Der deutsche Text ist bindend und maßgeblich. Die Übersetzung in die englische Sprache ist unverbindlich.