16 RKK Klinikum 17 Rückenschmerzen? am RKK Klinikum Freiburg Ihr Vertrauen wert
18 RKK Klinikum RKK Klinikum 19 Rückenschmerzen sind ein allgegenwärtiges Leiden: Über 22 Millionen Menschen in Deutschland klagen über Beschwerden und daraus folgende Einschränkungen ihrer Beweglichkeit. Dabei könnte eine spezifische chirurgische Behandlung nachhaltig wirken zumal sie mit modernster Technik einhergeht. Speziell die bei älteren Menschen häufig auftretende lumbale degenerative Spinalkanalstenose (Rückenmarkskanalverengung durch Verschleiß an der Lendenwirbelsäule) mit ihren typischen Beschwerden schwerer und schmerzhafter Beine und einer vornübergebeugten Schonhaltung kann durch verschiedene moderne Operationstechniken entscheidend gelindert werden. Die Spinalkanalstenose entsteht durch den im Alter nachlassenden Wassergehalt des elastischen scheibengewebes. Die damit einhergehenden en Ver- Bandänderungen verformen Knochen und Bänder und engen so langsam, aber stetig den Spinalkanal, nal, der aus Wirbelkörper, scheiben und Bändern be- Bandsteht. Der chirurgische Engriff zur Dekompression entlastet die Stelle, an der Nerven und Rückenmark zusammentreffen durch eine Entfernung derjenigen Teile der Wirbelsäule und angrenzenden Weichteile, die an der Verengung des Wirbelkanals beteiligt sind. In den Häusern des RKK Klinikums wird die sogenannte Fensterungstechnik praktiziert. Hierbei bleibt der mittlere Teil des Wirbelbogens mit Dornfortsatz stabil. Es werden ausschließlich die Teile des Facettengelenks und des Zwischenwirbelbands entfernt, die den Druck auf die Nerven ausüben. Die Stabilität der Bewegungssegmente im Aufbau Wirbelkörper Bandscheibe Wirbelkörper ist das wichtigste Anliegen. Ist diese Struktur schon instabil, müssen Implantate zur Stabilisierung eingesetzt werden.
20 RKK Klinikum RKK Klinikum 21 High-Tech Medizintechnik Als erste Klinik in Baden- Württemberg wird im Loretto-Krankenhaus bei den hochsensiblen Operationen an der Wirbelsäule die neue Technik O-arm der Firma Medtronic eingesetzt. Das speziell für die entwickelte Bildgebungssystem verbindet die Vorteile von Röntgen, Computertomographie und Navigation in einem einzigen System und reduziert die Strahlenbelastung der Patienten um bis zu 50 Prozent. In 3D-Qualität können Bewegungen der Instrumente im Millimeterbereich genauestens überwacht und noch während der Operation permanente Einblicke in den Körper und eine mittelbare Kontrolle des un- Behandlungserfolgs s nommen werden. Dies er- vorgespart dem Patienten eine weitere Strahlenbelastung lastung durch Computertomogra-omographie nach der Operation ebenso wie eventuell fälli- ge Folgeeingriffe. Gerade für Fusionsoperationen mit Einbringen von Schrauben und Stäben in minimalinvasiver Technik ist die neue Technik ein Segen, betont Chefarzt Dr. Frank Hassel. Das mobile Bildgebungssystem O-arm es umschließt den Patienten wie ein O erlaubt zweidimensionale und dreidimensionale Aufnahmen sowie Durchleuchtung (Fluoroskopie) des Patienten während der Operation, ohne dass dieser seine Position ändern muss. Der ringförmige Teil des O-arm mit seiner hoch auflösenden Röntgenkamera wird dabei von einer patentierten Schwenkvorrichtung für Aufnahmen immer wieder genau in Position gebracht. Der O-arm macht mit seinem 30 mal 40 Zentimeter großen Flachbild-Detektor eine 360 -Bildfolge aus 391 Einzelaufnahmen in 13 Sekunden. Anschließend braucht das System rund 20 Sekunden, um die Aufnahmen zu dreidimensionalen Bildern der Körperpartie des Patienten zu rekonstruieren und diese auf einem Bildschirm mit 30 Zoll Bildschirmdiagonale zu projizieren. Alle Bewegungen des Gerätes wie das Geschehen auf dem Bildschirm lassen sich aus dem sterilen Bereich direkt vom Operateur steuern.
22 RKK Klinikum RKK Klinikum 23 Minimalinvasive OP-Verfahren Die Eingriffe sind vielfach auch minimalinvasiv möglich. Die OP durch eine feine millimetergroße Öffnung ist im Bereich der angekommen. Die Entwicklung der minimal-invasiven Chirurgie nimmt Operationen bei Bandscheibenvorfällen ihren Schrecken und sorgt für eine besonders schonende Behandlung mittels Endoskopie. Mit der TESSYS -Methode von joimax ist eine Revolution in der Schlüssellochtechnik gelungen, die nun vom RKK Klinikum im Loretto-Krankenhaus eingeführt wurde. Sie wird bei Eingriffen rund um die Wirbelsäule, vor allem bei schmerzhaften und einschränkenden Bandscheibenvorfällen eingesetzt. Während der Patient in ten- oder Bauchlage liegt, Sei- wird das OP-Einsatzfeld durch einen rund 1 cm nen Hautschnitt über das klei- Zwischenwirbelloch erreicht. Mit Hilfe von präzisen doskopisch steuerbaren erbaren en- Werkzeugen wird von außen die Entfernung ng des ausgetretenen Bandscheibenmaterialführt. Überwacht wird der durchge- Vorgang auf einem Flach- bildschirm in HD-Technik. Die Vorteile der de sind überragend: Die Wirbelsäulenoperation eration Metho- mittels Endoskopie (TESbeseitigt SYS -Methode) den Bandscheibenvorfall nvorfall und die damit verbundenen Schmerzen schnell und schonend, in den meisten Fällen ist nur ein kurzer stationärer Aufenthalt von 2-3 Tagen notwendig. rend andere Methoden einen Genesungsprozess sprozess Wäh- von drei bis sechs s ten erfordern, sind die Pa- Monatienten in der Regel bereits nach drei bis sechs Wochen vollkommen beschwerdefrei. Kleinster Zugang, nahezu keine Narben, keine Verletzung von Muskeln und Bindegewebe, keine Entfernung von Bandstrukturen, keine Destabilisierung der Wirbelsäule durch Nutzung von vorhandenen Öffnungen zum Spinalkanal, kurze Behandlungsaufenthalte, wenig postoperative Schmerzen und schnelle Regeneration sind Charakteristika dieser Anwendung. Die TESSYS -Methode minimiert darüber hinaus Nachoperationen. Die Innovation eignet sich für Patienten jeden Alters, da die OP in vielen Fällen sogar in Teilnarkose durchführbar ist. Dr. Frank Hassel Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Dieses perfekte, unkomplizierte und sichere Verfahgren ist eine großartige Entwicklung für Patienten und Ärzte.
24 RKK Klinikum RKK Klinikum 25 Unser Leistungsspektrum Schmerztherapeutische Verfahren (Facetteninfiltration, Periduralkatheter, Wurzelblockaden etc.) Minimalinvasive Verfahren (Facettendenervation, Nukleoplastie, perkutane Instrumentationen und Fusionen) Versorgung bei Osteoporose (Kyphoplastie, spezielle Implantate mit Zementaugmentation) Mikrochirurgische Nukleotomie, endoskopische Nukleotomie (Entfernung eines Bandscheibenvorfalls) Dekompression Spinalkanal (Erweiterung des Rückenmarkkanals) Dynamische Verfahren (z.b. Bandscheibenprothesen, dynamische Pedikelschraubensysteme, etc.) Dorsale und ventrale Stabilisierung bei Instabilitäten u./o. Deformitäten (Fusionen) Korrekturspondylodesen bei Deformitäten (Aufrichtungsoperationen bei Fehlstellungen en der WS) Frakturversorgung der Wirbelsäule Dr. med. Frank Hassel Loretto-Krankenhaus Mercystraße 6 14 D-79100 Freiburg Sekretariat Telefon +49 761 7084-146 Telefax +49 761 7084-165 orthopaedie@rkk-klinikum.de www.rkk-klinikum.de