Erlebnis Ringstraße Burgring und Dr.-Karl-Renner-Ring mit Hofburg, Heldenplatz, Volksgarten, Natur- und Kunsthistorischem Museum, Parlament, Rathaus und Burgtheater Die Ringstraße ist ein weltberühmter Prachtboulevard um die Wiener Innenstadt herum mit zahlreichen Repräsentationsgebäuden aus der Stilepoche des Historismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die gewaltigen Bauten sind Ausdruck imperialer Macht über weite Teile Europas und entstanden in einer Zeit, da Wien rapide bis zur Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert zur viertgrößten Metropole der Welt anwuchs. Der Zuzug hunderttausender Menschen aus den Kronländern der k u. k. Monarchie während der Zeit der industriellen Revolution ließ die Vorstädte wachsen, die längst ihren dörflichen Charakter verloren hatten. Gleichzeitig war die Innere Stadt immer noch von einer Stadtmauer mit massiven Bastionen umgeben. Diese Befestigungsanlage hatte keine Funktion mehr und stellte lediglich ein ärgerliches Verkehrshindernis dar. 1857 ordnete Kaiser Franz Joseph I. persönlich die Auflassung der Umwallung und Fortifikationen der Inneren Stadt, sowie der Gräben um dieselbe und den Bau eines Boulevards an dieser Stelle an. -1-
Die Gesamtlänge der Ringstraße beträgt 5,2 km und besteht aus neun Abschnitten, die unterschiedliche Straßennamen tragen: Stubenring, Parkring, Schubertring, Kärntner Ring, Opernring, Burgring, Dr.-Karl-RennerRing, Universitätsring und Schottenring. Der Rundgang: Der Spaziergang über die Ringstraße wird durch die grauen Pfeile auf dem Stadtplan auf der nächsten Seite gekennzeichnet. Er beginnt am Donaukanal bei der Urania und endet beim Ringturm. Dabei machen wir kurze Abstecher zum Wiener Musikverein, zur Secession, zum Rathaus und zur Votivkirche. Bei diesem Rundgang werden wir mehr als vier Kilometer zurücklegen. Die Stationen sind: * Die Urania, * die Postsparkasse, * das Museum für angewandte Kunst (MAK), * der Stadtpark, * das Hotel Imperial, * der Musikverein, * die Staatsoper, * das Burgtor, * die Secession, * das Parlament, * das Burgtheater, * das Rathaus, * die Universität, * die Votivkirche und * die Börse -3-
Die Urania Bereits im 19. Jahrhundert gab es Bestrebungen, wissenschaftliche Erkenntnisse auch einem breiteren Publikum aus Laien näherzubringen. Heute gibt es dafür unter anderem die Volkshochschulen. Die Idee zur Gründung von Uranias als Bildungsstätten für die Bevölkerung geht auf den deutschen Astronomen Max Wilhelm Meyer zurück. Im Jahr 1883 kam er nach Wien und berechnete als Assistent der Universität Wien vergangene und zukünftige Sonnenfinsternisse. Nebenbei hielt er Vorträge und entwickelte die Idee einer volksbildenden Institution. In der -4-
Fischer von Erlach, Leopold Karl von Kollonitsch und Joseph von Sonnenfels. Die Votivkirche Die Votivkirche befindet sich in der Nähe der Ringstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptgebäude der Universität Wien. Sie ist eines der bedeutendsten neugotischen Sakralbauwerke der Welt. Mit einer Höhe von 99 Metern ist die Votivkirche die zweithöchste Kirche Wiens. Wegen ihrer gotisch anmutenden Fassade wird sie von Touristen im Vorbeigehen oft mit dem Stephansdom verwechselt. Allerdings geht ihre Architektur auf den Historismus des 19. Jahrhunderts zurück. Der Entwurf stammt von dem berühmten Wiener Ringstraßenarchitekten Heinrich Ferstel. Geweiht wurde die Votivkirche am 24. April 1879 anlässlich der Silberhochzeit des Kaiserpaares. Ihre Enstehung hat die Kirche einer Bluttat zu verdanken. Am 18. Februar 1853 verübte der ungarische Schneidergesellen János Libényi ein Messerattentat auf den jungen Kaiser Franz Joseph I. Er war ein ehemaliger Husar in Wien und versuchte, Franz Joseph I. mit einem Küchenmesser zu ermorden. Das Messerattentat auf Kaiser Franz Joseph am 18. Februar 1853-30 -
Die Votivkirche mit Grundrissplan: Grafik aus dem Jahre 1879-33 -
Das Hauptgebäude der Universität Wien Die Wiener Universität zwischen 1890 und 1900 Die Universität Wien (lateinisch Alma Mater Rudolphina Vindobonensis ) wurde bereits im Jahre 1365 gegründet. Sie ist mit derzeit fast 100.000 Student/innen die größte Hochschule in Österreich sowie im deutschsprachigen Raum und eine der größten in Europa. Das Hauptgebäude an der Ringstraße von Heinrich Ferstel konzipiert und 1873 bis 1884 erbaut. Die mittelalterliche Universität war in verschiedenen Gebäuden in der historischen Altstadt Wiens untergebracht. Ihr erstes Haus war das 1385 eröffnete Herzogskolleg in der heutigen Postgasse 7-9. 1623, wurde an derselben Stelle das frühbarocke Jesuitenkolleg errichtet. Es ist mit der Universitätskirche und einigen Zubauten noch heute als Alte Universität erhalten und beherbergt unter anderem das Archiv der Universität Wien. Unter Maria Theresia wurde in den Jahren 1753 bis 1755 unmittelbar neben dem Jesuitenkollegium ein neues Hauptgebäude, die Neue Aula, - 34 -
2.) Die Ringstraße: Kreuzworträtsel Zeilen 3. Wer versuchte im Jahre 1853 Kaiser Franz Joseph mit einem Messer zu ermorden? (Nachname) 4. In welchem Park befindet sich das Denkmal des Walzerkomponisten Johann Strauss? 6. Abschnitt der Ringstraße im Bereich des Stadtparks. 7. Baustil des Wiener Rathauses. 10. Name des größten deutschsprachigen Sprechtheaters. 13. Jährliche Veranstaltung der Wiener Sozialdemokraten auf dem Rathausplatz. 14. Historisches Gebäude am Donaukanal, das eine Volkshochschule, eine Sternwarte und einen Kinosaal beherbergt. 16. Nachname jenes Architekten, der die Wiener Staatsoper entworfen hat. 17. Nachname jenes Architekten, der da Wiener Rathaus entworfen hat. 18. Vereinigung von modernen Wiener Künstlern aus der Zeit des Jugendstils. 19. Von welchem berühmten Jugendstilmaler stammen die meisten der Deckengemälde im - 42 -