Pflegeberufe. 04. April 2012

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Transkript:

Zielsetzungen des Masterplans Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger Nicole Aeby-Egger 04. April 2012

Übersicht Fachkräftemangel Handlungsbedarf in den Pflegeberufen Zielsetzung und Struktur Masterplan Bildung Pflegeberufe Struktur Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt: Gemeinsame Verantwortung für ein effizientes und effektives Bildungsangebot Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 2

Fachkräftemangel Fachkräftemangel im Gesundheitswesen In der Schweiz werden pro Jahr rund 5 000 Gesundheitsfachkräfte zu wenig ausgebildet Personalbedarf in den Pflegeberufen Im Bereich Pflege und Betreuung ist die Unterschreitung massiv Einsatz von Pflegefachkräften aller Bildungsstufen In den Institutionen des Gesundheitsbereichs sind dipl. Pflegefachkräfte, Personen mit Abschluss auf der Sekundarstufe II und der Assistenzstufe sowie Ungelernte beschäftigt Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 3

Fachkräftemangel Personalbestand in Spitälern, Heimen und Spitex2006: Medizinisch-technische und medizinischtherapeutische Berufe Tertiärstufe total Pflegeund Betreuung Tertiärstufe total (inkl. Hebammen) 14 600 74 600 Pflege und Betreuung Sekundarstufe II total 23 400 (Krankenpflege FA SRK, medizinische Praxisassistenz, andere inkl. FaGe) Pflege und Betreuung Assistenzstufe total 15 800 (PflegeassistenzPA) Pflegehelferinnen SRK und Ungelernte in Pflege und Betreuung total 40 400 Quelle: Nationaler Versorgungsbericht für die Gesundheitsberufe (2009), GDK und OdASanté Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 4

Handlungsbedarf in den Pflegeberufen Bildungspolitischer Steuerungs- und Koordinationsbedarf in drei Handlungsbereichen: Zusätzliche Ausbildungs- und Praktikumsplätze für die betriebliche Ausbildung schaffen Die Bildungssystematik auf allen Bildungsstufen ausschöpfen Die Abhängigkeit von im Ausland ausgebildeten Fachkräften verringern Quelle: Bericht EVD Bildung Pflegeberufe (2010), BBT Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 5

Zielsetzungen Masterplan Bildung Pflegeberufe Erhöhung der Zahl der Ausbildungsabschlüsse in den Pflegeberufen Planen und umsetzen der Massnahmen gemäss den Handlungsbereichen Koordinieren der Projekte und sicherstellen der Kommunikation Messen des Projektfortschritts und Berichterstattung zuhanden der politischen Entscheidungsträger Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 6

Struktur Verbundpartnerschaft Bund: Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), Bundesamt für Gesundheit (BAG) Kantone: Schweiz. Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und direktoren (GDK), Schweiz. Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), Schweiz. Berufsbildungsämter- Konferenz (SBBK) Arbeitswelt: Nationale Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté) Bildungsanbieter: Konferenz Höhere Fachschulen (K-HF), Rektorenkonferenz der Fachhochschulen (KFH) Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 7

Struktur Steuergruppe Bund, Kantone, OdASanté Koordinationsgruppe Bund, Kantone, OdASanté, Bildungsanbieter Bedarfsgerechte Zahl Ausbildungsplätze Umsetzung Bildungssystematik Massnahmen ausländische Fachkräfte Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 8

Struktur Respektierung der Zuständigkeiten Bund: gesamtschweizerische Regelung der Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, in Kraft seit 2004) Der Fachhochschulbereich Gesundheit ist seit 2005 der Regelungskompetenz des Bundes unterstellt Der Vollzug erfolgt in Zusammenarbeit mit den Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt: Durchlässiges Bildungssystem von hoher Qualität Berücksichtigung von Bedürfnissen der Region und des Berufsfeldes Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 9

Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt: Gemeinsame Verantwortung für ein effizientes und effektives Bildungsangebot Grosser Bedarf an Pflegefachkräften Sicherstellung der Gesundheitsversorgung: Nutzen der vorhandenen Bildungsmöglichkeiten Weiterentwicklung der beruflichen Grundbildung: Fachfrau / Fachmann Gesundheit, Assistentin / Assistent Gesundheit und Soziales Etablierung der Fachhochschulstufe: Fachhochschulstudiengänge (FH) Weiterentwicklung der höheren Berufsbildung: höhere Fachschulen (HF), eidgenössische Prüfungen Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 10

Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt: Gemeinsame Verantwortung für ein effizientes und effektives Bildungsangebot Zuständigkeiten der Verbundpartner Der Bund (BBT) begleitet und unterstützt die Ausschöpfung der Bildungssystematik Das BBT erlässt keine Vorgaben zum Verhältnis von Pflegefachkräften FH und HF Die Kantone und die Organisationen der Arbeitswelt setzen geeignete regionalen Lösungen um setzen geeignete regionalen Lösungen um Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 11

Das Berufsfeld gemeinsam in die Zukunft führen Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe Nicole Aeby-Egger 04. April 2012 12

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