Newsgroups. Allgemeines

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Übersicht Die Übersicht zeigt die Zusammenfassung der wichtigsten Daten.

Transkript:

Newsgroups Allgemeines Die Newsgroups sind eine Sammlung von vielen Tausend Diskussionsgruppen zu unterschiedlichen Themengebieten innnerhalb eines eigenständigen Netzwerks, dem Usenet. Die Funktionsweise des Usenet wird oft mit den sprichwörtlichen Schwarzen Brettern verglichen, auf denen jeder Informationen anbieten oder suchen kann. So gibt es für fast alle erdenklichen Themen eigene Newsgroups. Zu den mehreren zehntausend internationalen existieren auch viele deutschsprachige Newsgroups. Vorteile des Usenet sind die Geschwindigkeit und die hohe Teilnehmerzahl. Innerhalb weniger Stunden können zu kontroversen Themen riesige Diskussionsbäume (sogenannte Threads) entstehen. Durch seine vielfach redundante Verteilung auf zigtausende Newsserver in vielen verschiedenen Staaten ist das Usenet auch ziemlich unempfindlich gegen Zensur. Über das Protokoll NNTP (Network News Transport Protocol) kann der Datenaustausch über das Internet abgewickelt und das Usenet so dezentralisiert werden, dass über das Internet prinzipiell jeder Newsserver von jedem Ort aus ansprechbar ist. Mehr noch: Jeder Administrator kann über seinen eigenen Newsserver eigene Gruppen einrichten und diese anderen Servern zur Verfügung stellen. So können Hierarchien beliebig erweitert werden. Man unterscheidet: Mainstream-Groups Hierbei handelt es sich um die wohl strukturierten Newsgroups, die mit comp, sci, soc, rec, talk, news oder misc beginnen und

Vanity-Groups Diese Newsgroups haben eher einen ungeordneten und chaotischen Charakter. Vanity-Groups beginnen mit alt und bilden demnach den alternativen Teil der Newsgroups. Der Name einer Newsgroup gibt in der Regel Aufschluss über ihren Inhalt. Er setzt sich aus Kürzeln oder kurzen Worten zusammen, die durch Punkte getrennt werden. Deutsche Newsgroups fangen mit de an. Beispiele: de.comp.misc (deutsche Newsgroup) comp.misc (internationale Newsgroup mit gleichem Thema) Diese Namen geben von links nach rechts die hierarchische Einordnung der Gruppe an. Der äußere linke Namensteil steht für die höchste Hierarchieebene und wird als Top-Level- Hierarchie bezeichnet. Alle weiteren Namensteile, außer den rechten, nennt man Sub- oder Unterhierarchien. Im Beispiel kennzeichnet die Top-Level-Hierarchie de eine deutschsprachige Newsgroup, comp die Subhierarchie, die sich mit Computerthemen befasst, und misc steht für Verschiedenes. Auch in Namen deutschsprachiger Newsgroups werden die international üblichen englischen Kürzel benutzt. Damit lassen sich verwandte internationale Newsgroups schneller finden. In vielen Fällen brauchen Sie bloß das de wegzulassen. Beiträge in Newsgroups heißen Artikel. Man spricht von Posten, auf deutsch Verschicken, wenn man einen eigenen Artikel in eine Gruppe setzt. Übersicht wichtiger Newsgroup- Namenskürzel

Kürzel Bedeutung Inhalt comp computer Themen rund um Computer sci science Wissenschaft und Technik soc social Gesellschaftliche Themen rec talk recreational talk Alle Themen rund um Freizeit und Erholung Allgemeine Gespräche über Dies und Das news news Themen rund um das Usenet selbst misc alt alt.binaries de miscellaneous alternative deutsch Verschiedenes, was in keine andere Newsgroup passt Alternative Gruppen im eher anarchistischen Teil des Usenet Dieser Unterhierarchie der alternativen Gruppen gebührt besondere Beachtung, da hier Postings mit Dateianhängen erlaubt sind. Aufgrund des großen Datenvolumens werden diese Gruppen von kommerziellen Newsservern geführt. Der deutschsprachige Zweig des Usenet Newsreader als Client einrichten Ähnlich wie beim Senden oder Empfang einer E-Mail benötigen Sie ein Client-Programm, welches in diesem Fall Newsreader genannt wird. Solche Newsreader sind bereits in einigen E- Mail-Programmen enthalten, wie z.b in Windows Mail von Microsoft. Ähnlich, wie beim Einrichten eines E-Mail-Accounts muss der Newsreader wissen, welchen Newsserver er ansprechen soll. Die

Server-Adresse teilt Ihnen Ihr Provider mit oder Sie suchen nach Newsgroups auf öffentlich zugänglichen Newsservern. In unserem Beispiel wurde mit Windows Mail nach Informationen zur Netzwerkeinrichtung in Windows Vista gesucht. Hierbei erfolgt ein Zugriff auf die Newsgroup microsoft.public.de.windows.vista.netzwerk in den Microsoft Communities. Newsgroups abonnieren Newsgroups müssen abonniert werden, um deren Inhalte zu lesen. Die abonnierte Newsgroup steht direkt unter dem Newsserver. Die Artikel der ausgewählten Newsgroup befinden sich im Vorschaubereich. Wählen Sie einen Artikel per Mausklick aus, sehen Sie dessen Inhalt im Lesebereich. Im Vorschaubereich können Sie anhand der eingeblendeten Hierarchie sehen, wer wem geantwortet hat. Diese Abfolge von Antworten auf einen Newsgroup-Artikel bezeichnet man als Thread, auf deutsch Faden. Auf einen Newsgroup-Artikel können Sie: der Newsgroup antworten (Posting), d.h. Ihre Antwort ist jedem zugänglich,

dem Verfasser antworten (Mailing), d.h. persönliche E- Mail an den Sender oder den Artikel weiterleiten. Natürlich können Sie auch einen neuen Artikel an die Newsgroup senden, wenn der Newsserver ein Posting erlaubt. Webbasierte Newsgroups Ähnlich wie bei E-Mail gibt es bei den Newsgroups auch eine webbasierte Alternative mit den Google Groups. Hierfür ist kein spezieller Client notwendig, ein Webbrowser genügt. Zudem müssen auch keine Zugriffe auf spezielle Newsserver beantragt werden, die zu einem großen Teil kostenpflichtig sind. Bei Google Groups kann jeder, der es möchte, eine eigene Diskussionsgruppe erstellen und Freunde und Bekannte oder auch Gleichgesinnte zu einer Diskussion einladen. Über eine Suchfunktion kann hier nach Themengebieten gesucht werden, u.a. zu Themen aus den Bereichen Computer, Gesellschaft und Geisteswissenschaften, Kunst und Unterhaltung, Wissen und Technik, Freizeit, Wirtschaft, Schule und Studium.

Binary Newsgroups Das weltweit verteilte Diskussionsforum Usenet wird unter anderem auch zum Anbieten und Herunterladen von Dateien benutzt, wie z.b. Audio-, Video- oder Bilddateien. Den Teil des Usenet, der im Prinzip nur dazu genutzt wird, nennt man auch Binary Usenet, wegen der Binärdateien, die dort anders als im sonstigen textorientierten Usenet zu finden sind. Da Größenbeschränkungen für einzelne Usenet-Beiträge existieren, werden Dateien ab einer gewissen Größe auf mehrere Einzelbeiträge verteilt. Technisch betrachtet wird dieses über eine NZB-Datei gesteuert. NZB ist ein Dateiformat zur Speicherung von Informationen über Usenet-Beiträge, welche Dateien enthalten. Eine NZB-Datei enthält Verweise auf alle Einzelbeiträge, die zur Dekodierung der Datei notwendig sind und ist damit eine Art Index. Spezielle Suchmaschinen erlauben das Auffinden von Dateien über ihren Namen oder weitere Eigenschaften wie den Dateityp oder die Größe in Bytes. Für gefundene passende Dateien wird dann der Download einer NZB-Datei für diese Datei angeboten. Bestimmte Newsreader können damit dann gezielt die Beiträge herunterladen und die Datei auf dem lokalen Rechner entpacken. Durch die Verwendung solcher Suchmaschinen und NZB-Dateien vermeidet der Benutzer das zeit- und bandbreitenaufwendige Herunterladen aller Header von Newsgroups, die thematisch für ihn interessant sind. Stattdessen geschieht das Auffinden von interessanten Dateien über die Suchmaschine und benötigt dann nur noch den Download der relativ kompakten NZB-Datei. Im hier gezeigten Beispiel wird nach Bildern über Hawaii gesucht. In der Newsgroup alt.binaries.pictures.wallpaper wurde ein Ergebnis gefunden und damit zum Erstellen einer NZB- Datei vorbereitet. Der Newsreader selbst erstellt die erfordeliche NZB-Datei, mit welcher der anschließende Download erfolgt.

Die Suchmaschinendienstleistung ist meist kostenpflichtig. Manchmal wird sie zusammen mit dem Zugriff auf einen Binary- Newsserver verkauft. Der Preis hängt vom Transfervolumen des Nutzers ab. Bei einigen Anbietern sind auch Flatrates möglich, wie bei usebin. Diese Newsserver selbst sind nicht illegal sondern bieten nur einen Zugriff auf das Binary Usenet. Die Anbieter dieser kommerziellen Server sind demnach auch nicht verantwortlich für die geposteten Inhalte. Der Download erfolgt ausschließlich von den Servern der Anbieter, somit ist meistens eine volle Auslastung der Internet-Bandbreite möglich. Das Usenet entwickelt sich deshalb immer mehr zu einer echten Alternative zu den bisherigen Peer-to-Peer-Netzen.