Tipp: Collagen erstellen (c) 2004 Thomas Stölting Das Erstellen von Collagen (mehrere Bilder, die zu einem neuen Bild zusammengesetzt werden) ist in Photoshop sehr einfach zu bewerkstelligen. Die Ebenentechnik erlaubt es, sehr schnell und einfach zum Ergebnis zu kommen. 1. Bilder öffnen Öffnen der Bilder, die zu einem gemeinsamen Bild zusammengesetzt werden sollen, durch "Datei / Öffnen... STRG+O" 2. Festlegung des Hintergrundbildes 1. Neues leeres Hintergrundbild durch "Datei / Neu... STRG+N" und Auswahl einer bereits gespeicherten Vorgabe (z.b. A4) oder Eingabe neuer Werte für die Bildgröße, die Auflösung, den Farbmodus, die Farbtiefe (8 oder 16 Bit/Kanal) und die Hintergrundfarbe ACHTUNG: Die Werte richten sich nach der angestrebten Ausgabe für die Collage (Web, Ausdruck, Ausbelichtung usw.) und nach den zur Collage zusammenzusetzenden Einzelbildern. So macht es z.b. wenig Sinn, für die Farbtiefe "16 Bit" anzugeben, wenn die Ausgangsbilder selber nur in 8 Bit / Kanal vorliegen oder 2. Bestimmung eines der bereits geöffneten Bilder als Hintergrund
ACHTUNG: Obwohl die einzelnen Bilder später noch skaliert werden können, sollte das Hintergrundbild eine ausreichende Größe haben 3. Abschließende Bearbeitung der Einzelbilder Die Bilder sollten möglichst vor dem Zusammenschieben bereits fertig bearbeitet sein. Zur Bearbeitung gehört auch die farbliche und die kontrast- bzw. helligkeitsmäßige Abstimmung der Einzelbilder zueinander. Dies erreicht man am schnellsten durch "Bild / Anpassen / Gleiche Farbe..." (ggf. ist es sinnvoll, vor der Ausführung dieses Befehls, die Bildstellen, die farblich aufeinander abgestimmt werden sollen, durch eine Auswahl mit dem Lasso-Werkzeug ö.ä. vorab festzulegen) bzw. durch "Bild / Anpassen / Gradationskurven... STRG+M" oder "Bild / Anpassen / Tonwertkorrektur... STRG+L". Ggf. können auch einzelne Teile in den jeweiligen Bildern freigestellt werden (siehe auch "Freistellen durch Extrahieren" und "Freistellen mit Alpha-Kanälen") 4. Reduzierung der Einzelbilder auf eine Hintergrundebene Bilder, die aus mehreren Ebenen bestehen, müssen vorher auf die Hintergrundebene durch "Ebene / Auf Hintergrundebene reduzieren" reduziert werden 5. Einzelbilder in ein Bild zusammenschieben Mit dem "Verschieben-Werkzeug (V)" werden dann per Drag&Drop die einzelnen Bilder auf das Hintergrundbild gezogen. Dabei wird jedes Bild automatisch auf eine neue separate Ebene abgelegt. 6. Die unter 1. geöffneten Einzelbilder sollten jeweils durch "Datei / Schließen STRG+W" wieder geschlossen werden. Der Arbeitsspeicher wird dadurch entlastet und die Bearbeitungsgeschwindigkeit erhöht
7. Transformieren (Verschieben, Verzerren, Drehen, Skalieren) der Einzelbilder Mit dem "Verschieben-Werkzeug (V)" und aktivierten Optionen "Ebene automatisch wählen" und "Begrenzungsrahmen einblenden" können die einzelnen Bilder (Ebenen) angepasst werden. ACHTUNG: Sollte der Begrenzungsrahmen nicht vollständig angezeigt werden, so wird durch "STRG+0" (i.e. Null) das Fenster so weit erweitert, daß der Begrenzungsrahmen vollständig sichtbar wird. 1. Verschieben des Einzelbildes mit der Maus 2. Größenänderung durch Verschieben der kleinen Markierungen in den Ecken bzw. auf den Seiten des Begrenzungsrahmens und abschließender Bestätigung durch "ENTER" oder durch einen Doppelklick auf das Einzelbild 3. Proportionales Skalieren durch Verschieben der kleinen Markierungen in den Ecken des Begrenzungsrahmens bei gleichzeitig gedrückter "SHIFT-Taste" und abschließender Bestätigung durch "ENTER" oder durch einen Doppelklick auf das Einzelbild 4. Perspektivisches Verzerren (incl. Spiegeln) durch Verschieben der kleinen Markierungen in den Ecken bzw. auf den Seiten des Begrenzungsrahmens bei gleichzeitig gedrückter "STRG-Taste" und abschließender Bestätigung durch "ENTER" oder durch einen Doppelklick auf das Einzelbild. Wird gleichzeitig auch noch die "SHIFT-Taste" gehalten, wird die Bewegung entweder auf die horizontale oder vertikale Richtung begrenzt 5. Kommt man mit dem Cursor der Maus etwas außerhab des Begrenzungsrahmens, so wandelt sich das Symbol in einen gekrümmten Doppelpfeil um. Jetzt kann bei gedrückter "Maus-Taste" das Einzelbild gedreht werden. Wird währenddessen gleichzeitig die "SHIFT-Taste" gedrückt, rastet die Drehung in 15 - Schritten kurz ein. Auch hier muß durch "ENTER" oder durch einen Doppelklick auf das Einzelbild der Befehl abgeschlossen werden
8. Die Einzelbilder können auch noch nachträglich wie folgt beschnitten werden: 1. Die Ebene mit dem Einzelbild in der Ebenen-Palette auswählen 2. Aufziehen einer Auswahl mit den Auswahl-Werkzeugen (M) oder den Lasso- Werkzeugen (L) in der gewünschten Größe 3. Die Auswahl über "STRG+SHIFT+I" umkehren und dann mit "ENTF" den Rest löschen. Der Überstand ist dann unwiederbringlich verloren. oder über einen Rechtsklick auf die Auswahl und "Auswahl speichern / Kanal: Ebene X Maske" die Auswahl als neue Ebenenmaske speichern. Diese Variante hat den Vorteil, dass das Bild komplett erhalten bleibt und die überstehenden Teile durch die Ebenenmaske nur ausgeblendet werden. Spätere Korrekturen sind dann durch Veränderung der Ebenenmaske leicht möglich und trotzdem kann mit dem Verschiebe-Werkzeug (V) das Einzelbild beliebig verschoben werden. Löst man die Maske vom Bild durch Klick auf das kleine Kettensymbol zwischen der Ebenenminitaur und der Ebenenmaske, so kann außerdem noch nachträglich das Einzelbild innerhalb des Bildausschnittes mit dem Verschiebe-Werkzeug (V) verschoben werden. ACHTUNG: die Werkzeuge M oder L müssen vor dem Rechtsklick auf die Auswahl weiterhin aktiviert sein 9. Die Reihenfolge der Einzelbilder kann auch nachträglich per Drag&Drop in der Ebenen-Palette noch verändert werden. Auf diese Weise legt man fest, welches Bild bei einer Überlappung im Vorder- und welches im Hintergrund erscheint 10. Überblenden der Einzelbilder
1. Generelles Überblenden durch Anpassung der Deckkraft in der Ebenen-Palette 2. Selektives Überblenden durch Hinzufügen einer Ebenenmaske zur jeweiligen Einzelbildebene durch Klicken auf das Icon "Ebenenmaske hinzufügen" in der Ebenen- Palette. Diese Ebenenmaske kann dann mit dem "Pinsel-Werkzeug (B)" und den Vordergrundfarben "Schwarz" (blendet Einzelbildstellen aus) oder "Weiss" (blendet Einzelbildstellen wieder ein) bearbeitet werden. Durch Reduzierung der Deckkraft des Pinsel-Werkzeuges können auch beliebige Zwischenstufen erreicht werden. Um weiche Übergänge zu bekommen, sollte außerdem eine möglichst weiche Pinsel-Spitze (Kantenschärfe: 0%) verwendet werden. Die Ebenenmaske kann auch nachträglich noch durch "Filter / Weichzeichnungsfilter / Gaußscher Weichzeichner..." optimiert werden. Einzelne Pinselstriche können so zum Verschwinden gebracht werden. Es entsteht eine homogenere Maske. Auf ähnliche Art und Weise wie mit dem "Pinsel-Werkzeug (B)" kann auch mit dem "Verlaufswerkzeug (G)" und einem radialen oder linearen Verlauf z.b. von "Weiss" nach "Schwarz" eine Überblendung realisiert werden. ACHTUNG: um auch wirklich die Ebenenmaske zu bearbeiten, muß in der Ebenenpalette auf die Maskenminiatur geklickt werden 3. Über "Ebene / Ebenenstil / Fülloptionen" und dann unter "Erweiterte Füllmethode" kann die Überblendung auch in Abhängigkeit bestimmter Farbkanäle bzw. in Abhängigkeit bestimmter Grauabstufungen gesteuert werden. 11. Collage mit Rahmen versehen (siehe auch Bildrahmen erstellen) 12. Collage als neue Datei im PSD-Format speichern