Raumabwicklung und Bemusterung Bauhaus-Universität Weimar I Fakultät Architektur I Professur Informatik I Seminar Selbstgestrickt SS 2005 I Juniorprofessor Dr. Frank Petzold I Bearbeiter: Andre Seifert, Johannes Grede, Silvia Krenzer - 1 -
Inhaltsverzeichnis Begriffsklärung Anwendungsbereiche Darstellungsbereiche Vorhandene Programme Unsere Umsetzung Anhang - 2 -
Begriffserklärung Unter Abwicklung versteht man die Darstellung eines 3D-Körpers in einer 2D-Ebene. Die Flächen werden dabei aneinandergefügt. Es werden Knick- (..) und Schnittstellen( ) festgelegt. Somit wird das Aussehen der Abwicklung bestimmt. Bemerkung: Mehrfach gekrümmte Körper können nicht authentisch abgewickelt werden (z.b. Kugel). Unter Bemusterung versteht man die Materialzuweisung von einzelnen Oberflächen. Bei einer Raumabwicklung handelt es sich um die Raumfläche (Boden, Decke und Wände), die mit Materialien belegt werden muss. Je nach Wahl des Materials erhält man verschiedene Raumwirkungen, aber auch Format, Struktur, Farbe, und Anordnungsart nehmen gestalterischen Einfluss. Holz Fliesen Tapete - 3 -
Anwendungsbereiche Maschinenbau: Zur Ermittlung der exakten Materialgrößen und deren Herstellung (Zuschnitt von Blechteilen, Durchdringungen), Anwendung der Realen Projektion Architektur: innere Abwicklung: Zur Darstellung der Wandgestaltung (Fliesenspiegel, Farb- und Möblierungskonzept) äußere Abwicklung: 1. Fassadenabwicklung: Gliederung der Ansichten 2. Dachabwicklung: Massenermittlung (Dachziegel, ) Anwendung der Parallelen Projektion Darstellungsbereiche Konventionell konstruierte Abwicklungen: sind Vergangenheit und werden höchstens noch in vereinzelten Ingenieurberufen zur Schulung des räumlichen Denkens vermittelt. - 4 -
Computerunterstützte Abwicklungen: - sind in kürzester Zeit ohne großen Aufwand veränderbar - ermöglichen eine nahezu realistische Darstellung der Bemusterung und der damit abhängigen Raumwirkung - lassen eine Verknüpfung mit anderen Materialdaten zu und verschaffen somit einen genauen Überblick. Vorhandene Programme CAD-Programme: ALLPLAN: Tool zur Abwicklung von Schalungsansichten vorhanden ACAD: über Aufsätze Abwicklung von Flächenkörpern möglich ArchiTiles: ein ArchiCAD Plug-In für die Gestaltung, das Verlegen und die Berechnung von Verkleidungen Zielsetzung Unser Ziel ist es, den Kunden zu überzeugen und dem ausführenden Handwerker vernünftige Pläne zur Verfügung zu stellen. - 5 -
Unsere Umsetzung Ausgangssituation ist ein aus beliebig vielen Volumenkörpern zusammengesetztes 3D Modell (Solidmodell). Die Abbildung zeigt einen einfachen rechteckigen Badgrundriss mit Tür und Fensterfront. - 6 -
1. auswählen In der Menüleiste befindet sich der Punkt Abwicklung. Gleichzeitig springt eine Dialogbox auf, die den Benutzer aufgefordert, zwischen Innenansichten und Außenfassade auszuwählen. Die inneren Wandansichten sowie Boden- und Deckenabwicklung werden über Schnittführungen erstellt, die der Benutzer an dem 3D Modell selbst definieren muss. Bei den Außenansichten entfällt der Menü - Unterpunkt schneiden und ist daher inaktiv. 2. schneiden Um eventuelle Korrekturen an der nun sichtbaren Schnittlinienführung zuzulassen, wird der Benutzer über einen extra Befehl schneiden aufgefordert, den Körper zu zerschneiden. - 7 -
3. abwickeln Der Befehl abwickeln macht aus den 3D-Ansichtsflächen 2D-Darstellungen. Bevor diese auf einzelne Ansichtsfelder verteilt werden, erscheint eine Dialogbox, die dem Benutzer drei Varianten von Ansichten und Anordnungen zur Auswahl anbietet. Die einzelnen Ansichtsfenster lassen sich aktiv und inaktiv schalten und dienen als unveränderliche Grundlage für die Bemusterung. - 8 -
4. Bemusterung Auf extra Layern kann der Benutzer verschiedene Versionen der Bemusterung in die jeweiligen Ansichtsfelder einzeichnen. Bei den Zeichnungen handelt es sich in erster Linie um eine Werkplan-Darstellung. a) Bemusterungsfläche festlegen Über Begrenzungslinien wird im jeweiligen Ansichtsfenster zunächst eine Fläche festgelegt. - 9 -
b) Bemusterungsart wählen Die Auswahlfläche kann nun mit einer Bemusterungsart belegt werden. Eine Dialogbox bietet dem Benutzer eine große Variantenvielfalt im Bezug auf Farbe und den geplanten Materialien (Fliese, Tapete, Putz). c) Bemusterungsfläche ausrichten Bei der Wahl eines Fliesenmusters ist die Anordnung und Ausrichtung der Fliesen sowohl für den Handwerker (Fliesenspiegel) als auch für den Kunden (Raumwirkung) von Bedeutung. Die einzelnen Materialien können in verschiedenen Drehwinkel eingefügt werden. Da die einzelne Abwicklungsfläche für jedes Ansichtsfenster gedreht wurden, ist der Ursprung jeweils links unten festgelegt. Dies ermöglicht eine schnelle und präzise Ausrichtung über Snap-base, wobei die horizontalen Fugen einmal festgelegt werden, während die vertikale Fugenausrichtung Fugenbild, Verschnitt und Kosten bestimmen. Links ausgerichtet Rechts ausgerichtet Mittig ausgerichtet d) Bemusterung - Gesamtzeichnung Jedes Ansichtsfenster ist mit einer Dialogbox verknüpft. Diese beinhaltet alle wichtigen Informationen zu der Materialbelegung und aktualisiert sich bei jeder Veränderung automatisch. Der Vorteil ist eine schnelle Materialbestellung ohne große Berechnungen. Eine weitere Dialogbox bezieht sich auf die einzelnen Versionen und bietet vor allem dem Kunden einen schnellen Überblick über die Gesamtkosten. - 10 -
5. Ansichten Über den Menüpunkt Ansichten kann sich der Benutzer bereits nach dem Befehl schneiden die maximal sechs 3D Einzeldarstellungen anschauen. Diese sind vor allem bei Kundenpräsentationen hilfreich. Die eingezeichneten Fugen in den Ansichtsfenstern können nun, auf Grund der einzelnen Ausrichtung, auch in den 3D - Teildarstellungen angesehen werden. Eine grafische Ausarbeitung vermittelt nun einen ersten Raumeindruck. - 11 -
Anhang - 12 -