Geschichte des Geldwesens



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Transkript:

Arbeitsanweisung Arbeitsauftrag: Die Schüler füllen die vorgegebenen Wörter in den Lückentext, schneiden Texte und Bilder aus und ordnen die Entwicklungsschritte der zeitlichen Abfolge nach. Anschliessend setzen sie über jeden Abschnitt einen passenden Titel und ordnen jedem Text ein Bild zu. Ziel: Die Schüler erkennen, wie sich das Geldwesen aus dem Naturaltausch entwickelt hat. Material: Auftragsbeschreibung A4-Blätter Arbeitsblatt 1 und 2 Lösung 1 und 2 Sozialform: Zweiergruppen Zeit: 20 Zusätzliche Informationen Informationen und Material zum Bank- und Geldwesen unter www.bankingtoday.ch Weiterführende Ideen Vereinfachter Auftrag: Reihenfolge oder vollständige Texte vorgeben. Im Internet oder in Geschichtsbüchern nach den ungefähren zeitlichen Epochen und geografischen Gegenden suchen, in denen Naturaltausch, Metallgeld, Warengeld usw. vorgekommen sind bzw. heute noch vorkommen. Zum Beispiel Kaurimuschel als Zahlungsmittel auf einigen Südsee-Inseln. Seite 1 / 8

Posten 1 - Auftrag Auftragsbeschreibung Heute können im Internet Lebensmittel, Kleider oder elektronische Geräte bequem von zu Hause aus gekauft werden. Die Bezahlung geht vonstatten, ohne dass Käufer und Verkäufer Banknoten oder Münzen zur Hand nehmen. Hat ein Mann seine Angebetete in ein exklusives Restaurant zum romantischen Candlelight-Dinner eingeladen und stellt dann fest, dass er kein Bargeld dabei hat, führt dies nicht mehr zu peinlichen Situationen, sondern er zahlt mit der Kreditkarte. Wie kamen die Menschen vor langer Zeit, als Geld, Plastikkarten oder E-Banking noch nicht existierten, zu Dingen, die sie nicht selber besassen, aber gerne haben wollten? Die Geschichte des heutigen Geldwesens reicht weit in die Vergangenheit zurück... Aufgabe 1. Schneide die Texte und die Bilder aus. 2. Setze die unten stehenden Begriffe in die Lücken der Texte. 3. Schreibe zu jedem Text einen passenden Titel (je ein Wort). 4. Ordne die Texte der zeitlichen Abfolge nach und ordne jedem Text ein Bild zu. 5. Wenn du deine Lösung fertig und kontrolliert hast, dann klebe alles in der richtigen Reihenfolge und mit dem korrekt zugeordneten Bild auf ein A4-Blatt auf. Einzusetzende Begriffe: Ägypten Arbeitsteilung Bank Banken Bargeld bargeldlos Barren Bestätigung Buchgeld Chip Depotschein Echtheit Edelmetalle Einlösbarkeit entlegenen elektronischen Felle Festplatte Garantie Gebühr Geld Geldwechsler geprägt Gewölbe gewogen Giralgeld Gold Gütertausch Guthaben Haltbarkeit Handel Handelsstädte heute Internet Kaisern kleinen Klöstern Kontobüchern Metallgegenstände Metallgeld Münzen Naturaltausch Notengeld Nützliches Plastikkarte Post Rohmetallen Römischen Reich Salz selber hergestellt Silber standardisierten Tausch Tauschmittels Tische verschlüsselter verderblichen Vieh Volkswirtschaft Waffen Warengeld Wert Zahlungsmittel Zeichen Seite 2 / 8

Posten 1 - Arbeitsblatt Lückentext Als der einen grösseren Umfang erreichte, nahmen einzelne Güter von dauerndem den Charakter eines an. Hierfür eigneten sich Güter wie,,, Schmuckgegenstände und. Solche begehrten und nicht leicht Güter stellten eine Art dar, wie man es auch noch in Gebieten finden kann. Mit der Zeit setzten sich immer mehr als Warengeld durch. Zunächst in Form von Goldringen, Eisenspiessen und als bronzenes Spaten- und Messergeld sowie in Form von (z. B. Eisen, Kupfer). Im Laufe der Jahre wurden die den anderen Gütern vorgezogen, denn und haben verschiedene Vorteile wie: Unbegrenzte Hoher Wert in Mengen Teilbarkeit Überragende Bedeutung in unserer hat heute das, auch genannt. Buchgeld ist bei und der, die jederzeit in umgewandelt werden können. Buchgeld ist keine Erfindung der Neuzeit. Bereits im alten und im wurden anstelle von Barzahlungen Ein- und Auszahlungen in festgehalten und verbucht. Seite 3 / 8

Posten 1 - Arbeitsblatt Anfänglich mussten die Gold- und Silberklumpen bei jedem Tausch werden. Später wurden sie in kleine gegossen oder es wurden. Mit der Einführung von Barren oder Münzen wurde zum ersten Mal von gesprochen. Die Verwendung von Metallgeld vereinfachte somit den mit Gütern. Münzen wurden von, Königen, aber auch von Fürsten, Städten und geprägt. Als für Gewicht und trugen die Münzen das des jeweiligen Herrschers. Dies führte dazu, dass sich eine grosse Vielfalt von Münzen im Umlauf befand. Dadurch wurde es für die Kaufleute schwierig, an fremden Orten ihre gekauften Waren mit eigenem Metallgeld zu bezahlen. Dieser Umstand führte zum Beruf der, welche ihre Tische auf den öffentlichen Plätzen der aufstellten. Das Wort leitet sich deshalb vom italienischen Begriff banco (= ) ab. Das zunehmende Bedürfnis, zu zahlen, und die wachsende Bedeutung des Handels via (E-Commerce) führen zu verschiedenen Formen des Geldes. Dabei kann der Geldbetrag auf einem, einer oder in Form auf der des eigenen Computers gespeichert werden. Auf diesem Gebiet sind in den nächsten Jahren weitere innovative Lösungen zu erwarten. Seite 4 / 8

Posten 1 - Arbeitsblatt Häufig besassen die Wechsler auch feuer- und einbruchssichere. Deshalb wurden ihnen oft Geld und Dokumente gegen eine zur übergeben. Als bekam der Deponent einen (Empfangsquittung). Nach und nach begannen die Kaufleute, den Depotschein an Stelle von Metallgeld als ersten Mal erschaffen. Obwohl die Banknote eine immer breitere Verwendung fand, kam ihr vorerst lediglich eine stellvertretende Bedeutung zu. Nur ihre gegen Edelmetalle machte sie zum allgemein anerkannten Zahlungsmittel. Früher haben die Menschen alles, was sie brauchten,. Als Selbstversorger hatten sie kein. Schon bald stellten sie aber fest, dass der Nachbar irgendetwas erfunden hatte, das sie selbst gut gebrauchen könnten. So kamen sie auf die Idee, ihre eigenen Produkte zum anzubieten. So entstand die und mit ihr der. Seite 5 / 8

Geschichte des Geldwesens Posten 1 - Arbeitsblatt Bilder zum Lückentext Seite 6 / 8

Posten 1 - Lösung Lückentext Lösung Naturaltausch Früher haben die Menschen alles, was sie brauchten, selber hergestellt. Als Selbstversorger hatten sie kein Geld. Schon bald stellten sie aber fest, dass der Nachbar irgendetwas Nützliches erfunden hatte, das sie selbst gut gebrauchen könnten. So kamen sie auf die Idee, ihre eigenen Produkte zum Tausch anzubieten. So entstand die Arbeitsteilung und mit ihr der Naturaltausch. Warengeld Als der Gütertausch einen grösseren Umfang erreichte, nahmen einzelne Güter von dauerndem Wert den Charakter eines Tauschmittels an. Hierfür eigneten sich Güter wie Vieh, Salz, Felle, Schmuckgegenstände und Waffen. Solche begehrten und nicht leicht verderblichen Güter stellten eine Art Warengeld dar, wie man es auch heute noch in entlegenen Gebieten finden kann. Mit der Zeit setzten sich immer mehr Metallgegenstände als Warengeld durch. Zunächst in Form von Goldringen, Eisenspiessen und als bronzenes Spaten- und Messergeld sowie in Form von Rohmetallen (z.b. Eisen, Kupfer). Im Laufe der Jahre wurden die Edelmetalle den anderen Gütern vorgezogen, denn Gold und Silber haben verschiedene Vorteile wie: Unbegrenzte Haltbarkeit Hoher Wert in kleinen Mengen Teilbarkeit Metallgeld Anfänglich mussten die Gold- und Silberklumpen bei jedem Tausch gewogen werden. Später wurden sie in kleine Barren gegossen oder es wurden Münzen geprägt. Mit der Einführung von standardisierten Barren oder Münzen wurde zum ersten Mal von Metallgeld gesprochen. Die Verwendung von Metallgeld vereinfachte somit den Handel mit Gütern. Münzen wurden von Kaisern, Königen, aber auch von Fürsten, Städten und Klöstern geprägt. Als Garantie für Gewicht und Echtheit trugen die Münzen das Zeichen des jeweiligen Herrschers. Dies führte dazu, dass sich eine grosse Vielfalt von Münzen im Umlauf befand. Dadurch wurde es für die Kaufleute schwierig, an fremden Orten ihre gekauften Waren mit eigenem Metallgeld zu bezahlen. Dieser Umstand führte zum Beruf der Geldwechsler, welche ihre Tische auf den öffentlichen Plätzen der Handelsstädte aufstellten. Das Wort Bank leitet sich deshalb vom italienischen Begriff banco (= Tisch) ab. Seite 7 / 8

Geschichte des Geldwesens Posten 1 - Lösung Notengeld Häufig besassen die Wechsler auch feuer- und einbruchssichere Gewölbe. Deshalb wurden ihnen oft Geld und Dokumente gegen eine Gebühr zur Aufbewahrung übergeben. Als Bestätigung bekam der Deponent einen Depotschein (Empfangsquittung). Nach und nach begannen die Kaufleute, den Depotschein an Stelle von Metallgeld als Zahlungsmittel zu verwenden. Damit wurde zum ersten Mal Notengeld erschaffen. Obwohl die Banknote eine immer breitere Verwendung fand, kam ihr vorerst lediglich eine stellvertretende Bedeutung zu. Nur ihre Einlösbarkeit gegen Edelmetalle machte sie zum allgemein anerkannten Zahlungsmittel. Buchgeld Überragende Bedeutung in unserer Volkswirtschaft hat heute das Buchgeld, auch Giralgeld genannt. Buchgeld ist Guthaben bei Banken und der Post, die jederzeit in Bargeld umgewandelt werden können. Buchgeld ist keine Erfindung der Neuzeit. Bereits im alten Ägypten und im Römischen Reich wurden anstelle von Barzahlungen Ein- und Auszahlungen in Kontobüchern festgehalten und verbucht. Elektronisches Geld Das zunehmende Bedürfnis, bargeldlos zu zahlen, und die wachsende Bedeutung des Handels via Internet (E-Commerce) führen zu verschiedenen Formen des elektronischen Geldes. Dabei kann der Geldbetrag auf einem Chip, einer Plastikkarte oder in verschlüsselter Form auf der Festplatte des eigenen Computers gespeichert werden. Auf diesem Gebiet sind in den nächsten Jahren weitere innovative Lösungen zu erwarten. Zuordnung Bilder 1. Tauschhandel 2. Warengeld 3. Metallgeld 4. Notengeld 5. Buchgeld 6. Elektronische Geld Seite 8 / 8