Und Du? Ich werde Schornsteinfeger!
Möchtest Du aktiv etwas zum Umweltschutz beitragen? Bist Du offen und kontaktfreudig? Interessierst Du Dich für Technik? Bist Du schwindelfrei? Dann stell Dich bei uns vor!
Schornsteinfeger früher Bereits vor vielen Jahrhunderten sorgten die Schornsteinfeger mit ihrer Arbeit für Sicherheit. Zu der Zeit, als es noch keine Schornsteinfeger gab, brannten immer wieder Häuser und sogar ganze Städte nieder. Deswegen galten die Schwarzen als echte Glücksbringer. Sie reinigten die Feuerstätten in den Häusern und sorgten so dafür, dass Brände gar nicht erst entstehen konnten.
und heute Seit damals hat sich viel verändert. Luftverschmutzung und Klimawandel sind zentrale Themen unserer Zeit und zentrale Themen des Schornsteinfegerhandwerks. Neben Besen und Kehrleine arbeitet der Schornsteinfeger heute mit modernster Technik. Er misst Emissionen, also Schadstoffe, die zum Beispiel bei der Verbrennung von Erdöl in Heizungs- und Feuerungsanlagen entstehen und an die Umwelt abgegeben werden. Außerdem prüft er, ob Brennstoffe wie Erdöl oder Gas optimal genutzt werden. Auch beim Bau oder Umbau eines Hauses beraten die Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperten, damit beim Heizen möglichst wenig Abgase entstehen, der Energieverbrauch niedrig bleibt und natürlich in punkto Sicherheit alles stimmt.
Für die Sicherheit Durch regelmäßige Kontrollen sorgt der Schornsteinfeger dafür, dass Schornsteine, Kamine, Heizungs- und Lüftungsanlagen sauber sind und dass sie einwandfrei funktionieren. Treten gefährliche Mängel auf, so melden sie diese dem Betreiber oder Eigentümer und überwachen deren Beseitigung.
Für eine gesunde Umwelt Der Schornsteinfeger leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Er kümmert sich darum, dass möglichst wenige Schadstoffe aus Heizungs- und Lüftungsanlagen an die Umwelt abgegeben werden.
Für zufriedene Kunden Die Beratung der Kunden steht beim Schornsteinfeger an erster Stelle. Der Schornsteinfeger ist kompetenter und neutraler Ansprechpartner in allen Fragen rund ums Haus.
Aufbau der Ausbildung Schornsteinfeger ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Der praktische Teil der Ausbildung findet in den Betrieben des Schornsteinfegerhandwerks statt. Hier begleitest Du Deinen Ausbilder und erfahrene Kollegen bei ihrer täglichen Arbeit. Nach einer Einarbeitungszeit darfst Du viele Tätigkeiten selbstständig durchführen. Anschließend überprüft der Ausbilder die Arbeiten denn Sicherheit geht vor. Der theoretische Hintergrund der Ausbildung wird in der Berufsschule vermittelt. Hier erarbeitest Du Dir die für den Beruf wichtigen Rechtsgrundlagen und Vorschriften, die Anlagen- und Energietechnik, die Planung und Durchführung verschiedener Arbeitsabläufe, die Durchführung von Beratungsgesprächen und vieles mehr. Den Abschluss der Ausbildung bildet die Gesellenprüfung, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht. Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Region, manchmal sogar je nach Betrieb sehr unterschiedlich. Auskünfte bekommst Du bei Deiner Handwerkskammer, Innung, beim Bundesverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.
Keiner muss sein Leben lang im gleichen Job immer dasselbe tun. Die berufliche Ausbildung ist der erste und der wichtigste Schritt ins Berufsleben. Danach kann s weitergehen. Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder als selbstständiger Unternehmer haben will, sollte sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, zum Beispiel zu den Themen Brandschutz und Umweltschutz. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Weiterbildungen, zum Beispiel zum Ausbilder oder Meister, zum Betriebsassistenten oder Umweltschutztechniker möglich. Wer eine Fachoberschule besucht hat, kann auch an einer Fachhochschule (FH) studieren, mit dem Abschluss Diplom-Ingenieur Umwelttechnik.
Organisation Nach Abschluss der Ausbildung arbeitest Du als Geselle für einen Bezirksschornsteinfegermeister. Davon gibt es in Deutschland etwa 7.600. Die Bezirksschornsteinfegermeister einer Region schließen sich in Innungen zusammen. So können sie am besten ihre gewerblichen Interessen vertreten, sich über Fachthemen austauschen, die Ausbildung einheitlich organisieren und sich gemeinsam in der Öffentlichkeit darstellen. Die 54 Innungen werden von 16 Landesinnungsverbänden vertreten. Diese sind wiederum Mitglied im Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks Zentralinnungsverband oder kurz: ZIV. Der ZIV stellt den Landesinnungsverbänden und Innungen fachliche Informationen zur Verfügung und berät bei der betrieblichen Organisation, bei technischen Fragen und bei der Öffentlichkeitsarbeit. Er vertritt die Interessen des gesamten Berufsstandes, etwa gegenüber der Politik und anderen Verbänden. Außerdem wirkt er bei Tarifverhandlungen mit kontrolliert, ob die Qualität der Arbeit im Schornsteinfegerhandwerk immer erste Sahne ist.