Leitbild Internat St. Antonius Appenzell Die Stiftung Internat St. Antonius bietet Mädchen und Jungen eine ideale Umgebung für ihre schulische, persönliche und soziale Entwicklung. Das Zusammenleben im Internat ist geprägt von einer Haltung des Wohlwollens und der Achtsamkeit. Das Internatsteam unterstützt die Jugendlichen auf ihrem Weg zur Matura und in ihrem Heranwachsen zu verantwortungsbewussten und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Die Teammitglieder begleiten diesen Weg mit hoher Sozial-, Fach- und Selbstkompetenz. Die Jugendlichen haben das klare Ziel, die Matura am Gymnasium St. Antonius Appenzell zu erreichen. Dies ist die Grundmotivation für ihren Aufenthalt im Internat. Um die schulische und persönliche Entwicklung jedes Einzelnen zu gewährleisten, ist die transparente Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig. Internat und Schule sind eng miteinander vernetzt, wobei das Internatsteam und die Lehrkräfte über die gesamte Schulzeit der Jugendlichen hinweg kontinuierlich zusammenarbeiten. Das gemeinsame Ziel heisst: Wir begeleiten die Jugendlichen zur erfolgreichen Matura.
Präambel - Grundlagen Die Stiftung Internat St. Antonius bietet Mädchen und Jungen eine ideale Umgebung für ihre schulische, persönliche und soziale Entwicklung. Die Wurzeln des Internates St. Antonius liegen in dem von den Kapuzinern 1908 gegründeten Kollegium St. Antonius - eine katholische Klosterschule, die von den Kapuzinern bis 1999 engagiert geleitet wurde. Seither führt die Stiftung Internat St. Antonius das Internat konfessionell neutral. Das Internatsteam orientiert sich an einem Menschenbild, das die Würde und Achtung des Menschen in seiner körperlichen, seelischen und geistigen Einmaligkeit und dessen individuellen Lebensweg ins Zentrum stellt. Den bei uns lebenden Jugendlichen begegnen wir mit Freude, Interesse, mit Anteilnahme und Neugierde an ihrem Sein und Werden. Das Internat arbeitet nach wirtschaftlichen Grundsätzen. Die Pensionspreise sind abgestuft nach dem steuerbaren Einkommen der Eltern und werden jährlich neu veranlagt. Zum Internat gehört eine Mensa, die auch externe Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen verpflegt und über das ganze Jahr hindurch Gastroanlässe organisiert und betreut.
1. Das Zusammenleben im Internat ist geprägt von einer Haltung des Wohlwollens und der Achtsamkeit. Das Internat ist Wohn- und Lebensraum für maximal 52 Mädchen und Jungen in gemischten Wohntrakten, in dem sich alle mit Respekt und Ehrlichkeit begegnen. Die Hausordnung bietet den zentralen Rahmen für das Zusammenleben und schafft Klarheit und Struktur. Wir pflegen eine differenzierte Kommunikations- Konfliktkultur, in der Auseinandersetzungen Platz haben. Konflikte werden ausgetragen und dabei Kommunikations- und Konfliktmodelle im Alltag geübt. Das Leben in der Gemeinschaft ermöglicht das Entstehen und die Pflege von facettenreichen Beziehungen. Es bietet Raum für soziale Entwicklung und kann Freundschaften entstehen lassen. Konzentriertes Lernen, spielerische Momente und Zeiten der Entspannung wechseln einander ab. Gemeinschaftserlebnisse in der Arbeit, der Freizeit und im Sport stärken die Teamfähigkeit und das Wir-Gefühl, aber auch das Durchsetzungsvermögen des Einzelnen in der Gruppe. Das Lernklima zeichnet sich durch ein aktives Miteinander aus, die Jugendlichen unterstützen und motivieren sich gegenseitig.
2. Das Internatsteam unterstützt die Jugendlichen auf ihrem Weg zur Matura und in ihrem Heranwachsen zu verantwortungsbewussten und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Das Internatsteam schafft mit den Jugendlichen gemeinsam einen Wohn- und Lebensraum und sorgt für ein gutes Lern- und Lebensklima. Für uns bedeutet Bildung, dass man Wissen erwirbt und seelisch reift. Wir übernehmen Erziehungsfunktion mit dem Ziel, eine dem Alter entsprechende Selbständigkeit, Eigenverantwortung und sinnhaftes Tun zu fördern. Dieser Rahmen soll die Jugendlichen unterstützen, in ihrer Persönlichkeit zu wachsen. Zu unseren Aufgaben gehört auch das Setzen von Grenzen und nötigenfalls das Durchsetzen von Sanktionen. Das Internatsteam gibt eine klare Tagesstruktur mit festen Studienzeiten vor und bietet individuelle Lernbegleitung an. Alle Jugendlichen werden durch eine Person aus dem Internatsteam begleitet. In Begleitpersonengesprächen gehen wir auf das Befinden der Jugendlichen ein und zwar im persönlichen, schulischen und sozialen Bereich. Die Begleitperson steht auch den Eltern und Lehrpersonen als Kontaktperson zur Verfügung. Wir nehmen Anliegen der Jugendlichen ernst, das bedeutet, dass wir individuelle Anliegen miteinander aushandeln und dass wir Spannungen und Konflikte bearbeiten. Ehrliche und verlässliche Beziehungen sind Grundlage unseres Zusammenlebens. Sie werden vorgelebt und gefördert.
3. Die Teammitglieder stellen ihre hohe Sozial-, Fach- und Selbstkompetenz zur Verfügung. Das Leitungsteam behält sowohl die Gemeinschaft der Internen als auch die einzelnen Jugendlichen im Blick, bewahrt damit die Übersicht und schafft Klarheit. Eine Person aus dem Internatsteam übt die Leitungsfunktion aus. Entscheide des Teams sind in der Regel das Resultat einer konsensorientierten Entscheidungsfindung.
4. Die Jugendlichen haben das klare Ziel, die Matura am Gymnasium St. Antonius Appenzell zu bestehen. Dies ist die Grundmotivation für ihren Aufenthalt im Internat. Die Jugendlichen bringen neben Lernfreude und Wissensdurst die Bereitschaft mit, sich in der Schule einzusetzen. Wir nehmen nur Jugendliche auf, die sich freiwillig fürs Internat entschieden haben und bei denen ein positiver Wille spürbar ist, sich auf diese Form des Zusammenlebens einzulassen, die gegebenen Regeln zu akzeptieren und sich sozial zu engagieren. Ehrlichkeit und Offenheit der Jugendlichen sowie eine konstruktive Grundhaltung sind wesentliche Beiträge zum Zusammenleben im Internat. Sie werden erwartet und eingeübt.
5. Die Unterstützung der schulischen und persönlichen Entwicklung baut auf die transparente Zusammenarbeit mit den Eltern. Den Eltern steht als Ansprechperson eine Begleitperson aus dem Internatsteam zur Verfügung. Wir bieten Elterngespräche an, in denen die schulischen Leistungen und die persönliche Entwicklung der Jugendlichen im Vordergrund stehen. An Elternabenden informieren wir zudem über Aktuelles und Neuerungen im Internatsbetrieb. Sind bei einem Jugendlichen unterstützende Massnahmen oder Sanktionen nötig, werden die Eltern informiert. Fragen zur Entwicklung, zur Gesundheit und zur Schulbiografie werden mit den Eltern und den Jugendlichen besprochen und vertraulich behandelt.
6. Internat und Schule sind eng miteinander vernetzt. Internatsteam und Lehrkräfte arbeiten über die gesamte Schulzeit der Jugendlichen hinweg kontinuierlich eng zusammen. Das gemeinsame Ziel heisst: die Jugendlichen zur erfolgreichen Matura begleiten. Zu Elterngesprächen werden im Bedarfsfall Lehrpersonen oder Vertreter aus der Schulleitung beigezogen. Zur Förderung eines erfolgreichen Übergangs in die gymnasiale Stufe werden die Erstklässler zusätzlich bei den Hausaufgaben und den Prüfungsvorbereitungen unterstützt. 17. September 2007 Brigitta Wyss, Esther Moser-Büchel, Barbara Hartmann-Huber, Rolf Keller, Mike Hegglin in Zusammenarbeit mit Jakob Federer, Berneck.