Rasen und Saatarbeiten

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Transkript:

DEUTSCHE NORM August 2002 Vegetationstechnik im Landschaftsbau Rasen und Saatarbeiten 18917 ICS 65.020.20 Ersatz für DIN 18917:1990-09 Vegetation technology in landscaping Turf and seeding Technologie de végétation dans l architecture de paysage Gazons et semailles Inhalt --`,,`,`,``,``,,,,,,,``,`,`,,,-`-`,,`,,`,`,,`--- Vorwort...2 1 Anwendungsbereich...2 2 Normative Verweisungen...2 3 Begriffe...3 4 Rasentypen...3 5 Anforderungen...4 5.1 Saatgut von Gräsern...4 5.2 Saatgut von Leguminosen und sonstigen Kräutern...4 5.3 Saatgut-Mischungen...4 5.4 Fertigrasen, Rasensoden, Vegetationsstücke...4 6 Herstellung von Rasenflächen...5 6.1 Allgemeines...5 6.2 Bodenvorbereitung...5 6.3 Ansaat...6 6.4 Fertigrasen...6 6.5 Verlegen von Rasensoden und Vegetationsstücken...6 6.6 Rasenarbeiten an Sonderstandorten...6 7 Fertigstellung...7 7.1 Allgemeines...7 7.2 Abnahmefähiger Zustand...7 7.3 Leistungen der Fertigstellungspflege...7 8 Prüfungen...8 8.1 Voruntersuchungen...8 8.2 Eignungsprüfungen...8 8.3 Kontrollprüfungen...8 9 Pflege nach der Abnahme...8 Seite Tabelle 1 Rasentypen, Anwendungsbereiche, Eigenschaften, Pflegeansprüche...4 Fortsetzung Seite 2 bis 8 Normenausschuss Bauwesen (NABau) im DIN Deutsches Institut für Normung e.v. DIN Deutsches Institut für Normung e.v.. Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, Ref. Nr. DIN 18917:2002-08 nur mit Genehmigung des DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Berlin, gestattet. Preisgr. 05 Vertr.-Nr. 0005 Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin

Vorwort Diese Norm wurde im NABau-Arbeitsausschuss 01.13.00 Landschaftsbau erarbeitet. Änderungen Gegenüber DIN 18917:1990-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Bei den Rasentypen wird auf die zusätzliche Untergliederung in den Regel-Saatgut-Mischungen verwiesen. b) Die Hinweise auf andere Regelwerke wurden ergänzt. Frühere Ausgaben DIN 18917: 1973-10, 1990-09 1 Anwendungsbereich Diese Norm gilt für die Herstellung von Rasen durch Ansaat oder Verwendung von Fertigrasen, Rasensoden und Vegetationsstücken sowie für andere Ansaaten im Rahmen des Landschaftsbaues. Sie gilt nicht für die Herstellung von Rasenflächen für Sportplätze nach DIN 18035-4, für Rasen zur Sicherung an Gewässern, Deichen und Küstendünen nach DIN 19657, für Ansaaten im Rahmen des Sicherungsbaues nach DIN 18918. 2 Normative Verweisungen Diese Norm enthält durch datierte oder undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen sind nachstehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen gehören spätere Änderungen oder Überarbeitungen dieser Publikationen nur zu dieser Norm, falls sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation (einschließlich Änderungen). DIN 18035-4, Sportplätze; Rasenflächen. DIN 18915, Vegetationstechnik im Landschaftsbau; Bodenarbeiten. DIN 18918, Vegetationstechnik im Landschaftsbau; Ingenieurbiologische Sicherungsbauweise; Sicherungen durch Ansaaten, Bepflanzungen, Bauweisen mit lebenden und nicht lebenden Stoffen und Bauteilen, kombinierte Bauweisen. DIN 18919, Vegetationstechnik im Landschaftsbau; Entwicklungs- und Unterhaltungspflege von Grünflächen. DIN 19657, Sicherungen von Gewässern, Deichen und Küstendünen; Richtlinien. Empfehlungen für besondere Begrünungsverfahren. 1) Empfehlungen für den Bau und die Pflege von Flächen aus Schotterrasen. 1) 1) Zu beziehen durch: Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.v. FLL, Colmantstraße 32, 53115 Bonn 2

Regel-Saatgut-Mischungen (RSM). 1) Richtlinie für die Planung, Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen. 1) Richtlinie für den Bau von Golfplätzen. 1) Saatgutverkehrsgesetz. 2) Verordnung über den Verkehr mit Saatgut landwirtschaftlicher Arten und von Gemüsearten (Saatgutverordnung). 2) 3 Begriffe Für die Anwendung dieser Norm gelten die folgenden Begriffe. 3.1 Rasen eine durch Wurzeln und Ausläufer mit der Vegetationstragschicht fest verwachsene Pflanzendecke aus Gräsern, die im Regelfall keiner landwirtschaftlichen Nutzung unterliegt. Entsprechend dem Verwendungszweck können auch Leguminosen und sonstige Kräuter enthalten sein 3.2 Fertigrasen zum Verpflanzen vorbereitete Rasenstücke aus Anzuchtbeständen 3.3 Rasensoden Rasenstücke aus Nichtanzuchtbeständen 3.4 Vegetationsstück aus natürlichen Pflanzengesellschaften zum Verpflanzen entnommene Teile, bestehend aus verschiedenen Arten/Gattungen (z. B. aus Gehölzen, Gräsern, Stauden, Kräutern) einschließlich des durchwurzelten Bodens 4 Rasentypen Es werden Rasentypen nach Tabelle 1 unterschieden, wobei Überschneidungen möglich sind. In den Regel-Saatgut-Mischungen (RSM) erfolgt teilweise eine weitere Untergliederung der Rasentypen (z. B. nach Lagen). 1) Zu beziehen durch: Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.v. FLL, Colmantstraße 32, 53115 Bonn 2) Zu beziehen durch: Deutsches Informationszentrum für technische Regeln (DITR) im DIN, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin 3

Tabelle 1 Rasentypen, Anwendungsbereiche, Eigenschaften, Pflegeansprüche Spalte 1 2 3 4 Zeile Rasentyp Anwendungsbereich Eigenschaften a Pflegeansprüche 1 Zierrasen Repräsentationsgrün dichte teppichartige Narbe aus feinblättrigen Gräsern, Belastbarkeit gering 2 Gebrauchsrasen öffentliches Grün, Wohnsiedlungen, Hausgärten und Ähnliches 3 Strapazierrasen Sport- und Spielflächen, Liegewiesen, Parkplätze 4 Landschaftsrasen (Extensivrasen) überwiegend extensiv genutzte und/oder gepflegte Flächen im öffentlichen und privaten Grün, in der Landschaft, an Verkehrswegen, für Rekultivierungsflächen, artenreiche, wiesenähnliche Flächen Belastbarkeit mittel, widerstandsfähig gegen Trockenheit Belastbarkeit hoch (ganzjährig) Rasen mit großer Variationsbreite je nach Ziel und Standort, z. B. Erosionsschutz, Widerstandsfähigkeit auf extremen Standorten, Grundlage zur Entwicklung von standortgerechten Biotopen, im Regelfall nicht oder nur wenig belastbar hoch bis sehr hoch mittel bis hoch mittel bis sehr hoch gering bis mittel, in Sonderfällen bis sehr hoch a Dichte und Belastbarkeit nehmen mit zunehmender Beschattung ab. 5 Anforderungen 5.1 Saatgut von Gräsern Saatgut von Gräsern muss den Anforderungen der RSM entsprechen. 5.2 Saatgut von Leguminosen und sonstigen Kräutern Saatgut von Leguminosen und sonstigen Kräutern muss hinsichtlich Reinheit, Keimfähigkeit und maximalem Fremdartenanteil dem Saatgutverkehrsgesetz und der Saatgutverordnung entsprechen. Dort nicht aufgeführte Arten müssen den Anforderungen der RSM entsprechen. 5.3 Saatgut-Mischungen Saatgut-Mischungen für Rasen sind bezogen auf Arten, Sorteneignung und Aussaatmengen entsprechend dem vorgesehenen Anwendungszweck unter Berücksichtigung der RSM auszuwählen. Reinsaaten bzw. Mischungen für Zwischenbegrünung und Voranbau sind nach 5.2 auszuwählen. 5.4 Fertigrasen, Rasensoden, Vegetationsstücke 5.4.1 Fertigrasen Fertigrasen muss gemäht, dichtnarbig und fest zusammenhängend sein. 4

Er muss für den Anwendungsbereich nach Tabelle 1 geeignet sein, in der Artenzusammensetzung dem jeweiligen Rasentyp entsprechen und in der prozentualen Artenverteilung ausgewogen sein. Der Deckungsgrad von Kräutern und Fremdgräsern darf bei Zierrasen nicht mehr als 2 %, bei Strapazierund Gebrauchsrasen nicht mehr als 3 % betragen. Der zur Herstellung verwendete Anzuchtboden sollte der Bodengruppe 2 oder 4 nach DIN 18915 entsprechen. Der Anzuchtboden des Fertigrasens soll weniger bindig als der Boden des Verlegestandortes sein. Die Nennschäldicke muss 2 cm betragen; Abweichungen von 0,5 cm sind zulässig. Fertigrasenteile müssen gleichmäßige Längen und Breiten haben. Fertigrasen mit Verstärkungsgewebe siehe DIN 18918. 5.4.2 Rasensoden Schäldicke und Stückgröße sind so zu wählen, dass der Rasen zusammenhängt; gegebenenfalls ist der Rasen vor dem Schälen durch entsprechende Maßnahmen vorzubereiten. 5.4.3 Vegetationsstücke Boden und Bewuchs von Vegetationsstücken müssen für die Verwendungsstelle standortgerecht sein. Einzelstücke sollen möglichst groß sein und den durchwurzelten Boden umfassen. 5.4.4 Transport Der Transport muss unter Berücksichtigung von Temperatur, Transportdauer und Ladeart ohne Schädigung, insbesondere Überhitzung, durchgeführt werden. Beim Abladen darf nicht abgekippt oder abgeworfen werden. 6 Herstellung von Rasenflächen 6.1 Allgemeines Erfordernis, Art, Umfang und Zeitpunkt von Leistungen richten sich insbesondere nach dem Zeitpunkt der Herstellung, dem Rasentyp und den Standortverhältnissen. 6.2 Bodenvorbereitung 6.2.1 Vorbereiten der Vegetationstragschicht Die Vegetationstragschicht sowie auch gegebenenfalls der Baugrund sind nach DIN 18915 vorzubereiten. 6.2.2 Feinplanum Die Fläche ist vor der Ansaat bzw. dem Verlegen des Fertigrasens feinkrümelig zu lockern. Unrat, Steine mit einem Durchmesser > 5 cm und schwer verrottbare Pflanzenteile sind abzulesen. Das Feinplanum ist in der vorgesehenen Ebenheit herzustellen, soll jedoch auf der 4-m-Messstrecke nicht mehr als 3 cm bei Gebrauchsrasen, Strapazier- und Zierrasen und nicht mehr als 5 cm bei Landschaftsrasen von der Ebenheit abweichen. Modellierungen sollen weitläufig und gleichmäßig ausgezogen sein. Die Ansaat (außer bei Voransaaten) oder Andeckung darf nur auf gut abgesetzte oder angedrückte Flächen erfolgen. Bei Landschaftsrasen in der freien Landschaft ist das Andrücken im Regelfall nicht erforderlich. Anschlüsse an Kanten, Belägen und Ähnlichem sollen bündig sein und dürfen nach unten bis 2 cm abweichen. 5

6.3 Ansaat 6.3.1 Zeitpunkt Günstige Auflaufbedingungen liegen bei Bodentemperaturen von mindestens 8 C und ausreichender Bodenfeuchte vor, diese sind im Regelfall von Mai bis September gegeben. Bei Früh- und Spätsaaten können sich unerwünschte Verschiebungen in der Rasenzusammensetzung zu Gunsten von Gräserarten mit geringerer Keimtemperatur (z. B. Lolium) ergeben. --`,,`,`,``,``,,,,,,,``,`,`,,,-`-`,,`,,`,`,,`--- 6.3.2 Saatgutmenge Bei Saatgutmischungen ist die Saatgutmenge auf den Standort und das Begrünungsziel abzustimmen; Regel-Aussaatmengen siehe RSM. Bei Zwischenbegrünung und Voranbau sind die in den RSM angegebenen Mengen zu beachten, gegebenenfalls anteilig unter Berücksichtigung des Konkurrenzverhaltens der Arten. 6.3.3 Ausbringen und Einarbeiten des Saatgutes Rasensaatgut ist gleichmäßig auszubringen, flach einzuarbeiten, jedoch nicht tiefer als 1 cm, und anzudrücken. Während des Saatvorganges ist darauf zu achten, dass das Saatgut sich nicht entmischt. Leguminosen und sonstige Kräuter mit stark abweichenden Korngrößen sind gesondert auszubringen. 6.4 Fertigrasen 6.4.1 Verlegen von Fertigrasen Fertigrasen ist auf der Baustelle vor Austrocknung und Überhitzung zu schützen und soll nach Anlieferung umgehend verlegt werden, andernfalls ist er auszurollen und gegebenenfalls zu wässern. Fertigrasen ist oberflächengleich und engfugig zu verlegen. Die Querfugen sind zu versetzen. Nach dem Verlegen sind die Flächen gleichmäßig anzudrücken und zu wässern, Fugen gegebenenfalls zu verfüllen. Fertigrasen darf bei Frost oder gefrorenem Boden nicht verlegt werden. 6.4.2 Sicherung von Fertigrasen An Böschungsflächen mit einer Neigung größer als 1 : 1,5 sind die Rasenstücke mit mindestens zwei Rasennägeln je m² zu befestigen, jedes Einzelstück jedoch mit mindestens einem Nagel. Die Rasennägel sollen eine Länge von etwa 20 cm haben. 6.5 Verlegen von Rasensoden und Vegetationsstücken Art und Umfang der erforderlichen Leistungen für die Bodenvorbereitung und das Verlegen richten sich nach dem vorgesehenen Begrünungsziel und den Standortverhältnissen. 6.6 Rasenarbeiten an Sonderstandorten Für Rasenarbeiten an Sonderstandorten siehe Richtlinie für die Planung, Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen, Empfehlungen für den Bau und die Pflege von Flächen aus Schotterrasen, Richtlinie für den Bau von Golfplätzen. Für die Begrünung mit Heumulch- oder Heudruschsaat sowie mit Ökotypensaatgut und Grünlandboden siehe Empfehlungen für besondere Begrünungsverfahren. 6

7 Fertigstellung 7.1 Allgemeines Die Fertigstellung des Rasens erfolgt bis zum abnahmefähigen Zustand durch die Fertigstellungspflege. Diese hat zum Ziel, einen Zustand zu erreichen, der bei anschließenden Pflegemaßnahmen nach DIN 18919 die gesicherte Weiterentwicklung ermöglicht. Sie umfasst alle Leistungen, die jeweils zur Erzielung des abnahmefähigen Zustandes erforderlich sind. 7.2 Abnahmefähiger Zustand Ein abnahmefähiger Zustand ist erreicht, wenn Ansaaten von Zier-, Gebrauchs- und Strapazierrasen einen gleichmäßigen Bestand in Wuchs und Verteilung bilden, der im geschnittenen Zustand eine projektive Bodendeckung von etwa 75 % aus Pflanzen der geforderten Saatgutmischung aufweist. Der letzte Schnitt vor der Abnahme darf nicht länger als eine Woche zurückliegen. Ansaaten von Landschaftsrasen (Extensivrasen) einen möglichst gleichmäßigen Bestand in Wuchs und Verteilung bilden, der im geschnittenen Zustand eine projektive Bodenbedeckung von etwa 50 % (mindestens 40 % bei höchstens 30 % der Fläche) aus Pflanzen der geforderten Saatgutmischung aufweist. Der letzte Schnitt vor der Abnahme darf nicht länger als zwei Wochen zurückliegen; andere nicht störende Gräser und Kräuter können berücksichtigt werden. Bei Ansaaten von Landschaftsrasen (Extensivrasen) mit besonderen Begrünungszielen oder auf extremen Standorten, z. B. Magerrasen, Haldenbegrünung oder sonstige Besonderheiten des Standortes oder der Artenwahl, können die Pflegemaßnahmen andere Festlegungen in Bezug auf Gleichmäßigkeit und Bodendeckung bedingen. Ansaaten von Voranbau und Zwischenbegrünung sowie Rasenansaaten, bei denen eine Fertigstellungspflege nicht vorgesehen ist, ein gleichmäßiges Auflaufen der Saaten aufweisen. Fertigrasen gleichmäßig und nicht abhebbar mit der Vegetationstragschicht verwurzelt ist. Der letzte Schnitt vor der Abnahme darf je nach Rasentyp nicht länger als eine Woche bzw. zwei Wochen zurückliegen. 7.3 Leistungen der Fertigstellungspflege 7.3.1 Allgemeines Erfordernis, Art, Umfang und Zeitpunkt von Leistungen richten sich insbesondere nach dem Zeitpunkt der Herstellung, dem Rasentyp und den Standortverhältnissen. --`,,`,`,``,``,,,,,,,``,`,`,,,-`-`,,`,,`,`,,`--- 7.3.2 Beregnen Rasen benötigt zu und nach der Keimung ausreichende Bodenfeuchte zur Weiterentwicklung. Soll beregnet werden, sind die Intervalle und Mengen auf den Keim- und Wachstumszustand abzustimmen. Das Wasser ist in möglichst feinen Tropfen auszubringen. 7.3.3 Düngen Nach dem ersten Schnitt sollte mit 5 g/m² Stickstoff (Rein-N) gleichmäßig gedüngt werden, wenn das Begrünungsziel dem nicht entgegensteht. 7.3.4 Mähen Bei Zier-, Gebrauchs- und Strapazierrasen ist die geforderte projektive Bodenbedeckung in Abhängigkeit von Witterungsverhältnissen, Standortbedingungen und verwendeten Arten in der Regel mit sechs Schnitten zu erreichen. 7

Bei Fertigrasen von Zier-, Gebrauchs- und Strapazierrasen ist der abnahmefähige Zustand im Regelfall mit vier Rasenschnitten zu erreichen. Die Schnitte müssen je nach Rasentyp bei Wuchshöhen zwischen 6 cm und 10 cm erfolgen. Es darf dabei nicht kürzer als auf 4 cm Schnitthöhe geschnitten werden. Verklumptes Mähgut ist zu entfernen. Landschaftsrasen (Extensivrasen) ist mindestens einmal zu mähen. 7.3.5 Bekämpfung von unerwünschtem Aufwuchs Unerwünschter Aufwuchs, der die Entwicklung des Rasens behindert, auszusamen droht oder das gewünschte Begrünungsziel beeinträchtigt, ist im Regelfall mechanisch zu bekämpfen. 8 Prüfungen 8.1 Voruntersuchungen Die Voruntersuchungen dienen unter Berücksichtigung des vorgesehenen Begrünungszieles, der vorgesehenen Nutzung und Unterhaltung sowie der Beurteilung des Standortes, der Auswahl des Saatgutes und der Festlegung der zu vereinbarenden Leistungen für die Herstellung der Rasenflächen und die Fertigstellungspflege. 8.2 Eignungsprüfungen Die Zusammensetzung von Saatgutmischungen ist auf Anforderung durch Vorlage einer Kopie des von der zuständigen Anerkennungsstelle bestätigten Antrages auf Erteilung der Mischungs-Nummer nachzuweisen, wenn die erforderliche Saatgutmenge für die Einzelmaßnahme 30 kg überschreitet. 8.3 Kontrollprüfungen 8.3.1 Saatgut Wenn Verschluss und Kennzeichnung dem Saatgutverkehrsgesetz entsprechen, gelten Reinheit, Keimfähigkeit, Fremdartenbesatz und Arten- und Sortenechtheit als nachgewiesen. --`,,`,`,``,``,,,,,,,``,`,`,,,-`-`,,`,,`,`,,`--- In Zweifelsfällen sind Rückstellproben und Kennzeichnungsmaterial zu entnehmen, um Reinheit, Keimfähigkeit, Fremdartenbesatz und Arten- und Sortenechtheit durch Auszählung und Versuche zu überprüfen. 8.3.2 Ansaaten Bei Ansaaten sind die projektive Bodendeckung, die Gleichmäßigkeit in Wuchs und Verteilung sowie gegebenenfalls der Fremdartenbesatz visuell in repräsentativem Umfang zu prüfen. 8.3.3 Fertigrasen Zusammensetzung der Arten, Bodenbeschaffenheit und Zusammensetzung sind visuell zu prüfen. In Zweifelsfällen ist die Bodenbeschaffenheit nach DIN 18915 zu überprüfen. 9 Pflege nach der Abnahme Mit den Leistungen nach den Abschnitten 6 und 7 wird ein Zustand erreicht, der eine typgerechte Weiterentwicklung gesichert erwarten lässt. Der funktionsfähige Zustand wird mit der Entwicklungspflege und die Erhaltung des funktionsfähigen Zustandes der Vegetation mit der Unterhaltungspflege jeweils nach DIN 18919 erreicht. 8