Verkaufen am Telefon



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Verkaufen am Telefon Aktiv verkaufen am Telefon Kommunikation und Gesprächsführung; Hinhör- und Fragetechniken; Telefonverkaufsstrategie; Argumentations-, Einwandbehandlungs- und Abschlusstechniken. TRAINPLAN seminar maker

Das vorliegende Skript ist Bestandteil der Schulungssoftware TRAINPLAN, welche nur mit einer gültigen Lizenzierung/Firmierung vom jeweiligen Lizenznehmer verwendet werden darf. Eine gültige Lizenzierung beinhaltet die Vervielfältigung und Weitergabe dieses Teilnehmerskriptes, jedoch nur an Seminar- und Schulungsteilnehmer des Lizenznehmers. Der Lizenznehmer ist verpflichtet, den nachfolgenden Text auf dieser Seite beim Vervielfältigen weder zu verändern oder zu löschen, so dass dieser Hinweis in jedem vervielfältigten Skript erhalten bleibt. Alle Rechte vorbehalten incl. der fotomechanischen Wiedergabe und der Speicherung in elektronischen Medien. Kein Teil dieses Werkes sowie der dazugehörigen Bestandteile darf in irgendeiner Weise (Druck, Fotokopie, Mikrofilm etc.) ohne schriftliche Genehmigung oder gültige Lizenz des Herausgebers reproduziert, vervielfältigt oder anderweitig privat oder gewerblich verwertet werden. Bei der Zusammenstellung dieses Werkes wurde mit größter Sorgfalt vorgegangen. Trotzdem können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden. Der Herausgeber kann daher für evtl. Fehler und die daraus resultierenden Folgen weder eine juristische Verantwortung noch irgendeine Haftung übernehmen. Verbesserungsvorschläge und Hinweise nehmen wir gerne unter redaktion@trainplan.de entgegen. In diesem Werk aufgeführte Hardware- und Softwarebezeichnungen sind in der Regel eingetragene Warenzeichen oder sollten als solche betrachtet werden. TRAINPLAN Bildungsmedien und Verlagsprodukte TRAINPLAN ist ein eingetragenes Warenzeichen der SCHMITT Wirtschaftsberatungsgesellschaft mbh TRAINPLAN seminar maker Telefonmarketing Seite 2

Inhaltsverzeichnis Einleitung...6 Stellung des Telefon-Marketings (TM) im Rahmen des Marketings...6 Aufgaben und Einsatzbereiche des Telefons in Verkauf/Marketing...7 Vor- und Nachteile des Telefon-Marketings...8 Eignung des TM in der Praxis...9 Rechtliche Situation des TMs...10 Grundlagen der Kommunikation...11 Grundlagen der Kommunikation und ihre Bedeutung...11 Das Kommunikationsmittel Sprache...12 Sach- und Beziehungsebenen von Gesprächen...14 Übungsblatt 1: Kommunikationsgrundlagen...15 Grundlagen der Gesprächsführung...16 Übungsblatt 1: Der Anruf...16 Methoden der Gesprächssteuerung...17 Sprachliche Instrumente...17 Selbstmord- und Reizwörter...20 Reizformulierungen...21 Übungsblatt 2: Selbstmordwörter...22 Selbstmordwörter sind unnötige Worthülsen und Konjunktive, die getroffene Aussagen verwässern. Sie verunsichern den Gesprächspartner...22 Übungsblatt 3: Alternativ-Formulierungen...23 Übungsblatt 4: Richtige Formulierungen...24 Aktiv Hinhören...27 Kontrolle und Feedback...27 Das Gleichgewicht in der Gesprächsführung...28 Übungsblatt 1: Aktiv Hinhören...29 Übungsblatt 2: Aktiv Hinhören...30 Die Fragetechnik...31 Die offene Frage...32 Die geschlossene Frage...32 Die Alternativfrage...33 Verschärfte Alternativfrage...33 Reden Sie nicht, fragen Sie!...36 Übungsblatt: Fragen statt Feststellungen...36 Interessenkurve...37 Übungsblatt 1: Wer fragt, führt...38 Übungsblatt 2: Wer fragt, führt...39 Die richtige Strategie für den Telefonverkauf...40 Aus Erfolgen und Misserfolgen lernen!...40 Strategien, die motivieren...41 Wer fragt, der führt...41 Zelebrieren Sie den Fortschritt...41 Bleiben Sie gelassen...41 Schaffen Sie sich eine gute Ausgangsposition...41 Konzentrieren Sie Ihre Aufmerksamkeit auf potenzielle Kunden...41 Übung: Falsche Formulierungen Richtige Formulierungen...43 Die acht Todsünden des Ingo Schneidig...44 Wie Sie neue Kunden erfolgreich am Telefon ansprechen...46 Schriftlich formulierte Ziele...47 Vorbereitungsformular für Telefonate...48 Telefonnotizen...49 Formular: Telefonnotiz...51 TRAINPLAN seminar maker Telefonmarketing Seite 3

Telefonregeln...52 Die häufigsten Telefonfehler...52 Die wichtigsten Telefonregeln...53 Passives Telefon-Marketing...54 Kundenorientierte Gestaltung des passiven TMs...54 Aufbau des passiven TM-Gespräches zur Kundengewinnung:...54 Aktives Telefon-Marketing...55 Kundenorientierte Gestaltung des aktiven TMs...55 Aufbau des aktiven TM-Gespräches (ideal-typischer Ablauf):...55 Aufbau des aktiven TM-Gespräches bei Stammkunden-Gesprächen...56 Grundlagen für den Aufbau telefonischer Gesprächsleitfäden (Telefonskript)...57 Gesprächseröffnung...58 Bedarfsprüfung...58 Angebot und Nutzenargumentation...58 Einwandbehandlung...58 Gesprächsabschluss...58 Telefon-Skript...59 Skript-Gliederung für aktives TM zur Gewinnung neuer Kunden...59 Muster: TM-Gesprächsleitfaden...60 Übungsblatt: Gesprächsleitfaden...63 Argumentationstechnik...64 Übungsblatt: Argumentationstechnik-Zweierschritt...65 Merkmal - Vorteil - Nutzen - Übersetzung...66 Übungsblatt : Nutzenargumentation Dreierschritt...67 Übungsblatt: Nutzenargumentation Viererschritt...68 Übungen (3 Beispiele, Zeitvorgabe: 10 Minuten)...68 Übungsblatt: Übernahme der Argumente...69 Übungsblatt 1: Nutzenverkauf...70 Übungsblatt 2: Nutzenverkauf...71 Einwandbehandlungstechnik...72 Richtiges Verhalten bei Kundeneinwänden...72 Einwandbehandlung...73 10 Dialektische Möglichkeiten zur Einwandbehandlung...74 Abfangformulierungen zur Einwandbehandlung...77 Übungsblatt 1: Einwandbehandlung...78 Übungsblatt 2: Einwandbehandlung...79 Übungsblatt 3: Nehmen Sie Einwände positiv an!...80 Übungsblatt 4: Nehmen Sie Einwände positiv an!...81 Die Abschlussphase...82 Der goldene Abschluss, unser Erfolg!...82 Der Abschluss...82 Kaufsignale...83 Kaufsignale, für den Profi leicht erkennbar!...83 Übungsblatt 1: Kaufsignale richtig behandeln...84 Übungsblatt 2: Sie beantworten Kaufsignale richtig....85 Abschlusstechnik...86 Vorgehen bei der Abschlusstechnik...86 Abschlusstechniken und Reaktionsauslöser...88 Übungsblatt 1: Abschlusstechniken...91 Übungsblatt 2: Sie erhalten den Auftrag...92 Übungsblatt 3: Sie erhalten den Auftrag...93 TRAINPLAN seminar maker Telefonmarketing Seite 4

Beobachtungsbogen für TM-Gespräche...94 Beobachtungsbogen: Sprechverhalten - Seite 1...94 Beobachtungsbogen: Sprechverhalten - Seite 2...95 Checkliste: Vermeiden Sie Störungen!...96 Checkliste: Telefonieren Sie zum richtigen Zeitpunkt!...97 Checkliste: Beachten Sie die wichtigsten Umgangformen!...98 Checkliste: Achten Sie auf Ihre Sprechweise!...99 Checkliste: Verhindern Sie Missverständnisse!...100 Checkliste: Bereiten Sie sich gründlich vor!...101 Checkliste: Richtig fragen und richtig antworten!...102 Checkliste: Einwände ausräumen!...103 Checkliste: Verteidigen Sie Ihren Preis!...104 Checkliste: Erreichen Sie einen erfolgreichen Abschluss!...105 Checkliste: Bereinigen Sie Reklamationen!...106 Checkliste: Überwinden Sie das Vorzimmer!...107 Checkliste: Werten Sie Ihre Telefongespräche aus!...107 Checkliste: Schöpfen Sie Ihre Kontaktmöglichkeiten aus!...108 Checkliste: Sparen Sie Kosten!...109 Tages-Clearing...110 Anhang: Die Buchstabier-Alphabete...112 TRAINPLAN seminar maker Telefonmarketing Seite 5

EINLEITUNG Stellung des Telefon-Marketings (TM) im Rahmen des Marketings Marketing bedeutet, dass sich das Unternehmen mit seinen Produkt- und seinen Dienstleistungsangeboten an den Erfordernissen und Bedürfnissen der Kunden orientiert. Telefon-Marketing ist ein Marketing-Instrument zur Beeinflussung von gegenwärtigen und zukünftigen Kunden, entsprechend den Zielen der Unternehmung. Telefon-Gespräche (Dialoge) mit Interessenten und Kunden sollen dabei partnerschaftlich geführt werden. Definition Telefon-Marketing = Kundenorientiertes Denken TM-Kurz-Formel + Gezieltes Beeinflussen + Partnerschaftlicher Dialog Handelt es sich um seriöse und konstruktive Unternehmensziele, sind sowohl Marketing als auch Telefon-Marketing positiver Natur. Leider ist der Begriff Telefon-Marketing in weiten Kreisen der Bevölkerung negativ besetzt, sodass die Tätigkeit des aktiven Anrufens von den meisten Mitarbeitern nach Möglichkeit gemieden wird. Dabei ist dies oft der schnellste und auch kostengünstigste Weg, um direkte Informationen zu erlangen, diese weiterzugeben oder auch Produkte anzubieten und zu verkaufen. Wichtig ist dabei, dass Telefon-Marketing seriös und gut betrieben wird und die Kundenorientierung dabei im Vordergrund steht. Dabei gilt: Jeder Anruf muss dem Kunden in positiver Erinnerung bleiben! Es kommt nicht in erster Linie darauf an, was durch Telefon-Marketing gemacht wird, sondern wie es gemacht wird. TRAINPLAN seminar maker Telefonmarketing Seite 6

Aufgaben und Einsatzbereiche des Telefons in Verkauf/Marketing Verkauf von bestehenden Produkten 71 % Telefonische Nachfassaktionen auf Werbeaussendungen, Angeboten etc. 48 % Aufgaben und Einsatzbereiche des TMs Vereinbarung von Besuchsterminen 45 % Neukundengewinnung 41 % Bearbeitung von Reklamationen 41 % Aktivierung inaktiver Kunden 39 % Einführung neuer Produkte 35 % Erhöhung und Ergänzung schriftlicher Kundenaufträge 35 % Verkauf von Saisonprodukten, Restposten und Sonderangeboten 34 % Laufende Bedarfsabfrage und Lagerbestandskontrolle beim vorhandenen Kundenstamm 33 % Hereinholen von Nachbestellungen und Zusatzaufträgen 33 % Bearbeitung von Kleinkunden 25 % Inkassoaufgaben, Mahnaktionen für offenen Rechnungen 21 % Information von Kunden und Interessenten über Neuprodukte, Produktverbesserung etc. 20 % Bedarfsforschung bei potenziellen Kunden und Interessenten 19 % Vereinbarung von Produktdemonstrationen und Vorführungen bei Kunden 18 % Einladung von Kunden und Interessenten zu Messen und Ausstellungen 13 % Marktforschungsumfragen bei Kunden 4 % TM umfasst neben dem reinen Verkauf am Telefon noch eine ganze Reihe anderer verkaufsfördernder Aktivitäten. Die Vorteile sind dabei: Vorteile des TM TM ist kostengünstig und rationell. TM ist effizient. TM schafft Synergie-Effekte. In Kombination mit anderen Marketing-Aktivitäten vervielfacht TM den Erfolg. Beispiel Messebesuch: Zusagen nach Direct Mail nur 3 %, mit Unterstützung durch TM 12 %. TRAINPLAN seminar maker Telefonmarketing Seite 7

EINLEITUNG Vor- und Nachteile des Telefon-Marketings Außendienst wie auch TM haben Stärken und Schwächen. Da beide als Vertriebsschienen genutzt werden, muss der jeweilige Einsatz sorgfältig geplant und koordiniert werden. Nur, wenn Außendienst und TM ihren Stärken gemäß eingesetzt werden, ergänzen sie sich. Vor- und Nachteile Leistungsvergleich Außendienst und Telefon-Verkauf: Außendienst Telefon-Verkauf Neukundenkontakte O +++ Terminvereinbarungen O ++ Erstaufträge von Neukunden O + Umsatzerhöhung bei Stammkunden + ++ Umsatzerhöhung durch Sonderaktionen + +++ Kundenbetreuung Kleinkunden O +++ Kundenbetreuung Großkunden +++ O O: Erfolg im Verkaufsziel unverändert +: Erfolg im Verkaufsziel gesteigert Ein weiterer Vergleich zeigt, dass das TM dem Außendienst im Hinblick auf die verkaufsaktive Zeit, also die Zeit, die tatsächlich für Kundengespräche zur Verfügung steht, um ein Vielfaches überlegen ist: Wie viel Zeit Ihnen zum Verkaufen bleibt: Telefonmarketing Außendienst Verwaltung, Auftragsbearbeitung 30 % Verwaltung, Auftragsbearbeitung 20 % Reisezeit 30 % Wartezeit 5 % Pausen 10 % Pausen 10 % Service 15 % Verkaufsaktive Zeit 60 % Verkaufsaktive Zeit 20 % Über TM lassen sich somit wesentlich mehr Kundenkontakte herstellen als durch den Außendienst, obwohl die Kosten pro Kontakt bei nur rund 10 Prozent der Kosten des Außendienstes liegen. Demzufolge ist TM speziell für die nachfolgend genannten Einsatzgebiete in jedem Fall besser geeignet als der persönliche Besuch: Neukundenakquisition und Terminvereinbarung: Daraus resultiert eine Entlastung des Außendienstes von zeitraubenden Erstkontakten, die nur zur Qualifizierung potenzieller Kunden dienen. Betreuung von mittleren und kleinen Stammkunden: Damit bleibt dem Außendienst mehr Zeit für wichtige und schwierige Kunden. TRAINPLAN seminar maker Telefonmarketing Seite 8

EINLEITUNG Eignung des TM in der Praxis Die nachfolgenden Fragen bieten eine kleine Hilfe bei Ihrer Entscheidung, ob sich TM für Ihr Unternehmen und Ihre Produkte eignet: Wann ist TM geeignet? Gibt es bei der normalen Verkaufstätigkeit des Außendienstes viele Routinebesuche? Gibt es Stufen im Verkaufskontakt, auf denen ein Dialog am Telefon ein persönliches Gespräch ersetzen kann? Besteht die Kundenstruktur zu einem großen Teil aus Kleinkunden? Gibt es viele inaktive Altkunden? Liegt eine überdurchschnittliche Quote bei Einmalkunden, Stornos, Reklamationen, Mahnungen vor? Kann ein überzeugender Produktvorteil am Telefon dargestellt werden? Sind Direct Mail, Coupon-Anzeigen oder Preisausschreiben zur Neukundenwerbung möglich? Können die definierten Zielgruppen potenzieller Kunden adressmäßig dargestellt werden? Sind (potenzielle) Kunden überhaupt dazu bereit, TM zu akzeptieren? Es gibt Unterschiede von Produkt zu Produkt, Branche zu Branche und Firma zu Firma. Wenn Sie jedoch die meisten Fragen mit JA beantworten konnten, sollten Sie TM zumindest in Erwägung ziehen. Ob sich Ihr Produkt für TM eignet, können Sie mit folgender Aufstellung testen: Faktoren Geeignet Abzuraten Produktkosten Niedrig Hoch Erklärungsbedürftigkeit des Produktes Niedrig Hoch Produktverwendung Standard Ausnahme (Speziallösung) Zielgruppe Groß Klein Zielgruppenzusammensetzung Homogen Heterogen Zielgruppenprofil Weniger anspruchsvoll Hohes Niveau Kaufverhalten Spontan Strategisch, überlegt Kaufkonsequenzen Gering Langfristig Ansprachemöglichkeiten Direkt Indirekt TRAINPLAN seminar maker Telefonmarketing Seite 9

EINFÜHRUNG Rechtliche Situation des TMs Werbemittel UWG BGB Gesetzesgrundlage: UWG / Verstoß gegen die guten Sitten. Vorsicht bei telefonischer Kaltakquise UWG untersagt: Kalte Telefonwerbung Insbesondere bei Privatpersonen UWG erlaubt: Anrufe bei Firmen oder Privatleuten, mit denen Geschäftskontakt besteht Was ist erlaubt und was nicht? Anrufe auf Grund von Rückantwortcoupons Anrufe bei Firmen, wenn der Anruf die eigentliche geschäftliche Tätigkeit des Angerufenen betrifft (Grauzone) Telefonischer Direktverkauf Unterliegt dem Widerrufsrecht binnen einer Woche TRAINPLAN seminar maker Telefonmarketing Seite 10