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Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Reparatur und Instandhaltung 23.06.2017 Lesezeit 4 Min. Rund um die Uhr bereit Durch flexible Produktionsformen laufen Maschinen immer länger, viele Unternehmen fertigen in Mehrschichtsystemen. Damit Unterbrechungen der Produktion vermieden werden, kommt der M+ E-Branche Reparatur und Instandhaltung eine besondere Rolle zu: Die Anlagen werden rund um die Uhr gewartet und, wenn nötig, repariert. Stillstand in der Produktion bedeutet Verluste daher ist es für die Unternehmen wichtig, dass ihre hoch entwickelten und teuren Maschinen 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche einsatzbereit sind. Deshalb sind Reparatur und Instandhaltung so wichtig. Dieser Wirtschaftszweig der M+E-Industrie profitiert davon, dass in Deutschland ein Schwerpunkt auf dem Maschinenbau liegt. Innerhalb der Industrie hat die Branche eine Sonderstellung inne: Denn ihre Arbeit besteht zwar aus Dienstleistungen, trotzdem zählt sie zum Verarbeitenden Gewerbe. Gute Inlandsgeschäfte. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten 158.500 Beschäftigte in 916 Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern einen Umsatz von 29,3 Milliarden Euro. Damit wurde der Wert aus dem Vorjahr um 1,2 Prozent übertroffen. Gute Geschäfte im Inland Während der Umsatz innerhalb der Landesgrenzen um 3 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro gesteigert werden konnte, sind die Zahlen für die Auslandsgeschäfte weniger gut hier sank der Umsatz gegenüber 2015 um 3,7 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Immerhin deutet sich derzeit eine Trendwende an (Grafik):

Im ersten Quartal 2017 ist der Auslandsumsatz der Branche Reparatur und Instandhaltung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder gestiegen.

Da die Branche auch im Inland weiter wächst, liegen die Gesamtumsätze der ersten drei Monate 2017 um 8,1 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums. Langfristig betrachtet zeigt sich allerdings, dass Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen nicht unbedingt ein Wachstumsmarkt sind: In den vergangenen acht Jahren schwankte der Gesamtumsatz zwischen rund 28 und gut 37 Milliarden Euro wobei der Spitzenwert schon recht betagt ist, denn er stammt aus dem Jahr 2011. Die M+E-Branche Reparatur und Instandhaltung sorgt dafür, dass die Maschinen in der Industrie laufen. 2016 verbuchte sie stabile Zahlen.. Während sich der Inlandsmarkt trotz gewisser Schwankungen als relativ stabil erweist, laufen die Auslandsgeschäfte alles andere als rund (Grafik): Seit 2011 ist der Auslandsumsatz der Branche um fast 40 Prozent zurückgegangen.

Folglich ist auch die Exportquote gesunken. Sie lag im Jahr 2016 nur noch bei 28 Prozent nach fast 35 Prozent im Jahr 2011. Im Inlandsgeschäft sind die Rückgänge weniger gravierend, das Ergebnis von 2011 wurde zuletzt nur um 14 Prozent verfehlt. Die zwischenzeitlich gesunkenen Umsätze im Ausland müssen aber nicht bedeuten, dass die installierten Maschinen weniger Serviceleistungen benötigen als noch vor einigen Jahren. Deutlich wahrscheinlicher ist, dass aufgrund der steigenden Zahl deutscher Maschinen im Ausland dort eigene Servicestandorte aufgebaut wurden, um kundennah agieren zu können und diese Leistungen sind nicht in der Statistik enthalten. Hohe Qualität und Zuverlässigkeit Serviceleistungen sind das A und O. Für die Kunden der Branche Reparatur und Instandhaltung stehen weniger die Maschinen selbst im Fokus, vielmehr geht es darum, die Funktionsfähigkeit der Anlagen und Maschinen sicherzustellen. Dies zu gewährleisten, und zwar weltweit und rund um die Uhr, ist die große Herausforderung. Die deutschen Anbieter schaffen dies mit hoher Qualität und Zuverlässigkeit. Dadurch heben sie sich von vielen Wettbewerbern aus anderen Ländern, speziell aus Niedriglohnregionen, ab. Indirekt könnte allerdings gerade dieser positive Umstand zum rückläufigen Auslandsumsatz in den vergangenen Jahren beigetragen haben. Denn die Servicestandorte vor Ort können noch schneller reagieren als Fachkräfte, die erst von Deutschland ins Ausland reisen müssen allerdings zählen diese Leistungen nicht zum Auslandsumsatz. Geringere Wertschöpfung. Der Umsatz je Mitarbeiter fällt in der Reparatur und Instandhaltung mit 185.000 Euro im Jahr 2016 erheblich niedriger aus als im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt.

Viele mittelständische Unternehmen Allerdings lassen sich die wertschöpfungsintensiven Serviceleistungen kaum mit den Bedingungen der Fertigungsbranchen vergleichen: Während in den Produktionsbereichen der Industrie mehr oder weniger umfangreiche Materialien und Vorprodukte, die von anderen Herstellern zugekauft werden, in den Umsatz eingehen, bezieht die Branche Reparatur und Instandhaltung kaum Vorleistungen. Die Branchenstruktur. Der M+E-Zweig Reparatur und Instandhaltung ist überwiegend mittelständisch geprägt. Im Durchschnitt haben die Betriebe 173 Beschäftigte. Im Herbst 2015 gab es darüber hinaus weitere 1.380 kleinere Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern, die insgesamt rund 39.000 Beschäftigte hatten. Hinzu kommen die Instandhaltungsmitarbeiter innerhalb der Fertigungsbetriebe selbst. Deren Relevanz wird deutlich, wenn man nicht auf die reinen Reparatur- und Instandhaltungsbetriebe schaut, sondern auf die fachlichen Betriebsteile, also auf jene Abteilungen, die sich zwar um Reparatur und Instandhaltung kümmern, aber nicht unbedingt zur Branche Reparatur und Instandhaltung zählen. Im vergangenen Jahr arbeiteten nach dieser Abgrenzung fast 183.000 Beschäftigte in 2.900 fachlichen Betriebsteilen mit mindestens 50 Mitarbeitern, also noch einmal fast 25.000 Reparatur- und Instandhaltungsexperten mehr als allein in den Betrieben der Branche. Kernaussagen in Kürze: Die M+E-Branche Reparatur und Instandhaltung sorgt dafür. dass die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe möglichst reibungslos ablaufen kann, Während der Umsatz im Inland zuletzt gewachsen ist, sind die Zahlen im Ausland seit Jahren rückläufig. Deutsche Betriebe bieten sehr gute Serviceleistungen an und heben sich so von vielen Wettbewerbern ab.