AFS ein verteiltes Dateisystem



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Transkript:

AFS ein verteiltes Dateisystem Chris Hübsch (chris.huebsch@informatik.tu-chemnitz.de), Tino Schwarze (tino.schwarze@informatik.tu-chemnitz.de) 9. November 2001 Zusammenfassung AFS ist ein leistungsfähiges verteiltes Dateisystem mit langer Tradition. Mit der Veröffentlichung der AFS Sourcecodes als OpenAFS ist es seit Oktober 2000 für jedermann verfügbar. Dieser Vortrag soll zeigen, wie man einen AFS Server und die zugehörigen Clients installiert, um sein eigenes Netzwerk mit AFS aufzuwerten. Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem.

Geschichte von AFS ab 1984: an Carnegie Mellon University als Andrew File System entwickelt 1989: Gründung von Transarc zur kommerziellen Verwertung, Umbennenung in AFS 1998 IBM übernimmt Transarc 15.08.2000: IBM kündigt an, AFS als OpenSource zu veröffentlichen 31.10.2000: OpenAFS 1.0 wird veröffentlicht. Ende Oktober 2001: OpenAFS 1.2.2 wird veröffentlicht. Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 1

Eigenschaften von AFS (1) Netzwerkfilesystem ähnlich NFS globaler Namensraum (/afs) mehrere Server, transparenter Zugriff über Pfadname Volumemanagement, Migration von Volumes zwischen Servern mehrere redundante read-only Kopien (Clones) von Volumes möglich effizientes Caching beim Client Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 2

Eigenschaften von AFS (2) hohe Sicherheit (Kerberos-Authentifizierung, Verschlüsselung) Access-Control-Lists (ACLs) auf Verzeichnisebene Quota auf Volumebasis Backup im laufenden Betrieb direkter Zugriff auf das Backup Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 3

Terminologie (1) Zelle Unabhängige Einrichtung, die ein AFS mit eigenem Namensbereich betreibt. Computer gehören üblicherweise einer Heimatzelle an, Nutzer können aber Accounts in mehreren Zellen haben (und diese auch parallel nutzen). Eine Zelle kann auch geographisch verteilt sein. Eine globale, manuell gepflegte Datenbank ermöglicht den Zugriff auf externe Zellen. Volume Ein Container für eine Menge von Dateien, in der Größe durch eine Quota beschränkt. Volumes werden im globalen Namensraum mit Hilfe von Mountpoints montiert das gleiche Volume auch mehrfach. Volumes können repliziert und transparent auf andere Fileserver migriert werden. Partition Speicherplatz auf dem Server, nimmt Volumes auf. Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 4

Terminologie (2) Mount Point Vergleichbar mit einem symbolischen Link, ordnet einem Verzeichnis ein Volume zu. Replikation Anlegen von read-only Kopien eines Volumes zwecks höherer Verfügbarkeit. Sinnvoll für hoch frequentierte Volumes, deren Inhalt sich selten ändert, z. B. Bibliotheken und Applikationen. Caching, Callback Der AFS-Client cached Dateien, die im AFS liegen, auf der lokalen Festplatte. Wird eine gecachete Datei auf dem Server verändert, informiert dieser den Client darüber mittels eines Callback. Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 5

Wie sieht ein AFS-Server aus? Es gibt nicht den AFS-Server. Die verschiedenen Dienste werden auf einzelne Prozesse verteilt, die wiederum auf verschiedenen Maschinen laufen können. Alle Serverdienste können von jedem AFS-Client aus administriert werden. Serverprozesse (u.u. verteilt auf mehrere Server) KA Login + Paßwort Token VL Token, Volume Fileserver BOS Token, Vol.+FileID File Daten, Callback auf jedem Rechte UID Server Token PT Daten Token Vol kontrolliert Authentifizierung, Nutzerverwaltung Datei lokalisieren Datei lesen / schreiben Nutzer / Gruppen verwalten Volumes verwalten Client Cache-Manager Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 6

Die wichtigsten Serverprozesse BOS Server Basic OverSeer Server. Überwacht die einzelnen Serverprozesse. File Server Liefert Dateien aus und nimmt Änderungen entgegen. Authentication Server Verwaltet die Kerberos Authentifizierungsdatenbank (Logins, Passwörter, Schlüssel), verifiziert die Idendität der Nutzer. Protection Server Verwaltet die Zugriffsrechte im AFS (Gruppen, ACLs). Volume Server Verwaltung der Volumes. Erstellen, Migrieren, Löschen. Volume Location Server Verwaltet die Volume Location Database (VLDB). Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 7

Weitere Serverprozesse Update Server Verteilung von Updates wichtiger Konfigurationen oder der Server Software über mehrere Server. Backup Server Automatisches Backupsystem. Salvager Kein Server als solcher. Wird vom BOS Server aufgerufen, wenn der File oder Volme Location Server ausfällt oder vermutlich inkonsistente Platten vorliegen. NTPD Network Time Protocol Daemon für Zeitsynchronisierung. Cache Manager Läuft auf dem Client, bietet das Interface zu den AFS-Servern. Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 8

Vorgehen zur Serverinstallation Linux installieren, mind. 1 Partition freihalten als AFS-Partition rpm -i openafs-*.rpm (Client u.u. weglassen) AFS Serverdienste konfigurieren und starten (Teil 1) Client konfigurieren und starten AFS Serverdienste konfigurieren (Teil 2) Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 9

AFS Serverdienste Teil 1.0 Filesystem für /vicepa erzeugen und mounten BOSServer starten: > /usr/afs/bin/bosserver -noauth Name für AFS Zelle festlegen: > bos setcellname <fileserver> clug.de -noauth Inhalt von /usr/afs/etc/cellservdb des Servers in /usr/vice/etc/cellservdb auf dem Client übernehmen. Auf dem Client Zellenname in /usr/vice/etc/thiscell eintragen. Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 10

AFS Serverdienste Teil 1.1 Datenbankserver starten: > bos create localhost kaserver simple /usr/afs/bin/kaserver \ -cell clug.de -noauth > bos create localhost ptserver simple /usr/afs/bin/ptserver \ -cell clug.de -noauth > bos create localhost vlserver simple /usr/afs/bin/vlserver \ -cell clug.de -noauth Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 11

AFS Serverdienste Teil 1.2 Notwendige Einträge in Kerberos Datenbank erzeugen: > kas -cell clug.de -noauth ka> create afs ka> create admin ka> setfields admin -flags admin ka> quit ( Nutzer afs anlegen) (Nutzer admin anlegen) (Nutzer admin ist root Äquivalent) Nutzer admin Recht auf privilegierte AFS Kommandos geben: > bos adduser localhost admin -cell clug.de -noauth Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 12

AFS Serverdienste Teil 1.3 Server Schlüssel hinterlegen > bos addkey localhost -kvno 0 -cell clug.de -noauth > bos listkeys localhost -cell clug.de -noauth PTS Datenbankeintrag für Nutzer admin > pts createuser -name admin -cell clug.de -id 1 -noauth > pts adduser admin system:administrators -cell clug.de -noauth BOSServer neu starten: > bos restart localhost -all -cell clug.de -noauth Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 13

AFS Serverdienste Teil 1.4 Fileserver starten: > bos create localhost fs fs /usr/afs/bin/fileserver \ /usr/afs/bin/volserver /usr/afs/bin/salvager \ -cell clug.de -noauth Volume root.afs anlegen: > vos create localhost a root.afs -cell clug.de -noauth BOSServer neu starten (ab jetzt wird authentifiziert gearbeitet) > bos shutdown localhost -wait -noauth > killall bosserver > /usr/afs/bin/bosserver Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 14

AFS Client konfigurieren Zur weiteren Installation wird ein AFS Client benötigt, da bereits im /afs Verzeichnisbaum operiert werden muss. AFS Client starten: > /etc/init.d/afs start Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 15

AFS Authentifizierung auf dem Client Die Nutzerdatenbank im AFS soll natürlich zur Authentifizierung verwendet werden. AFS verwaltet leider keine Nutzer Metadaten wie Homeverzeichnis, Name etc. Diese müssen weiterhin per /etc/passwd o.ä. zur Verfügung gestellt werden. Es gibt für einige Programme AFS Modifikationen, i. A. bietet sich aber die Verwendung von PAM an. Entsprechende Module sind Bestandteil der OpenAFS Releases. Zusatz-Einträge für /etc/pam.d/*: auth sufficient /lib/security/pam afs.krb.so.1 ignore root try first pass account sufficient /lib/security/pam afs.krb.so.1 ignore root try first pass session optional /lib/security/pam afs.krb.so.1 ignore root Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 16

Rechte im AFS AFS unterscheidet einige Rechte mehr als ein Standard Unix: l lookup Verzeichnisinhalt einsehen r read Dateiinhalt lesen i insert Dateien anlegen w write Dateien beschreiben d delete Dateien löschen k lock Dateien sperren a admin Rechte ändern Für jedes Verzeichnis kann eine Access Control List (ACL) gesetzt werden, die einzelnen Nutzern und/oder Gruppen Rechte zuweist oder aberkennt. Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 17

AFS Serverdienste Teil 2 Als AFS Superuser anmelden: > klog -principal admin AFS Volume root.cell erzeugen: > vos create <fileserver> a root.cell > fs setacl /afs system:anyuser l Mountpoints für Volume root.cell anlegen: > fs mkmount /afs/clug.de root.cell > fs setacl /afs/clug.de system:anyuser rl > ln -s /afs/clug.de /afs/clug > fs mkmount /afs/.clug.de root.cell -rw Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 18

Volume Verwaltung Volumes anlegen: > vos create <fileserver> <partition> <volume> Volume montieren (evtl. Read/Write Volume erzwingen) > fs mkmount <pfad> <volume> [-rw] Volume zwischen Fileservern oder Partitionen verschieben > vos move <volume> <fromserver> <frompartition> \ <toserver> <topartition> Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 19

Volume Replikation Bei mehreren Servern können häufig gelesene Volumes repliziert werden, um Flaschenhälse zu vermeiden. Gute Kandidaten z. B.: root.afs, root.cell Existieren von einem Volume read only Kopien, werden diese bevorzugt verwendet. Anlegen einer RO Kopie: (<volume>.readonly) > vos addsite <fileserver> <partition> <volume> Syncronisieren aller RO Kopien mit dem RW Volume: > vos release <volume> Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 20

Nutzer anlegen Nutzer werden praktisch zweimal registriert: Einmal in der Kerberos Authentifizierungsdatenbank und einmal in der Protection Database. Nutzer anlegen: > kas create <login> -admin <administrationsaccount> > pts createuser <login> [<uid>] Es bietet sich an, die AFS UIDs identisch zu den System UIDs zu wählen. Es können auch IP Nummern als Nutzer angelegt werden. Diese müssen dann aber zu einer Gruppe gehören, um in ACLs verwendbar zu sein. Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 21

Gruppen anlegen Die Protection Database verwaltet auch die AFS Gruppen. Hier spielt die KADB keine Rolle. Jeder AFS Nutzer darf auch eigene Gruppen anlegen, diese müssen dann aber <login>:<gruppenname> heißen. Neue AFS Gruppe anlegen, Nutzer eintragen, Mitglieder anzeigen: > pts creategroup <groupname> > pts adduser <login> <groupname> > pts membership (<groupname> <login>) Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 22

Rechte und Quota im AFS ändern Einem Nutzer/einer Gruppe Rechte einräumen oder explizit aberkennen: > fs setacl <verzeichnis> (<login> <gruppe>) <rechte> > fs setacl <verzeichnis> (<login> <gruppe>) <rechte> -negative Für <rechte> kann man auch die Abkürzungen none, read, write oder all verwenden. Quotas gelten pro Volume. Die Quota für ein Volume einsehen oder ändern: > fs listquota <verzeichnis> > fs setquota <verzeichnis> <quota in kb> Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 23

Referenzen http://www.openafs.org/ http://www.central.org/ - AFS Dokumentation http://www.transarc.ibm.com Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 24

Nachtrag: Vorführung Der Vollständigkeit halber hier ein grobes Protokoll der Live Demonstration. # Anlegen diverser Volumes: vos create hermes b user vos create hermes b software fs mkmount /afs/clug.de/home user fs mkmount /afs/clug.de/software software fs copyacl /afs/clug.de /afs/clug.de/home fs copyacl /afs/clug.de /afs/clug.de/software # Migrieren eines Volumes: vos move software hermes b hermes c vos addsite hemes c root.cell vos examine root.cell Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 25

vos release root.cell vos examine root.cell ### dklab2 (2. Fileserver) einrichten ### # Hier sollte besser der Updateserver verwendet werden! scp hermes:/usr/afs/etc /usr/afs/etc bossserver -noauth # Fileserverprozesse erzeugen bos create localhost fs fs /usr/afs/bin/fileserver \ /usr/afs/bin/volserver /usr/afs/bin/salvager \ -cell clug.de -noauth bos shutdown localhost -wait killall bosserver bosserver Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 26

# wieder auf hermes # root.{cell,afs} sollte auf jedem Fileserver verfuegbar sein vos addsite dklab2 a root.cell vos release root.cell # Nutzer anlegen vos create dklab2 a user.chu fs mkmount /afs/clug.de/home/chu user.chu kas create chu -admin_user admin pts createuser chu -id 1000 fs setacl /afs/clug.de/home/chu chu all useradd -c "Chris" -d /afs/clug.de/home/chu -m -u 1000 chu Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 27

# login als chu cp /usr/src/packages/rpms/i386/openafs-*. # Quota reicht nicht fs listquota /afs/clug.de/home/chu fs setquota /afs/clug.de/home/chu 500000 # als chu cp /usr/packages/openafs/*. # parallel als root/afs-admin fs move user.chu dklab2 a hermes a # Backup-Volume anlegen und im Homeverzeichnis montieren vos backup user.chu fs mkmount BACKUP user.chu.backup Chemnitzer Linux User Group: AFS Ein verteiltes Dateisystem. 28