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Hintergrund- Information Wien, 24. Juli 2015 Höhepunkte aus der Technologie-Geschichte der Siemens-Computertomographie 1930er Jahre Röntgen-Tomographie Schon Anfang der 1930er Jahre wurden bei der Röntgen-Tomographie Strahlenquelle und Röntgenfilm um einen Körperteil gedreht. Das Introskop von Siemens ermöglichte die Darstellung einer Körperschicht, die nur wenige Millimeter maß. Die Aufnahmen waren überlagerungsfrei außerhalb des Fokus allerdings unscharf. Der erste Computertomograph 1971 Als Vater der Computertomographie gilt Godfrey Hounsfield, der mit seinem Team Anfang der 1970er Jahre den ersten funktionsfähigen Computertomographen entwickelte. Im Oktober 1971 war er für erste klinische Untersuchungen einsetzbar. Siemens-Prototyp im Patientenbetrieb 1972 1975 Bei Siemens wurde ab 1972 intensiv an einem ersten CT geforscht. Schon mit dem Prototypen, der im Universitätsklinikum Frankfurt am Main installiert wurde, konnten auf den Schichtaufnahmen Blutungen und auch Tumoren im Gehirn erkannt werden. Siretom ging in Serie 1975 Siretom, das erste Serienmodell, lieferte Einblicke in den menschlichen Kopf mit beachtlichen 128x128 Bildpunkten. Das Mess-System drehte sich innerhalb von fünf Minuten in 180 Abtastschritten um den Patienten. Somatom, der erste Ganzkörper-Computertomograph 1977 In kürzester Zeit wurde die CT zur bevorzugten Methode für Gehirnuntersuchungen. Viele Mediziner wünschten sich daraufhin Seite 1/5

überlagerungsfreie Aufnahmen des ganzen Körpers. 1977 stellte Siemens seinen Ganzkörper-CT Somatom vor, der zum Beispiel die Nieren, die Bauchschlagader oder Details der Muskulatur mit bisher nicht dagewesenem Kontrast aufnahm. Bilder des schlagenden Herzens 1979 Mit dem Cardio-CT-Zusatz für Somatom 2 wurde die CT-Aufnahme mit dem Herzrhythmus synchronisiert, ein Bild wurde genau zwischen zwei Schlägen gemacht weitgehend frei von Störeffekten. Somatom Plus Computertomographie kabellos 1987 Die Dura-Hochleistungs-Röntgenröhre des Somatom Plus produzierte in zwölf Sekunden rund 100 Einzelbilder. Im seinerzeit schnellsten CT-Scanner erfolgte die Stromversorgung der Röhre erstmals kabellos per Schleifringtechnik, so musste das Mess-System nicht abgebremst werden. Die Basis für die Spiral-CT war gelegt. Auf einer Spirale um den Patienten 1990 Beim Spiral-Scan rotiert der Detektor kontinuierlich um die Patientenliege, die sich gleichmäßig durch die Gantry bewegt. Das Mess-System dreht sich also auf einer Spiralbahn um den Patienten. Damit war Somatom Plus-S 1990 der erste Volumen-Spiral-Scanner. Er konnte ganze Körperbereiche in einem Durchgang abbilden. Bedienfreundlich auf geringem Raum: Somatom AR 1991 Somatom AR benötigte im Vergleich zu den Vorgängern nur halb so viel Platz und deutlich weniger Energie und kostete nur ein Drittel. Die graphische Benutzeroberfläche, die nun mit einer Computermaus bedient wurde, löste kryptische Befehle wie TOMO/2/20/120/50 ab. Reduzierte Strahlendosis dank Festkörper-Detektor 1997 Siemens minderte die Strahlendosis durch die Keramikmischung Ultra Fast Ceramics (UFC) um bis zu 30 Prozent. UFC arbeitete nicht nur deutlich effizienter als das Xenongas in bisherigen Detektoren, auch die Nachglühzeit war ungleich kürzer. Seite 2/5

Mehrschicht-CT Somatom Volume Zoom 1998 Mit der Mehrschichttechnik des Somatom Volume Zoom waren erstmals nicht-invasive Gefäßaufnahmen im Routine-Einsatz möglich. Dies war ein wichtiger Schritt zum Durchbruch der Herz-CT. Somatom Emotion und die Hybrid-Systeme 1999 Die nur 56 Zentimeter tiefe Gantry des Somatom Emotion erhöhte den Patientenkomfort. Dies, seine Bildqualität und Wartungs-freundlichkeit machten das System zum Verkaufsschlager und zur Basis für Hybridsysteme wie den Biograph PET-CT (2001) oder Symbia TruePoint SPECT-CT (2004). Hier wurde die Darstellung von Stoffwechselvorgängen durch PET und SPECT mit der anatomischen Genauigkeit des CT kombiniert. Weltrekord mit 16 Schichten: Somatom Sensation 2001 Somatom Sensation der weltweit erste Computertomograph mit 16, ab dem Jahr 2003 sogar mit 64 Schichten erlaubte präzise Einblicke selbst in feine Seitenäste der Koronargefäße. Straton eine Röntgenröhre rotierte 2003 Bei der Drehkolbenröhre Straton rotierte nicht nur die Anode, sondern die gesamte Vakuumröhre. So wurden aufgrund der besseren Kühlung kleinere Anoden, höhere Drehgeschwindigkeiten und schließlich die Dual-Source-Technologie möglich. Kühl- und Wartezeiten zwischen den Scans gehörten der Vergangenheit an. Somatom Definition mit Dual-Source-Technologie 2005 Mit dem Somatom Definition stellte Siemens den ersten Dual-Source-CT der Welt vor. Das Gerät verfügte über zwei Röntgenstrahler und zwei Detektoren, was Aufnahmen mit ungeahnter Geschwindigkeit ermöglichte und dies bei einer im Vergleich mit vorherigen Systemen um bis zu 50 Prozent reduzierten Strahlendosis. Kardio-CT wurde zur klinischen Routine und der Weg zur Dual- Energy-Bildgebung war frei, die Gewebe, Knochen und Implantate im Körper differenzieren kann. Seite 3/5

Somatom Definition Flash erlaubte ungeahnte Niedrigdosen 2009 Bisher war für eine Herzuntersuchung eine Strahlendosis von 8 bis 30 Millisievert (msv) nötig. Mit dem Somatom Definition Flash lag sie nun unter der Grenze von nur einem Millisievert, also deutlich unter der natürlichen jährlichen Strahlenbelastung von im Schnitt 2,4 msv. Algorithmen halfen, die Röntgenstrahlung weiter zu senken 2010 Iterative reconstruction in image space (Iris) war ein optimiertes Verfahren der Bildberechnung, das dazu beitrug, die Strahlendosis um bis zu 60 Prozent zu senken. Iris bildete den Auftakt für weitere Algorithmen zur Dosisreduktion Safire und Admire. Verlustfrei von analog zu digital: der Stellar-Detektor 2012 Der Stellar-Detektor, bei dem die gesamte Elektronik zur Signalumwandlung in einem einzigen Chip untergebracht war, reduzierte das elektronische Rauschen durch kürzere Signalwege um bis zu 30 Prozent. Die analogen Signale der Photodioden ließen sich nun beinahe ohne Störung in digitale Signale umwandeln. An den Grenzen des Machbaren 2013 Die beiden Stellar-Infinity-Detektoren und die Vectron-Röntgenröhren des Somatom Force benötigen für die Aufnahme des ganzen Oberkörpers nicht einmal eine Sekunde. Mit einer 1,6 Tonnen schweren Gantry, die sich viermal in der Sekunde um den Patienten bewegt, geht der derzeit leistungsfähigste CT-Scanner der Welt an die Grenzen des technisch Möglichen. Realitätsnahe 3-D-Darstellung mit Cinematic Rendering 2015 Über die neue Bildgebungssoftware-Plattform Syngo.via Frontier können Forscher und Entwickler auf Prototypen neuer Applikationen zugreifen. Ein Beispiel ist dafür das Cinematic Rendering eine Anwendung zur realistischen Darstellung von Volumen-Datensätzen. Seite 4/5

Diese Hintergrund-Information sowie Pressebilder finden Sie unter www.siemens.com/presse/ct40. Ansprechpartner für Journalisten: Siemens AG Österreich, Media Relations Gerald Kastner, Tel.: +43 (0) 51707 24037 E-Mail: gerald.kastner@siemens.com Über Siemens Österreich Siemens steht in Österreich seit 135 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität und Zuverlässigkeit. Die Siemens AG Österreich zählt zu den führenden Technologieunternehmen des Landes. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich auf die Bereiche Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter von Energieübertragungslösungen und Pionier bei Infrastrukturlösungen, u.a. im Schienenverkehrsbereich mit dem weltweiten Headquarter für Urban Transport in Wien, sowie bei Automatisierungs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Siemens beschäftigt in Österreich rund 12.550 MitarbeiterInnen. Siemens Österreich übernimmt innerhalb des globalen Konzerns die Geschäftsverantwortung für 18 Länder in Zentral- und Südosteuropa. Weitere Informationen: www.siemens.at Seite 5/5