Freie und vernetzte Daten:



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Transkript:

Freie und vernetzte Daten: Das Konzept des Linked Open Data und sein Einsatz beim RISM-OPAC KoFIM-Kolloquium an der Staatsbibliothek zu Berlin, 6. Oktober 2014 Jürgen Diet, Bayerische Staatsbibliothek

Agenda 1. Was ist Linked Open Data (LOD)? 2. LOD in Bibliotheken 3. Die DINI AG KIM 4. LOD und der RISM-OPAC 5. Was ist RDF und URI? 2

1. Was ist LOD? Open Data bzw. offene Daten sind frei im Internet verfügbar. Creative-Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen): Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/creative_commons 3

Beispiele für CC-Lizenzen: CC-BY (Namensnennung) CC-BY-ND (Namensnennung, keine Bearbeitung) CC-BY-NC (Namensnennung, nicht kommerziell) CC-BY-NC-SA (Namensnennung, nicht kommerziell, Weitergabe unter gleichen Bedingungen) CC0 (bedingungslose Lizenz) siehe auch: http://de.creativecommons.org/ Europeana verlangt CC0 in ihrem Data Exchange Agreement 4

Linked Data steht für vernetzte Daten Teil des Semantic Web Per URI (Uniform Resource Identifier) identifizierbar und direkt per HTTP abrufbar Verweisen ebenfalls per URI auf andere Daten Kodierung und Verlinkung z.b. mittels RDF (Resource Description Framework) Abfragesprache SPARQL 5

5 Stufen von Linked Open Data (nach Tim Berners-Lee): Quelle: http://www.w3.org/designissues/linkeddata.html Das Diagramm der LOD-Cloud: http://lod-cloud.net/ 6

2. LOD in Bibliotheken Viele Bibliotheken und Bibliotheksverbünde veröffentlichen ihre Kataloge als Linked Open Data, z.b.: Schwedischer Verbundkatalog LIBRIS British Library, http://bnb.data.bl.uk/ Bibliothèque nationale de France, http://data.bnf.fr Hbz (Hochschulbibliothekszentrum des Landes NRW) SWB (Südwestdeutscher Bibliotheksverbund) DNB (Deutsche Nationalbibliothek) B3Kat (gemeinsamer Katalog der Bibliotheksverbünde BVB und KOBV), http://lod.b3kat.de GND (Gemeinsame Normdatei der Deutschen Nationalbibliothek), http://www.dnb.de/lds 7 http://dini.de/ag/standards/

Die SWIB-Konferenz: Semantic Web in Bibliotheken jährliche Konferenz (seit 2009) diesjährige SWIB-Konferenz vom 1.-3.12.2014 in Bonn: http://swib.org/swib14/ 8 http://dini.de/ag/standards/

Bibframe-Initiative der Library of Congress: Bibliographic Framework Neues Modell für bibliothekarische Daten mit dem Schwerpunkt auf Verlinkung (auch mit nicht-bibliothekarischen Daten) Ablösung des bisherigen bibliothekarischen Datenformates MARC21 Viele Fragen noch offen (z.b. RDA und Bibframe) 9 http://dini.de/ag/standards/

Literaturhinweise zu LOD und Bibliotheken: Patrick Danowski und Adrian Pohl (Hrsg.): (Open) Linked Data in Bibliotheken, De Gruyter Saur, 2013, 244 Seiten Christian Stein: Linked Open Data Wie das Web zur Semantik kam, Bibliothek Forschung und Praxis, 2014, Preprint: https://www.b2i.de/fileadmin/dokumente/bfp_preprints_2014/prepr int-artikel-2014-ar-2977-stein.pdf Joachim Neubert: Linked Open Data und die Bibliothekspraxis, Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 2/2014, S. 58-67 10 http://dini.de/ag/standards/

3. Die DINI AG KIM Kompetenzzentrum Interoperable Metadaten (KIM) Arbeitsgruppe der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e.v. (DINI) entstand im Rahmen eines DFG-Projekts, das von der DINI AG Internationale Standardisierung initiiert wurde Arbeitsgruppe für Metadaten und Standards unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen im Bereich Linked Open Data die Arbeitsgruppe bietet eine Kommunikations- und Informationsplattform zu aktuellen Entwicklungen im Metadatenbereich: www.kim-forum.org 11

In der DINI-AG KIM arbeiten mehrere Gruppen an unterschiedlichen Themen, u.a.: Bestandsdaten Digitalisierungsmetadaten Titeldaten Linked Library Data: https://wiki.dnb.de/display/diniagkim/linked+library+data+gruppe 12

4. (L)OD und der RISM-OPAC Die RISM-Titeldaten und RISM-Normdaten stehen im RISM-OPAC als Open Data im Format MARC-XML und als Linked Open Data in RDF zur Verfügung: https://opac.rism.info/index.php?id=8&l=0 13

Demonstration der Verlinkungen im RISM-OPAC am Beispiel von Guiseppe Sarti: https://opac.rism.info/search?id=706000447&db=251&view=rism 14

5. Was ist RDF und URI RDF = Resource Description Framework technische Herangehensweise im Internet zur Formulierung logischer Aussagen über beliebige Dinge (Ressourcen) mittlerweile grundlegender Baustein des Semantischen Webs Tripel: Elementaraussage bestehend aus Subjekt, Prädikat und Objekt 15

Was ist ein URI (uniform resource identifier)? eindeutiger Bezeichner identifiziert RDF-Ressource Aussagen aus verschiedenen Quellen verbinden ähnelt der Form nach einer URL URL = spezielle URI zur eindeutigen Bezeichnung von Webseiten URIs nicht zwangsläufig im Netzwerk erreichbar 16

Beispiel für RDF-Tripel (aus DBPedia): Subjekt Prädikat Objekt Clara Schumann ist abgebildet in Datei namens Clara_Schumann_1878.jpg Die drei URIs dieses RDF-Tripels: <http://dbpedia.imp.fu-berlin.de:49156/resource/clara_schumann> <http://xmlns.com/foaf/0.1/depiction> <http://commons.wikimedia.org/wiki/special:filepath/clara_schumann_1878.jpg> 17

Danksagung Einige der in diesem Vortrag verwendeten Folien basieren mit freundlicher Genehmigung der Referentin auf Magda Gerritsens Vortrag am 24.9.2014 während der AIBM-Jahrestagung in Nürnberg: Linked Open Data in Musikbibliotheken Vortragsfolien: http://www.aibm.info/wp-content/uploads/2014/10/gerritsen_lod_in_musikbibliotheken.pdf 18

Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Jürgen Diet Bayerische Staatsbibliothek Musikabteilung Ludwigstr.16 80539 Muenchen Tel.: 089/28638-2768 E-mail: diet@bsb-muenchen.de Die Folien dieses Vortrages sind auf Slideshare zu finden: http://de.slideshare.net/jdiet 19