Gottesdienst 25. Juni EMK Thun Wir verherrlichen Gott Predigttext: Eph 3, 20-21 - Lesung: Epheser 3,14-21 Einleitung PP 1 Wann hast du das letzte Mal gestaunt? PP 2 Wann hast du das letzte Mal über Gott gestaunt? Wir wissen zwar in unserem Kopf, dass Gott allmächtig und stark ist, aber bringt uns das noch zum Staunen? PP 3 Paulus sitzt im Gefängnis, schreibt der Gemeinde in Ephesus einen Brief. Er staunt dabei über Gott und sein Wirken. Obwohl seine Umstände alles andere als lobenswert sind, er nicht gerade ein Wunder erlebt, betet er vertrauensvoll zu Gott und lobt ihn. Hauptteil Am Ende eines Lehrteils beginnt Paulus plötzlich für die Gläubigen zu beten und Gott zu loben. Er ist Gott dankbar für jede Familie der Gemeinde, für jeden einzelnen Gläubigen, denn Paulus weiss, dass die Gemeinde alleine Gottes Werk ist. Diese Gemeinde hier in Thun ist alleine Gottes Werk. Es ist nicht das Werk von wortgewandten Predigern und mutigen Evangelisten. Nein, alle verdanken ihr Dasein Gott, er ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Weiter bittet für die Gläubigen um Stärkung und Festigung des inneren Menschen durch den Heiligen Geist. Sie sollen Gottes Liebe immer mehr erkennen und in ihr verwurzelt sein und somit die Fülle, die Gott für seine Kinder bereithält, erleben. Paulus weiss, dass der dreieinige Gott ein Gott ist, der gerne gibt und seine Gemeinde reich beschenken möchte. 1
Lobpreis/ Doxologie Paulus schliesst sein inniges Gebet mit einem Lobpreis oder Doxologie, das bedeutet mit einer Ehrerbietung, Proklamation oder Verkündigung der Grösse Gottes. PP 4 Ihm, der mit seiner unerschöpflichen Kraft in uns am Werk ist und unendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können, ihm gebührt durch Jesus Christus die Ehre in der Gemeinde, von Generation zu Generation und für immer und ewig. Amen. (NGü) Eph. 3,20-21 Solche Lobpreise bestehen in der Bibel meistens aus drei Elementen: 1. Wird Gott bzw. Christus, dem das Lob gilt erwähnt. 2. Stehen Worte, die den Betreffenden loben, Herrlichkeit, Macht, Ehre gebührt ihm. 3. Steht die sogenannte Ewigkeitsformel, die sagt, dass das Lob Gültigkeit bis in Ewigkeit hat. PP 5 In Vers 21 heisst es: Er werde verherrlicht durch die Kirche und durch Christus Jesus (Einehitsübersetzung) - ihm gebührt Ehre in der Gemeinde (NGü) - Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde loben und preisen (Hfa) Eph. 3,20-21 Verherrlichen meint: Ihn anbeten, zu ihm aufsehen, ihn überschwänglich loben und preisen, ihn bewundern, schwärmen für ihn. Und das soll durch Jesus und die Kirche geschehen. Die Verherrlichung von Gott, dass Gott geehrt und gelobt wird, das war und ist Auftrag der Gemeinde Jesu, der EMK Gemeinde hier in Thun. In der Gemeinde soll es nicht darum gehen, sich selbst zu verwirklichen, darum selber gross rauszukommen, 2
das zu tun was mir Vorteil und Befriedigung bringt. Nein, Gott soll gross rauskommen, die Menschen sollen über ihn, sein Reich, seine Liebe, seine Ideen, seine Grösse staunen und nicht über unser Können, über unsere Fähigkeiten gute Programme zu gestalten. Für mich ist das immer wieder Herausforderung das in meinem Innersten auch zu leben und zu wollen. Hebr. 2,10 sagt, dass Gott seine Söhne und Töchter, dich und mich an seiner Herrlichkeit teilhaben lassen will. Und so soll oder darf aus mir und dir, aus der Gemeinde Gottes Herrlichkeit strahlen. Wenn Ungläubige uns als Einzelne oder die Gemeinde sehen und erleben, können sie Gott und seine Herrlichkeit erkennen und erleben. Es ist gewaltig, wir sind Vertreter, vom allmächtigen Gott. Er will uns bei seinem gewaltigen Auftrag dabeihaben, er traut es uns zu, dass wir mit unserem Gemeindeleben, auch in unserer Fehlerhaftigkeit, sein Reich sichtbar machen. Was bringt Paulus zum stauenen/schwärmen?pp 6 Ihm, der mit seiner unerschöpflichen Kraft in/unter uns am Werk ist und unendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen (uns vorstellen, ausdenken) können, ihm gebührt die Ehre in der Gemeinde Eph 3,20 Paulus staunt über Gottes grosse Kraft, mit der er unter den Gläubigen am Werk ist. Die NGü sagt, dass er mit unerschöpflicher Kraft am Wirken ist. Unerschöpflich meint: uneingeschränkter, grenzenloser Kraft. 3
Seine Kraft ist nicht an unsere menschlichen Grenzen und Vorstellungen gebunden. Nein sie geht darüber hinaus. Er kann unendlich viel mehr tun als wir begreifen, uns vorstellen, ausdenken oder bitten können. Im Urtext steht hier ein Wort, das eine dreifache Steigerung von Übermaß oder Überfluß ausdrückt. Von diesem Gott, der mit unmessbarer, unvorstellbarer Kraft in der Gemeinde und uns Einzelnen durch den Heiligen Geist am Werk ist, schwärmt Paulus. Sei dir bewusst: Gott kann alles, Gott ist imstande, Dinge zu tun, die weit über das menschenmögliche, über dein Bitten und Verstehen hinaus gehen. PP 7 In Jesaja 55,8-9 sagt Gott:»Meine Gedanken sagt der HERR sind nicht zu messen an euren Gedanken und meine Möglichkeiten nicht an euren Möglichkeiten. So hoch der Himmel über der Erde ist, so weit reichen meine Gedanken hinaus über alles, was ihr euch ausdenkt, und so weit übertreffen meine Möglichkeiten alles, was ihr für möglich haltet. PP 8 In unserem Textzusammenhang geht es zuerst einmal um das Wirken Gottes im Innern der Menschen, um Veränderung der Herzen, um Verwurzelung in Gottes Liebe und Gottes Fülle erleben. Gottes Kraft, der Heilige Geist schafft neue Menschen, nicht Überredungskunst, gute Gemeindeprogramme oder charismatische Leiter. Paulus hat diese wunderbare Kraft Gottes an sich selbst erfahren. Was kein Mensch sich vorstellen konnte, das bewirkte Gottes Kraft. Aus dem brutalen Christenverfolger wurde ein mutiger Nachfolger. 4
Das darf uns Mut machen, auch heute gibt es für Gott keine hoffnungslosen Fälle, er wirkt mit der gleichen Kraft heute in uns und in Menschen in unserem Umfeld. Gott wirkt mit seiner Kraft aber nicht nur im Innern des Menschen, sondern auch in alltäglichen Bereichen. Das bedeutet nicht, dass ich immer alles erhalte, was ich mir wünsche. Gott kann alles, aber er tut nicht immer alles. Jedoch verspricht er, dass uns alles, seine Pläne und Führung langfristig zum Besten dienen. Paulus hätte sich wahrscheinlich auch gewünscht frei zu kommen, aber Gott hatte einen guten Plan. Ohne die Gefängniszeit hätte Paulus keine Zeit für das Briefeschreiben gehabt und wir könnten nicht davon profitieren. Gott gibt gerne Paulus ruft uns zu: Wir haben einen mächtigen Gott, der seine Gemeinde/Kinder gerne und grosszügig beschenkt. In der Bibel wird von Gottes Grosszügigkeit erzählt. Hanna bat um ein Kind und sie bekam Samuel und noch weitere fünf Kinder dazu. Salomo bittet um Weisheit und bekommt dazu auch noch Ehre und Reichtum. Röm 8,32 sagt: Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns in den Tod gegeben. Sollte er uns da noch etwas vorenthalten? Wenn Gott sein Liebstes, seinen Sohn für uns in den Tod gegeben hat, sollte er dann in andern Bereichen knauserig sein und uns Gutes vorenthalten? Erwarte Grosses von Gott PP 9 Gemeinde, erwarte Grosses von Gott. In Eph 1,19-20 sagt Paulus: Gott ist mit der überwältigend großen Kraft unter uns, den Glaubenden(der Gemeinde), am Werk. Es ist dieselbe gewaltige Stärke, mit der er am Werk war, 5
als er Christus von den Toten auferweckte und ihm in der himmlischen Welt den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gab. Eph 1,19-20 Gewaltig, mit dieser Kraft, die sogar Tote auferweckt, ist er auch heute durch den Heiligen Geist in uns und in unseren Gemeinden am Werk. Wie sehr rechnest du mit der Kraft des Heiligen Geistes in deinem Leben? Ich bin beschämt, denn ich traue Gott manchmal wirklich wenig zu. Gerade in Stresssituationen verdopple ich meine Anstrengungen anstatt den Blick nach oben, auf seine Möglichkeiten und seine Kraft zu richten. Wie oft sagen wir: «Yes we can oder nein wir können das nicht, das ist nicht möglich.» Stattdessen müssten wir sagen: «Yes he can. «PP 10 Gott ist nie überfordert. Stell dir mal vor, was in und durch die Gemeinde hier am Ort noch geschehen könnte. Und Gott kann noch viel mehr tun als das was du dir vorstellen kannst, so gewaltig ist seine Kraft. Abschluss Lasst uns darin wachsen, dass wir Gottes Kraft und seinem Wirken immer mehr zutrauen. Dieses Wachstum geschieht, wenn wir in der Bibel lesen, was Gott bereits getan hat, ihn dafür anbeten und Gemeinschaft, wie heute, mit andern Gläubigen suchen und einander Zeugnis davon geben, was Gott Grosses tut. Mit Amen (bedeutet: ja so sei es) schliesst der Lobpreis. Sagen wir auch Amen zu diesen Versen? Ja Gott soll durch uns als Gemeinde gross gemacht, geehrt werden? 6
Gemeinde erkenne deine Stärke, erkenne deine Bedeutung, die du für dein Umfeld hast, erkenne deine Möglichkeiten, weil der Allmächtige in dir mit seiner gewaltigen Kraft am Werk ist. Singe aus vollem Herzen: «Dänk i a di und a dini Chraft, chumi is Schwärme». Gebet Segen»Meine Gedanken sagt der HERR sind nicht zu messen an euren Gedanken und meine Möglichkeiten nicht an euren Möglichkeiten. So hoch der Himmel über der Erde ist, so weit reichen meine Gedanken hinaus über alles, was ihr euch ausdenkt, und so weit übertreffen meine Möglichkeiten alles, was ihr für möglich haltet. Es segne euch der dreieinige Gott, dem alle Macht gegeben ist, im Himmel und auf der Erde. Amen 7