Die Macht der Bilder
Hermann Wakolbinger Fotograf seit 1988
Bilder über Bilder! Wie machen wir mit aussagekräftigen Fotos auf uns und unsere Geschichten aufmerksam? Gemeindeparteizeitungen, Presseaussendungen, Web und Socialmedia benötigen perfekte Fotos.
Worin liegt das Geheimnis eines guten Bildes? Einfach darin, dass wir uns zuerst einmal im Klaren sein sollten: Was wollen wir fotografieren? Was ist die Geschichte, die unser Bild erzählen soll?
Beispiele aus Gemeindezeitungen und Fotos aus meiner Ortspartei: Die Auswahl der Bilder erfolgte zufällig und wertfrei!
Bilder sagen einfach mehr!
??? Keine Stimmung und nichts zu erkennen/fasching ist bunt (Farbfoto!). Viel zu viel Text!
Das offizielle Pressefoto Impressionen
Rettungsauto zu Besuch im Kindergarten Gut gemachtes Foto, in Farbe würde es noch besser wirken.
Viel zu dunkel, schade für die Berichterstattung über die Veranstaltungen.
Wo ist der Sand? Vorschlag: Personen könnten im Anhänger fotografiert werden. Gute Lösung!
Die Ostereier sind kaum zu sehen. Vorschlag: Gruppenfoto mit vollen Körben vor Beginn der Veranstaltung machen Nahaufnahmen wären besser gewesen Layout mit Symbolfoto (buntes Ei) gestalten
Liebevolle Titelseite - einmal anders umgesetzt.
Freundliche Gesichter und ruhiger Hintergrund: gut gemachte Portraits!
Die Bilder wirken ein wenig unruhig. Vorschlag: Es wäre schön, wenn alle die Urkunden dem Fotografen präsentieren.
Liebevoller wäre es, wenn die Geehrte mittendrin - statt nur dabei - wäre. Vorschlag: zwei Personen sitzen neben der Dame alle sitzend an einem Tisch ruhigerer Hintergrund Blumen dem Fotografen präsentieren
Bildschnitt: Unwesentliches muss nicht ins Bild!
Goldener Schnitt / Drittelregelung http://www.goldenerzirkel.at/images/goldener-schnitt-online-1.gif http://www.kunstkurs-online.de/seiten/fotografie/bilder-foto/goldener-schnitt-04.jpg
Bildschnitt: Kleine Änderung, große Wirkung
Wundervolle Idee: Die Fotostory erzählt die Geschichte.
Maibaumaufstellen in Linz-Urfahr
Tipps zur Bildgestaltung
Große, leere Flächen vermeiden: Leere Flächen, wie ein weißer Hintergrund ohne Logo o.ä. wirken schnell uninteressant und lenken vom Hauptmotiv ab. Aufnahmeanzahl: Gerade beim Reden ist es sehr schwierig ein gutes Foto zu machen. Daher ist es sehr wichtig, lieber zu oft auf den Auslöser zu drücken, um sicher ein brauchbares Bild zu haben.
Veranstaltung mit wenig Besuchern: Wenn ein Event nicht so gut besucht ist, ein Teleobjektiv (mit ca. 200mm) verwenden um das Bild zu verdichten! Da reichen 4-5 Leute unscharf im Vordergrund und dahinter der Redner um einen vollen Saal zu suggerieren. Auch hier ist die Drittelregel zu beachten (1/3 das Publikum und 2/3 der Redner).
Gruppenfotos: Klassenfoto vermeiden - nicht frontal fotografieren, die Personen sollen sich ein wenig zueinander drehen. Die Gruppe soll in sich geschlossen sein und das Bildformat soll ausgefüllt sein.
Gestellte Fotos sind meist nicht das, was wir wollen! Besser wäre es, wenn die Personen etwas tun, um so natürlich wie möglich zu wirken. Zum Beispiel: Besprechung simulieren, am Stehtisch diskutieren, Pläne begutachten, etc.. Der Größenunterschied zwischen den Personen kann da leicht umgangen werden.
Von wo kommt das Licht? Gegen die Lichtquelle zu fotografieren ist natürlich nicht das Beste. Leicht von der Seite wäre ideal.
EIN BILD SOLL UNS BERÜHREN! LIEBER EIN PAAR KLEINE TECHNISCHE FEHLER, ALS EIN LANGWEILIGES FOTO. Facts: Was wollen wir fotografieren - was ist unser Hauptmotiv? Monotonie vermeiden! Die Kameraposition verändern, in die Knie gehen, auf den Boden legen oder auf einen Sessel steigen - nicht immer aus Augenhöhe fotografieren! Muss das Hauptmotiv unbedingt in der Mitte des Bildes liegen? Drittelregel beachten - das Bild nicht in zwei gleiche Teile teilen. Diagonaler Linienverlauf bringt Leben ins Bild. Selektive Schärfe verwenden - muss alles im Bild scharf sein?
Die Macht der Bilder