Linux auf dem Desktop - Softwaremanagement mit Debian GNU/Linux

Ähnliche Dokumente
Softwareverteilung. mit. m23

Mandriva Linux 2007 und Debian Etch 4.0

Von SUSE zu opensuse... und weiter... Marcus Meissner KNF Mitglied und Teamleiter Security bei der SUSE Linux Products GmbH

Paketverwaltung und wichtige FOSS-Anwendungen

Was ist Linux im Vergleich zu Windows, Folie 1 von 13

Administration von großen Ubuntu Linux Desktop Umgebungen mit Univention Corporate Client

Citrix Provisioning Server Marcel Berquez. System Engineer

Linux Installation Party

Clusterinstallation mit FAI

Hubert Schweinesbein Tel / Hubert.Schweinesbein@suse.de

Linux Eine Alternative?

FreieSoftwareOG. Ubuntu-Linux, Freie Software und die Community

GNU/Linux Eine Einführung Jan Tobias Mühlberg. Die Idee

Client-/Servermanagement: ein Blick in die Werkstatt

Debian-Med. Integrative Softwareumgebung für alle medizinischen Bereiche auf der Basis von Debian GNU/Linux. Andreas Tille. Debian

Debian-Med. Integrative Softwareumgebung für alle medizinischen Bereiche auf der Basis von Debian GNU/Linux. Tibor Kesztyüs, Andreas Tille

Betriebssysteme verteilen und aktualisieren Werkzeuge und Vorgehensweisen

Desktop Management mit Linux

init.at informationstechnologie GmbH Tannhäuserplatz 2/5.OG 1150 Wien Austria

Informationen zu den neuen Debian GNU/Linux-Clients im Institut Mathematik, Universität Paderborn

Vollautomatische Installationen mit FAI

Linux & Security. Andreas Haumer xs+s. Einsatz von Linux in sicherheitsrelevanten Umgebungen

Freiberuflicher IT-Berater Schwerpunkte: Unix, Oracle, Netzwerk. Dipl.-Inform. Joachim Jäckel

Advanced IT-Basics. Referenten: Olga Assmus Marc Pawlowski

Zertifiziert: Certified Network Administrator Novell seit 12/00 10it [Tse:nit] seit 10/00

O p e n S o u r c e S o f t w a r e i m U n t e r r i c h t. Linux-Einstieg leicht gemacht mit. Ubuntu. Matthias Stürmer, 2.

PUE, UEFI und IPv6 Herausforderungen im Datacenter. Markus Schade

Debian Installationstools

Debian-Med. Integrative Softwareumgebung für alle medizinischen Bereiche auf der Basis von Debian GNU/Linux. Tibor Kesztyüs, Andreas Tille

Herbstsemester cs106 Informatiklabor Teil 4: Partitionierung & Linux Installation. P.Huber@stud.unibas.ch

TimeMachine. Installation und Konfiguration. Version 1.4. Stand Dokument: installcentos.odt

Systemvoraussetzungen

Standardisierter Schuldesktop auf Basis von Virtualisierungslösungen. Dipl.-Ing. Dr. Robert Matzinger

Verlustfreier Übergang von Windows zu LINUX.

Erneuerungen und Innovatives von Symantec Rene Piuk / Johannes Bedrech Senior Consultants für Symantec / Altiris X-tech

ftp-stud.hs-esslingen.de

Der Befreiungsschlag für Ihr Office 1/22

DISTRIBUTION / MARKETING

Xen Enterprise Virtualisierung

UNIX. Linux. UNIX Derivate, die wichtigsten. Free BSD (Open) Solaris MacOS X Linux. UNIX Dateisystem, wichtige Ordner.

IP-COP The bad packets stop here

Dr. Joerg Schulenburg, URZ-S. Tel QEMU Virtualisierung und Prozess-Emulation

Management von grossen IT Umgebungen mit Open Source Tools

Linux Prinzipien und Programmierung

Diskless GNU/Linux Workshop der LUGBZ Author: Karl Lunger

Mit Windows 7 wird Ihr PC noch benutzerfreundlicher, sagt Microsoft. SOFTWARE- 4 PAKETIERUNG & KOMPATIBILITÄT

Check_MK. 11. Juni 2013

Desktop Virtualisierung. marium VDI. die IT-Lösung für Ihren Erfolg

Software-Verteilungssysteme

ReactOS das zu Windows binärkompatible Open-Source- Betriebssystem

Einstieg in Ubuntu GNU/Linux Aktuell zu Ubuntu 7.10»Gutsy Gibbon«

Systemvoraussetzungen

Virtuelle Entwicklungsarbeitsplätze und Linux

Systemanforderungen Verlage & Akzidenzdruck

Digitale Transformation

Portal for ArcGIS - Eine Einführung

Linuxrechner für Mitarbeiter und Studierende

X2Go Remote Desktop - Einsatzszenarien für Privatanwender

Persona-SVS e-sync GUI/Client Installation

Voll automatische Installationen mit FAI

Desktopvirtualisierung. mit Vmware View 4

Inhaltsverzeichnis IBM SOFTWARE PRESS

IP-COP The bad packets stop here

Novell for Education. Beratung - Systembetreuung - Supporting Implementation von Ausbildungsschienen für österreichische Schulen

KOLAB, der freie Mail- und Groupware-Server

CyberCircle IT Professionals: Serveradministration Betrieb und Konfiguration von Linux-Webservern und Mailsystemen

L4B April Linux für Umsteiger. Linux User Schwabach. Schwierigkeiten beim Umstieg von Windows auf Linux. C. Schütz

EASYINSTALLER Ⅲ MEYTON Software installieren

Debian <

System Ausbildungen Übersicht

Betriebswirtschaftliche Standardsoftware - Made for the WEB. ESS Enterprise Solution Server. Installation. Release 6.

IT-Monitoring braucht Sicherheit Sicherheit braucht Monitoring. Günther Klix op5 GmbH - Area Manager D/A/CH

ADDISON tse:nit Hinweise zum Datenumzug im tse:nit Umfeld

Systemvoraussetzungen

Linux und Linux-Einsteiger

Linux in der Schule. Felix Möller Hebbelschule Kiel. Felix Möller Linux in der Schule 1/19

opsi Linux support und opsi Erweiterung:opsilinux-client-agent

Erfolgreiche Migration zum Ubuntu Desktop. LVM Versicherung

Desktop-Virtualisierung mit Univention DVS

Dell Client Management Pack-Version 6.0 für Microsoft System Center Operations Manager Installationsanleitung

Behebung des sog. Heartbleed-Bugs (CVE ) in der Krypto-Bibliothek OpenSSL.

Systemvoraussetzungen

Systemplattformen im URZ

SuSE SmartClient Framework

Softwareinstallation unter Linux

Transkript:

Softwaremanagement mit Debian GNU/Linux Frank Ronneburg f.ronneburg@linux-ag.de

Überblick Warum Linux auf dem Desktop Warum Debian GNU/Linux? Gründe für Softwaremanagement Softwaremanagement Überblick Erstinstallation/Recovery von Systemen Software: verteilen, aktualisieren, überwachen, inventarisieren Umsetzung in Praxis

Linux auf dem Desktop was ist Linux? Linux ist nur der Kernel Distribution (Debian, Mandrake, SuSE, RedHat...) wird zur Installation benötigt Weitere Komponenten aus diversen FOSS (Freie und Open Source Software) Projekten, siehe GNU, Gnome, KDE, XFree86, OpenOffice... Die Community bevorzugt deshalb den Begriff GNU/Linux

Linux auf dem Desktop warum? Keine/geringe Lizenzkosten pro Arbeitsplatz Arbeitsplätze können per Fernwartung / Softwaremanagement administriert werden. Keine Turnschuh-Administration notwendig Einheitliches Betriebssystem auf Client und Server = geringere Administrationsaufwände Alle Client-/Server-Anwendungen als FOSS verfügbar (Office, Mail, Groupware...) Verfügbar für i386 und PowerPC/Mac u.a.

Linux auf dem Desktop Probleme Akzeptanz der Administratoren UND Benutzer ist entscheidend! Rollout zunächst in kleinem Kreis mit unterschiedlichen Benutzern (Sekretärin, Chefetage, Techniker...), bilden von Multiplikatoren Klare Vorgaben bei den Softwarekomponenten Sauberes Client-/Server-Konzept, keine Daten auf den Clients Auswahl einer Distribution

Linux auf dem Desktop Distributionen Mandrake Leicht installierbar, in.de wenig verbreitet, kein Support in.de, URPM Paketformat SuSE Leicht automatisch installierbar (AutoYast2), Hohe Verbreitung in. de, Supportverträge, RPM Paketformat RedHat Leicht automatisch installierbar (Kickstart), im kommerziellen Umfeld beliebt, Support für Enterprise Produkte, RPM Paketformat Debian...

Was ist Debian GNU/Linux? 100% Freie Software / OpenSource Software Hohe Verbreitung im kommerziellen Umfeld und Entwicklern Freies Projekt mit ~1000 Entwicklern Über 12.500 Softwarepakete Paketmanagement via APT, Paketformat DEB Paketabhängigkeiten und Empfehlungen Problemlose Updates auch über Versionsgrenzen Installation via Installationsserver vollautomatisch Für diverse Architekturen verfügbar Support von kommerziellen Anbietern

Architekturen Intel x86 (i386) IA-64 (ia64, http://www.debian.org/ports/ia64/) ARM (arm, http://www.debian.org/ports/arm/) Motorola m68k (m68k, http://www.debian.org/ports/m68k/) MIPS (mips, http://www.debian.org/ports/mips/) HP PA-RISC (hppa, http://www.debian.org/ports/hppa/) Motorola/IBM PowerPC (powerpc, http://www.debian.org/ports/powerpc/)

Architekturen Sun SPARC (sparc, http://www.debian.org/ports/sparc/) Sun UltraSPARC (sparc64, http://www.debian.org/ports/sparc64/) S/390 (s390, http://www.debian.org/ports/s390/)

Debian GNU/Linux 3.1 - Sarge Circa 13.500 Pakete Digitale Paket-Signaturen Komplett neuer Installer (d-i) Modularer Aufbau Hardwareerkennung Installationsmedien: Diskette, CD, DVD, USB-Stick, TFTP Unattended Installation (wahrscheinlich) Automatische Partitionierung, LVM, ext2, ext3, XFS, reiserfs, JFS Internationalisierung: Derzeit 25 Sprachen

Debian GNU/Linux 3.1 - Sarge Bootloader Grub, alternativ Lilo Integration von OpenOffice.org, KDE 3.2 (?), GNOME 2.4, XFree 4.3 (?), Kernel 2.4 und 2.6 Unterstützung neuer Hardware out of the box DVD-Brenner, SATA, Firewire, Wavelan, Bluetooth LSB 1.3 konform (soweit möglich und sinnvoll) Diverse Images verfügbar (netboot, mini-iso...) In Planung: d-i mit FAI Integration www.debian.org/devel/debian-installer/

Gründe für Softwaremanagement Erstinstallation, Konfiguration, Updates, Recovery und Hardware- Erweiterungen werden zentral gemanaged Kleine & grössere Netze werden per Turnschuhadministration verwaltet Automatisierung in grossen Netzen (>50...?) unerlässlich Zentrale Verwaltung aller Clients und Daten Desktops, Server und Notebooks erfordern flexible Konfiguration

Softwaremanagement Überblick SuSE: AutoYast2 RedHat: Kickstart Software-Update für RPM-Systeme: Yum Plattformübergreifend: ASDIS, Novadigm, HP Rapid- Deployment Pack (Imaging)... Linuxbasiert: Novell Zenworks Novell Ximian Red Carpet RedHat Network

Softwaremanagement mit Debian Installation mittels: Debian Installer d-i - CD/DVD, Floppy, Netzwerk, USB-Stick... FAI Fully Automated Installation Updates/Upgrades mit Bordmitteln : dpkg & APT (apt-get, apt-cache, apt-proxy...) debmirror debsums, apt-listchanges, apt-listbugs deborphan Zentrale Verwaltung via debconf (LDAP)

Erstinstallation/Recovery Imaging oder Unattended Installation Imaging: schnell, unflexibel bei Änderungen der Hardware, Änderungen am Profil aufwändig UI: langsam (abhängig vom Profil), flexibel da komplette Installation durchlaufen wird und so unterschiedliche Clients möglich sind Überprüfung von Konsistenz und Integrität (Checksummen / Digitale Signaturen) wichtig

Erstinstallation/Recovery Migration oder Rollout neuer Systeme Recovery bei Hardwareausfällen Booten des Systems über PXE, CD-ROM/DVD oder Diskette Hardwareerkennung Installation auf Basis von Profilen über das Netzwerk Management der Profile über Versionskontrolle (CVS)

Erstinstallation/Recovery Flexibles Management der Hardwareresourcen Beispiel: Ausfall der Festplatte Recovery über Image-Datei würde den Plattenplatz nur teilweise nutzen, da neue Platten meist eine höhere Kapazität aufweisen Profile erlauben Angaben wie: minimale Größe maximale Größe Fehlende Angaben werden dynamisch angepasst

Software verteilen Anforderung: ein bestehendes System soll mit zusätzlichen Paketen versehen werden. Nach Anpassungen im Profil (unter Versionskontrolle) kann vom Server aus die Verteilung auf den Systemen angestossen werden. Vorteile: zentrale Verwaltung aller Systeme Profil auch für Neuinstallation gültig

Software aktualisieren Anforderung: bestehende Systeme sollen mit neuen Softwareversionen versehen werden Initiierung des Updates vom Server aus, basierend auf den (ggf. veränderten) Profilen auf dem Server Speichern der Paketinformationen auf dem Server Informationen über Zustand der Systeme im Netz zentral verfügbar (auch wenn das System ausgeschaltet ist) Übersicht über notwendige Updates und Aufwände zentral verfügbar und planbar

Software überwachen/inventarisieren Zentrale Datenbank auf dem Server mit Informationen über alle Systeme Systemname / Kunde Paketname Version Status Datum & Zeit der Installation Suchfunktionen (Paketname, Kunde, System...)

Umsetzung in der Praxis Produktreihe CoreBiz

Umsetzung in der Praxis CoreBiz 2.0 CoreBiz Base 1.3 CoreBiz Client 1.0 CoreBiz Office 1.0 CoreBiz Backup 1.0 CoreBiz Firewall & VPN 1.1 Eigene Releases von Debian Paketen Zentrale Installation, Konfiguration & Administration Zentrale Benutzer & Ressourcenverwaltung

Kontakt & Informationen Frank Ronneburg Ehrenbergstraße 19 10245 Berlin Telefon: 030 / 72 76 38 13 f.ronneburg@linux-ag.com fr@openoffice.de www.debiananwenderhandbuch.de