Pflanzen statt Steine Gestaltung attraktiver umweltfreundlicher Gärten und Grünanlagen Hannelore Dütsch-Weiß, Beratungsstelle für Obst und Gartenbau,
Nicht nur eine Frage des Geschmacks:
Barbara Hendriks, Bundesumweltministerin beim Kongress Grün in der Stadt Für eine lebenswerte Zukunft! in Berlin im Juni 2015 Urbane Grünflächen sind Orte der Begegnung, der Erholung und Integration. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sozialer Aspekt
Sie dienen als Frischluftschneisen, zur Luftreinhaltung und Temperaturregulierung. Sie sind wichtig für Klimaschutz und Gesundheit. Umweltaspekt
Als Lebensräume für Flora und Fauna unterstützen sie die biologische Artenvielfalt. Eine nachhaltige und integrierte Stadtentwicklungspolitik muss diese wichtigen Aufgaben unterstützen. Ökologischer Aspekt
Gegenläufige Entwicklungen: Schrumpfende Einwohnerzahl in ländlichen Gebieten - Dörfer müssen attraktiv bleiben! wachsende Einwohnerzahl in Nähe von Ballungsräumen Herausforderung vergleichbar mit der von Städten Eine von vielen Aufgaben ist eine gute und funktionsfähige Grüngestaltung
Was heißt das für die Grüngestaltung im Dorf? Mögliche gestaltbare Grünflächen im Dorf: Kleingärten, Brachflächen, Spielbereiche und Spielplätze, Sportflächen, Straßengrün und Straßenbäume, Siedlungsgrün, Parkanlagen, Friedhöfe, Grünflächen an öffentlichen Gebäuden, Naturschutzflächen, Wald und private Gärten (Hausund Vorgärten), landwirtschaftliche Nutzflächen, Bauwerksgrün mit Fassaden- und Dachgrün, Innenraumbegrünung sowie Pflanzen an und auf Infrastruktureinrichtungen
Ästhetisch interessant aber Schatten? Lebensraum?
Steinmulch Modern, sauber Pflegeleicht? Erholungswert? Artenarm, ökologisch wenig wertvoll Negativ für Kleinklima, Feinstaub
Schön?
Pflegeleicht?
Verwendung von Steinen angepasst
sorgen für Erholung blühen duften spenden Schatten tragen Früchte bieten Naturerlebnis kühlen im Sommer Pflanzen sind Lebensraum für Tiere binden CO² sind Nahrungsgrundlage haben Zierwert absorbieren Feinstaub sind wichtig für Wasserhaushalt bieten Sichtschutz
Kriterien für Planungen und Pflanzenauswahl: Funktion der Fläche (Fahrbahnteiler, Spielplatz, Vorgarten, Schulhof, Park, Freizeitgarten, Gemüsegarten, ) Boden-, Lichtverhältnisse, Verfügbarer Platz, Einstrahlung, Belastung durch Streusalz, Kosten für Anlage und Pflege
Vielfältige Möglichkeiten der Gestaltung mit Pflanzen Rasenflächen Bäume Kletterpflanzen Sträucher, Hecken Rosen Bodendecker Zwiebelpflanzen Staudenpflanzungen Einsaatmischungen Sommerblumen
LGS Öhringen im April 2016
Rasenflächen Begehbare Flächen Erholungswert Artenarm Regelmäßiges Mähen erforderlich Wässern, düngen
Bäume Schattenspender Wertvoll für Klima und Luft Artenreich Hoher Platzbedarf Sicherheit muss überprüft werden Wenn Schneiden dann aufwändig Laubfall, Vögel
Kleinbäume bis 15 m hoch Hainbuche: Carpinus betulus Frans Fontaine, 8 10 m hoch, 4 m breit Kugelahorn: Acer platanoides Globosum, bis 6 m hoch und breit Ahorn, Säulenform: Acer platanoides Olmstedt, bis 12 m hoch und 5 m breit
Kleine Bäume L A N D R A T S A M T Zierapfel
Kleine Bäume L A N D R A T S A M T Zierapfel
Kletterpflanzen Begrünen vertikale Flächen Brauchen Stützgerüst (Wand, Zaun, ) Ökologisch wertvoll Gut für Kleinklima
Kletterpflanzen Efeu
Kletterpflanzen Clematis Wilder Wein
Blauregen
Sträucher, Hecken Wertvoll für Klima und Luft Artenreich Sichtschutz kann oder muss geschnitten werden Laubfall, Vögel
Kletterpflanzen
Rosen Hoher Zierwert aber erst im Sommer Verschiedene Wuchstypen: Bodendeckerrosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen, Ungefüllte Sorten wertvoll für Insekten Meist Schnitt erforderlich Robuste Sorten wählen Kombination mit Stauden und Zwiebelgewächsen empfehlenswert
Bodendecker Kombinationen sind optisch abwechslungsreich Niedrig wachsend Pflegeleicht Stauden, Rosen und niedrige Sträucher
Pachysandra
Staudenmischpflanzungen Ganzjähriger Zierwert Artenreich Lebensraum für Wildbienen Pflanzenzusammensetzung verändert sich Pflege durch kundiges Personal wichtig Gute Zusammenstellungen verfügbar Wichtig: Gute Bodenvorbereitung
Privatgarten frisch nach der Pflanzung Foto: Staudengärtnerei Kirschenlohr
Privatgarten 9 Monate nach der Pflanzung Foto: Staudengärtnerei Kirschenlohr
Vorteile von bewährten Staudenmischpflanzungen Vereinfachte Planung und Anlage, getestete Mischungen sorgen für Anwendungssicherheit Geringer Pflegeaufwand (4 8 min/m² im Jahr) Ansprechende Ästhetik und hoher Erlebniswert, stets wechselnde Aspekte Hohe Dynamik und Dauerhaftigkeit, optimierte, nachhaltige Pflanzenzusammensetzung, die sich auch ändern kann nach Cassian Schmidt, Hermannshof
Beispiele für Staudenmischpflanzungen Bernburger Staudenmix Silbersommer Weitere Beispiele unter www.staudenverwendung.de nach Cassian Schmidt, Hermannshof
Foto: Staudengärtnerei Kirschenlohr
Foto: Staudengärtnerei Kirschenlohr
Foto: Staudengärtnerei Kirschenlohr
Foto: Staudengärtnerei Kirschenlohr
Einsaatmischungen Artenreich, auf Zusammensetzung achten Lebensraum für Wildbienen Hoher Zierwert im Sommer Nicht ganzjährig zierend Wichtig: Gute Bodenvorbereitung Schnell und günstig Meist nur für ein Jahr geeignet Pflege einfach
Begrünung ist vielfältig Beispiele: Gemüsegarten mit bunter Rabatte im Frühling Privatgarten im Frühling: Tulpen unter Spiraea Wohnstraße mit Kleinbäumen und Sträuchern im Vorgarten Grünanlage mit Spielplatz im Hintergrund Sitzplatz eingegrünt mit Kräutern, Sträuchern und Kübelpflanzen Gartenstimmung mit Kletterrose und Fuchsie Herbstfärbung von Sträuchern und Stauden Biene auf Herbstaster
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit