Bluetooth Darstellung, Bedeutung, Zukunftsaussichten und Anwendungsfälle Präsentation Bereich IT, Andreas Emmert
Einführung Funktechnik zur Reduzierung des Verkabelungsaufwands z.b. für Drucker, Monitor, etc. (Modem ab Ende der 08er Jahre) 1998 gemeinsam entwickelter Standard der Firmen: - Ericsson -IBM - Intel weitere Mitglieder: Heutiger Stand: 2021 Mitglieder (Stand 15.11.00) - Nokia 3Com, Microsoft, Motorola, - Toshiba Lucent Technologies Zielsetzung dieser Entwicklung: - kabellose Funkgeräte für kurze Distanzen - leichte Bedien- und Nutzbarkeit - einheitlicher Kommunikationsstandard (Kompatibilitätsaspekt) - funktionsfähige Übertragung auch bei starkem Funkverkehr
Lizenzfreie, offene Technologie - Gründung der SIG Einführung um Verbreitung zu erleichtern und Produktionsanläufe zu verkürzen Gründung 20.05.1998, um mehr Mitglieder zu erhalten => Bildung eines Standards wird vereinfacht => ziemlich alle wichtigen IT-UN sind beigetreten - Gründungsfirmen behalten ein Vetorecht bei der Änderung der Technologiespezifikationen Technische Geräte müssen sich nicht in Sicht zueinander befinden, automatischer Verbindungsaufbau Gegensatz: IrDA Verbindungsaufbau erfolgt sofort, Reichweite etwa 10 Meter, bis max. 100 Meter Mit entsprechendem Zusatzverstärker Aufbau von ad-hoc Netzwerken problemlos möglich, vielfältigste Anwendungsmöglichkeiten Hohe Bandbreite und sichere Übertragung durch Verschlüsselungsalgorithmen Übertragungen auch durch Wände/Mauern möglich
Anwendungsmöglichkeiten - Vernetztes Haus - Instant Photocards (Bildund Videoversand von überall) Handy, Festnetztelefon, - 3 in 1 Telefon Intercom-Handy - Kabelloses Büro - Interaktive Konferenzen - Automatische Synchronisation von - Soforttransfer von Daten Daten
Anwendungsmöglichkeiten II - Fotokopierer verschickt eine Vorlage als email via Handy an Empfänger - Fernbedienung von Videorecorder um vergessene Programmierung einzugeben - Kaffeemaschine aktivieren über Notebook oder Mobiltelefon - Kaffeemaschine und CD-Player morgens aktivieren und Mobiltelefon klingelt wenn Kaffee fertig ist - Telesteuerung aller Geräte in einem Pico- bzw. Scatternet - Aktivierung des lokalen PCs zuhause um Daten via Internet auf den Rechner im Büro zu übertragen -u. a. m. Nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Anwendung!
Technische Spezifikationen Voraussetzungen für den Erfolg: - weltweite Verfügbarkeit und Implementierung => Win ME erstes Betriebssystem - Unterstützung von Daten wie auch Sprache - kleine Chips und geringer Energieverbrauch Technische Informationen: - Industrial, Scientific and Medical (ISM) Band (2,4 GHz) - Punkt-zu-Punkt und Punkt-zu-Multipunkt Verbindungen möglich - Frequency Hop System, 1600 hops/s - unterstützt asynchronen Datenfluss (721/57 KB/s) - synchroner Datenfluss bei 432 KB/s - Piconet / Scatternet Non-Secure, Service-Level, Link-Level) - drei Sicherheitsstufen: 0, 40 und 64-Bit Verschlüsselung - basiert auf Standardprotokollen wie TCP/IP - unterstützt verschiedene Stromsparmodi (Sniff, Hold, Park)
Piconet und Scatternet Piconet 3 Piconet 1 Piconet 4 Piconet 2 - bis zu 8 Geräte ergeben ein Piconet (Master/Slave-Situation) - bis zu 10 Piconets ergeben ein Scatternet
HomeRF: Andere Technologien I - entwickelt von Microsoft, Motorola, Intel, IBM, Ericsson, u.a. - SWAP = Shared Wireless Access Protocol - nur 50 hops/s (Bluetooth: 1600) - erlaubt bis zu 127 Geräte (Bluetooth: 8) - Blowfish Verschlüsselung (sicherer als Bluetooth) - benötigt mehr Energie als Bluetooth - höherer Preis als Bluetooth Überschneidungen mit Bluetooth-SIG-Mitgliedern HomeRF wird keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung der Palette für intensivere Nutzer (Firmenbereich) sein!
Andere Technologien II IrDA (Infrared Data Association): - höhere Bandbreite, bis zu 16 MB/s (Bluetooth: ca. 1 MB/s) - direkter Sichtkontakt zwischen Geräten notwendig Teilnehmer müssen Kenntnis von der Verbindung haben Partnergerät wird schneller gefunden (Bluetooth: Multipunkt Verbindungen, auch durch Wände) - bereits wesentlich bessere Unterstützung - nur ein Kanal nutzbar (Bluetooth: 3 Voice bzw. synchron/asynchron) - wesentlich günstiger als die Bluetooth Technologie IrDA wird in manchen Bereichen in direkter Konkurrenz stehen, aber generell eine Ergänzung der Nahkommunikation bedeuten!
Ausblick - Bandbreite für echte Multimedia-Anwendungen noch zu gering, Ausbau geplant - Nötige Betriebssysteme und Softwareunterstützung fehlt noch - Ergänzung zu anderen bestehenden Funktechnologien - Kosten relativ niedrig, Funkchips liegen bei etwa US$ 100 - geringer Platzbedarf ermöglicht Einsatz in vielen Geräten - sehr geringer Energiebedarf Verschmelzung von Internet, Handy, Laptop Markeinführung geplant für 2000-2002 Bisher noch kaum Produkte, aber die Entwicklung wird definitiv zu einem einheitlichen Standard und zur Umsetzung der Technologie in Alltagsprodukten gehen. Bluetooth wird Standard im Privatbereich werden!