113 Und so geschah es... Dieter Rehm 8223 Stubenberg am See 191 Austria Tel.: (+43) 3176 / 8700 verlag@unda.at www.unda.at
Inhalt Kaiser Augustus ordnet eine Volkszählung an, daher müssen sich Maria und Josef von Nazareth auf den Weg nach Bethlehem machen, um sich eintragen zu lassen. Sie sind aber nicht die Einzigen, die unterwegs sind, und finden daher keine andere Unterkunft als einen Stall. In diesem Stall bringt Maria ihren Sohn Jesus zur Welt. Später führt ein Stern die Hirten zum Jesuskind. Im Stück wird das traditionelle Lied von der Herbergssuche gesungen. Personen Erzähler... 5 Einsätze Kaiser Augustus... 1 Einsatz Maria... 14 Einsätze Josef... 14 Einsätze 1. Herbergsvater... 5 Einsätze 2. Herbergsvater... 5 Einsätze 3. Herbergsvater... 6 Einsätze 1. Hirte... 4 Einsätze 2. Hirte... 4 Einsätze 3. Hirte... 3 Einsätze 4. Hirte... 4 Einsätze 5. Hirte... 4 Einsätze 6. Hirte... 2 Einsätze 1. Stern... 4 Einsätze 2. Stern... 3 Einsätze 3. Stern... 4 Einsätze 4. Stern... 4 Einsätze Komet... 1 Einsatz Der Text der Sterne und der Hirten kann auch auf weniger Spieler aufgeteilt werden. 3
1. Szene Auf dem Weg nach Bethlehem Die folgende Szene kann vor dem Vorhang gespielt werden. Maria und Josef können auch durch den Zuseherraum kommen. Der Erzähler bleibt immer auf der Bühne, er tritt nur während der Handlungen zur Seite. Zweitausend Jahre ist das nun schon her, als diese Geschichte sich ereignete. Doch jedes Jahr wird sie wieder lebendig, so ganz nah. Und sie berührt uns wie keine andere Geschichte, die je geschrieben wurde. Zu jener Zeit regierte Kaiser Augustus von Rom aus sein großes Reich. Eines Tages erteilte er folgenden Befehl: Augustus kommt auf die Bühne und spricht zum Publikum. Augustus (majestätisch): Bürger meines Reiches, ich möchte eine Volkszählung durchführen lassen. Es geht auch darum, dass mir alle, die Felder oder Häuser besitzen, Steuern abliefern müssen. Also geht alle in eure Heimatstadt, um euch dort zu melden. (geht ab) So wanderte auch Josef von Nazareth zu seiner Heimatstadt Bethlehem. Dort wollte er sich mit Maria, die ein Kind erwartete, aufschreiben lassen. Maria (erschöpft): Josef, seit Wochen sind wir nun schon unterwegs. Ich bin unendlich müde vom Laufen, lass uns irgendwo ausruhen, sonst kann ich die Anstrengungen kaum überstehen, die noch vor uns liegen. 4
Josef: Du hast Recht, Maria! Ich will versuchen, eine Herberge zu finden, wo wir uns ein bisschen erholen können. Maria: Es wird auch nicht mehr lange dauern, bis das Kind zur Welt kommt. Nicht, dass ihm noch etwas geschieht! Josef (freudig): Schau, dort in der Ferne sehe ich schon eine Herberge. Das Stückchen schaffen wir auch noch. Komm Maria! Und so gingen sie noch ein Stück, bis sie zur Herberge kamen. Inzwischen war es stockdunkel geworden, nur ganz weit draußen auf dem Feld sah man den Lichtschein eines Feuers. Und die Hirten, die sich daran wärmten, sangen in die Nacht. 1. Lied: Was soll das bedeuten (für Liedtexte siehe Anhang) 5
2. Szene Auf der Herbergssuche Als der Vorhang aufgeht, sieht man die drei Herbergsväter an drei Tischen sitzen. Die ersten beiden weisen Maria und Josef ab. Erst der dritte bietet ihnen ein Quartier im Stall an. 2. Lied Die Herbergssuche 3. Herbergsvater: Kommt mit, ich zeige euch euer Reich für die Nacht. Maria und Josef folgten dem Herbergsvater, der sie über den Hof zu einem Stall führte, in dem er früher seine Kühe gehalten hatte. Den beiden Wanderern war es vor lauter Erschöpfung fast egal, Hauptsache, sie hatten ein Dach über dem Kopf und ein wenig Heu auf dem Boden. 3. Lied Kalt ist diese Winternacht 6
3. Szene Bei den Hirten Hirten sitzen im Kreis an einer Feuerstelle. Sie frösteln. Im Hintergrund tänzeln die Sterne umher. 1. Hirte: Seltsam, die Schafe sind heute Nacht so ruhig, weiß Gott, ich verstehe das nicht. 2. Hirte: So viele Sterne hab ich mein Lebtag noch nie am Himmel gesehen. Merkwürdig ist das, sehr merkwürdig... 3. Hirte: Und schau nur, wie eigenartig sie flimmern. 4. Hirte: Hm, komisch, alles ringsum ist so ruhig und friedlich, fast als ob... 5. Hirte (erstaunt): Schaut mal da! Die Sterne kommen zu den Hirten. 2. Hirte: Was ist denn heute los mit euch? Warum seid ihr so zahlreich? 1. Stern: Ja, wisst ihr denn nicht, was heute passiert? Wie kann man denn in dieser Nacht nur schlafen! 5. Hirte (fragend): Was soll denn schon los sein? 7
Das ganze Stück hat 20 Seiten 8