Truppführerlehrgang 2016 Thema: Rechtsgrundlagen Inhaltsverzeichnis 1. Gesetzliche Grundlagen 2. Thüringer Brand und 3. Thüringer Feuerwehr- 4. Feuerwehrdienstvorschriften 5. Satzung über die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Jena 1
1. Gesetzliche Grundlagen Thüringer Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz Thüringer Feuerwehr Thüringer Verordnung über die zusätzliche Altersversorgung der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren (ThürFwAltersversVO) Feuerwehrdienstvorschriften (FwDV) Satzung über die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Jena 1. Gesetzliche Grundlagen Gesetzliche Unfall Verhütungsvorschriften (GUV) Straßenverkehrsordnung (STVO) Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) Grundgesetz (GG) Alarmpläne (Alarm- und Ausrückeordnung) 2
2. Thüringer Brand und Abkürzung Thür.BKG Veröffentlicht am 05.02.2008, letzte Änderung am 12.05.2009 1 Zweck und Anwendungsbereich 1) Zweck dieses Gesetzes ist die Gewährleistung vorbeugender und abwehrender Maßnahmen 1. gegen Brandgefahren (Brandschutz), 2. gegen andere Gefahren (Allgemeine Hilfe) und 3. gegen Katastrophengefahren (Katastrophenschutz). 2. Thüringer Brand und (2) Dieses Gesetz gilt nicht, soweit vorbeugende und abwehrende Maßnahmen nach Absatz 1 aufgrund anderer Rechtsvorschriften gewährleistet sind. (3) Der Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und der Katastrophenschutz sollen die Selbsthilfe der Bevölkerung durch im öffentlichen Interesse gebotene behördliche Maßnahmen ergänzen. 3
2. Thüringer Brand und 2 Aufgabenträger (1) Aufgabenträger sind: 1. die Gemeinden für den Brandschutz und die Allgemeine Hilfe, 2. die Landkreise für den überörtlichen Brandschutz und die überörtliche Allgemeine Hilfe, 3. das Land für die zentralen Aufgaben des Brandschutzes und der Allgemeinen Hilfe und 4. die Landkreise, die kreisfreien Städte und das Land für den Katastrophenschutz. 2. Thüringer Brand und 3 Aufgaben der Gemeinden im Brandschutz und in der Allgemeinen Hilfe (1) Die Gemeinden haben zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Brandschutz und in der Allgemeinen Hilfe 1. eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende Feuerwehr aufzustellen, mit den 2. erforderlichen baulichen Anlagen und Einrichtungen sowie technischer Ausrüstung auszustatten und zu unterhalten, 3.für die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen zu sorgen, 4
2. Thüringer Brand und 4. die Löschwasserversorgung sicherzustellen, 5. die Selbsthilfe der Bevölkerung und die Brandschutzerziehung zu fördern und 6. sonstige, zur wirksamen Verhütung und Bekämpfung von Gefahren notwendige Maßnahmen zu treffen, insbesondere Übungen durchzuführen. 2. Thüringer Brand und 14 Rechtsstellung der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen (1) Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr sind freiwillig und ehrenamtlich im Dienst der Gemeinden oder eines Brandschutzverbandes tätig. Ihre Rechte und Pflichten sind durch Satzung zu regeln, soweit sich nichts anderes aus dem Gesetz ergibt. Sie haben an angeordneten oder genehmigten Einsätzen, Übungen, Lehrgängen oder sonstigen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen und den dort ergangenen Weisungen nachzukommen. 5
2. Thüringer Brand und Sie dürfen durch ihren Dienst in der Feuerwehr keine unzumutbaren Nachteile erleiden. Sie sind für die Zeit der Teilnahme an Einsätzen, Übungen und Aus- und Fortbildungsveranstaltungen von der Arbeits- oder Dienstleistungsverpflichtung und, soweit erforderlich, für einen angemessenen Zeitraum davor und danach freizustellen. 2. Thüringer Brand und (2) Für Freistellungszeiten nach Absatz 1 Satz 5 hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Arbeitsentgelt fortzuzahlen, das er ohne den Arbeitsausfall erhalten hätte. Privaten Arbeitgebern ist das fortgezahlte Arbeitsentgelt auf Antrag zu erstatten. Die Erstattung umfasst auch den Arbeitgeberanteil des Gesamtsozialversicherungsbeitrags (gesetzliche Kranken-, Renten, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge sowie Beitragszuschüsse) sowie die freiwilligen Arbeitgeberleistungen. Arbeitnehmer im Sinne dieser Bestimmung sind Arbeiter, Angestellte und zur Ausbildung Beschäftigte. Ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen, die beruflich selbständig oder freiberuflich tätig sind, wird auf Antrag der Verdienstausfall in Form pauschalierter Stundenbeträge ersetzt. 6
2. Thüringer Brand und (5) Gegen Unfälle im Feuerwehrdienst sind Feuerwehrangehörige in der Feuerwehr-Unfallkasse gesetzlich versichert. (6) Den ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen wird Dienstkleidung und die erforderliche persönliche Schutzausrüstung unentgeltlich zur Verfügung gestellt. 2. Thüringer Brand und 14 a Zusätzliche Altersversorgung Die kommunalen Aufgabenträger nach und das Land richten für die ehrenamtlichen Angehörigen der Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren bei dem Kommunalen Versorgungsverband Thüringen eine zusätzliche individuelle Altersversorgung ein 39 Gefahrenmeldung Wer einen Brand oder ein sonstiges Ereignis, durch das Menschen oder erhebliche Sachwerte gefährdet sind, bemerkt, ist verpflichtet, dies unverzüglich der Feuerwehr, der Polizei oder einer sonstigen in Betracht kommenden Stelle zu melden. 7
3. Thüringer Feuerwehr- Abkürzung ThürFwOrgVO Veröffentlicht am 27.01.2009 1 Aufstellung der Gemeindefeuerwehr (1) Die Gemeindefeuerwehr ist so aufzustellen, dass sie in der Regel zu jeder Zeit und an jedem Ort ihres Zuständigkeitsbereichs innerhalb von zehn Minuten nach der Alarmierung (Einsatzgrundzeit) wirksame Hilfe einleiten kann. Das hierfür Erforderliche ist durch eine Alarm- und Ausrückeordnung festzulegen. Die Mindeststärke der Feuerwehr ergibt sich aus der fahrzeug- und gerätebezogenen Mannschaftsstärke, die nach der Einstufung in die Risikoklassen zu ermitteln ist.. 8
3. Thüringer Feuerwehr- (2) Der Zuständigkeitsbereich der Gemeindefeuerwehr ist in Ausrückebereiche zu unterteilen, soweit dies zur Einhaltung der Einsatzgrundzeit erforderlich ist.. (3) Die Gemeindefeuerwehr führt den Namen ihrer Gemeinde. Ortsund Stadtteilfeuerwehren können einen Zusatz mit der Bezeichnung des Orts- oder Stadtteils führen. (4) In Gemeinden mit mehr als 30 000 Einwohnern und einer Einstufung in die Risikoklasse BT 4 oder ABC 4 nach Anlage 1 müssen ständig hauptamtliche feuerwehrtechnische Bedienstete mindestens in Staffelstärke vorgehalten werden. 3. Thüringer Feuerwehr- Abkürzungsverzeichnis ThürBO FwDV ABC-ErkKW Dekon-P DLA (K) 18/12 DLA (K) 23/12 Thüringer Bauordnung Feuerwehr-Dienstvorschrift ABC-Erkundungskraftwagen Dekontaminations-LKW-Personen Drehleiter Automatik mit Korb (optional) Nennreichweite 18/12 Drehleiter Automatik mit Korb (optional) Nennreichweite 23/12 ELW 1 Einsatzleitwagen 1 GW-AS GW-Deko Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz Gerätewagen Dekontamination 9
3. Thüringer Feuerwehr- Kennzeichnung von Führungs- und Fachkräften sowie Sonderfunktionen im Einsatz 1. Feuerwehrhelm-Kennzeichnung Qualifikation Kennzeichnung Atemschutzgeräteträger roter Punkt auf beiden Helmseiten 2. Westen-Kennzeichnung Führungs- und Fachkräfte Sonderfunktionen Farbe und Aufschrift der Weste Einsatzleiter gelbe Funktionsweste mit schwarzer Aufschrift Einsatzleiter Abschnittsleiter weiße Funktionsweste mit schwarzer Aufschrift Abschnittsleiter Zugführer rote Funktionsweste mit schwarzer Aufschrift Zugführer 3. Thüringer Feuerwehr- Fachberater blaue Funktionsweste mit schwarzer Aufschrift Fachberater mit jeweiligem Fachgebiet Fachberater Presse grüne Funktionsweste mit schwarzer Aufschrift Presse Fachberater Notfallseelsorge violette Funktionsweste mit schwarzer Aufschrift Notfallseelsorger oder Krisenintervention Atemschutzüberwachung schwarz-weiß karierte Funktionsweste 10
3. Thüringer Feuerwehr- Dienstkleidung der ehrenamtlichen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren Männliche Feuerwehrangehörige Schirmmütze dunkelblau mit bordeauxfarbenen Biesen, Landeswappen, Emblem, Kordel dunkelblau, ab Dienstgrad Brandmeister silberfarben Uniformjacke dunkelblau mit bordeauxfarbenen Biesen, einreihig geknöpft; silberne Knöpfe; Dienstgrad- (Schulterstück), Funktionsund Ärmelabzeichen; Kragenspiegel Uniformhose dunkelblau mit bordeauxfarbenen Biesen Uniformbluse/-hemd hellblau mit Dienstgrad und Ärmelabzeichen Binder dunkelblau mit Feuerwehremblem schwarze Schuhe, schwarze Strümpfe 3. Thüringer Feuerwehr- Weibliche Feuerwehrangehörige Uniformjacke dunkelblau mit bordeauxfarbenen Biesen, einreihig geknöpft; silberne Knöpfe; Dienstgrad- (Schulterstück),Funktionsund Ärmelabzeichen; Kragenspiegel Uniformrock dunkelblau oder Uniformhose dunkelblau mit bordeauxfarbenen Biesen Uniformbluse/-hemd hellblau mit Dienstgrad- (Aufschiebeschlaufen) und Ärmelabzeichen Binder dunkelblau mit Feuerwehremblem schwarze Schuhe, passendes Strumpfwerk 11
3. Thüringer Feuerwehr- Dienstgradabzeichen der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Feuerwehrmannanwärter (FMA) Feuerwehrfrauanwärterin (FFA) Feuerwehrmann (FM) Feuerwehrfrau (FF) Oberfeuerwehrmann (OFM) Oberfeuerwehrfrau (OFF) 3. Thüringer Feuerwehr- Dienstgradabzeichen der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Hauptfeuerwehrmann (HMA) Hauptfeuerwehrfrau (HFA) Löschmeister (LM) Löschmeisterin (LM) Oberlöschmeister (OLM) Oberlöschmeisterin (OLM) 12
3. Thüringer Feuerwehr- Dienstgradabzeichen der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Brandmeister (BM) Brandmeisterin (BM) Oberbrandmeister (OBM) Oberbrandmeisterin (OBM) Hauptbrandmeister (HBM) Hauptbrandmeisterin (HBM) 3. Thüringer Feuerwehr- Dienstgrade und Beförderungsvoraussetzungen der ehrenamtlichen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren Dienstgrad Voraussetzungen Feuerwehrmann-Anwärter, Feuerwehrfrau-Anwärterin Feuerwehrmann, Feuerwehrfrau während/bis zum Abschluss Truppmannausbildung Abschluss Truppmannausbildung Oberfeuerwehrmann, Oberfeuerwehrfrau 5 Jahre Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau oder Truppmannausbildung zzgl. Ausbildung für Sonderfunktion 13
3. Thüringer Feuerwehr- Dienstgrad Voraussetzungen Hauptfeuerwehrmann, Hauptfeuerwehrfrau Löschmeister/-in Oberlöschmeister/-in 5 Jahre Oberfeuerwehrmann/Oberfeuerweh rfrau oder Truppführerausbildung 10 Jahre Hauptfeuerwehrmann/Hauptfeuerw ehrfrau mit Truppführerausbildung oder Gruppenführerausbildung 10 Jahre Löschmeister/-in oder Ausbildung zum Zugführer/-in 3. Thüringer Feuerwehr- Dienstgrad Voraussetzungen Brandmeister/-in Oberbrandmeister/-in Hauptbrandmeister/-in 10 Jahre Oberlöschmeister/-in mit Gruppenführerausbildung oder 5 Jahre Oberlöschmeister/-in mit Zugführerausbildung oder Ausbildung als Führer/-in von Verbänden 10 Jahre Brandmeister/-in mit Zugführerausbildung oder 5 Jahre Brandmeister/-in mit Ausbildung als Führer/-in von Verbänden 10 Jahre Oberbrandmeister/-in und Ausbildung als Führer/-in von Verbänden 14
4. Feuerwehrdienstvorschriften FwDV 1 Grundtätigkeiten im Lösch- und Hilfeleitungseinsatz (2006) FwDV 2 Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren (2003) FwDV 3 Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz (02/2008) FwDV 7 Atemschutz (2002 üb. 2005) FwDV 8 Tauchen (08/2004) FwDV 10 Die tragbaren Leitern (1996) FwDV 100 Führungs- und Leitung im Einsatz (03/1999) FwDV 500 Einheiten im ABC Einsatz (08.2004) 5. Satzung über die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Jena 1 Rechtsform, Bezeichnung (1) Die Freiwilligen Feuerwehren sind neben der Berufsfeuerwehr der Selbst- und Nachbarschaftshilfe dienende Einrichtungen der Stadt Jena ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Sie sind dem Amt für Feuerwehr, Rettungswesen und Katastrophenschutz angegliedert. Sie werden ausschließlich gemeinnützig tätig. Sie führen die Bezeichnung Freiwillige Feuerwehr Jena mit einem den jeweiligen räumlichen Bereich kennzeichnenden Zusatz. (3) Die Freiwillige Feuerwehr muss von ihrer personellen Stärke den Anforderungen der ihr zur Verfügung gestellten Technik entsprechen. Die Mindeststärke entspricht der doppelten Normbesetzung der Löschgruppe zuzüglich der zu nutzenden Spezialtechnik. 15
5. Satzung über die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Jena 3 Ausbildung und Einsatz Ausbildung und Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren obliegen dem Leiter der Berufsfeuerwehr der Stadt Jena. Er hat auch für deren ordnungsgemäße Ausrüstung und Einsatzbereitschaft zu sorgen. 4 Organisatorischer Aufbau (1) An der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr stehen jeweils ein Wehrführer und ein stellvertretender Wehrführer, die von dem aktiven Teil der Feuerwehren für die Dauer von fünf Jahren gewählt werden. Voraussetzung für die Funktionsbesetzung ist eine entsprechend der Feuerwehrorganisationsverordnung festgelegte Qualifikation bzw. die Bereitschaft, diese im Zeitraum von einem Jahr zu erlangen. 5. Satzung über die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Jena 6 Pflichten der Angehörigen der Einsatzabteilung Die Angehörigen der Einsatzabteilung haben die in 2 erwähnten Aufgaben nach Weisung ihres Wehrführers oder der sonst zuständigen Vorgesetzten gewissenhaft durchzuführen. Sie haben insbesondere: a) im Dienst die geltenden Vorschriften und Weisungen (u.a. Dienstanweisungen, Unfallschutzvorschriften) sowie die Anweisungen ihres Wehrführers oder der ihm vorstehenden Angehörigen der Feuerwehr zu befolgen, b) am Unterricht, an den Übungen und an den sonstigen dienstlichen Veranstaltungen teilzunehmen, c) den für den Alarmfall geltenden Anweisungen und Vorschriften Folge zu leisten. 16
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Unser Einsatz für Deine Sicherheit. 17