Henne oder Ei? PMN Caecilia

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Transkript:

52 Henne oder Ei? Ist die aus der erfolgreichen Schriftsippe Thesis nur eine Kopie der weniger populären PMN Caecilia, fragt Max Caflisch. Luc(as) de Groot bezieht Stellung Es würde mich nicht wundern, wenn Fachleute die TheSerif als Plagiat der Caecilia oder als eine unrechtmäßige Aneignung von Ideen beurteilten Der Schweizer Max Caflisch machte sich als Typograf, Buchgestalter, gestalterischer Berater vieler Firmen und als Typografie-Lehrer international einen Namen PMN Caecilia Max Caflisch: An dem Ausspruch The old fellows stole all of our best ideas von Frederic W. Goudy ist sicher etwas dran. Der Spielraum im Bereich Schriftdesign scheint sich für Schriftentwerfer zusehends einzuengen allerdings darf man dies als Gestalter nicht als Freibrief werten, andere Typen zu kopieren. Die, eine der drei gut ausgebauten Schriftfamilien aus der Schriftsippe FF Thesis, weist ähnliche Züge auf wie die von Peter Matthias Noordzij entworfene PMN Caecilia. Während Linotype die PMN Caecilia bereits 1991 herausgab, kündigte die Firma Fontshop das Erscheinen der Thesis erst drei Jahre später an. In meiner Studie möchte ich das Verhältnis der beiden Typen untersuchen. Sicher spielen die Biographien der Gestalter bei dieser Diskussion eine bedeutende Rolle. Peter Matthias Noordzij und Luc(as) de Groot haben seinerzeit den gleichen Studiengang durchlaufen und sind von der starken Persönlichkeit und den Auffassungen ihres Lehrers Gerrit Noordzij geprägt. Im Heft Letters in studie, das Gerrit Noordzij 1983 herausgab, tritt der auf der geschriebenen Breitfederschrift beruhende Duktus der beiden Typen deutlich in Erscheinung. Ähnlich angelegte Schriftzüge lassen sich auch in den beiden Broschüren 26 Letters (1987, Seiten F, G, L, R) und Letters & techniek (1990, Seiten 26 und 28) erkennen, die Studierende der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in Den Haag veröffentlichten. Gerrit Noordzijs Einfluß findet sich auch in den Arbeiten von Jelle Bosma, der ebenfalls in Den Haag studierte. Seine Schrift Cursivium, die er im Jahr 1986 für das World Typeface Center in New York entwarf und die Linotype später übernahm, hat kalligraphische Züge, die auch in der PMN Caecilia und der wiederkehren. Sie lassen sich zum Teil auf den Unterricht von Gerrit Noordzij zurückführen oder dürften gegenseitiger Beeinflussung entsprungen sein. Gemeinsamkeiten weisen die Schriften Cursivium, und PMN Caecilia schon allein deshalb auf, weil sie zu derselben Gruppe der serifenbetonten Linear-Antiqua gehören. Sie ähneln einander jedoch auch in einzelnen Schriftzügen. Bei der stark kalligraphisch geprägten Cursivium, die bloß über die zwei Schnitte aufrecht

53 Die TheSerif ist nicht nur aufgrund meiner persönlichen Entwicklung, sondern auch unter rein formalen Aspekten eine eigenständige Arbeit Der Niederländer Luc(as) de Groot studierte bei Gerrit Noordzij in Den Haag und arbeitete unter anderem bei Metadesign, bevor er in Berlin die Fontfabrik gründete Seite 56 und kursiv verfügt, handelt es sich um einen Einzelgänger. Deshalb läßt sie sich nicht in den Vergleich einbeziehen. Anders die und die PMN Caecilia, deren Strichführungen sich gleichen. Bevor ich auf die Ähnlichkeiten der beiden Typen eingehe, möchte ich ihre Unterschiede beschreiben. Im Vergleich zu der mit fülligeren Formen ausgestatteten PMN Caecilia läuft die etwas weniger breit. Außerdem erscheint die Differenz einer in Antiqua und Kursive gesetzten Zeile in der PMN Caecilia ausgeprägter als in der. Während die PMN Caecilia in Antiqua und Kursive in vier Stärken vorhanden ist Light, Regular, Bold und Heavy, wartet die besser ausgebaute mit der doppelten Anzahl auf: Extra Light, Light, Semi Light, Regular, Semi Bold, Bold, Extra Bold und Black. Die erfreut sich nicht nur wegen der vielen unterschiedlichen Strichstärken bei den Benutzern großer Beliebtheit, sondern auch weil die FF Thesis zwei weitere Familien die FF TheMix und die FF TheSans bietet. Zudem hat sie ein besonders reiches Repertoire an Ligaturen, &-Zeichen, Pfeilen und Sonderfiguren. Gegenüber den Kursiven der PMN Caecilia erscheinen diejenigen der FF Thesis stärker geneigt. Die Serifen der laufen, wie die der Oranda von Gerard Unger, leicht abgeschrägt aus, was bei der PMN Caecilia nicht der Fall ist. Trotz all dieser Unterschiede lassen sich jedoch beim Vergleich einzelner Zeichen klare Übereinstimmungen feststellen. Bei der Gegenüberstellung der Typen beschränke ich mich auf die Großund Kleinbuchstaben, die Zeichen und Ziffern ohne die den Großbuchstaben analogen Kapitälchen der in der Stärke ähnlichen normalen Schnitte der Antiqua und der Kursive. Von den jeweils 93 abgebildeten Figuren der Antiqua 5 weisen eine differierende Breite auf gleichen sich 51, während 11 Zeichen nur leicht modifizierte Formen und 31 deutlich veränderte, eigenständige Formen haben. Ein ähnliches Verhältnis herrscht in der Kursiven vor: Unter den 93 abgebildeten Zeichen, von denen 6 eine eindeutig unterschiedliche Breite haben, finden sich 53 mit ähnlichen Kurven, während weitere 11 Figuren nur geringfügig modifizierte und 29 eindeutig veränderte Formen zeigen:

54 Das Figurenverzeichnis der PMN Caecilia Roman und darunter der Regular DHIKOPTXYabcdfilopqruvy 16890 6890.,!*[] DHIKOPTXYabcdfilopqruvy 16890 6890.,!*[] DHIKOPTXabcdfghiklmnopqr 16890 6890.,!*[] DHIKOPTXabcdfghiklmnopqr 16890 6890.,!*[] Diese Buchstaben weisen ähnliche Formen auf ABCEFJMQRWghjkmnwx 23457 123457? ABCEFJMQRWghjkmnwx 23457 123457? ABCEFJMQRWjuvwxy 23457 123457? ABCEFJMQRWjuvwxy 23457 123457? Diese Zeichen haben deutlich veränderte Formen 890.,:;!?*( ) [ ] 890.,:;!?*() [] 890.,:;!?*( ) [ ] 890.,:;!?*() [] Das Figurenverzeichnis der PMN Caecilia Italic und darunter der Regular Italic Lediglich wenig veränderte Formen zeigen diese Figuren GNUVet&:;() GNUVet&:;() GNUVet:;() GNUVet:;() LSZsz LSZsz LSYZsz LSYZsz Relativ ähnlich, aber unterschiedlich breit sind diese Zeichen Stanley Morison in seinen Grundregeln der Buchtypographie: «Eine Schrift, die sich in der Gegenwart oder in der Zukunft durchsetzen soll, darf weder sehr anders noch zu famos sein.» Die erste Forderung, die wir an eine Schrift zu stellen haben, ist nicht etwa Einfachheit, sondern Leserlichkeit, das heißt nichts anderes, als gute oder leichte Unterscheidbarkeit der Zeichen. Die Automatisierung der Herstellung von Mengensatz ist eine Aufgabe der Techniker in Zusammenarbeit mit den geschulten Typographen, lesegerechte und formal gute Schriften zu schaffen diejenige der Schriftentwerfer. Annähernd die Hälfte der insgesamt 186 abgebildeten Zeichen ist demzufolge ähnlich geformt. Die Ansatzpunkte, die der Gestaltung der beiden Schriftfamilien zugrunde liegen, dürften aus den gleichen Überlegungen heraus entstanden sein. Es scheint, als habe die Arbeit von Peter Matthias Noordzij Luc(as) de Groot beeinflußt, sein im Ergebnis wesentlich erweitertes Projekt zu realisieren. Vielleicht hätte de Groot seinen Plan vor dessen Verwirklichung mit Peter Matthias Noordzij besprechen sollen, um das breit angelegte Projekt eventuell gemeinsam umzusetzen. Einer Verschmälerung und etwas stärkeren Kursivierung der PMN Caecilia möglicherweise mit elektronischen Mitteln und einer Vermehrung der Stärken hätte Noordzij jedoch zustimmen müssen, was er bei der Realisierung der Caecilia auch angestrebt hatte; später kam es aber nicht mehr dazu. Meiner Ansicht nach ist das Konzept der mit dem der PMN Caecilia identisch, und es würde mich nicht wundern, wenn im Schriftdesign versierte Fachleute die als Plagiat oder als unrechtmäßige Aneignung von Ideen beurteilten. Sie hätte ohne die ihr vorausgegangene PMN Caecilia wohl nicht entstehen können. Somit beruhen die Grundzüge des Designs der auf keiner eigenständigen Idee, sondern stellen eine kosmetische Veränderung und überaus geschickte Weiterentwicklung eines bestehenden Resultats zu einer ebenso erfolgreichen wie eindrücklichen Schriftsippe dar. Stanley Morison in seinen Grundregeln der Buchtypographie: «Eine Schrift, die sich in der Gegenwart oder in der Zukunft durchsetzen soll, darf weder sehr anders noch zu famos sein.» Die erste Forderung, die wir an eine Schrift zu stellen haben, ist nicht etwa Einfachheit, sondern Leserlichkeit, das heißt nichts anderes, als gute oder leichte Unterscheidbarkeit der Zeichen. Die Automatisierung der Herstellung von Mengensatz ist eine Aufgabe der Techniker in Zusammenarbeit mit den geschulten Typographen, lesegerechte und formal gute Schriften zu schaffen diejenige der Schriftentwerfer. Caecilia

56 Diese Skizzen für eine auf Breitfeder beruhende Schrift aus der Hochschulzeit bildeten die Grundlage für die Thesis Bei der Gestaltung dieser Schrift für ein Ministerium griff ich auf die oben gezeigten Skizzen zurück. Aus dieser Arbeit entwickelte sich später TheMix, die erste Familie der Thesis-Sippe Bereits 1983 gestaltete ich dieses Plakat Luc(as) de Groot: Es freut mich, daß Max Caflisch ein Thema in Angriff genommen hat, daß mir schon lang am Herzen liegt. Letztes Jahr auf der ATypI erzählte mir jemand von dem Vorschlag, den Ähnlichkeitsdisput vor den ATypI-Rat zu bringen. Ich meinte, dies sei eine sehr gute Idee, und sagte sofort meine Mitarbeit zu. Danach hörte ich allerdings nichts mehr davon. Glücklicherweise können wir die Diskussion nun vor einem viel breiteren Publikum nachholen. Caflisch bezeichnet seinen Artikel als Studie; ich glaube eher, daß es sich um eine Meinungsäußerung handelt, die von falschen Informationen ausgeht. Wenn er eine Studie darstellen soll, dann hat der Autor nicht gründlich genug studiert, und so erlaube ich mir, einige wichtige Fakten zur Nachhilfe beizusteuern. Lange vor der PMN Caecilia und bevor ich Skizzen der Cursivium oder der Caecilia gesehen hatte, schuf ich während meines Studiums für das Fach Illustration ein Plakat mit Buchstaben, die ich aus dem Stegreif malte. Nach der Präsentation dieser Arbeit kam Marie-Cécile Pulles auf mich zu und erzählte mir, daß mein Schriftbild sehr viel Ähnlichkeit habe mit demjenigen, das ihr Freund, Peter Matthias Noordzij, Sohn von Gerrit Noordzij, gerade zeichnete. Ich bin sicher, daß sie sich an diesen Moment erinnert. Kurze Zeit später zeigte sie mir seine Entwürfe, woraufhin ich meine rasch zur Seite legte. Denn etwas weiterzuentwickeln, an dem ein anderer bereits Aus TheMix entstand dann TheSans und zuletzt durch Anheften der Serifen TheSerif arbeitet, ist die langweiligste Sache, die es für einen Grafik-Designer gibt. Diese Anekdote zeigt, daß meine The- Serif durchaus auch ohne die Caecilia hätte entstehen können. Vater und Sohn Noordzij werden mir da mit Sicherheit zustimmen. Hinsichtlich des Einflusses Gerrit Noordzijs auf meine Arbeiten hat Max Caflisch natürlich recht. Dieser geniale Lehrer hat uns ohne je Beispiele zu zeigen einiges erzählt über Translatie (Breitfeder) und Expansie (spitze Feder), über wenig und viel Kontrast, über fließende und gebrochene Konstruktion, über Serifen und Serifenlose und wie man sich anhand dieser Parameter einen dreidimensionalen Raum erdenkt, in dem alle Schriften dieser Welt ihren Platz finden. Er fügte hinzu, daß einige Ecken in diesem Raum noch leer seien. Ich habe bei Gerrit Noordzij eine Menge gelernt, und noch nie habe ich einen Vortrag gehalten, ohne ein Bild von ihm zu zeigen und Erklärungen seiner Theorien zu zitieren. Während meines Studiums konzentrierte ich mich auf die Entwicklung von serifenlosen Typen. Dennoch entwarf ich natürlich ebenfalls Serifenschriften, von denen einige die Züge einer Egyptienne aufweisen. Aus dieser Zeit stammen darüber hinaus die Skizzen für einen ernsthaften, auf dem Zeichnen mit der Breitfeder basierenden Font, der dann die Grundlage für die Entwicklung von TheMix und TheSans bildete. Diese spezielle Serifenform läßt sich noch sehr deutlich in TheMix und TheSerif erkennen. Die Serifen sind nicht abgeschrägt, wie Max Caflisch behauptet, sondern oben und unten rund. Nach dem Studium beschäftigte ich mich in Amsterdam vier Jahre lang mit Corporate Design. Als die digitalen Werkzeuge es dann ermöglichten, selbst Schriften zu produzieren, entwickelte ich für ein Ministerium eine Type, die ich nicht als Font auslieferte, sondern als PostScript-Dateien. Hierfür griff ich auf meine Skizzen aus der Hochschulzeit zurück. Die daraus entstandene Schrift diente als Basis für die Schriftfamilie TheMix. Bei der Arbeit in der Amsterdamer Agentur BRSPV wurde mir klar, daß für große Corporate-Design-Projekte lediglich eine kleine Auswahl an gut ausgebauten Schriften existierte. (Die Chefs empfanden die Caecilia damals als zu leicht und zu kalligraphisch.) Eine serifenlose Type mit Kapitälchen, mehreren Ziffernsätzen, vielen Strichstärken und alternativen Zeichen gab es zu der Zeit nicht, aber es bestand großer Bedarf. Das nahm ich zum Anlaß, eine Großfamilie zu schaffen. Dann ging ich zu Metadesign nach Berlin. In meiner Freizeit arbeitete ich intensiv an meiner Schriftfamilie. Vor allen Dingen die Extra Light, bei der die Strichstärkenvariationen am deutlichsten hervortreten, hat mich sehr viel Zeit gekostet. Mehrere Kilo Skizzen und Probeausdrucke waren das Ergebnis nächtelanger Fleißarbeit. Die Thesis-Familie begann mit der TheMix, nach dem Abschneiden der Serifen entstand in mehrjähriger Ar-

DDD KKK rrr uuu iii Serifa, Caecilia und TheSerif (von links nach rechts). Serifa und Caecilia ähneln sich stark Serifa Caecilia TheSerif Ist das dritte P vom zweiten P geklaut? Zwischen den ersten beiden gibt es deutlichere Analogien TheSerif Extr. Bold The Quick Brown Caecilia Heavy The Quick Brown Fox Jumps Over The Lazy Dog 123456 Fox Jumps Over The Lazy Dog 123 AaBbCcDdEeFfGgHhIiJjKkLlMmNn AaBbCcDdEeFfGgHhIiJjKkLlMmNn Auch in den fetten Varianten zeigen sich Unterschiede zwischen der Caecilia und der TheSerif 57 beit die TheSans, und erst zum Schluß habe ich der TheMix-Familie Serifen angeheftet, so daß ich die Egyptienne TheSerif relativ schnell entwickelte. Vor einigen Jahren sprach ich Peter Matthias Noordzij an, denn ich hatte über Umwege vernommen, daß böse Zungen behaupteten, die sei eine Kopie seiner PMN Caecilia. Er meinte, daß er zu tief in der Materie stecke, um ein objektives Urteil zu fällen. Es gebe aber Leute, die die beiden Schriften in kleinen Graden nicht voneinander unterscheiden könnten. Natürlich gibt es Leute, die nicht in der Lage sind, die Caecilia und die The- Serif in kleinen Graden auf den ersten Blick auseinanderzuhalten. Sie werden auch eine Foundry nicht von einer Syntax, eine Myriad nicht von einer Frutiger und eine Akzidenz Grotesk nicht von einer Helvetica unterscheiden können. Wenn Max Caflisch in der von ihm angeregten Diskussion keine Differenzen zwischen der Caecilia und der TheSerif wahrnimmt, muß er es sich gefallen lassen, daß man ihn zu der eben beschriebenen Art von Laien zählt. Oder benötigt er lediglich eine neue Brille? Caflisch spricht in seinem Artikel von ähnlichen, relativ ähnlichen und nur wenig veränderten Formen und suggeriert damit, ich hätte die Buchstaben übernommen oder nur wenig modifiziert. Daß er mir auch Gemeinsamkeiten in Satzzeichen wie Punkt, Komma, Ausrufezeichen und eckigen Klammern vorrechnet, macht sein Lästerstück verdächtig und läßt mich über den wahren Zweck seines Artikels rätseln. Ist ihm etwa der Erfolg der FF-Thesis-Sippe ein Dorn im Auge? Stellt man die als ähnlich bezeichneten Buchstaben der TheSerif neben die der Caecilia und Adrian Frutigers Serifa von 1967, lassen sich die Serifa und die Caecilia in vielen Fällen austauschen. Die TheSerif hingegen paßt nicht in dieses Trio. Die Serifenform und der Kontrast zwischen horizontalem und vertikalem Strich erscheinen bei der PMN Caecilia nahezu identisch mit denen der Serifa. Die Züge der Breitfeder lassen sich bei der Caecilia nur schwer wiedererkennen, bei der TheSerif treten sie aber deutlich hervor, insbesondere in den Kurven. Jeder Student, der die Schule von Gerrit Noordzij durchlaufen hat, beherrscht die auf dem Schreiben basierende Konstruktion von Buchstaben. Und natürlich führt das zu gesunden Ähnlichkeiten, wie wir sie alle kennen und achten. Wenn man allerdings die fetteren Varianten der TheSerif und der Caecilia nebeneinanderstellt, ist zu erkennen, daß die Thesis nicht nur aufgrund meiner persönlichen Entwicklung, sondern auch unter rein formalen Aspekten als eine eigenständige Arbeit gelten muß. Die TheSerif als Plagiat zu bezeichnen käme einem Mordanschlag auf die Schriftgestaltung an sich gleich. PAGE wird die Debatte um die TheSerif und die Caecilia weiterverfolgen und in einer der nächsten Ausgaben publizieren, was Schrift- und Rechtsexperten dazu meinen Caecilia Anzeige