LEVEL 3: GERMAN 2010 CD TRANSCRIPT



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Transkript:

LEVEL 3: GERMAN 2010 CD TRANSCRIPT 90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 1 New Zealand Qualifications Authority: NCEA Level 3 German 2010. To start with, you will hear two sample sentences in German to familiarise you with the voice on the recording. You will not have to answer any questions on these sentences. Zürich ist nicht die Hauptstadt, aber doch die gröβte Stadt in der Schweiz. Nicht alle Leute in der Schweiz können jodeln, aber Musik ist ein beliebtes Thema. The Supervisor will now check for audibility. Pause 10 seconds Open Question Booklet 90564 to page 2. Listen to TWO passages. You will hear EACH passage FOUR times: The first time, you will hear the passage as a whole. The second and third times you will hear the passage in sections, with a pause after each. The fourth time, you will hear the passage again as a whole. As you listen, make notes in the Listening Notes boxes provided. First Passage: Melanie Oesch, yodelling sensation Question One and Question Two are based on the First Passage. Answer them in English, on pages 2, 3, 4 and 5. First reading Glocken Gruppe Stimme Stil means bells means group means voice means style Pause 5 seconds

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 2 Ein traditionelles schweizerisches Haus mit Kuhglocken und Blumen an der Fassade, eine Schweizer Flagge. Genau so stellt man sich ein Haus vor, in dem Schweizer Volksmusik gespielt wird. Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge, ums Haus Kühe und dunkle Bäume. Hier wohnt Melanie Oesch, der neue Stern am Volksmusikhimmel, mit ihrer Familie. Die Oesch-Familie aus Schwarzenegg im Berner Oberland arbeitet sehr gut zusammen. Seit drei Generationen pflegen sie die Volksmusik, ihre Gruppe heiβt deshalb Oesch s die Dritten. Am 17. Februar 2007 änderte sich alles. Als Nobody gewann die Familiengruppe den ersten Preis in einer Fernsehshow. Zu danken dafür ist der 21-jährigen Jodlerin Melanie. Sie jodelt mit einer Stimme, die klar ist wie das Wasser in den Bergen. Für sie gibt es nichts Schöneres, als vor Menschen zu singen. Es ist, als ob die Volksmusikfreunde auf diese junge Frau gewartet hätten. Sie ist neu, frisch und lebendig. Plötzlich erscheinen junge Leute auf ihren Konzerten, die früher mit Volksmusik überhaupt nichts zu tun hatten. Eine junge Jodlerin ist ganz anders als die Klischeevorstellung und gilt deshalb als etwas Besonderes. So versucht Melanie Oesch ihre Popularität zu erklären. Vater Hansueli meint: So schnell, wie wir aufgestiegen sind, können wir auch vergessen werden. Deshalb versuchen Oesch s die Dritten trotz der vielen Auftritte ihren normalen Alltag und Beruf weiterzufűhren. Vater Hansueli als Postbeamter, Mutter Annemarie als Krankenpflegerin, Mike, 19, als Skirennfahrer, Kevin, 18, als Elektriker und Familienfreund, Heinz Haldi, 42, als Mechaniker. Wenn es jemand als Profi schaffen könnte, dann sicher die Melanie. Doch Melanie möchte nicht allein auftreten. Wir haben den Erfolg zusammen aufgebaut, ich will mit der Gruppe spielen, sagt sie. Das Jodeln sei für sie eine Leidenschaft. Es gibt mir eine Art Kick, wie das vielleicht beim Leistungsport passiert. Mit fünf Jahren trat sie auf Geburtstagen und Familienfeiern auf. Vater und Groβvater Oesch, die damals in einem Trio spielten, ließen die drei Kinder bei diesen Abenden ab und zu mitsingen. Mit der Zeit lernte Melanie vom Vater das Jodeln, und die Brüder begannen Gitarre und elektrischen Bass zu spielen. Modernere Musikinstrumente gehören jetzt zum Oesch-Stil: Auf der einen Seite pflegt man die Traditionen, auf der anderen aber baut man auch Neues ein. Hansueli Oesch meint: Man soll das spielen, was einem Freude macht. Am Musikgymnasium merkte Melanie aber, dass Jodeln bei anderen jungen Leuten nicht zu den beliebtesten Musikstilen gehört. Die waren fast schockiert, als sie hörten, es komme da eine, die jodle, erinnert sie sich. Inzwischen gehören einige der damals skeptischen Schulkollegen zu den treusten Konzertgängern von Oesch s die Dritten.

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 3 Second and third readings: in sections with 40-second pauses. QUESTION ONE Use Section (a) and Section (b) to answer this question. Section (a) Glocken Gruppe means bells means group Ein traditionelles schweizerisches Haus mit Kuhglocken und Blumen an der Fassade, eine Schweizer Flagge. Genau so stellt man sich ein Haus vor, in dem Schweizer Volksmusik gespielt wird. Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge, ums Haus Kühe und dunkle Bäume. Hier wohnt Melanie Oesch, der neue Stern am Volksmusikhimmel, mit ihrer Familie. Die Oesch-Familie aus Schwarzenegg im Berner Oberland arbeitet sehr gut zusammen. Seit drei Generationen pflegen sie die Volksmusik, ihre Gruppe heiβt deshalb Oesch s die Dritten. Pause 40 Seconds Section (a) again Ein traditionelles schweizerisches Haus mit Kuhglocken und Blumen an der Fassade, eine Schweizer Flagge. Genau so stellt man sich ein Haus vor, in dem Schweizer Volksmusik gespielt wird. Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge, ums Haus Kühe und dunkle Bäume. Hier wohnt Melanie Oesch, der neue Stern am Volksmusikhimmel, mit ihrer Familie. Die Oesch-Familie aus Schwarzenegg im Berner Oberland arbeitet sehr gut zusammen. Seit drei Generationen pflegen sie die Volksmusik, ihre Gruppe heiβt deshalb Oesch s die Dritten. Pause 40 Seconds Section (b) Stimme means voice

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 4 Am 17. Februar 2007 änderte sich alles. Als Nobody gewann die Familiengruppe den ersten Preis in einer Fernsehshow. Zu danken dafür ist der 21-jährigen Jodlerin Melanie. Sie jodelt mit einer Stimme, die klar ist wie das Wasser in den Bergen. Für sie gibt es nichts Schöneres, als vor Menschen zu singen. Es ist, als ob die Volksmusikfreunde auf diese junge Frau gewartet hätten. Sie ist neu, frisch und lebendig. Plötzlich erscheinen junge Leute auf ihren Konzerten, die früher mit Volksmusik überhaupt nichts zu tun hatten. Eine junge Jodlerin ist ganz anders als die Klischeevorstellung und gilt deshalb als etwas Besonderes. So versucht Melanie Oesch ihre Popularität zu erklären. Pause 40 Seconds Section (b) again Am 17. Februar 2007 änderte sich alles. Als Nobody gewann die Familiengruppe den ersten Preis in einer Fernsehshow. Zu danken dafür ist der 21-jährigen Jodlerin Melanie. Sie jodelt mit einer Stimme, die klar ist wie das Wasser in den Bergen. Für sie gibt es nichts Schöneres, als vor Menschen zu singen. Es ist, als ob die Volksmusikfreunde auf diese junge Frau gewartet hätten. Sie ist neu, frisch und lebendig. Plötzlich erscheinen junge Leute auf ihren Konzerten, die früher mit Volksmusik überhaupt nichts zu tun hatten. Eine junge Jodlerin ist ganz anders als die Klischeevorstellung und gilt deshalb als etwas Besonderes. So versucht Melanie Oesch ihre Popularität zu erklären. Pause 40 Seconds QUESTION TWO Use Section (c), Section (d) and Section (e) to answer this question. Section (c) Gruppe means group Vater Hansueli meint: So schnell, wie wir aufgestiegen sind, können wir auch vergessen werden. Deshalb versuchen Oesch s die Dritten trotz der vielen Auftritte ihren normalen Alltag und Beruf weiterzufűhren. Vater Hansueli als Postbeamter, Mutter Annemarie als Krankenpflegerin, Mike, 19, als Skirennfahrer, Kevin, 18, als Elektriker und Familienfreund, Heinz Haldi, 42, als Mechaniker. Wenn es jemand als Profi schaffen könnte, dann sicher die Melanie. Doch Melanie möchte nicht allein auftreten. Wir haben den Erfolg zusammen aufgebaut, ich will mit der Gruppe spielen, sagt sie. Das Jodeln sei für sie eine Leidenschaft. Es gibt mir eine Art Kick, wie das vielleicht beim Leistungsport passiert.

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 5 Section (c) again Vater Hansueli meint: So schnell, wie wir aufgestiegen sind, können wir auch vergessen werden. Deshalb versuchen Oesch s die Dritten trotz der vielen Auftritte ihren normalen Alltag und Beruf weiterzufűhren. Vater Hansueli als Postbeamter, Mutter Annemarie als Krankenpflegerin, Mike, 19, als Skirennfahrer, Kevin, 18, als Elektriker und Familienfreund, Heinz Haldi, 42, als Mechaniker. Wenn es jemand als Profi schaffen könnte, dann sicher die Melanie. Doch Melanie möchte nicht allein auftreten. Wir haben den Erfolg zusammen aufgebaut, ich will mit der Gruppe spielen, sagt sie. Das Jodeln sei für sie eine Leidenschaft. Es gibt mir eine Art Kick, wie das vielleicht beim Leistungsport passiert. Section (d) Stil means style Mit fünf Jahren trat sie auf Geburtstagen und Familienfeiern auf. Vater und Groβvater Oesch, die damals in einem Trio spielten, ließen die drei Kinder bei diesen Abenden ab und zu mitsingen. Mit der Zeit lernte Melanie vom Vater das Jodeln, und die Brüder begannen Gitarre und elektrischen Bass zu spielen. Modernere Musikinstrumente gehören jetzt zum Oesch-Stil: Auf der einen Seite pflegt man die Traditionen, auf der anderen aber baut man auch Neues ein. Hansueli Oesch meint: Man soll das spielen, was einem Freude macht. Section (d) again Mit fünf Jahren trat sie auf Geburtstagen und Familienfeiern auf. Vater und Groβvater Oesch, die damals in einem Trio spielten, ließen die drei Kinder bei diesen Abenden ab und zu mitsingen. Mit der Zeit lernte Melanie vom Vater das Jodeln, und die Brüder begannen Gitarre und elektrischen Bass zu spielen. Modernere Musikinstrumente gehören jetzt zum Oesch-Stil: Auf der einen Seite pflegt man die Traditionen, auf der anderen aber baut man auch Neues ein. Hansueli Oesch meint: Man soll das spielen, was einem Freude macht. Section (e) Stil means style

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 6 Am Musikgymnasium merkte Melanie aber, dass Jodeln bei anderen jungen Leuten nicht zu den beliebtesten Musikstilen gehört. Die waren fast schockiert, als sie hörten, es komme da eine, die jodle, erinnert sie sich. Inzwischen gehören einige der damals skeptischen Schulkollegen zu den treusten Konzertgängern von Oesch s die Dritten. Section (e) again Am Musikgymnasium merkte Melanie aber, dass Jodeln bei anderen jungen Leuten nicht zu den beliebtesten Musikstilen gehört. Die waren fast schockiert, als sie hörten, es komme da eine, die jodle, erinnert sie sich. Inzwischen gehören einige der damals skeptischen Schulkollegen zu den treusten Konzertgängern von Oesch s die Dritten.. Final Reading Pause 5 seconds

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 7 Ein traditionelles schweizerisches Haus mit Kuhglocken und Blumen an der Fassade, eine Schweizer Flagge. Genau so stellt man sich ein Haus vor, in dem Schweizer Volksmusik gespielt wird. Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge, ums Haus Kühe und dunkle Bäume. Hier wohnt Melanie Oesch, der neue Stern am Volksmusikhimmel, mit ihrer Familie. Die Oesch-Familie aus Schwarzenegg im Berner Oberland arbeitet sehr gut zusammen. Seit drei Generationen pflegen sie die Volksmusik, ihre Gruppe heiβt deshalb Oesch s die Dritten. Am 17. Februar 2007 änderte sich alles. Als Nobody gewann die Familiengruppe den ersten Preis in einer Fernsehshow. Zu danken dafür ist der 21-jährigen Jodlerin Melanie. Sie jodelt mit einer Stimme, die klar ist wie das Wasser in den Bergen. Für sie gibt es nichts Schöneres, als vor Menschen zu singen. Es ist, als ob die Volksmusikfreunde auf diese junge Frau gewartet hätten. Sie ist neu, frisch und lebendig. Plötzlich erscheinen junge Leute auf ihren Konzerten, die früher mit Volksmusik überhaupt nichts zu tun hatten. Eine junge Jodlerin ist ganz anders als die Klischeevorstellung und gilt deshalb als etwas Besonderes. So versucht Melanie Oesch ihre Popularität zu erklären. Vater Hansueli meint: So schnell, wie wir aufgestiegen sind, können wir auch vergessen werden. Deshalb versuchen Oesch s die Dritten trotz der vielen Auftritte ihren normalen Alltag und Beruf weiterzufűhren. Vater Hansueli als Postbeamter, Mutter Annemarie als Krankenpflegerin, Mike, 19, als Skirennfahrer, Kevin, 18, als Elektriker und Familienfreund, Heinz Haldi, 42, als Mechaniker. Wenn es jemand als Profi schaffen könnte, dann sicher die Melanie. Doch Melanie möchte nicht allein auftreten. Wir haben den Erfolg zusammen aufgebaut, ich will mit der Gruppe spielen, sagt sie. Das Jodeln sei für sie eine Leidenschaft. Es gibt mir eine Art Kick, wie das vielleicht beim Leistungsport passiert. Mit fünf Jahren trat sie auf Geburtstagen und Familienfeiern auf. Vater und Groβvater Oesch, die damals in einem Trio spielten, ließen die drei Kinder bei diesen Abenden ab und zu mitsingen. Mit der Zeit lernte Melanie vom Vater das Jodeln, und die Brüder begannen Gitarre und elektrischen Bass zu spielen. Modernere Musikinstrumente gehören jetzt zum Oesch-Stil: Auf der einen Seite pflegt man die Traditionen, auf der anderen aber baut man auch Neues ein. Hansueli Oesch meint: Man soll das spielen, was einem Freude macht. Am Musikgymnasium merkte Melanie aber, dass Jodeln bei anderen jungen Leuten nicht zu den beliebtesten Musikstilen gehört. Die waren fast schockiert, als sie hörten, es komme da eine, die jodle, erinnert sie sich. Inzwischen gehören einige der damals skeptischen Schulkollegen zu den treusten Konzertgängern von Oesch s die Dritten. You now have one minute to read Question Three Pause 60 seconds

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 8 Second Passage: 50-räppler for a song Question Three and Question Four are based on the Second Passage. Answer them in English, on pages 6 and 7. Pause 5 seconds First reading 50-räppler Lied is a type of Swiss coin means song Pause 5 seconds

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 9 Sie möchten Geld wechseln zum Parken? steht auf dem kleinen Plakat an der Tür zur Leonhards-Apotheke in Zürich. Denn Probleme hat der, der mit viel Glück in den bahnhofsnahen Straβe einen Parkplatz gefunden hat, aber dann glücklos in der Tasche sucht und auch nach zweimaligen Checken des Inhalts keinen 50-Räppler findet. So viel und nur genauso viel braucht man für die zentrale Parkuhr für eine einmalige, von der Stadtpolizei streng kontrollierte Parkzeit von 30 Minuten. René Jenni von der Leonhards-Apotheke kennt die Not der Autofahrer und hat als Einziger in der Straβe Mitleid. Alle anderen Ladenbesitzer schicken frustrierte Parkgeldsuchende wieder weg. Jenni aber macht den Gestressten, die schneller sein müssen als die Polizei, gleich drei Hilfsangebote auf dem Plakat an seiner Tür. Erstens: Sie kaufen eine Kleinigkeit und erhalten Wechselgeld zum Parken. Zweitens: Sie bitten uns darum, Geld zu wechseln. Drittens: Sie singen uns ein Lied vor und erhalten 50 Räppler. Kann das wahr sein? Ja klar, sagt Jenni, der vor fünf Jahren in einer Kaffeepause mit seinen Mitarbeitern entschied, nicht einfach nicht zu wechseln wie die anderen in der Straβe. Doch ganz so einfach machen auch wir es nicht. Wir legen Wert auf Höflichkeit, und Leute, die noch Humor haben und ein Lied singen, bekommen das Parkgeld dafür. Man braucht Mut um vorzusingen. Aber schon nach zehn Sekunden lächelt Apotheker Jenni übers ganze Gesicht. Gut gemacht sagt der 44-jährige und gibt dem Sänger einen 50-Räppler. Das haben Sie sich verdient. Von den täglich zehn bis zwanzig Personen, die bei uns um Wechselgeld nachfragen, wollen die allerwenigsten vorsingen. Wenn immer möglich, macht er selber Musik. Jenni spielt seit seinerjugendzeit verschiedene Musikinstrumente und ist Organist der Herz-Jesu-Kirche in Zürich. Dass er mit seiner Leidenschaft für die Musik am Ende Apotheker und nicht Musiker geworden ist, ist für Jenni aber kein Problem. Hier in der Apotheke stehe ich mitten im Leben, habe mit Ratsuchenden, Ärzten, Mitarbeitern zu tun. Die Zeit vergeht unglaublich schnell. Ich komme am Morgen rein und zack, schon ist Abend erzählt er. Second and third readings: in sections with 40-second pauses QUESTION THREE Use Section (a) and Section (b) to answer this question. Section (a) 50-räppler is a type of Swiss coin

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 10 Sie möchten Geld wechseln zum Parken? steht auf dem kleinen Plakat an der Tür zur Leonhards-Apotheke in Zürich. Denn Probleme hat der, der mit viel Glück in den bahnhofsnahen Straβe einen Parkplatz gefunden hat, aber dann glücklos in der Tasche sucht und auch nach zweimaligen Checken des Inhalts keinen 50-Räppler findet. So viel und nur genauso viel braucht man für die zentrale Parkuhr für eine einmalige, von der Stadtpolizei streng kontrollierte Parkzeit von 30 Minuten. Section (a) again Sie möchten Geld wechseln zum Parken? steht auf dem kleinen Plakat an der Tür zur Leonhards-Apotheke in Zürich. Denn Probleme hat der, der mit viel Glück in den bahnhofsnahen Straβe einen Parkplatz gefunden hat, aber dann glücklos in der Tasche sucht und auch nach zweimaligen Checken des Inhalts keinen 50-Räppler findet. So viel und nur genauso viel braucht man für die zentrale Parkuhr für eine einmalige, von der Stadtpolizei streng kontrollierte Parkzeit von 30 Minuten. Section (b) 50-räppler Lied is a type of Swiss coin means song René Jenni von der Leonhards-Apotheke kennt die Not der Autofahrer und hat als Einziger in der Straβe Mitleid. Alle anderen Ladenbesitzer schicken frustrierte Parkgeldsuchende wieder weg. Jenni aber macht den Gestressten, die schneller sein müssen als die Polizei, gleich drei Hilfsangebote auf dem Plakat an seiner Tür. Erstens: Sie kaufen eine Kleinigkeit und erhalten Wechselgeld zum Parken. Zweitens: Sie bitten uns darum, Geld zu wechseln. Drittens: Sie singen uns ein Lied vor und erhalten 50 Räppler. Kann das wahr sein? Section (b) again René Jenni von der Leonhards-Apotheke kennt die Not der Autofahrer und hat als Einziger in der Straβe Mitleid. Alle anderen Ladenbesitzer schicken frustrierte Parkgeldsuchende wieder weg. Jenni aber macht den Gestressten, die schneller sein müssen als die Polizei, gleich drei Hilfsangebote auf dem Plakat an seiner Tür. Erstens: Sie kaufen eine Kleinigkeit und erhalten Wechselgeld zum Parken. Zweitens: Sie bitten uns darum, Geld zu wechseln. Drittens: Sie singen uns ein Lied vor und erhalten 50 Räppler. Kann das wahr sein?

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 11 QUESTION FOUR Use Section (c) and Section (d) to answer this question. Section (c) Lied 50-räppler means song is a type of Swiss coin Ja klar, sagt Jenni, der vor fünf Jahren in einer Kaffeepause mit seinen Mitarbeitern entschied, nicht einfach nicht zu wechseln wie die anderen in der Straβe. Doch ganz so einfach machen auch wir es nicht. Wir legen Wert auf Höflichkeit, und Leute, die noch Humor haben und ein Lied singen, bekommen das Parkgeld dafür. Man braucht Mut um vorzusingen. Aber schon nach zehn Sekunden lächelt Apotheker Jenni übers ganze Gesicht. Gut gemacht sagt der 44-jährige und gibt dem Sänger einen 50-Räppler. Das haben Sie sich verdient. Von den täglich zehn bis zwanzig Personen, die bei uns um Wechselgeld nachfragen, wollen die allerwenigsten vorsingen. Section (c) again Ja klar, sagt Jenni, der vor fünf Jahren in einer Kaffeepause mit seinen Mitarbeitern entschied, nicht einfach nicht zu wechseln wie die anderen in der Straβe. Doch ganz so einfach machen auch wir es nicht. Wir legen Wert auf Höflichkeit, und Leute, die noch Humor haben und ein Lied singen, bekommen das Parkgeld dafür. Man braucht Mut um vorzusingen. Aber schon nach zehn Sekunden lächelt Apotheker Jenni übers ganze Gesicht. Gut gemacht sagt der 44-jährige und gibt dem Sänger einen 50-Räppler. Das haben Sie sich verdient. Von den täglich zehn bis zwanzig Personen, die bei uns um Wechselgeld nachfragen, wollen die allerwenigsten vorsingen. Section (d) Wenn immer möglich, macht er selber Musik. Jenni spielt seit seinerjugendzeit verschiedene Musikinstrumente und ist Organist der Herz-Jesu-Kirche in Zürich. Dass er mit seiner Leidenschaft für die Musik am Ende Apotheker und nicht Musiker geworden ist, ist für Jenni aber kein Problem. Hier in der Apotheke stehe ich mitten im Leben, habe mit Ratsuchenden, Ärzten, Mitarbeitern zu tun. Die Zeit vergeht unglaublich schnell. Ich komme am Morgen rein und zack, schon ist Abend erzählt er.

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 12 Section (d) again Wenn immer möglich, macht er selber Musik. Jenni spielt seit seinerjugendzeit verschiedene Musikinstrumente und ist Organist der Herz-Jesu-Kirche in Zürich. Dass er mit seiner Leidenschaft für die Musik am Ende Apotheker und nicht Musiker geworden ist, ist für Jenni aber kein Problem. Hier in der Apotheke stehe ich mitten im Leben, habe mit Ratsuchenden, Ärzten, Mitarbeitern zu tun. Die Zeit vergeht unglaublich schnell. Ich komme am Morgen rein und zack, schon ist Abend erzählt er. Final reading Pause 5 seconds

90564LP-CDT (CD transcript) 2010 German Page 13 Sie möchten Geld wechseln zum Parken? steht auf dem kleinen Plakat an der Tür zur Leonhards-Apotheke in Zürich. Denn Probleme hat der, der mit viel Glück in den bahnhofsnahen Straβe einen Parkplatz gefunden hat, aber dann glücklos in der Tasche sucht und auch nach zweimaligen Checken des Inhalts keinen 50-Räppler findet. So viel und nur genauso viel braucht man für die zentrale Parkuhr für eine einmalige, von der Stadtpolizei streng kontrollierte Parkzeit von 30 Minuten. René Jenni von der Leonhards-Apotheke kennt die Not der Autofahrer und hat als Einziger in der Straβe Mitleid. Alle anderen Ladenbesitzer schicken frustrierte Parkgeldsuchende wieder weg. Jenni aber macht den Gestressten, die schneller sein müssen als die Polizei, gleich drei Hilfsangebote auf dem Plakat an seiner Tür. Erstens: Sie kaufen eine Kleinigkeit und erhalten Wechselgeld zum Parken. Zweitens: Sie bitten uns darum, Geld zu wechseln. Drittens: Sie singen uns ein Lied vor und erhalten 50 Räppler. Kann das wahr sein? Ja klar, sagt Jenni, der vor fünf Jahren in einer Kaffeepause mit seinen Mitarbeitern entschied, nicht einfach nicht zu wechseln wie die anderen in der Straβe. Doch ganz so einfach machen auch wir es nicht. Wir legen Wert auf Höflichkeit, und Leute, die noch Humor haben und ein Lied singen, bekommen das Parkgeld dafür. Man braucht Mut um vorzusingen. Aber schon nach zehn Sekunden lächelt Apotheker Jenni übers ganze Gesicht. Gut gemacht sagt der 44-jährige und gibt dem Sänger einen 50-Räppler. Das haben Sie sich verdient. Von den täglich zehn bis zwanzig Personen, die bei uns um Wechselgeld nachfragen, wollen die allerwenigsten vorsingen. Wenn immer möglich, macht er selber Musik. Jenni spielt seit seinerjugendzeit verschiedene Musikinstrumente und ist Organist der Herz-Jesu-Kirche in Zürich. Dass er mit seiner Leidenschaft für die Musik am Ende Apotheker und nicht Musiker geworden ist, ist für Jenni aber kein Problem. Hier in der Apotheke stehe ich mitten im Leben, habe mit Ratsuchenden, Ärzten, Mitarbeitern zu tun. Die Zeit vergeht unglaublich schnell. Ich komme am Morgen rein und zack, schon ist Abend erzählt er. This is the end of the Listening Passages. END